Tragedauer Schnittschutzhosen

Diskutiere Tragedauer Schnittschutzhosen im Forum Ketten- + Motorsägen im Bereich Werkzeuge & Maschinen - Ich weiss nicht genau ob es hier im Forum um Waschen von Schnittschutzhosen ging oder im anderen aber ich schreib hier mal zuerst. Quelle: Forst...
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W-und-F

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Ich weiss nicht genau ob es hier im Forum um Waschen von Schnittschutzhosen ging oder im anderen aber ich schreib hier mal zuerst.

Quelle: Forst, Holz + Jagd Taschenbuch 2005 S.316 Schutzausrüstung

Ich zitiere:

Da auch Schnittschutzhosen infolge des häufigen Tragens und Waschens einem Alterungsprozess unterliegen, der die Sicherheit beeinträchtigen kann, ist man derzeit in der Diskussion über eine Verwendungsdauergrenze (tolles Wort :wink: ))

Nach einer Untersuchung des KWF und der Fachhochschule für Forstwirtschaft Schwarzburg sollten Schnittschutzhosen im Profibetrieb allerspätestens nach 1 1/2 Jahren, besser nach einem Jahr ausgesondert werden. Der für den Ernstfall entscheidene Fadenzug, d.h. die Kette muss genügend Faserbündel aus der Hose herrausreißen können, lässt mit zunehmender Tragedauer nach, und die Sicherheit ist immer weniger gewährleistet. Je weniger Fasern herausgerissen werden, desto eher wird die Hose schnell durchtrennt

Zitat Ende. Darunter ist noch eine kleine Grafik:
Verhältnis Fadenzug-Tragedauer. Hoffe dass ich die noch nachreichen kann.

Ich will hier keine Panik verbreiten :shock: :D
 
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hinack

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Moin Jungs,

bedeute das also, daß ich, der ich schon mehrere Jahre lang keine Schnittschutzhose habe, nun also genauso sicher mein Bein durchtrenne kann, wie einer der vor Jahren 'ne Schnittschutzhose erwarb, diese aber regelmäßig reinigte? Sozusagen gleiche Sicherheit zum Zehntel des Preises. Oder ist die Empfehlung eher: "Wasche Deine Hosen nicht!"?
 
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Rossi

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Aber es steht dort ja auch im "Profibetrieb". Ich gehe jetzt mal davon aus, dass ein Profi sie jeden Tag trägt, also ~ 200 Tage im Jahr und sie dann jedes WE gewaschen wird. Da stellt sich mir dann die Frage: Hält die Hose überhaupt so lange? Kann ich mir nur schwer vorstellen.

@hinack: Kleiner Tatsachenbericht für Dich. Ich hatte auch lange, lange Zeit keine Schnittschutzhose. An einem WE war ich mal wieder kräftig im Wald und eine meiner beiden Sägen wollte dann nicht mehr so wirklich. Bin dann mittags zu meinem Sägefritzen und habe sie abgegeben, um sie nach dem Essen wieder funktionierend abzuholen. Dabei hatte ich mir mal so die Hosen angesehen und er hatte mir einen anständigen Preis für eine Hose und Helm gemacht, also mitgenommen. Am Nachmittag war ich wieder im Wald beim Sägen, rutsche auf einem nassen Ast aus und die Säge kam, zu glück nur im nachlaufen, war schon vom Gas, an die Hose und schon waren ein paar kleine Ritzer drin. Mein Bein wäre ohne die Hose zwar nicht ab gewesen, aber es hätte sicher nicht gut getan. Das war ca. 2 Std. nachdem ich die Hose gekauft hatte! Das war ein ganz klares Zeichen für mich: NIE wieder ohne Schnitschutzhose!!!
 
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hinack

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Moin Rossi,

ich will ja nicht unken, aber meine Arbeits-Latz-Jeans, wäre wohl auch angeritzt worden und meine Winter-Arbeits-Denier-Latzhose hätte wohl auch eine Spur der Kette angenommen, doch mit Schnittschutz, wie oben diskutiert, hat das doch nichts zu tun. Es sei denn Du würdest behaupten, daß schon aus einer neuen Schnittschutzhose keine Faserbündel gezogen werden. Doch das kann ich nicht glauben. Denn es ist ja gerade der Witz, daß man eben eine Schnittschutzhose (samt Bein) deshalb nicht durchsägen kann, weil es nicht geht, weil die Säge blockiert, egal ob mit Gas oder ohne. Die Schnittschutzhose ist keine Rüstung, sondern hält die Fasern in die Säge. Die Säge, die nur die Oberfläche anritzt und dann unverfitzt weiterläuft, hat zwar mit der Hose Bekanntschaft gemacht aber nicht mit dem Schnittschutz.
 
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MS034

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@hinack,
meine es ist deine Sache, aber du solltest das mit der Schnittschutzhose noch mal überdenken und dir eine zulegen!
 
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Rossi

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Wollte damit auch nicht sagen, dass mich die Hose gerettet hat, sondern dass es sehr schnell gehen, dass etwas passiert. Für mich war es eben ein wink mit dem Zaunpfahl.

Will Dich nicht bekehren, habe nur meine Erfahrung kund getan. Dafür ist ja da Forum da :wink:
Von mir aus kann jeder sägen wie er will.

Gruß
Christof
 
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hinack

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Moin Schnitzer,

nur daß hier kein falscher Zungenschlag stehen bleibt, gegen Schutzausrüstung ist nichts zu sagen, gegen Schnittschutzhosen schon garnicht. Mich stören nur die Trageeigenschaften beim Klettern. Das ist allerdings das Selbe mit den Stahlkappenschuhen. Zum Bäume umnieten und am Boden weiterzerstückeln und ausweiden mit so Brutalmaschinen sind solche Ausrüstungen sicher nötig. Beim chirurgischen einfühlsamen, fast mikroinvasiven Pflegen der Bäume sind sie vor allem hinderlich.

Steigt mal mit Schnittschutzstiefeln, Schnittschutzkleidung und großer Mikeymaus auf einen 10m hohen Kirschbaum um Gummifluß auszuschneiden. Dann könnt Ihr nachvollziehen, was ich meine. Als Obstbaumpfleger mit nur gelegentlicher Fällarbeit, wünschte ich mir praktische leichte Arbeitskleidung die trotzdem schützt und bezahlbar ist. Doch das sind ja gleich drei Wünsche auf einmal. Das geht nun wirklich nicht ...
 
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W-und-F

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Also ich persönlich werde es so halten wie alle anderen die ich kenne Vater, Freunde, Bekannte und Wald "mit" Arbeiter

Nach 5 oder 6 Jahren wird die Hose sowie die Helmschale ersetzt. Ich habe meine Hose ca. 45-50 Tage im Jahr vielleicht auch mal etwas mehr an. Und da ist denke 5-6 Jahre eine gute Zeit sie auszusondern.
 
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W-und-F

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Arbeits-Latz-Jeans, wäre wohl auch angeritzt worden und meine Winter-Arbeits-Denier-Latzhose hätte wohl auch eine Spur der Kette angenommen, doch mit Schnittschutz, wie oben diskutiert, hat das doch nichts zu tun

1. Es ist ja jedem seine Sach ob er sich Schützen will oder nicht

2. Ich glaube ganz so extrem wie vom KWF bzw. der FH erforscht lässt der Schutz sicher nicht nach aber ein gewisser Teil doch.

3. Wenn ich mit der Flex arbeitet hab ich ne Schutzbrille, wenn ich mit einer Säge arbeitet hab ich ne Schnittschutzhose.
 
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W-und-F

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Jedem die Arbeitsweise die er will!!

Zum Bäume umnieten und am Boden weiterzerstückeln und ausweiden mit so Brutalmaschinen sind solche Ausrüstungen sicher nötig. Beim chirurgischen einfühlsamen, fast mikroinvasiven Pflegen der Bäume sind sie vor allem hinderlich.

Aber ich habe noch keine Baumpfleger, Kletterer oder Gefahrbaumspezialist gesehen der keine SchnittHose getragen hat. Klar ist Vorschrift aber ich glaube keinem ist der Baum mehr Wert als sein Bein oder Arm. Und bei dem heutigen entwicklungsstand gibt es eine große Produktpallete für den Arboristen da gibts extra Schuhe, extra Hose, extra Jacke und das sogar ohne lange danach zu suchen bei GRUBE
 
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W-und-F

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Sorry das ist schon die 4 Antwort hintereinander von mir aber mal eine Frage an die Händler unter uns, bekommt ihr von euren "Marken" eigentlich irgendwelche Verkaufsanweisungen oder was empfehlt ihr den Käufern?
 
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hinack

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W-und-F schrieb:
Aber ich habe noch keine Baumpfleger, Kletterer oder Gefahrbaumspezialist gesehen der keine SchnittHose getragen hat.

Gucks Du Titelblatt "Baumzeitung" Oktober 2005:
Helm: Ja
Schutzbrille: Ja
Gehörschutz: unsichtbar
Sportliches T-Shirt: ja
Schnellf...hose: ja
unbekleidete Hände: ja
...
 
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MS034

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Wenn ich mir nur mal die Stihlhosen ansehe, da ist z.B. die "Microfaser-Ausführung"
um die hälfte leichter als die anderen Modelle.
So ganz ohne wär das nix für mich.
 
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W-und-F

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Gucks Du Titelblatt "Baumzeitung" Oktober 2005
Das der mit der Kettensäge arbeitet kann man aber auch nicht erkennen! :wink: Naja darum brauchen wir jetzt nicht streiten aber wie gesagt, es ist jedem sein Ding wie und womit er sich schützt. Ich persönlich gebe für ein Arbeitshose lieber 50€ mehr aus und habe dann "ein Teil" für meine Sicherheit getan.
 
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forstler

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Guten morgen Jungs!

Wer eine günstige und leichte Schnittschutzhose sucht, der kann sich ja mal die "Mistral" von KOX anschauen.
Die ist wirklich sehr leicht.
Ich habe mir schon eine zugelegt, verwende diese aber nur im Hochsommer zur Käferfichtenzeit.

Im Winter setze ich lieber dann aber doch auf eine dickere (und wärmere :) ) Schnittschutzhose.

Wer von euch hat eigentlich Erfahrung mit Pfanner-Schnittschutzhosen ?
Die sollen ja ziemlich hochwertig und bequem sein.
(Dies schlägt sich aber auch im Preis nieder)

Gruss
Tobi
 
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W-und-F

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Auf einer Messe Stand ich mal um die Pfanner Bekleidung rum aber der Preis hat mich doch abgeschreckt. Der Händler hat gesagt, dass ich die Hose gerne mal Probieren darf. Das habe ich dann auch gemacht und die sitzt wirklich gut eine tolle Hose.

Habe mir dann aber doch die SOLO Bundhose gekauft.
 
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MS034

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Moin,

die Preise sind natürlich auch ganz schön happig, bei mehr als 200.- euro hört der Spaß dann auf.
Und ob die dann länger halten ist auch fraglich. Sonst hätte ich mir vielleicht auch schon eine zugelegt. :wink:
 
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forstler

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Hmm - mich macht die Hose (die Kevlar Extrem) irgendwie an ...
Habe bis jetzt auch noch nix negatives gehört.
Jeder der sie hat ist begeistert.

Ich glaube ich beiss mal in den sauren Apfel und kauf mir im Dezember mal eine ...
Dann kann ich euch ja berichten ...
 
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Roteiche

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Hallo zusammen,

meine Solo "Red Wood"-Schnittschutzbundhose hat etwas über 60,00 € gekostet. Ohne schmeiß ich keine Säge an, denn ich habe die Ketten idR selber geschärft.

Wenn sie nicht vorher verschliessen ist, werde ich Sie auch spätestens nach 5 Jahren aussondern.

Gruss
Ralph
 
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