Wahnsinn Wärmedämmung

Diskutiere Wahnsinn Wärmedämmung im Forum Dach & Fassade im Bereich Anwendungsforen - Ein kritischer Beitrag des NDR-Fernsehens zur Wärmedämmung, der für heftige Kritik der Dämmstoffindustrie sorgte. Siehe: Wahnsinn Wärmedämmung...
So wie Asbest?
Ist auch total gefragt.
Jeder fragt wo man den Mist loswerden kann! :crazy: :rotfl: :top:
 
Hallo,

Styropor mit Asbest auf eine Stufe zu stellen ist in höchsten Maße unseriös!

Nur weil ein paar ewig Gestrige meinen sie bräuchten ihr Haus nicht den modernen Gegebenheiten anpassen.

In Mittel und Nordskandinavien werden Häuser seit jeher isoliert.
Dort teilweise so gut das man seit 2 Jahrzehnten mehr und mehr Zwangslüftungen mit Wärmerückgewinnung verbaut.
 
hutch schrieb:
So wie Asbest? Jeder fragt wo man den Mist loswerden kann!
@Asbest: Gut verpackt kein Problem.
@Styropor: Letztens im Fernsehen kam eine interessante Dokumentation über die gelben Säcke. Obwohl man technisch heute 66% recyclen könnte, werden nur die Vorgeschriebenen 35% recycelt - der Rest wird dann meistbietend verkauft. U.a. an Müllverbrennungsanlagen (irgend etwas brennbares muß dem Restmüll ja zugemischt werden) od. an Zementwerke, die ihre Öfen damit befeuern.
 
Hi,

Dietrich schrieb:
Styropor mit Asbest auf eine Stufe zu stellen ist in höchsten Maße unseriös!

na ja - aus Wikipedia :

Das Flammschutzmittel Hexabromcyclododecan (HBCD), das dem Polystyrol für Dämmplatten und Hartschaumplatten beigefügt wird, ist gemäß der REACH-Verordnung als „sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung“ eingestuft.

Es ist nur relativ schwer abbaubar (persistent) und toxisch für aquatische Organismen mit einem sehr hohen Bioakkumulations- und Biomagnifikation­spotenzial.
Die Migration in die Umwelt aus unbeschädigtem (!) geschäumtem Polystyrol ist mengenmäßig gering, Emissionen können bei Brand, Photolyse und Recycling auftreten.

Bei Wärmedämmverbundsystemen aus Polystyrolschaumstoff wird eine Glasfaser- oder Kunststoffarmierung und darauf eingefärbter Dünnschicht-Verputz aufgebracht.
Die Kritik an diesem Wärmedämmverbundsystem richtet sich auch gegen darin enthaltene Pestizide und Algizide wie beispielsweise Terbutryn, das ausgewaschen wird und sich in Vorflutern ansammelt



Asbest war auch mal der Baustoff, weißt Du wie die ges. Regelungen in xy Jahren sind ?


Nur weil ein paar ewig Gestrige meinen sie bräuchten ihr Haus nicht den modernen Gegebenheiten anpassen.

wie erwähnt : mit genügend Geld in der Tasche kann man jeden Spaß mitmachen


In Mittel und Nordskandinavien werden Häuser seit jeher isoliert.

Skandinavien

Hmm, mal darüber nachdenken ..
Das sind doch die drei Länder, die alle einen deutlich höheren Stromverbrauch pro Kopf als Deutschland haben, obwohl alle drei Länder zusammen gerade mal 1/4 der Bevölkerungzahl von Deutschland besitzen.

Nun gut, die haben halt den Vorteil der Wasserkraft und Atomkraft - so kann man das natürlich auch Handhaben.

Aber mal geschaut,
Erdölverbrauch pro Einwohner :

Deutschland : 11,89 Barrel/Jahr
Schweden : 14,37 Barrel/Jahr
Finnland : 15,59 Barrel/Jahr
Norwegen : 21,45 Barrel/Jahr
(Quelle http://www.welt-in-zahlen.de)

Andere Quelle :

Liter pro Kopf und Jahr
Deutschland : 1866 Liter/Jahr
Schweden : 2329 Liter/Jahr
Finnland : 2442 Liter/Jahr
Norwegen : 3063 Liter/Jahr
(http://www.lexas.net)

dafür das sie so wenige sind und sooo tolle Häuser haben, verbraten die aber heftig Energie und Rohstoffe :wink:
Ob das in der Beziehung wirklich gute Vorbilder sind ? - oder ob wir nicht eher denen ein Vorbild sind ?

Gruß, Glatisant
 
Hallo Glatisant,

vermutlich bist Du mit den Gegebenheiten in Skandinavien nicht oder nur unzureichend vertraut.

Häuser werden großteils elektrisch beheizt, zunehmend mit Wärmepumpen und Tiefbohrung, zusätzlich haben sehr viele Häuser einen Specksteinofen oder Schmiedeofen für Birkenscheitholz.

Der rel. hohe Spritverbrauch pro Kopf resultiert aus den Verkehrsumständen. Beispiel Schweden:
Bei vergleichbarer Landesgröße nur rund 1/10 der Einwohner Deutschlands. Das ist ungefähr so als würde man 90% aller Städte und Ortschaften in Deutschland wegnehmen, bei dem Gedanken wird jedem klar das man dann zum Supermarkt, Bahnhof, Arbeitsplatz, Krankenhaus, Werkzeughändler, Wertstoffhof, Autoreparatur und zur Apotheke weiter fahren muß als es sonst der Fall ist.
Zudem werden im Schnitt größere Fahrzeuge gefahren, weil mehr Kinder, mehr Wohnwagen, mehr Boote, pro Kopf.

Also mit den Häusern hat das nichts zu tun.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich die Tatsache das es besonders in Schweden seit Jahrzehnten eine große Szene mit Freunden amerikanischer Autos gibt, man sieht diese bei schönem Wetter schon recht oft. Der Spritverbrauch dieser alten US-Fahrzeuge ist legendär.

Ein weiterer Faktor dürfte die seit Jahren steigende Zahl an Urlaubern sein, die in recht kurzer Zeit, bedingt durch die großen Entfernungen im Land, weite Strecken zurücklegen und natürlich im Land auch tanken.
 
Hallo Dietrich,
Dietrich schrieb:
Nur weil ein paar ewig Gestrige meinen sie bräuchten ihr Haus nicht den modernen Gegebenheiten anpassen.

In Mittel und Nordskandinavien werden Häuser seit jeher isoliert.
Dort teilweise so gut das man seit 2 Jahrzehnten mehr und mehr Zwangslüftungen mit Wärmerückgewinnung verbaut.
Wer auch immer ewig gestrige sind - die letzten werden die ersten sein...
Moderne Gegebenheiten bedeutet für mich auf eine nachhaltige Energieversorgung zu setzen, und nicht auf eine sinnfreie Vorschrift des (nicht mitdenkenden) Gesetzgebers.
Die ewig gestrigen, sind für mich Leute, die Ihre Energie mit nicht vorh. Ressourcen erzeugen.

Was hat denn, Deiner Meinung nach, die "gute Dämmung" (als Isolierung bezeichnet man eher die Bauwerksabdichtung) mit der Wärmerückgewinnung zu tun?
Fakt ist doch, dass diese Häuser sonst gar nicht wirtschaftlich gelüftet werden können!
 
Dietrich da hast du Recht.

Die Styroporgeschichte ist um einiges schlimmer.

Beigefügte Inhaltstoffe, Verfahren und Technologien die mit der Verarbeitung und der Herstellung von Styropor in Zusammenhang stehen, stehen in keinem Verhältnis zu dessen Nutzen.
 
Mich als als ewig gestrig zu titulieren und Styropor als modernen Baustoff auh man....

Fehlen mir echt die Worte
 
Glatisant schrieb:
na ja - aus Wikipedia :
:popcorn:

Bei Wärmedämmverbundsystemen aus Polystyrolschaumstoff wird eine Glasfaser- oder Kunststoffarmierung und darauf eingefärbter Dünnschicht-Verputz aufgebracht.
Die Kritik an diesem Wärmedämmverbundsystem richtet sich auch gegen darin enthaltene Pestizide und Algizide wie beispielsweise Terbutryn, das ausgewaschen wird und sich in Vorflutern ansammelt[/i]
Da werde ich doch gleich mal eine Verbesserung des Artikels einreichen. Es würde im Zweifel bedeuten, dass jeder farbige Oberputz (die Armierung hat damit eh nichts am Hut) auch algizid/ pestizid ausgerüstet ist. Das ist natürlich völliger Unfug, allein schon weil es viel zu teuer ist. Wer sich mal Fassadenfarben ansieht, stellt schnell fest, dass die sich den Sondermüll gut bezahlen lassen. Dieser Abschnitt ist also Quatsch - und man merkt: Nicht immer ist Wikipedia Glauben zu schenken.
Es gibt natürlich völlig "unbelastete Dünnschichtputze".
Ebenso ist es natürlich möglich Dickschichtige Putze (Kratzputz) aufzubringen, der diese Eigenschaften völlig natürlich erfüllt. Kostet halt nur mehr.

Asbest war auch mal der Baustoff, weißt Du wie die ges. Regelungen in xy Jahren sind ?
Aber Asbest tut keinen was, wenn es, z.B. verbuddelt in der Erde ist. Da kommt es ja auch her... ist ja nichts anderes als Silikat-Mineralien, die eben eine für den Menschen etwas "unglückliche" Faserstruktur haben.

Was die Flammschutzmittel mit Brom betrifft: Tja, wenn die Industrie Alternativen hätte... Das Zeug ist schon eher "dreckig".
 
Hi,

Dietrich schrieb:
Häuser werden großteils elektrisch beheizt,

bei dem hohen Stromverbrauch ist das offensichtlich.

Aber ist ja prima, wenn man, wie Schweden, zu 38 % den Strom aus Atomkraft generiert, da kann man den Strom ja fröhlich zum Heizen nehmen :wink:
Und auch Finnland erzeugt so viel Atomstrom wie wir noch momentan, ist aber seit Jahren dabei ein richtig fettes Atomkraftwerk zu bauen.

Der rel. hohe Spritverbrauch pro Kopf resultiert aus den Verkehrsumständen. Beispiel Schweden:
Bei vergleichbarer Landesgröße nur rund 1/10 der Einwohner Deutschlands. Das ist ungefähr so als würde man 90% aller Städte und Ortschaften in Deutschland wegnehmen, bei dem Gedanken wird jedem klar das man dann zum Supermarkt, Bahnhof, Arbeitsplatz, Krankenhaus, Werkzeughändler, Wertstoffhof, Autoreparatur und zur Apotheke weiter fahren muß als es sonst der Fall ist.

sach' ich ja : die fahren keine Kleinwagen, weil es denen egal ist :wink:


Abgesehen davon wird das was Du schreibst auch nicht hinkommen, weil die meisten Leute eh' in den Ballungsgebieten und den großen Stadten wohnen.

Nachgeschaut :
37% der Gesamtbevölkerung wohnt in drei großen Städten
.... und sogar satte 84% der schwed. Bevölkerung in städtischen Gebieten.

Und es ist ja nicht so, das in Deutschland nicht gependelt wird :
http://www.tagesspiegel.de/berlin/p...brandenburger-arbeiten-in-berlin/6473408.html

Ein weiterer Faktor dürfte die seit Jahren steigende Zahl an Urlaubern sein, die in recht kurzer Zeit, bedingt durch die großen Entfernungen im Land, weite Strecken zurücklegen und natürlich im Land auch tanken.

na, da möchte ich aber nicht wissen, wie viel dann in Deutschland, als 'Durchreiseland' von anderen verbraucht wird - die skandinavischen Länder sind ja quasi Sackgassen.


Nee - ich denke wenn man Skandinavien als Bsp. heraussucht, pickt man sich da wieder eine Rosine heraus.

----
@henniee
ja, Wikipedia mag vielleicht nicht die perfekte Infoquelle sein - aber dort sind ja die Quellen auf die sich der Text bezieht genannt.

Es ging mir auch nur um's Prinzip - denn wer weiß schon, was morgen für neue Auflagen den heute gesegneten Materialien gemacht werden.

Man sieht das ja bereits beim Recycling. In einer Wikipedia-Quelle wird z.B. hierhin verlinkt
http://www.vdivde-it.de/innonet/projekte/ae/in_pp068_eps-loop.pdf




Im Link von H.-A. Losch gibt es ja einiges zur Dämmung zu lesen - und wenn ich alleine die drei Seiten lese :

http://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/haushalt_wohnen/waermedaemmung121.html

hat man doch umgehend den Eindruck, daß es für die Hersteller der Dämmstoffe, sowie den Verarbeitern nur um's ordentliche Verkaufen geht.
'CO2' ist ein Thema was zudem gut bei der Politik ankommt, so kann man dort dann auch noch gleich punkten.
Und wer bezahlt es ?



Gruß, Glatisant
 
Hallo Glatisant,

zunächst möchte ich daran erinnern das Schweden über 50 % seines Strombedarfs mit Wasserkraft deckt, Norwegen übrigens über 90%.
Da bietet sich die Wärmepumpe mehr als an, um mal bei den Fakten zu bleiben.
na, da möchte ich aber nicht wissen, wie viel dann in Deutschland, als 'Durchreiseland' von anderen verbraucht wird - die skandinavischen Länder sind ja quasi Sackgassen.

Leider auch hier die Gegebenheiten völlig verkannt :wink:

Jeder LKW, fast jeder PKW und sicher viele Freizeitfahrzeuge fahren ganz locker durch Deutschland ohne hier zu tanken, gerade die häufig anzutreffenden Benelux-KFZ´s machen das mit System.
In Schweden und Norwegen geht das so nicht, einmal angekommen ist man auf dortige Tankstellen angewiesen, zudem schafft kaum ein Fahrzeug die Nord-Süd Achse mit einer Tankfüllung.

Städtisches Umfeld ist auch lustig, dazu zählen vermutlich auch die Pendler die teils 200km einfache Strecke täglich mit dem X2000 nach Stockholm zur Arbeit fahren.
 
Hallo Dietrich,

Dietrich schrieb:
zunächst möchte ich daran erinnern das Schweden über 50 % seines Strombedarfs mit Wasserkraft deckt,

stimmt, ändert aber nichts an den anderen Tatsachen.

Städtisches Umfeld ist auch lustig, dazu zählen vermutlich auch die Pendler die teils 200km einfache Strecke täglich mit dem X2000 nach Stockholm zur Arbeit fahren.

oder die Branden- oder Mecklenburger, die täglich nach Berlin oder Hamburg pendeln :wink:

Nein, das ist dort wohl gut definiert
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Städte_in_Schweden
bezieht sich auf die städtische Siedlung

Gruß, Glatisant
 
Thema: Wahnsinn Wärmedämmung

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