SDS-max Kombihammer (ca.10J) als Akkuwerkzeug sinnvoll? Erfahrungen?

Diskutiere SDS-max Kombihammer (ca.10J) als Akkuwerkzeug sinnvoll? Erfahrungen? im Forum Akkuwerkzeuge im Bereich Werkzeuge & Maschinen - Servus beinand, es steht wieder mal eine kleine Renovierung mit Mauern umhauen und Estrich raus reißen an. Bisher habe ich mir immer den Makita...
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Nocki

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  • SDS-max Kombihammer (ca.10J) als Akkuwerkzeug sinnvoll? Erfahrungen?
  • #1
Servus beinand,

es steht wieder mal eine kleine Renovierung mit Mauern umhauen und Estrich raus reißen an. Bisher habe ich mir immer den Makita Kombihammer eines Freundes ausgeliehen wenn sowas anstand. Da man Werkzeug aber weder gerne ausleiht noch verleiht möchte ich mir jetzt selber mal einen zulegen.

Der Kombihammer soll auch in der Horizontalen noch gut handlebar sein, daher habe ich an ein Gerät mit um die 10J und 7-8Kg gedacht.

Dabei bin ich jetzt zB über den DeWalt DCH614X2 gestolpert. Ich habe mein ganzes anderes Akkuwerkzeug auch von DeWalt könnte die FlexAkkus also auch bei anderen Maschinen nutzen.
Allerdings bin ich mir nicht so sicher ob so schwere Maschinen mit einem Akku gut zu betreiben sind. Hier wird ja doch eine ganz andere Leistung verlangt als bei einem 08/15 Akkuschrauber. Oder sollte man bei so schwerem Gerät doch lieber bei der kabelgebundenen Version bleiben?

Hat vielleicht auch wer hier Erfahrungen mit so schweren Akkumaschinen und kann berichten?

Vielen Dank schon mal,
Oli.
 
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  • #2
Das ist doch Blödsinn. Dafür nimmt man ne Kabelmaschine. Außerdem wirst du für SDS Max mit Glück einen 10er Bohrer finden, drunter ist nix. also für den Alltagsgebrauch völligst ungeeignet.
 
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  • #3
Ich bin ja in der Regel eher die Pro-Akku-Fraktion, aber hier muss ich unicque eindeutig zustimmen!

Du willst das Gerät ja als Abbruch-Hammer verwenden, da ist eine Akkuversion wenig sinnvoll: Strom ist ja in der Regel vorhanden, und "Mauern umhauen und Estrich raus reißen" sind keine 10min-Angelegenheiten. Du könntest Dir sicherlich den genannten Hammer anschaffen und dafür dann z.B. die entsprechenden Flexvolt-Akkupacks kaufen. Dürfte aber kein billiges Vergnügen werden.

Und auch ein Kombi-Hammer macht wenig Sinn. Hier ist ein Abbruchhammer das Gerät der Wahl, warum soll ein Gerät für die anvisierten Arbeiten denn auch noch bohren können?
 
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  • #4
Ich finde die Fragestellung durchaus interessant.

Ich hab selbst noch keine Erfahrungen mit Akku und SDS-max, PS hat mal den Milwaukee ein bisschen vermessen, und der war durchaus durstig (30-40 A @ 18 V wenn ich mich recht erinnere). Ich würde mit 15-20 min Betrieb an einem 9 Ah rechnen - da wären 3 oder 4 Akkus in Rotation nötig wenn man dauerhaft an etwas herumstemmt.

Ich würde es von der Aufgabenstellung abhängig machen: Öfter kleinere Einsätze (mal nen kleinen Auslass stemmen, mal eine 32 mm Bohrung durch die Betondecke) dann das Akkugerät. Wenn schnell und überall loslegen gefordert ist - mal schnell an der Gartenmauer ist Kabel ausrollen natürlich lästig.

Bei 4 h Estrich am Stück stemmen ist einmal die Kabeltrommel ausrollen kein Mehraufwand. Das ggf. störende Kabel ist halt noch als Nachteil. Akkugewicht wird sicher ein Teil kompensiert durch den kleinen bürstenlosen Motor beim Akkugerät. Robustheit pro € ist bei Kabelgeräten vermutlich besser, weil die Akkus in der Größe schon ordentlich zu Buche schlagen.

Ich hab noch den guten UB/H aus den 80ern für Kleinigkeiten vor Ort, wenn es länger als 5 min dauert leih ich. Wenn ich kaufen müsste, würd ich mir vermutlich einen Kabelgebundenen Duss kaufen. Wenn ich Elektriker oder Installateur wär würd ich sofort den DeWalt nehmen. Mal hier was mal da was - da ist ein Akkugerät genial.
 
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  • #5
So ein Kabelgerät in guter Qualität hält beim Heimwerker 20, 30 Jahre oder länger.
Wie lange hält ein Akku System? Keine Ahnung, aber hier gibt es alle paar Jahre einen Innovationssprung und die Akkus halten auch nicht ewig.
 
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  • #6
Jürgi schrieb:
Wie lange hält ein Akku System? Keine Ahnung, aber hier gibt es alle paar Jahre einen Innovationssprung und die Akkus halten auch nicht ewig.
Metabo hat, seitdem sie Schiebeakkus haben, keine inkompatiblen Änderungen eingeführt. Man kann also seit ca. 20 Jahren Geräte benutzen, die alle im System zueinander und zu den Akkus kompatibel sind.

Und meine bescheidene Meinung dazu: bei den Geräten hat sich in der Zeit auch genug geändert, daß man den Fuhrpark zumindest teilweise austauschen darf.
Wenn ich überlege, wie "wenig" Kraft mein Elu SBA75 bei seinem Gewicht im Vergleich zu einem aktuellen Metabo hatte - ich bereue nicht, daß ich den Elu nicht 25 Jahre bei mir behalten habe, sondern nach 15 Jahren auf modernere Maschinen gewechselt habe.
Das ist natürlich nicht allgemeingültig - der kabelgebundene Hobel von Papa dürfte >40 Jahre alt sein, da gibt es keinen technischen Grund, den auszutauschen. Der aktuelle Akkubohrhammer hingegen ist leiser, vibrationsärmer und kräftiger als der AEG-Bohrhammer aus den 90ern.
 
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  • #7
Metabo selbst schreibt, dass Akkus und Geräte seit 2009 kompatibel sind und auch in Zukunft kompatibel bleiben werden. So ähnlich ist es auch bei Bosch blau.
Dirk hat natürlich Recht, die Hersteller scheinen ihr System gefunden zu haben, bei dem sie bestimmt eine gewisse Zeit bleiben werden.
 
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  • #8
m_karl schrieb:
Ich würde es von der Aufgabenstellung abhängig machen: Öfter kleinere Einsätze (mal nen kleinen Auslass stemmen, mal eine 32 mm Bohrung durch die Betondecke) dann das Akkugerät. Wenn schnell und überall loslegen gefordert ist - mal schnell an der Gartenmauer ist Kabel ausrollen natürlich lästig.

Bei 4 h Estrich am Stück stemmen ist einmal die Kabeltrommel ausrollen kein Mehraufwand. Das ggf. störende Kabel ist halt noch als Nachteil.
Sehe ich auch so … zumindest jeder der bei Dauerbetrieb an Ort und Stelle, den des öfteren nervenden Akkutausch bei stromzehrenden Maschinen kennt, den stört das Kabel umso weniger. :wink:
Daher wünschte ich mir genau für solche Arbeiten einen Akku/Kabel Adapter, um wenn nur mal Maschine für Akku und Kabel zu haben.
 
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  • #9
Kannst du dir ja bauen. Systainer mit 20V Trafo, 10m Schnur in einen toten Akku basteln und los geht's.
 
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  • #10
Die Geräte laufen vor allem so toll mit Wechselstrom :wink:
Du darfst also hinter den Trafo mit 2 KW und mehreren Kilos noch Gleichrichter und Kondensatoren schalten, die für fast 100 A ausgelegt sind und das Teil mit 16- oder besser 25-mm²-Kabeln anschließen...
Das bringt absolute Usability :mrgreen:

Dirk schrieb:
Und auch ein Kombi-Hammer macht wenig Sinn. Hier ist ein Abbruchhammer das Gerät der Wahl, warum soll ein Gerät für die anvisierten Arbeiten denn auch noch bohren können?
Das kann ich gerade im Privatbereich durchaus nachvollziehen. Dann kommt als nächstes mal ein 35er Loch für ein Flexrohr und man schaut sich nach der nächsten Maschine um. Ich kann verstehen, wenn dann jemand neben dem 8-kg-Abbruchhammer nicht noch den 8-kg-Kombihammer haben möchte. Und mal ehrlich: Wenn der Kombihammer bei einer einzigen Renovierung kaputt geht, dann war er schlichtweg Schrott. Bei den Profigeräten erwarte ich einfach, dass die sowas abkönnen.
 
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  • #11
unicque schrieb:
Kannst du dir ja bauen. Systainer mit 20V Trafo, 10m Schnur in einen toten Akku basteln und los geht's.
Ja, habe ich schon im Fokus, nur aktuell zu wenig Bedarf, aber auch diese Zeit wird kommen …. :mrgreen:
 
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  • #12
Ein_Gast schrieb:
Du darfst also hinter den Trafo mit 2 KW und mehreren Kilos noch Gleichrichter und Kondensatoren schalten, die für fast 100 A ausgelegt sind und das Teil mit 16- oder besser 25-mm²-Kabeln anschließen...
Ach was. Soo schwer ist sowas gar nicht. Dann noch die Starterkabel zweckentfremdet, und ab geht die Luzie...

Wenn der Kombihammer bei einer einzigen Renovierung kaputt geht, dann war er schlichtweg Schrott. Bei den Profigeräten erwarte ich einfach, dass die sowas abkönnen.
Das war gar nicht mein Gedankengang dabei - daß die Geräte das ab können, ist für mich selbstverständlich. Aber in der Regel ist die Leistungsentfaltung eines Kombigerätes dann doch spürbar schlechter als bei Einzelgeräten.
 
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  • #13
Das letztere kann Bosch gut, nannte sich früher turbopower beim gbh 7-46. Trotz Kombihammer schei..estark., die Makita ähnlichen Baujahres konnte nix dagegen.
 
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  • #14
Dirk schrieb:
Ach was. Soo schwer ist sowas gar nicht. Dann noch die Starterkabel zweckentfremdet, und ab geht die Luzie...
Viel zu teuer!
Ein gebrauchtes Cisco reicht.
Da sind zwei separate Netzteile á 3kW drin.
Hab den ganzen 12V und 3,3V Krempel rausgeschmissen und einen kleinen Stepdown für die Anzeige und den Lüfter eingebaut.
Die eine Unit ist dann in der Lage 80A zu liefern...
Kosten: Cisco 45€, Anzeige und Stepdown 30€ + Bastelmaterial.
Einstellbar von ca 10 - 45V

IMG_20220121_234120.jpg
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PS
 
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  • #15
Ja klar. Muss man nur erstmal finden. Ich hab einfach das erstbeste Suchergebnis verlinkt.
 
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  • #16
Hui, ihr habt ja Ideen :wink:

Erst mal danke für die vielen Antworten.
Also das mit dem Kombihammer anstatt einem Abbruchhammer hat schon seinen Grund. Zuerst mal bin ich nur ein Hobby-Handwerker der halt immer wieder mal was an seinem 40 Jahre alten Haus macht oder gerne mal bei Freunden hilft. Ich bin aber in keinster Weise gewerblich mit meinen Maschinen am arbeiten. Enstprechend will ich mit dem Kombihammer nicht nur kleine Mauern einreißen oder etwas Estrich raushauen sondern auch mal ein dickeres Loch oder auch ein Kernloch bohren können. Für das was ich mache wären zwei Maschinen ähnlicher Größe um Bohren und Abtragen zu können einfach zu viel des Guten.
Wichtig ist mir auch das die Maschine in der Waagrechten gut zu handlen ist. Sie soll also nicht zu schwer sein. Aber eben schon mit genug Bumms um Mauern abbrechen zu können.
Wenn ich mal was ganz schweres abzutragen habe, habe ich noch einen großen hydraulischen Abbruchhammer. War so ein ganz billiges 2. Wahl Teil aus dem Einhell Werksverkauf. Der prügelt auch dicken Beton auseinander. Ist aber so groß und schwer das er nur nach unten gerichtet genutzt werden kann. Horizontal gegen eine Mauer ist der nicht zu brauchen. Und für Fliesen habe ich eine kleine blaue Bosch mit Drehstopp. Die leistet auch gute Dienste.

Ihr habt mir aber schon recht gut geholfen. Meine Bedenken waren ja dahingehend das Akkus für so ein schweres Gerät zu gering werden könnten. Und das schreibt ihr ja auch so. Dann wird es wohl eher eine Maschine mit Kabel. So oft brauche ich sie dann ja auch nicht das es mich recht stört mal die Kabeltrommel mitzunehmen.
Hättet ihr hingegen gesagt dass das mit den Akkus super hinhaut wäre die DeWalt halt geschickt gewesen da ich die Akkus dann auch in meinen anderen Maschinen hätte verwenden können.

Habt ihr dann vielleicht gleich noch einen Tipp für mich für einen Kabelgebundenen Abbruchhammer der meinen Wünschen bezüglich Leistung und Gewicht entspricht?

Danke schon mal. Grüße,
Oliver
 
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  • #17
Dirk schrieb:
Ja klar. Muss man nur erstmal finden. Ich hab einfach das erstbeste Suchergebnis verlinkt.

Die Meanwell sind, für jemand, der sein Netzteil nicht erst halb ausweiden möchte eine preiswerte Option. Die sind ja richtig preiswert geworden! :shock:

PS
 
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  • #18
Gebraucht: Bosch gbh 7-46 de bzw neue gbh 8-45, bärenstark bei moderatem Gewicht.
 
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  • #19
Nocki schrieb:
Habt ihr dann vielleicht gleich noch einen Tipp für mich für einen Kabelgebundenen Abbruchhammer der meinen Wünschen bezüglich Leistung und Gewicht entspricht?
Das ist halt immer eine Frage, was du ausgeben möchtest. In deinem Fall wäre eine Duss PX78 mein absoluter Favorit.
 
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  • #20
Also die DUSS ist weit über dem was ich ausgeben möchte.
Die GBH 8-45 wäre da eher im angepeilten Preissegment. Eine GBH 5-40 ist wahrscheinlich eine Nummer zu klein für das was ich damit vorhabe, oder?
 
Thema: SDS-max Kombihammer (ca.10J) als Akkuwerkzeug sinnvoll? Erfahrungen?

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