Kleiner Erfahrungsbericht zu Billigbohrhämmern

Diskutiere Kleiner Erfahrungsbericht zu Billigbohrhämmern im Forum Billigwerkzeuge im Bereich Werkzeuge & Maschinen - Hallo, ich habe mir vor einiger Zeit einen "kleinen" Bohrhammer von Makita gegönnt (Makita 2020, 710 Watt). Ich bin sehr mit der Leistung...
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JürgenS

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Hallo,

ich habe mir vor einiger Zeit einen "kleinen" Bohrhammer von Makita gegönnt (Makita 2020, 710 Watt).
Ich bin sehr mit der Leistung zufrieden und habe schon zwei Dutzend Dübellöcher in den Deckenbeton versenkt - macht richitg Spaß damit. Auch einige Wanddurchbrüche in Kalksandstein mit 12 und 14mm waren unglaublich schnell erledigt.

Nun kam heute Nachmittag mal ein richtig ernster Einsatz bei einem Freund. Der will seine Decke abhängen und eine neue Echtholzvertäfelung unter sein Eß/Wohnzimmer mit ca. 40 m^2 bringen - echt häßlich aber was tut man nicht alles für einen Freund :wink:

Der Besitzer hat sich zu diesem Zweck einen 1050Watt (Gewicht 6kg) Bohrhammer für 49,90 Euro gekauft. Sein Kumpel hat einen 850Watt "starken" Baumarkthammer für 39,90 ergattert. Beides optisch imposante Geräte...

Zunächst wurde ich also von dem Freund und einem weiteren Kumpel doch ziemlich veräppelt, warum ich mir für soviel Geld einen so "kleinen" Bohrhammer gekauft habe - unverständliches Kopfschütteln der beiden.

Nun zur Arbeit. Wir mussen eine Lattenunterkonstruktion unter die Decke bringen. Für die erste Lage haben wir 8er Dübel und für einige ausgewählte Stellen 10er Dübel gewählt.
Wir hatten natürlich auch ein wenig Spaß die Bohrhämmer zu vergleichen und die beiden "Chinesen" wollten mir natürlich zeigen wo der Hammer hängt :wink:

Fazit nach drei Stunden Arbeit:
Meine kleine Makita geht schneller und ruhiger in den Deckenbeton als der 858Watt Bohrhammer und nicht langsamer als der 1050Watt Bohrhammer. Meine Makita liegt am besten in der Hand und ist mit 2,3 kg Gewicht am besten für die Überkopfarbeit geeignet.
Der 1050 Watt Bohrhammer wiegt 6kg !. Nach 15 Minuten brach der Stützgriff ab (Schraube in Plastikfassung (!)), außerdem waren die Löcher trotz gleicher Bohrer zu groß. Die Dübel fielen fast wieder raus. Der Bohrhammer war so nicht mehr zu gebrauchen.
Der 858 Watt Bohrhammer brauchte für zwei Dübellöcher so lange wie ich für drei (obwohl er doppelt soviel wiegt und doppelt so imposant aussieht :wink: ) . Nach 2 Stunden gab er ziemlich heiß und komentarlos seien Geist auf - er zeigte keine Reaktion mehr!

Meine Makita wurde auch ganz schön warm, hielt aber problemlos durch und macht überhaupt keine "Zicken".

Beide Kumpels wollen sich jetzt eine "kleine" "teure" Makita kaufen... :wink: :wink: :wink:

Mein Fazit: Lieber einen "kleinen" Markenhammer als einen "großen" Chinahammer.

Ich weiß natürlich das man dieses Ergebnis nicht verallgemeinern kann. Es gibt ja auch etlich hier im Forum die mit den Billighämmern sehr gute Ergebnisse erzielt haben.

Viele Grüße, Jürgen (stolz wie Oskar auf seinen Bohrhammer :lol: :lol: :lol: )
 
J

JürgenS

Threadstarter
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Hallo,

vielleicht sollte ich noch sagen, daß ich beruflich nichts mit Handwerk zu tun habe, keinen Werbevertrag mit Makita habe, alle anderen Markengeräte auch toll finde und nur ein kleiner Freizeitheimwerker bin. :roll:

Viele Grüße, Jürgen
 
C

Carsten2

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Tja - diese Erfahrung mache ich wöchentlich.

Typischer Arbeitstag Kunde 1
1) Der Kunde prahlt mit seinem tollen China-Schrott, 1000 Watt mehr als mein 24 Jahrer alter AEG Bohrhammer und hat nur unglaubliche 35,-€ gekostet. Und was da noch alles dabei ist - Bohrer und ein Meißelset !. Ich versuche dem Kundem die Maschine aus der Hand zu reißen und sie ihm in den Ar*** zu stecken. Kollege versucht mich zu beruhigen. Meine Antwort 35,- € zahle ich schon für nur einen ordentlichen Bohrer 25/450. Kunde will es mir nun beweisen - nach 10 Bohrungen Maschine fällt auseinander. Kunde zum Glück endlich still. (10 Bohrungen mit 82mm Hammerbohrkrone in hochverdichteten KS-Stein)

Kunde lezten Monat
2) Kunde will es richtig billig und will auch mithelfen - wird dann ja billiger. Ich schneide mir ein NYM-Kabel zurecht und will Kunden erwürgen - geht aber nicht, da dann Auftrag weg. Kunde kauft zu diesem Zweck extra Bohrhammer / Winkelschleifer zum mitwerkeln. Ich versuche Kunden mit Ziegelstein zu erschlagen - Kollege hält mich zurück und bemerkt daß Kunde Reklameblatt von Praktiker in der Hand hält. Kommentar des Kollegen "Hey der kauft doch beim Praktiker - schau dich doch mal um."
Ah ja - Plattenbauweise - Wände aus B25. Ich wette 1 Stunde Kollege 2 Stunden. Kunde kommt zurück. Kunde versucht zu schlitzen, nach ca. 10 Minuten ruhe - supertoller Winkelschleifer mit 650 Watt für unglaubliche 6,98 € abgeraucht. Kunde reklamiert beim Praktiker und kommt mit noch supertollerem Winkelschleifer mit sagenhaften 950 Watt für sensationelle 12,98 € zurück. Kollege räumt alle Wurfgeschosse aus meinem Blickfeld. Kunde werkelt - nach ca. 1 Minute ein krächzendes Geräusch. Kunde sauer - Winkelschleifer Getriebeschaden.

Ich habe ein Lächeln auf dem Gesicht. Kollege rät dem Kunden es mit dem Bohrhammer doch mal zu versuchen. Ich versuche Kollegen zu erschlagen. Kunde spannt 65mm Dosensenker ein. Kunde senkt sein erstes Loch. Toll. Kunde versenkt sein zweites Loch - noch toller. Kunde versucht drittes Loch - Moniereisen - SCHEIßE, Maschine höhrt sich nun merklich anders an. Fünftes Loch - auch toll. Sechstes Loch - schon wieder Eisen. Aber endlich Ruhe !!! - Getriebegehäuse hat ein ca. 10 Cent großes Loch. Maschine macht nur noch Brrrrrr - dreht aber nicht mehr. Ich habe Wette gewonnen und Kollege muß mir einen Döner holen.

In der Regel ist der Billigmist des Kunden am ersten Arbeitstag / zumindest am Ende der ersten Woche der Installation über den Jordan.

Dann kommen immer die Fragen wie: " Wie lange hält denn Ihr Werkzeug so ???"
Bohrhammer AEG (damals reines AEG Produkt kein Atlas Copco, Industrieversion) 23 Jahre - täglich im Einsatz.
Winkelschleifer Bosch 20 Jahre - (fast) täglich im Einsatz)
Stemmhammer Duss 10 Jahre alt - jetzt leider platt.

Kunde:" Was kostet sowas denn ?"
Antwort:"Bohrhammer über 1000,- DM - Stemmhammer über 2000,- DM"
Kunde" Ach ja, ist deswegen auch so teuer"

Kunde färht zum Praktiker und versucht seinen Schrott umzutauschen. Ich habe endlich Ruhe und kann weiterarbeiten ! Kunde geht mir nicht mehr auf die Nerven.
 
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hinack

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Moin Jungs,

es gibt sie doch, die Einsatzzwecke für Billigwerkzeug. Zum Beispiel Trockenbauschleifen.

Bei uns läuft das immer so. Morgens holen wir einen Schwingschleifer (klein, leicht, ganz billig) im Baumarkt. Dann geht die Schleiferei los. (ich schrebe hier von Schleiferei der individuellen Art, sowas wo man keine Giraffe nehmen kann) Mittags (spätestens) sind zwei der drei Elastikelemente durch und das Ding kreist nurnoch. Mittag ist wenn der Schleifer aufgibt. Manchmal essen wir doch recht zeitig. Und dann gehen wir was Essen und zum Baumarkt und tauschen um. Dann gehts weiter. Allerspätestens gegen Abend gibt dann der zweite Schleifer auf. Also auf dem Heimweg am Baumarkt vorbei und umgetauscht. Wenn die Elastikelemente nicht komplett weg sind, dann vertragen die Kohlen den Staub nicht und die Dinger laufen nicht mehr an oder die Schrauben fliegen einfach raus und die Schleifer fallen einfach auseinander. Besonders schön ist auch die Schwachstelle mit den Klemmdrähten für's Schleifpapier und die Gummimatte, die an den Kanten aufreißt oder sich in zwei Schichten teilt. Rückgabegründe gibt es also immer. Und wenn dann die Arbeit abgeschlossen ist bringt man den letzten 9,95 Euro-Schleifer zurück und tritt nun endgültig gegen Kaufpreiserstattung vom Vertrag zurück. Wer am Baumarkt wohnt hat's leicht. Und irgendwie muß es der Baumarkt auch mal Leid sein, solchen Schrott zu verkaufen.

Meinen eigene Bosch Schwingschleifer, würde ich nie für Trockenbauzwecke mißbrauchen. Den nehme ich für alles Andere. Und es ist doch gut wenn man mit Billigwerkzeug sein eigenes schonen kann.

Schwingschleifen macht ja auch mit einer Edelmaschine keinen Spaß und ich würde auch die Billigdinger vermurksen , wenn ich di nicht hier gegenüber umtauschen könnte.
 
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MS034

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Hatte auch mal ähnliche Denkweise, aber nach dem ersten Billig-Akkuschrauber hab ich aufgegeben über Billig nachzudenken.
Der ganze Ramsch taugt in der Seele nix!
Wenn ich dann immer höre "für die 5 Löcher die ich bohre,da kauf ich mir doch keinen Hersteller soundso....". Für 9.95 , 19.95 oder 29.95eur. bei ALDI,LIDL und Co da gehen bei mir immer die Alarmglocken los und ich kann dann immer nur die armen Würstchen mit ihrem ach so tollen Bohrhammer an der Kasse stehend Bedauern oder auch nicht. :D

Ein Arbeitskollege fragte mich kürzlich was ich von dem Akkuschrauber für 9.95 beim Bahr-Baumarkt halte, darauf hin meinte ich nur " kauf dir lieber ne Kiste Bier dafür, haste mehr davon..."
 
H

hs

Guest
Hi,

Carsten2 schrieb:
Dann kommen immer die Fragen wie: " Wie lange hält denn Ihr Werkzeug so ???"
Bohrhammer AEG 23 Jahre - täglich im Einsatz.
Winkelschleifer Bosch 20 Jahre - (fast) täglich im Einsatz)

- :wink: ... ja ja, schon klar.

------------

ist immer wieder nett zu lesen, wie kreativ manche doch sind, wenn es darum geht irgendwas schlecht zu reden.

Ich hatte/habe zwei solcher Billighämmer am Wickel : mit dem einen Massen von 'Perforations'bohrungen für zwei Durchbrüche im Garagenboden gebohrt - mit dem anderen und 22er Bohrer (glaube war das), problemlos die Kellerdecke durchbohrt (und später noch passende Bohrungen für 6mm-Dübel eingebracht).

Hmm, - ich habe die Maschinen schon gedreht und gewendet ... aber da steht nirgends Bosch, Hilti o.ä. drauf. Tja, scheinen wohl doch aus China zu kommen.

Es gibt halt Billig-Werkzeug welches tatsächlich nicht viel taugt - aber anderes, was wunderbar arbeitet.

Ach ja - AEG : die erste Stichsäge hier im Haus war eine AEG - das Teil läuft noch immer (müßte so Bj. Anfang der 80er sein) . Ehrm, na ja - genauer : der Motor läuft noch. Leider war die Sägeblattspannvorrichtung eine komplette Fehlkonstruktion : winzige Schraube drückt seitlich gegen das Sägeblatt - nach zwei Dutzend Sägeblättern Gewinde ausgejackelt. Später dann größeres Gewinde reingeschnitten ... hielt nochmal ein paar Sägebletter und dann war's das.

Gruß, hs
 
C

Carsten2

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hs - auf diesen Typen habe ich schon gewartet.

Das ist doch der mit seinem Budget Bohrhammer der ja sooo viel besser ist als eine Hilti (sein Zitat). Er hat da ja auch sooo aussagekrätige Tests im vergleich zu einer Hilti (ich glaube es war eine TE 5) gemacht.

Da gab es doch auch mal eine Bilderstory von ihm wo er mal ein wenig Beton zerlegt hat. Echt tolle Leistung. Du bist mein Held - wirklich.

Ich habe es dir schon damals gesagt und heute wieder.
Qualität hat leider seinen Preis. Für 35,- € bekommt man keinen ordentlichen Bohrhammer !!!

Wenn du mit deinem Bohrhammer zufrieden bist - klasse !
Aber BITTE geh mir damit nicht noch weiter auf den Keks.

Danke
Carsten
 
J

JürgenS

Threadstarter
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Hallo hs,

genau an Deine Kellerbohrungen und Deine Bilder dazu habe ich gedacht, als ich sagte es gibt ja auch etiche die gute Erfahrungen mit Billighämmern gemacht haben.
Außer Dir hat hier jemand aus Siegen, glaube ich, auch mal gepostet, der sein ganzes Haus mit einem Billighammer ohne Probleme renoviert hat.
Mein Nachbar hat eine SKIL-Handkreissäge und einen 2000 Watt SKIL Winkelschleifer die wirklich unverwüstlich sind und schon viele jahrelange Einsätze ohne Murren hinter sich haben.
Insofern gebe ich Dir recht sollte man für den Heimwerker nicht zu pauschal alle Billigwerkzeuge verteufeln.
Man kann wohl auch brauchbare Werkzeuge im Billigmarkt bekommen, aber man kann eben auch Pech haben. Ich habe außerdem das Gefühl, daß mittlerweile fast jeder Baumarkt seine eigene Marke hat und die Preisschraube bei den Billigwerkzeugen nochmal nach unten gegangen ist, wodurch diese Werkzeuge noch häufiger Schrott sind, als früher.
Die Marken der beiden Bohrhämmer, die so kläglich versagt haben möchte ihc hier nicht nennen, aber sie kamen nicht vom Aldi.
Nach diesem Erlebnis muß ich aber sagen, daß ich keine Lust auf eine Art "Gurkenlotto" beim Chinawerkzeug habe. Es macht mir auch keinen Spaß solch ein Werzeug zu benutzen und ich habe auch etwas Angst, daß dieses Werkzeug nicht den Sicherheitsnormen entspricht.
Ein Winkelschleifer oder eine Handkreissäge sind schon perse ganz schön kräftige und in gewissem Sinne "gefährliche" Werkzeuge. Da möchte ich mir nicht durch Billigwerkzeug noch zusätliche Risiken aufladen.

Ganz ehrlich - einen Winkelschleifer für 6,95 Euro nehme ich schon aus Angst um mein Leben nicht in die Hand.

Viele Grüße, Jürgen
 
C

Carsten2

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Nachtrag: Zum Thema AEG gebe ich dir recht. Bauen/bauten auch viel Murks. Aber von dem Bohrhammer PHE-26 habe ich 3 Stück im Einsatz - der ist wirklich Klasse.

Heute wäre es ne Makita HR-3000 C
 
H

hs

Guest
Hi,

Carsten2 schrieb:
hs - auf diesen Typen habe ich schon gewartet.

:)

Das ist doch der mit seinem Budget Bohrhammer der ja sooo viel besser ist als eine Hilti (sein Zitat). Er hat da ja auch sooo aussagekrätige Tests im vergleich zu einer Hilti (ich glaube es war eine TE 5) gemacht.

Da gab es doch auch mal eine Bilderstory von ihm wo er mal ein wenig Beton zerlegt hat. Echt tolle Leistung. Du bist mein Held - wirklich.

nur mal zu zum darüber nachdenken :
Was hättest Du denn in meiner Stelle gemacht : eine Kernbohrmaschine leihen ? Eine teure Hilti kaufen ? - für zwei Durchbrüche Dm 30cm, Länge ca. 25cm
Na also Du Hecht - die Preise hätten nie in einer Relation zur Arbeit gestanden !
Warum soll ich für wenige Bohrungen (ich beabsichtige nämlich nicht aus unserem Haus einen Käse zu machen) ein superteures Gerät anschaffen ?
Eine Kernbohrmaschine zu leihen hätte pro Tag mehr als das doppelte des Kaufpreises der Budget-Maschine gekostet - und ich hätte so ein Teil sogar noch festdübeln müssen (also zusätzlich noch Fliesen zerstören müssen).
Ach ja, Hilti : ich hätte die Möglichkeit gehabt die Sache auch mit einer geliehenen Hilti machen zu können - aber wie das so ist : borgen macht Sorgen .... ich mache lieber mein eigenes Werkzeug kaputt :wink:
Ja, man hätte natürlich auch eine kleinere Markenmaschine kaufen können - denke das geht so ab ~ €200 los .... und wozu ? Für die Handvoll Bohrungen im Jahr, welche einen Bohrhammer tatsächlich benötigen ?

Ich habe es dir schon damals gesagt und heute wieder.
Qualität hat leider seinen Preis. Für 35,- € bekommt man keinen ordentlichen Bohrhammer !!!

definiere ordentlich !?

Die Frage ist lediglich : was will ich machen - und benötige ich dafür tatsächlich eine hohe Qualität, bzw. Leistung (bzw. möchte ich mir die Qualität 'gönnen').

Wenn Du 'ordentlich' mit Produkten ab ~ obere Mittelklasse gleichsetzt - das hält man als Normalverdiener nicht aus.
Denn das Leben besteht nicht nur aus Bohrhämmern und Stichsägen - irgendwo wirst auch Du Abstriche, bzw. Zugeständnisse machen. Egal ob es nun eine Jeans, die Microwelle oder Kochtöpfe - oder aber die Computer-Maus oder die Werkstatt-Leuchtstofflampen sind ... wer weiß, vielleicht legst Du auch keinen so großen Wert auf den Holzkohlegrill, die Nudelsauce oder die Staffelei (sofern Du Ölmalerei betreibst) - kann aber auch sein, daß es an Deinem Mountainbike keine XTR sein muß - oder aber das Du auch ohne 20"-TFT auskommst.
Wer weiß - vielleicht hebst Du Dein Auto sogar mit einem 'billigen' Rangierwagenheber an - und greifst auch mal zu Spanplattenschrauben wo nicht Spax draufsteht.

Wenn du mit deinem Bohrhammer zufrieden bist - klasse !
Aber BITTE geh mir damit nicht noch weiter auf den Keks.

Danke
Carsten

... starke Worte - ... aber beeinduckt muß ich jetzt nicht sein, - oder ?

Gruß, hs
 
D

dummbax59

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Über solche Thema können wir noch Jahre schreiben und es kommt nix dabei raus, rein garnix.
Jeder hat seine eigenen Ansprüche ans Werkzeug, an die zu erledigenden Arbeiten und jeder machts halt anders. Ich sehe mich auch eher als Hobby-Anwender und dafür geb ich nicht mehr aus als nötig. Wenn ich mir z.B. für einen schmalen Euro einen Akkuschrauber kaufe und der bei meinen paar Schrauben 10 Jahre hält, bin ich zufrieden. Wenn ich es täglich machen würde, hätte ich wohl anderes Werkzeug.
Bei Kettensägen, die ich nun wesentlich öfter brauche fahre ich eher Markenquälität, würde aber jedem Hobbyanwender auch zu einer günstigen Baumarktsäge raten, wenn er sie nur selten benutzt.
Jedem da seine. Peter
 
B

Black-Gripen

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Ich war mal bei Aldi als es Winkelschleifer und Trenn und Schruppscheiben gab. Es gab LEude die haben die gekauft, mein Gewissen hat mich dazu gezwungen, die Leute auf die Gefahren hinzuwiesen. Einige haben so Arumentiert wie schon erwähnt. bla bla nur einmal im Jahr bla bla

Die Leude die Billig-Schrott benutzen den sollen die Teile ruhig um die Ohren fliegen. Den wer nicht hören will, der muß fühlen. Aber die OP und Behandlungskosten nicht den Krankenkassen und der Solidargemeinschaft auferlegen. Wer so fahrlässig handelt dafür selber aufkommen.
 
H

hs

Guest
Hi,

Black-Gripen schrieb:
Ich war mal bei Aldi als es Winkelschleifer und Trenn und Schruppscheiben gab. Es gab LEude die haben die gekauft, mein Gewissen hat mich dazu gezwungen, die Leute auf die Gefahren hinzuwiesen. Einige haben so Arumentiert wie schon erwähnt. bla bla nur einmal im Jahr bla bla
.

... Dein Gewissen ? - vermutlich eher ein gewisser Drang zur Selbstdarstellung :wink:
Der größte Anteil bei Unfällen mit Winkelschleifern liegt an der Bedienung bzw. dem Umgang : angefangen von fehlender persönlicher Schutzausrüstung - über demontierte Schleifscheiben-Schutzvorrichtungen, bis hin zu Maschinen die beim Hinlegen noch nicht still stehen.
Keine Frage - teure Maschinen bieten mehr Sicherheitsfeature : von der Auslaufbremse über Vibrationsschutz, bis hin zu besserer Abdichtung gegen Staub (klick ganz interessantes PDF bzgl. Abdichtung und leitfähiger Staub (ab Seite 5). Leider werden dort keine Hersteller genannt, aber der abgebildete Getriebekörper dürfte nicht von einer Billigmaschine stammen).
Aber es ist noch ein Unterschied ob man täglich gewerblich arbeitet, sehr intensiv hobbymäßig - oder nur mal kurz hobbymäßig.

... und bei manchen 'Greilarbeiten' tut es einem doch auch irgendwie weh, wenn man das teure Gerät damit verhunzt. Als Beispiel Schleif- oder Trennarbeiten von Stein. Auch eine recht hochwertige Maschine hält einer dauernden Beanspruchung von feinem Staub nicht besonders lange stand.

Genauso sind die Billigmaschinen oft keine schlechte Wahl, wenn eine Zweitmaschine hilfreich ist (z.B. Akkuschrauber nur zum Senken (Bohrungsgrat entfernen), oder kleiner Winkelschleifer nur um zwischendurch kurze Trennschnitte in Blech vorzunehmen). Das spart beim Arbeiten viel Zeit beim Werkzeugwechsel - und solche 'einfachen', kurzen Arbeiten benötigen keine hochwertige Maschine.

Gruß, hs
 
H

Homeworker

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Hey Leute ich verstehe das nicht es gibt halt Leute die es sich nicht leisten können alles so teuer zu kaufen
zb ich habe eine Billig Flex vom Hofer (aldi)
und diese hat ihren Zweck sehr gut erfüllt

Später mal hab ich mir dann mal ne metabo flex zugelegt
kostet ungefähr das 5-Zehnfache von der Metabo
also wenn ich jetzt irgendwo in ner Wand nen Schlitz reinschneide nehme ich natürlich die Billig Flex.
Die is gut genug und da is mir auch egal wenn da die Lager auseiern
nur es gibt billig und schrott zu kaufen und ne flex für 9 euro kauf ich auch nicht die hat damals sicher über 30 gekostet.

Zu den Bohrhämmern:
Tja zu den Geräten im Baumarkt hätte ich auch kein Vertrauen
für 30 Euro kauf ich sicher keinen...
meiner hat damals 120 gekostet plus soliden Dosensenker dazu
funktioniert heute noch einwandfrei und war von Westfalia
es war ein Test und ich bin damit gut gefahren.
Die Bohrer selbst die dabei waren hab ich gegen gute Hilti bohrer ersetzt (sind einfach die besten) die anderen sind zu unpräzise.
Ich meine alles was recht ist aber nur sehr wenig leute geben 2000 euro für nen Bohrhamer (zb von hiliti) aus.
Auch china produkte können gut sein
oder was denkt ihr woher die ganzen Monitore festplatten und co kommen?? glaubt ihr wirklich daß das alles bei uns produziert wird??
Ich würde ja nix sagen wenn etwas "nur doppelt" soviel kosten würde aber besonders hier sieht man doch nen ziemlichen unterschied und da greifen die meisten Leute eben mal zu dem billigeren Produkt.

Von meinem Gefühl her:
Ich hätte Riesenangst mir ner billig Kreissäge zu arbeiten
zur Flex muß ich sagen daß man selbst mir Qualitätsprodukten Unfälle haben kann!!
Zb.:
Mit ner Schneidscheibe seitlich Schleifen
(was wenige Leute wissen)
Scheiben haben ein Ablaufdatum und können in der Maschine zerreißen! aber--> wenn der Schutz drauf ist , man ne ordentliche Montur anhat und Sichtschutz verwendet passiert gleich viel weniger als wenn man in kurzen hosen flext!

Weiters hab ich mir den Abbruchhammer von Westfalia zugelegt welcher den ersten Ansichten und Tests nach ein sehr gutes und starkes Gerät !!
Ich werde mich hier sicher wieder dazu melden wenn ich mit den Bauarbeiten massivst angefangen habe!!!

PS: Ich denke dieses Forum dient dazu Erfahrungen mit Billigwerkzeug weiterzugeben und finde daß jeder seine Meinung dazu auch äußern sollte. Ich denke es ist jeder Heimwerker froh wenn er ne gute BIlligmarke weiterempfohlen bekommt.!

Mfg der Homeworker
 
M

MS034

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... und bei manchen 'Greilarbeiten' tut es einem doch auch irgendwie weh, wenn man das teure Gerät damit verhunzt. Als Beispiel Schleif- oder Trennarbeiten von Stein. Auch eine recht hochwertige Maschine hält einer dauernden Beanspruchung von feinem Staub nicht besonders lange stand.

Genauso sind die Billigmaschinen oft keine schlechte Wahl, wenn eine Zweitmaschine hilfreich ist (z.B. Akkuschrauber nur zum Senken (Bohrungsgrat entfernen), oder kleiner Winkelschleifer nur um zwischendurch kurze Trennschnitte in Blech vorzunehmen). Das spart beim Arbeiten viel Zeit beim Werkzeugwechsel - und solche 'einfachen', kurzen Arbeiten benötigen keine hochwertige Maschine.

Nur um solch eine höherwertige Maschine zubesitzen wäre es mir zuwenig, wenn dann möchte ich damit auch Arbeiten.
Dann soll´se auch zeigen was sie kann!! Trozallem kann ich das nicht verstehen wie sowas funktionieren soll, wenn wir mal bei dem Winkelschleifer für 9,95eur. bleiben wollen. Alleine vom Material was dazu benötigt wird solch ein Gerät zusammenzubauen, das passt doch vorn und hinten irgendwie nicht, irgendwas muss doch da auf Strecke bleiben?!
 
H

hs

Guest
Hi,

MS034 schrieb:
Nur um solch eine höherwertige Maschine zubesitzen wäre mir zuwenig, wenn dann möchte ich damit auch Arbeiten. Dann soll´se auch zeigen was sie kann!!

na ja, ich relativiere das eben.
Denn einerseits bieten die wenigsten Hersteller Garantie incl. Verschleißteile (glaube nur Hilti und Milwaukee). Wobei diese Geräte auch schon die oberste Preisklasse sind.
Ein durch Schleifstaub zerschliffener Läufer wird Dir vermutlich sonst niemand ersetzen.
Zudem besitzt man solche Maschinen oft etwas länger - und wenn sie nicht gerade aus einem der 5-Jahre-Garantie-Baumärkte stammen, sondern aus dem Fachgeschäft, dann ist es halt ärgerlich, wenn die Maschine nach der Garantie kaputt geht.

Trozallem kann ich das nicht verstehen wie sowas funktionieren soll, wenn wir mal bei dem Winkelschleifer für 9,95eur. bleiben wollen. Alleine vom Material was dazu benötigt wird solch ein Gerät zusammenzubauen, da passt doch irgend was nicht, irgendwas muss doch da auf Strecke bleiben?!

nur mal zum Vergleich : die Motoren älterer Bosch-Akkuschrauber kosten als Ersatzteil ca. EUR 9-15, eine Maschinenhälfte auch ca. EUR9,- das Tellerrad eines Winkelschleifers ca. EUR5,-, der Polschuh ca. EUR 10,- ein Anker ca. EUR 35,-
... Ersatzteilpreise wohlgemerkt - eine komplette Maschine daraus montiert, würde sicher > doppelte des normalen Verkaufpreises kosten.

Die Teile sind allerdings eigentlich nicht soo teuer wie man vermutet - und die günstigen Maschinen bestehen ja häufig aus weniger Teilen, bzw. nicht so sauber gegossenen, bzw. gespritzen.
Dann macht Bosch deutlich mehr Werbung (was auch viel Geld kostet) und bietet eine deutlich größere Produktpalette an (sowas will auch alles verwaltet werden).
Selbstverständlich spielen auch die deutlich günstigeren Löhne und Produktionskosten (Umweltschutz) von China&Co eine wesentliche Rolle.

In den Vergleichstest werden übrigens oft bei den Markenherstellern nur Maschinen ab Mittelklasse verwendet. Die Einsteigerklasse taucht dort kaum auf. Wenn ich mir so z.B. die PWS6-115 von Bosch so anschaue : klick - das ist auch nichts tolles. Sowas kostet von Bosch EUR 50 ... - meine Parkside von Lidl hat die Hälfte gekostet (mit Regel/Anlaufelektronik (nach vier Monaten ausgefallen :wink: - aber problemlos ersetzt), fast doppelt soviel Leistung und mind. so gut verarbeitet)

Gruß, hs
 
C

Carsten2

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@hs Du wolltest doch noch einige Antworten von mir.

Nein, du sollst dir kein Kernbohrgerät kaufen/ausleihen und auch keine Hilti ! Wenn ein 35,- € Bohrhammer für deine Aufgaben ausreicht und du nicht beabsichtigst in den nächsten 1-2 Jahren keine hunderte von Bohrungen zu machen war das Chinateil für DICH die beste Wahl!

Aber meine Erfahrungen:
90% dieser Billigteile haben KEINE Sicherheitskupplung und keine Elektronik.

Erstens ich benutzte meine Bohrhämmer in erster Linie zum Dosensenken 66/82mm mit Hammerbohrkronen.
Nun für Ytong/Gasbeton oder Hochlochziegel kann unter Umständen ein billiger Bohrhammer ausreichen. Bei Hochlochziegel geheh schon öfters diese Billigteile hinüber.
Bei KS oder hochverdichteten KS oder B25 haben diese Billigdinger keine Chance.

Diese Art der beanspruchung ist für einen Bohrhammer das schlimmste was man einem Bohrhammer antun kann.
Ich spreche hier aber von gewerblichen Einsatz. Für eine bessere Wohnungsinstallation kommen locker mal 120-150 Senkungen für Steckdosen/Schalter und Verteilerdosen. Für ein Haus gehen dan schon mal 400-500 Senkungen drauf. In KS kannst du dir dann schon mal 5 Billighämmer kaufen, dann spart du Spritkosten beim Umtauschen.

Und der Ärger bei den Billigteilen geht weiter. Da fehlende Elektronik werden nebenstehende Senkungen zwanksläufig schief (hat Kunde verzapft) Resultat der fünfer Deckrahmen passt beschissen. Kunde macht riesen Aufstand - ist ja auch meine Schuld - nur weil er ohne Elektronik nich milimetergenau bohren kann.

Jetzt aber der Supergau - fehlende Sicherheitskupplung.
Bohrkrone verhackt sich im B25 da Monierung. (In meinem ersten Antwort nachzulesen) Kunde hat Glück, da dicke Arme. Was kann aber passieren - Handgeleck/Unterarm kann brechen. Wen willst du dann belangen - denn Chinamann ?

Nächstes Beispiel: Ich habe beim Kunden einen Bohrer vergessen. (Für Kabeldurchgang 24 KS-Stein) Kunde hat Billighammer mit viel Zubehör u.a. passenden Bohrer.

Glück gehabt - in meiner AEG eingespannt gebohrt - geklappt.
ABER ich habe diesen SCHEIß Bohrer nicht mehr aus meiner Maschine bekommen, da die SDS-Aufnahme durch meinen Bohrhammer aufgepiltzt ist. Da gab es nur einen rabiaten Weg mit absägen und aufbohren.

Für die eine oder andere Bohrung reichen solche Billigteile schon aus. Aber für den härteren Einsatz - Nein Danke.
 
M

MS034

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ich glaube ich habe mich hier in den falschen Thread eingeklinkt, vielmehr wollte ich hier ich nur sagen das ich von diesen supergünstigen No-Name Maschinen nicht überzeugt bin und wo es Teilweise um das eigene Leib und Leben geht, sicher mag es hier und da Ausnahmen geben. Nur möchte ich für solche Zwecke nicht als Versuchskanichen herhalten.
Da ich ab und an wegen Montage unterwegs bin, kann ich mich an solchen Experimenten nicht beteiligen und hoffen das die Geräte durchhalten, bisher bin ich mit meinen Markenprodukten sehr gut gefahren und es war immer Verlass drauf.Muss hier natürlich Erwähnen, dass 95% meiner Maschinen im Handwerklichen Bereich angesiedelt sind und nicht im Hobby- bzw. Bastlerumfeld.

Ebenso möchte ich hier mal ganz deutlich anmerken, dass oftmals das Baumarktpersonal in Sachen Werkzeug nicht selten etwas Überfordert ist und der eine oder andere besser im Fachhandel aufgehoben wäre. Ich habe da bei meinem Fachhändler stehts einen kompetenten Ansprechpartner und das hat immer Problemlos funktioniert. :D
 
H

hs

Guest
Hi,

Carsten2 schrieb:
Aber meine Erfahrungen:
90% dieser Billigteile haben KEINE Sicherheitskupplung und keine Elektronik.

das ist tatsächlich ein Nachteil.

Allerdings kann man ja Vorkehrungen treffen, wenn man sich dessen bewußt ist. Die Bohrmaschinen von Fein mit Spatengriff (und erst recht die großen Zweihandmaschinen) besitzen auch keine Sicherheitsrutschkupplung, - die Dinger sind deutlich drehmomentstärker als die Bohrhämmer und dennoch können die Leute damit arbeiten.

Erstens ich benutzte meine Bohrhämmer in erster Linie zum Dosensenken 66/82mm mit Hammerbohrkronen.
Nun für Ytong/Gasbeton oder Hochlochziegel kann unter Umständen ein billiger Bohrhammer ausreichen. Bei Hochlochziegel geheh schon öfters diese Billigteile hinüber.
Bei KS oder hochverdichteten KS oder B25 haben diese Billigdinger keine Chance.

nun, ich kann Dir nicht die Betonqualität sagen, in die ich hier gebohrt habe. Den einen Beton habe ich seinerzeit mit geholfen selber zu gießen und er ist mit solchen Platten klick gefliest.
Der andere ist eine typische Kellerdecke eines Hauses Mitte der 70er Jahre.
Also Ansprüche, wie sie wohl auch der 'normale' Heimwerker vorfindet. In diesen Beton bohrten beide Bohrhämmer (Budget und Mannesmann) mit guter Geschwindigkeit.

Diese Art der beanspruchung ist für einen Bohrhammer das schlimmste was man einem Bohrhammer antun kann.
Ich spreche hier aber von gewerblichen Einsatz.

wie Du sicher immer überlesen hast, habe ich auch beim damaligem Vergleich mit der Hilti immer eingeschränkt, daß es was anderes ist, wenn man sein Geld mit Bohren in Beton verdient.
Wenn man gewerblich eine Maschine einsetzt, dann ist es doch was vollkommen anderes.
Auch gibt es als Privatmann immer Situationen wo Profigerät her muß - nur dürfte das eher die Ausnahme sein. Dann lohnt es sich häufig das Ausleihen einer Maschine ... und oft incl. Mann der damit umgehen kann :wink:

Für eine bessere Wohnungsinstallation kommen locker mal 120-150 Senkungen für Steckdosen/Schalter und Verteilerdosen. Für ein Haus gehen dan schon mal 400-500 Senkungen drauf. In KS kannst du dir dann schon mal 5 Billighämmer kaufen, dann spart du Spritkosten beim Umtauschen.

interessante Rechnung - nehmen wir mal die Ressourcenverschwendung außen vor.
So ein Bohrhammer gibt's für € 30,- bei fünf Stück macht das €150,- ... immer noch günstiger als eine hochwertige Maschine - und ich denke nicht, daß eine günstige grüne Bosch o.a. Arbeiten übersteht (die es vielleicht für den Preis gäbe).
Hat man vier gute Kumpels, dann kann man jedem eine Maschine in die Hand drücken und die Arbeit ist sogar noch schneller erledigt ...

Und der Ärger bei den Billigteilen geht weiter. Da fehlende Elektronik werden nebenstehende Senkungen zwanksläufig schief (hat Kunde verzapft) Resultat der fünfer Deckrahmen passt beschissen. Kunde macht riesen Aufstand - ist ja auch meine Schuld - nur weil er ohne Elektronik nich milimetergenau bohren kann.

na ja ...

Jetzt aber der Supergau - fehlende Sicherheitskupplung.
Bohrkrone verhackt sich im B25 da Monierung. (In meinem ersten Antwort nachzulesen) Kunde hat Glück, da dicke Arme. Was kann aber passieren - Handgeleck/Unterarm kann brechen. Wen willst du dann belangen - denn Chinamann ?

s.o. - ich habe auf Trägern stehend mit o.a. Fein Spatengriffmaschinen gearbeitet (große Bohrungen in Stahlträgern) - das geht auch.
Sollte ich nun Fein belangen, wenn die Maschine mir die Hand verdreht - oder sie mich gar vom Träger wirft ? Die werden sagen : ist sie zu stark, bist Du zu schwach - so sieht's aus (ich mag die Spatenmaschinen wegen den evtl. notwendigen Vorsichtsmaßnahmen auch nicht so sehr)
Zudem : jede größere Bohrmaschine mit der man Metall bohrt dürfte mind. das gleiche Moment erreichen.
Der Budget-Bohrhammer ist mir auch zweimal im Garagenboden verhakt - man kann die Maschine halten.

Nächstes Beispiel: Ich habe beim Kunden einen Bohrer vergessen. (Für Kabeldurchgang 24 KS-Stein) Kunde hat Billighammer mit viel Zubehör u.a. passenden Bohrer.

Glück gehabt - in meiner AEG eingespannt gebohrt - geklappt.
ABER ich habe diesen SCHEIß Bohrer nicht mehr aus meiner Maschine bekommen, da die SDS-Aufnahme durch meinen Bohrhammer aufgepiltzt ist. Da gab es nur einen rabiaten Weg mit absägen und aufbohren.

als ich seinerzeit den Vergleich mit der Hilti gemacht habe, bekamen wir zuerst einen noch in der Maschine steckenden Bohrer auch nicht aus der Maschine. Da mußten wir auch den Bohrer in den Schraubstock spannen um auf die Maschine schlagend selbigen herauszubekommen. - und da war ein Original-Hiltibohrer drin.

Für die eine oder andere Bohrung reichen solche Billigteile schon aus. Aber für den härteren Einsatz - Nein Danke.

es war nie die Rede von gewerblichen Einsatz - sondern um die normalerweise wenigen im Jahr vorkommenden Betonbohrungen durchführen zu können.

Gruß, hs
 
H

Homeworker

Registriert
27.01.2005
Beiträge
507
@Hs was noch hinzufügen mußt es steht ja auch bei jeder Maschine dabei nicht für den gewerblichen Einsatz geeignet!!

Wenn einer damit auf Montage geht wird er sich doch wohl nicht son Billig Teil kaufen??
Da hat man ja mehr Kosten als Nutzen davon wenn der Bohrhammer während der Arbeiten eingeht!!

Wenn ich da der Kunde wäre würde ich ihn wieder verjagen.

Mfg der Homeworker

PS.: Ich merke immer wieder daß die Billiggeräte in der Verarbeitung immer besser werden! Die Chinesen schlafen eben auch nicht!
 
Thema: Kleiner Erfahrungsbericht zu Billigbohrhämmern

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