NoName Akku Säbelsäge - Immer wieder ein Stop bei Sägen

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Moderator: Alfred

Ein_Gast
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Re: NoName Akku Säbelsäge - Immer wieder ein Stop bei Sägen

Beitrag von Ein_Gast » Mittwoch 24. November 2021, 18:50

0 V? Das würde ich höchstens bei einem direkten Kurzschluss erwarten. Hast du an den Akkuzellen selbst gemessen oder nach einer eventuellen Überlastabschaltung?

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der_bastler
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Re: NoName Akku Säbelsäge - Immer wieder ein Stop bei Sägen

Beitrag von der_bastler » Mittwoch 24. November 2021, 18:53

Habe am Ausgang gemessen was raus kommt an den Klemmen vom Akku.
Wird wohl was mit der Regelung zu tun haben tippe ich.

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der_bastler
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Re: NoName Akku Säbelsäge - Immer wieder ein Stop bei Sägen

Beitrag von der_bastler » Mittwoch 24. November 2021, 19:19

Habe gerade nochmal die Ausgangsspannung der Zellen gemessen. Bricht wenn die Säge stehen bleibt auf etwa 13V zusammen.
Heißt also wenn ich die 13V durch 5 Zellen Teile wäre ich bei einer Zellspannung von 2,6V. Spätestens bei 2,8V bis 3,3V ist ja ein 18650 Akku leer und sollte nicht tiefer entladen werden. Es wird ja wie ich an den Anschlüssen sehe eine Zelle überwacht.
Ich nehme an, dass dann die Elektronik als Entladeschutz dann die Ausgangsspannung auf 0 V regelt?

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Alfred
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Re: NoName Akku Säbelsäge - Immer wieder ein Stop bei Sägen

Beitrag von Alfred » Mittwoch 24. November 2021, 19:40

ist die Frage ob man dafür noch Zeit und Geld opfert, wie alt sind die Teile?
kein Soja- Rindfleisch- und Holzimport zum Schutz der Regenwälder

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der_bastler
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Re: NoName Akku Säbelsäge - Immer wieder ein Stop bei Sägen

Beitrag von der_bastler » Mittwoch 24. November 2021, 19:45

Die Säge ist nicht alt, lief auch wenig, weil sie auch nicht wirklich oft genutzt wird,- sonst hätte ich eine Markensäge gekauft. Hatte mir aber auch mal den Rest der Mechanik angesehen und sie müsste es tun.

Nun ist die Frage ob ich mir halt einen 18V Akku hole der ähnlich ist und schaue ob er passt oder passend gemacht werden kann.
Damit wäre das Ganze für mich wirtschaftlich am laufen.

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Re: NoName Akku Säbelsäge - Immer wieder ein Stop bei Sägen

Beitrag von Allesmassiv » Mittwoch 24. November 2021, 20:56

Bei 13V wird die Maschine abschalten, um schäden am Akku zu vermeiden.
Viele der billigen 18V Chinageräte sind kompatibel mit den Makita Akkus.
Gibt es dann baugleich ohne Akku als "for Makita" zu kaufen.
Sollte das auch für dein Gerät zutreffen fährst du mit einem orignialen Makita Akku sehr viel besser als mit irgeneinem No-name Fake-Schrott.
Alternativ kannst du versuchen die Zellen durch hochwertigere zu ersetzen. Eine gute Wahl dafür wären bspw: Murata US18650VTC5A, Samsung INR18650-25S, Murata US18650VTC5, Samsung INR18650 25R, Samsung INR18650 20R.

Problematisch dabei ist, dass die Zellen eigentlich nicht verlötet werden dürfen, sondern mit einem Punktschweißgerät verschweißt werden, da sie beim Löten zu heiß werden. Solltest du das trotzdem machen wollen, nur entladene Zellen (2,5-3V oder weniger) mit einem leistungsstarken Lötkolben so schnell wie irgend möglich verlöten um möglichst wenig Wärme rein zu bringen.

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Re: NoName Akku Säbelsäge - Immer wieder ein Stop bei Sägen

Beitrag von der_bastler » Mittwoch 24. November 2021, 22:27

Jepp, mit den Zellen kenne ich mich aus. Ich kaufte mir ein fertig geschweißtes Paket bei eBay eben mit entsprechenden Markenzellen.

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Re: NoName Akku Säbelsäge - Immer wieder ein Stop bei Sägen

Beitrag von der_bastler » Samstag 27. November 2021, 13:46

Heute kamen die Zellen und ich machte mich an das Werk und vorab: ERFOLG :thx: :saegen:

Geliefert bekam ich die Sanyo UR18650SA 1200mAh Zellen als fertig verschweißtes Pack für 32€.
Hier ist ein Datenblatt dazu welches ich mir jetzt wo ich die Zellen hatte heraussuchte: https://lygte-info.dk/review/batteries2 ... %20UK.html
DSC08766.jpg
DSC08768.jpg
Erst habe ich alle Anschlüsse notiert und dann die Verbindungen von den Zellen abgelötet bzw. die Fahren zwischen den Zellen mit einem Multitool und einer Trennscheibe vorsichtig herausgelöst.
DSC08770.jpg
DSC08772.jpg
Dann habe ich das Akkupack erstmal offen geladen. Siehe da: Im Vergleich zu den alten Zellen war der Ladevorgang nicht nach 15 Minuten beendet sondern hatte ca 1 h gebraucht die Zelle von 3,6V auf 4,19V zu laden.
DSC08776.jpg

Dann ist mir beim ansehen der alten Zellen (habe nach einen Hersteller darauf gesucht aber nichts gesehen), dass die Zellen recht leicht sind. Also nahm ich mir mal normal 18650 Zellen,- 5 Stück und legte diese auf die Küchenwaage:
DSC08777.jpg
238g wiegen die.

Die aus der Säge:
DSC08778.jpg

146g .

Damit sind denke ich auch die technischen Unklarheiten beseitigt. Das sind wohl irgendwelche Hinterhofzellen.



Dann waren nun auch die Zellen voll, den Akku schraubte ich zusammen und legte ihn ein: Die Säge ist einfach durch mein Testeisen durch marschiert. Schnell und kraftvoll klappte das.


Hier nochmal der Preis wofür ich sie kaufte:
kauf.JPG

Gut, dass man keine 10 gescheiten 18650 Zellen alleine für den Kaufpreis bekommt mit Säge und so, sollte dann klar sein. Nun kam das Invest von 32€ drauf und das ich mal den Schalter tauschte. an der Hubmechanik schweißte ich auch was nach, was jetzt nicht mehr kaputt geht.
Also war alles in allem noch überschaubar.



Frage nochmal an die Runde:


In der Mechanik, wo der Motor auf ein Zahnrad geht und die Hubbewegung erzeugt sind Spuren von einem billigen blauen Fett drin.
Was gehört da rein, wenn ich an der Stelle was gutes rein machen möchte?
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Re: NoName Akku Säbelsäge - Immer wieder ein Stop bei Sägen

Beitrag von Dirk » Samstag 27. November 2021, 14:03

Zur Frage der Schmierung gibt es threads im Forum.
Akkuschrauber Auswahlhilfe
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Re: NoName Akku Säbelsäge - Immer wieder ein Stop bei Sägen

Beitrag von Jürgi » Samstag 27. November 2021, 15:35

Das scheinen ziemlich veraltete Zellen zu sein. Dafür war der Preis relativ hoch. 10A ist auch knapp für Zellen eines Werkzeugakkus. Die meisten verwenden Zellen mit mindestens 20A und Kapazität ab 2Ah.
So eine Zelle gibt's ab 3,- auf nkon.nl
Falls du nochmal einen Akku baust.
Ansonsten Gratulation zur Reparatur.

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