Gift im Billigwerkzeug

Diskutiere Gift im Billigwerkzeug im Forum Billigwerkzeuge im Bereich Werkzeuge & Maschinen - Hallo,Leute! Ich habe in letzter Zeit schon öfter gehört das mitunter im Billigwerkzeug sehr stark erhöhte PAK festgestellt wurde.Diese Woche habe...
D

dolmartino

Registriert
30.10.2008
Beiträge
43
  • Gift im Billigwerkzeug
  • #1
Hallo,Leute!
Ich habe in letzter Zeit schon öfter gehört das mitunter im Billigwerkzeug sehr stark erhöhte PAK festgestellt wurde.Diese Woche habe ich mir eine Handwerkerzeitung gekauft wo ein ausführlicher Artikel und Test abgedruckt war.Und siehe da meine Schraubendreher die ich vor Jahren im Discounter gekauft habe -sind da abgebildet.1 Stunde arbeiten und wie 1000 Zigaretten rauchen.Krebs Erbgut usw.Habe schon viel damit gearbeitet-auch mein kl.Sohn.Werfe alles in den Mühl und kaufe nur noch Markenware z.b Wera.Warum unternehmen die von der Regierung da nichts,wenn die eigenen Leute sogar Kinder mit Chinaschrott vergiftet werden.Die machen da nur um das Material zustrecken,um Geld zusparen.Ist den Chinesen das wirklich so egal das die Welt davon krank wird.Ich würde sämtliche Einfuhr sofort stoppen.Warum unternehmen die Baumärkte und Diccouter nicht dagegen.Langsam wird das so bekannt,daß niemand mehr so was kauft
Was meint Ihr dazu?
 
  • Gift im Billigwerkzeug
  • #2
Hi,

standen in der Zeitung auch Werte von aktuellen und alten Markenprodukten ?

Gruß, hs
 
  • Gift im Billigwerkzeug
  • #4
dolmartino schrieb:
Warum unternehmen die von der Regierung da nichts,wenn die eigenen Leute sogar Kinder mit Chinaschrott vergiftet werden.Die machen da nur um das Material zustrecken,um Geld zusparen.
Immer dasselben Geheule und Gejammer nach der Regierung, wenn man sowas liest. Was soll dieses ganze Reglementierungs-Gejammer, wenn es doch nur die eigene Gier ist, die so etwas hervorruft? Die Chinesen machen nichts anderes als das, was man von ihnen fordert: sie agieren zu 100% kapitalistisch, in dem sie herstellen und verkaufen, was der Markt verlangt. Und der Markt, voll von Deppen und Geizhälsen, verlangt Billig, Billig und nochmal Billig.
Ganz klar: hör' einfach auf, so blöd rumzuheulen, lerne daraus und schalt' zukünftig das Ding zwischen den Ohren kurz mal ein, bevor der "muss ich haben weil billig"-Ruf lockt.
Ich habe da absolut kein Mitleid mit Opportunisten wie Dir.

Dirk
P.S.: und die Regierung hat da mal gar nicht reinzupfuschen, wir leben nicht in der DDR oder in Kuba...
 
  • Gift im Billigwerkzeug
  • #5
Hallo,
dolmartino schrieb:
Warum unternehmen die von der Regierung da nichts,

Ja, die Regierung sollte wirklich was für die Bildung der Leute tun, damit sie wieder selbst denken und nicht gleich nach der Regierung rufen.

Am besten läßt man unsere Regierung schön in Ruhe, bloß nicht aufwecken, dann besteht die Chance, dass sie in nächster Zeit keinen größeren Schaden anrichten.

Ansonsten, ich verlasse mich gerne mal auf meine Nase Wenn das Plastik stinkt, liegen lassen. Ist zwar keine sichere Methode, aber erst mal besser als nichts.

Ich kann Dirk nur in allen Punkten zustimmen Die Chinesen sind da nicht schuld.

Gruß

xt-schrauber
 
  • Gift im Billigwerkzeug
  • #6
@ dolmartino:
Versuche doch mal Roß und Reiter zu benennen. In irgend einem Werbe-Käseblättchen hat irgend etwas gestanden...
Vielleicht läßt sich der Artikel verlinken oder als Scan hier einstellen.

Vielen Markenherstellern schwimmen die Felle davon. Die sogenannten Billigwerkzeuge sind oftmals qualitativ mehr als nahe gerückt und das haben auch viele Kunden gemerkt. Der letzte Notnagel nach fadenscheinigen Patent- und Designschutzstreitigkeiten sind nun oft teils an Esoterik grenzende Argumentationen zum Thema Umweltschutz oder praxisferne Prüfmethoden zum Arbeitsschutz. So wird auch gerne Panik bzgl. gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe verbreitet. Die Analysetechniken werden immer besser und vor allem auch preisgünstiger. So ist es wirtschaftlich kein Problem, die Produkte der ungeliebten neuen Wettbewerber ausgiebigen Tests unterziehen zu lassen. Wenn diese Tests etwas marketingmäßig ausschlachtbares zu Tage fördern, wird das Ergebnis "lanciert" - z.B. via Stiftung WT - um nicht selbst als Denunziant in Erscheinung zu treten.
Insbesondere bei PAK wurden schon idiotische Grenzwerte zum Ansatz gebracht, die sich auf Teppichrücken oder Parkettkleber beziehen, die in großen Mengen in Wohnbereich verarbeitet werden. Diese Konzentrationen hat man dann auf die 10g-Kabeltülle einer Bohrmaschine umgerechnet und "Giftmord" geschrien.

Keiner der Produzenten macht so etwas absichtlich. Die Wahrscheinlichkeit, damit aufzufliegen ist viel zu hoch und der dann resultierende Imageschaden erheblich. Ich erinnere mal an die Bleianteile in Farben von Spielzeugen für Mattel. Das war ein Riesenskandal mit Rückrufen etc. Die chinesischen Behörden gehen dagegen hart vor. Einer der Verantwortlichen wollte das Urteil gar nicht wissen und hat finale Konsequenzen gezogen.
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/334/415102/text/

Aldi hatte einige Rückrufe von Handwerkzeugen mit gummierten Griffen (Schraubenzieher, Hammer). Das ist Jahre her und seit dem war nichts mehr.

Es gibt also etliche Stufen der Überwachung: Hersteller, Importeur, Zoll, Handelsketten, Wettbewerb... Da rutscht nicht (mehr) viel durch. Ganz ausschließen wird man es zumindest bei schwankender Qualität vorläufig nicht können. Auch Markenherstellern kann das passieren. Vieles wird komplett in China oder anderen Billiglohnländern gefertigt. Selbst Metabo kauft für viele Maschinen den kompletten Kabelsatz mit Regelschalter, Tülle usw. aus China zu, wie hier im Forum schon mal herausgefunden wurde.

Das mit den 1000 Zigaretten glaube ich nicht. Raucher sind diesbezüglich ganz weitgehend vom Nachdenken befreit. Selbst wenn sie die Werkzeuge ablecken, wären die Belastungen relativ zum Rauchen in aller Regel vernachlässigbar.

Es gibt in Deutschland bzw. der EU für so ziemlich alles und jedes Vorschriften, Grenzwerte usw. Manches ist sinnvoll, vieles nicht. Manche Grenzwerte sind das Ergebnis intensiver "Lobbyarbeit" (aka Korruption), wie man immer mal wieder sehen kann, wenn einstmals scharfe nationale Grenzwerte im EU-Kuhhandel erheblich abgeschwächt werden.
Die Überwachung dieser Grenzwerte und Vorschriften (jetzt mal unabhängig von deren Richtigkeit) obliegt zunächst einmal dem Staat bzw. von ihm ermächtigten Dienstleistern. Der Einzelne und auch kleinere (Handels-) Unternehmen haben gar keine Chance, das zu leisten. In dieser Hinsicht wird in Deutschland im weltweiten Vergleich sehr viel gemacht - nicht zuletzt, weil es ein Riesengeschäft auch für den Staat ist. Wer da nach noch mehr staatlicher Kontrolle ruft, sollte sich vielleicht erst einmal sachkundig machen. Kompromisse wird man immer machen müssen, denn bereits jetzt ist es kaum noch zu bezahlen. Eine 100%-ige Überwachung ist kaum möglich bzw. finanzierbar. Eine sehr weitgehende Kontrolle erfolgt in sensiblen Bereichen wie z.B. der Medizintechnik. Dieser Aufwand wäre in allen Bereichen einfach nicht leistbar und ist dennoch nicht unfehlbar.

Gruß
Thomas
 
  • Gift im Billigwerkzeug
  • #8
Ich heule nicht blöd rum.Du brauchst niemanden als Depp bezeichnen
Ich wollte nur eine normale Ansicht und intelligente Meinung zu der Sache,und keine Beleidigungen und Klugscheißerei zu diesen Beitrag lesen.Wenn ich Spielzeug oder Schuhe oder sonstwas
für meine Kinder kaufe,wäre es einfach vom Vorteil zu wissen das sie ihnen nicht schaden.Es ist schon vorgekommen das auch Markenware und teuere Produkte betroffen waren.Wenn man für was Geld bezahlt und ein paar Leute davon verdienen,kann man verlangen oder annehmen das das Produkt die Qualität dem Preis angemessen ist-schlecht,gut,weniger gut.Aber nichts kann es rechtfertigen wenn das gekaufte Giftstoffe enthält.Die Bemeßungsgrundlage oder irgendein Wert spielen da keine Rolle.
 
  • Gift im Billigwerkzeug
  • #9
es gibt kaum etwas das nicht in geringen Mengen Giftstoffe enthält und diese auch ausdünstet. So gut wie alle Erdölprodukte (z.B. auch PET-Flaschen), deshalb kommt es sehr wohl auf die Bemessungsgrundlage an.

Wenn mein Bastelkleber, den ich in ml Dosis verwende, pro 100ml ein paar µg giftige Stoffe enthält ist das lang nicht so schlimm wie wenn mein Wasser die gleiche Menge Giftstoffe enthält, von dem ich jeden Tag mehrere Liter trinke.

stinkende oder giftige Griffe und andere Dinge finde ich auch nicht gut, mir ging es hier gerade nur um die Unwichtigkeit der Bemessungsgrundlage
 
Hi,

dolmartino schrieb:
Aber nichts kann es rechtfertigen wenn das gekaufte Giftstoffe enthält.Die Bemeßungsgrundlage oder irgendein Wert spielen da keine Rolle.

jain.
Ich stimme Dir insofern zu, daß solche Stoffe unnötig sind, da problemlos durch nicht schädliche ersetzbar.

Dennoch gibt es m.M. nach ein aber :
ich stimme mit Thomas sehr selten überein - aber in dem Fall schreibt er bzgl. der Werte nichts falsches. Es gab vor längerer Zeit einen Thread bzgl. der Aldi-Hämmer und 2005 habe ich dazu ähnliches gepostet : man kann nicht Werte auf ein Kilogramm angeben und vergleichen, obwohl die tatsächliche Masse kleiner ist.

Mal ein Bsp.: Du stimmst mir sicher zu, daß Alkohol als Genußmittel überflüssig ist (genau wie die o.a. Schadstoffe).
Nur - wenn man, aus welchen Gründen auch immer, die Nachteile in Kauf nimmt (bei den belasteten Werkzeugen wäre der Grund der günstige Preis), dann sollte der tatsächlich belastende Wert relevant sein und nicht eine Hochrechnung auf eine fiktive Masse.
In Bezug auf Alkohol interessiert doch auch nicht, welche Auswirkungen die ganze Flasche Korn .... oder zehn Packungen Pralinen mit Füllung hat, sondern wie sich die tatsächlich aufgenommene Menge auswirkt.

Seriös wären daher Werte der tatsächlich verbauten Masse (Griffe, Kabelknickschutz, usw.) - und keine Kilogrammangaben.
Allerdings geben die Tester nicht diese realen Werte an.

Ein anderer Punkt :
grillst Du gerne - vielleicht sogar oft und viel mit Deinen Kindern ?
Dazu bzgl. PAKs (das ist auch in den erwähnten Werkzeugen) :
Leitsubstanz der PAK ist das Benzpyren. Laut deutscher Fleischverordnung darf es eine Höchstmenge von einem Mikrogramm nicht überschreiten. Beim Grillen mit Holzkohle entsteht in der äußeren Schicht des Grillguts die zehnfache Menge an Benzpyren, beim Rösten über Holzfeuer sogar die 200fache. Vielen schmeckt gerade diese braune bis schwärzliche Kruste am besten – ein risikobeladener Happen.
Quelle : krebsgesellschaft.de

Und wie sieht es mit Deinen PKW-Reifen aus - achtest Du beim Kauf auf die Werte ?
Selbst wenn man die max. EU-Werte als Grundlage nimmt : 10mg/kg, kommen da deutlich mehr zusammen, da so ein PKW-Reifen ~ 10kg wiegt ... also 100mg/Reifen. Und vom Abrieb dürfte auch etwas im Innenraum landen - auch daher sind die PAK-Werte in Großstädten deutlich höher als in ländlichen Gebieten.

Wirklich ehrlich wären Werte pro Produkt und nicht pro Kilogramm.
Letzteres ist sicher besser für die Werbewirksamkeit des Tests, aber eine seriöse Info ist das nicht.

Gruß, hs
 
dolmartino schrieb:
Es ist schon vorgekommen das auch Markenware und teuere Produkte betroffen waren.
Na - da bin ich mal ganz ohr, welche Produkte Du meinst..
(Barbie bitte außen vor...)
 
@dolmartino
Aber nichts kann es rechtfertigen wenn das gekaufte Giftstoffe enthält.Die Bemeßungsgrundlage oder irgendein Wert spielen da keine Rolle.
Zitat aus Wikipedia:

Grundsätzlich können alle dem Organismus zugeführten Stoffe oberhalb einer gewissen Dosis Schaden anrichten. Dies gilt sogar für unverzichtbare Substanzen wie Vitamine, Salze, Nährstoffe und Wasser. Paracelsus (1493-1541) prägte daher schon früh den auch heute noch gültigen Grundsatz:
„Dosis sola venenum facit“ (deutsch: „Allein die Menge macht das Gift“)
„Alle Dinge sind Gift und nichts ohne Gift“


Es ist absolut unmöglich, jedes Produkt auf alles und jedes zu überprüfen. Für vieles ist gar nicht bekannt oder unter Experten umstritten, ob und ab welcher Menge es schädlich ist.

Es ist sicher eine Tatsache, daß die Gefahr giftiger Stoffe bei Billig-Produkten höher ist als bei den Produkten renommierter Marken. Aber sicher sein kann man nun einmal auch da nicht, man denke an den Olivenölskandal vor einigen Jahren, da waren viele namhafte und teure Marken betroffen, während das preisgünstige Olivenöl von Aldi sauber war ...

Wenn ich Spielzeug oder Schuhe oder sonstwas
für meine Kinder kaufe,wäre es einfach vom Vorteil zu wissen das sie ihnen nicht schaden.
Da ist es sicher nicht verkehrt, auf die (oft etwas teuereren) Produkte zurückzugreifen, die der Hersteller oder Importeur entsprechenden freiwilligen Tests bei anerkannten Organisationen unterzogen hat.

@Thomas.B
Keiner der Produzenten macht so etwas absichtlich.
Glaubst du das wirklich? Du bist doch sonst eher skeptisch ... Das Gift in der chinesischen Babymilch war sicher genausowenig ein Versehen wie Frostschutzmittel in europäischen Weinen, da stehen knallharte wirtschaftliche Interessen dahinter. Es stellt sich nur die Frage, inwieweit man die Schuld zum Beispiel allein dem chinesischen Hersteller von Billigwerkzeug zuschieben kann oder in welchem Umfang der deutsche Importeur, der die Einkaufspreise so weit wie irgend möglich drückt oder der deutsche Endabnehmer, der - wie du es gerne tust - von den Händlern und Herstellern immer niedrigere Preise einfordert, hier mitverantwortlich ist.

Manche Grenzwerte sind das Ergebnis intensiver "Lobbyarbeit" (aka Korruption), wie man immer mal wieder sehen kann, wenn einstmals scharfe nationale Grenzwerte im EU-Kuhhandel erheblich abgeschwächt werden.
Wenn das mal nicht oft gerade umgekehrt so ist, daß Lobbyisten für möglichst niedrige (nationale oder EU-) Grenzwerte sorgen!
 
@ dolmartino:

dolmartino schrieb:
Aber nichts kann es rechtfertigen wenn das gekaufte Giftstoffe enthält.Die Bemeßungsgrundlage oder irgendein Wert spielen da keine Rolle.

Ich schließe mich da burnie86 an. So geht das nicht. Zu einen ist es in Bezug auf unstrittig schädliche Substanzen meistens nicht oder nicht mit vertretbarem Aufwand machbar. Zum anderen: Kennst Du den Spruch: Alles ist Gift - es ist nur eine Frage der Dosierung.
Drei einfache Beispiele von Substanzen, ohne die der menschliche Körper nicht funktioniert:
Sauerstoff: In der (ggf. druckabhängig) falschen Konzentration und es wird Dir sehr schnell schlecht gehen.
Wasser: Eine ausreichende Menge reines Wasser getrunken (destilliertes Wasser, vollentsalztes Wasser, Deionat) und Du wirst sterben, wenn nicht ganz schnell ein Arzt im Infusionen etc. hilft
Salz (Kochsalz, NaCl): Nimm eine große Menge Salz ein und wirst ebenfalls sterben. Gleichfalls kann man auf dem Meer verdursten. Wer das Salzwasser trinkt, erleidet noch größere Qualen, wird wahnsinnig und stirbt daran.

Ansonsten sind viel Medikamente Gift. Da ist der Grat zwischen hilfreich und tödlich oft besonders schmal.
Allergiker schließlich reagieren auf winzige Mengen ansonsten harmloser Substanzen z.T. katastrophal.

Du siehst also (hoffentlich), daß die Sache mit den Grenzwerten eine vernünftige Sache ist. Über die Höhe der Grenzwerte kann man sich natürlich unterhalten. Das ändert sich auch von Zeit zu Zeit - wenn es gut läuft infolge neuer wissenschaftlicher oder medizinischer Erkenntnisse und wenn es schlecht läuft als Ergebnis politischer Kungeleien. Grundsätzlich werden sowohl die Herstellungstechnolgien wie auch die Analysetechnik immer besser. Das führt sukzessive zu sauberen Produkten und schärferen Grenzwerten, wozu ein grundsätzlich Konsens herrscht.
Viele Industrieprodukte - auch so manches Werkzeug - halten sehr lange, oft etliche Jahrzehnte. Es würde mich nicht wundern, wenn manches ältere Markengerät und heutigen Gesichtspunkten eine furchtbare "Giftschleuder" wäre. Und in 50 oder 100 Jahren wird man vielleicht den Kopf darüber schütteln, was heute ganz normal ist. Öl, Kohle und Erdgas aus dem Boden holen und verbrennen - ja waren die denn damals vollkommen bekloppt...

Du erwähnst Deine Kinder. Jetzt nicht in Bezug auf Vergiftungen aber bzgl. mikrobiologischer Belastungen: Du weißt hoffentlich, daß Kinder krank werden müssen - ziemlich oft sogar? Das Immunsystem braucht diese Reize und "Lernphasen", um für das Leben gerüstet zu sein. Die grassierenden allergischen Erkrankungen gehen zu einem großen Teil auf das Konto einer zu sauberen Umgebung und das bei beginnenden Erkrankungen gleich mit hochwirksamen Medikamenten (Antibiotika etc.) eingegriffen wird. Natürlich sollte man die Errungenschaften der modernen Medizin nutzen, wenn es kritisch wird oder es sich um eine sehr gefährliche Krankheit handelt. Manches läßt sich durch Impfungen weitaus ungefährlicher und beschwerdearm durchstehen.

@ hs:
Nur für die Akten: Ich schreibe ganz selten etwas falsches. Nur habe ich aus Deinem Blickwinkel meistens die "falsche Meinung"...

Ansonsten habe ich ähnlich wie Du heute mal so gut wie nichts zu bemängeln. Wir sollten diesen Tag im Kalender rot anstreichen.

Das obenstehende habe ich geschrieben, bevor ich Dein Posting gelesen habe. Das Beispiel mit dem Alkohol ist interessant. Man könnte sich überlegen, daß Alkohol als Konservierungsmittel erst in der "Neuzeit" entbehrlich wurde.

Gruß
Thomas

P.S. @ ric:
Haaach, klaut er mir doch meinen schönen Giftspruch. Jetzt kommt es so rein...
 
@ ric:
Natürlich besteht die Möglichkeit, daß Hersteller aus Gier absichtlich belastetes Material verwenden. Das ist dann aber ein Frage des Risikos erwischt zu werden, der drohenden Strafen und dem lockenden Zusatzprofit.
Das Risiko, daß es herauskommt, hat wie bereits geschrieben durch bessere und vor allem preiswertere Analysetechnik rapide zugenommen. Die Frage ist eigentlich nur, ob sich jemand dafür interessiert und bereit ist Geld für die Analysen auszugeben. In diesem Sinne ist man wohl bei Massenprodukten am ehesten auf der sicheren Seite...

Ich bin sicher, daß es heute zumindest bei großen Deals zwischen Hersteller (meinethalben in China) und Importeur bzw. Handelsunternehmen knallharte Verträge gibt, welche alle in Frage kommenden Normen - auch bzgl. möglicher Schad- oder Giftstoffe - wasserdicht festschreiben. Murkst der Hersteller, hat er die Folgekosten am Hals und das kann weit mehr sein, als daß er die Ware nicht bezahlt bekommt. Ferner ist sein Ruf ruiniert. Die chinesischen Behörden sind bei solchen Sachen knallhart. Als erstes entziehen sie der Fa. mal die Exportlizenz. Das ist auch nachvollziehbar, weil solche Vorfälle der chinesischen Volkswirtschaft insgesamt rapide schaden.

Gruß
Thomas
 
Hallo,

kann man PAK eigentlich (immer) riechen?
Oder kann man davon ausgehen, das das Zeug nur durch Zufall gefunden wird?

Kann es sein, dass einige Unternehmen "Gewinnmaximierung" vor Gesundheit stellen?
 
dolmartino schrieb:
Ich heule nicht blöd rum.
Doch.

Du brauchst niemanden als Depp bezeichnen
Hab ich nicht, das hast Du selbst erledigt.

Ich wollte nur eine normale Ansicht und intelligente Meinung zu der Sache
Hast Du bekommen. Allerdings sehr deutlich.

Wenn ich Spielzeug oder Schuhe oder sonstwas für meine Kinder kaufe,wäre es einfach vom Vorteil zu wissen das sie ihnen nicht schaden.
Du hast hier aber nicht von Spielzeug geschrieben, sondern von Deinen tollen billigen Schraubendrehern.

Wenn man für was Geld bezahlt und ein paar Leute davon verdienen,kann man verlangen oder annehmen das das Produkt die Qualität dem Preis angemessen ist-schlecht,gut,weniger gut.
Eben. Und Du hast exakt das bekommen, wofür Du bereit warst eine Summe X auszugeben.

Aber nichts kann es rechtfertigen wenn das gekaufte Giftstoffe enthält.Die Bemeßungsgrundlage oder irgendein Wert spielen da keine Rolle.
Aber selbstverfreilich spielt das eine Rolle. Vor Jahrzehnten war es der neueste Schrei, sich im Schuhgeschäft die Füße in den Schuhen röntgen zu lassen - heute würde das niemand mehr machen, ebensowenig wie heute noch Asbest verwendet wird. Es ist alles eine Frage der Erkenntnis und der Definition.
 
Hi,

Sagspänle schrieb:
kann man PAK eigentlich (immer) riechen?

riechen die Bratwürstchen nach dem Grillen nach PAK :wink:

Oder kann man davon ausgehen, das das Zeug nur durch Zufall gefunden wird?

na ja - was stark riecht, kann, muß aber nicht belastet sein.

Infos siehe auch :
http://de.wikipedia.org/wiki/Polycyclische_aromatische_Kohlenwasserstoffe

dort steht auch :
Die Untersuchung auf PAK muss ab dem 1. April 2008 bei der Vergabe des GS-Zeichens [.....] angewendet werden. Produkte ohne GS-Zeichen können wesentlich mehr PAK enthalten.

--------
Thomas.B schrieb:
Murkst der Hersteller, hat er die Folgekosten am Hals und das kann weit mehr sein, als daß er die Ware nicht bezahlt bekommt. Ferner ist sein Ruf ruiniert. Die chinesischen Behörden sind bei solchen Sachen knallhart. Als erstes entziehen sie der Fa. mal die Exportlizenz.

leider ist es so, daß bereits in China irgendwelche Firmen ihre Produkte von noch kleineren beziehen. Da wird es schwer den Hersteller zu finden und zu belangen - ... sofern es ihn noch gibt :wink:

Gruß, hs
 
Thomas.B schrieb:
Keiner der Produzenten macht so etwas absichtlich. Die Wahrscheinlichkeit, damit aufzufliegen ist viel zu hoch und der dann resultierende Imageschaden erheblich. Ich erinnere mal an die Bleianteile in Farben von Spielzeugen für Mattel. Das war ein Riesenskandal mit Rückrufen etc. Die chinesischen Behörden gehen dagegen hart vor. Einer der Verantwortlichen wollte das Urteil gar nicht wissen und hat finale Konsequenzen gezogen.
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/334/415102/text/

Tja da habe ich andere Informationen. Selbst unsere Deutsche Chemieindustrie nutzt ganz bewußt die Grenzwerte aus um in Haushaltswaren Giftmüll zu entsorgen. Da werden dann Quecksilber oder andere Schwermetalle in so geringen Mengen zudosiert, dass die Grenzwerte eingehalten werden. Aber in der Summe kann man so schon etliche Tonnen Giftmüll entsorgen. Die Chinesen machen es ähnlich nur sind die noch nicht so schlau die Mengen gering genug zu halten. Fakt ist, dass sogar radioaktiv belastetes Edelstahl aus China in Umlauf gekommen ist, da hat man einfach Schrott aus alten Kernkraftwerken nach Europa entsorgt.

Immer diese Beweihräucherung der ach so guten Chinesen von Dir. Die Chinesen betreiben Kapitalismus im ganz großen Stil. Und im Kapitalismuß zählt nur ein Profit und ganz am Ende kommen die Menschen.
 
@ Sagspänle:
In den fraglichen Konzentrationen wirst Du PAK nicht riechen können. Ein Hund könnte das vielleicht - ein Mensch eher nicht bzw. erst ab Konzentrationen, die sehr weit über den Grenzwerten liegen.
PAK entstehen normalerweise nicht absichtlich und sind heute insbesondere in der Petrochemie "nur" ein Begleitprodukt von nicht optimal geführten Prozessen. Dabei entstehen potentiell noch andere Stoffe, die auch ein Mensch riechen kann. Deshalb die oft gehörte Empfehlung, Kunststoffe, Gummiprodukte etc. mit starken Ausdünstungen zu meiden. Kann also sein - muß nicht.
PAK sind mehr oder weniger die letzte Stufe vor reinem Kohlenstoff (also Ruß oder Graphit). Bei schlechter Prozeßführung mit partiell zu hohen Temperaturen kann es passieren, daß die Reaktionsprodukte durch PAK angereichert werden. PAK sind auch natürlicher Bestandteil von Erdöl und Kohle. Die Entsorgung ist i.d.R. kein Problem - Verbrennen mit ausreichend hoher Temperatur genügt. Ein Gift in anorganischem Sinne wie etwa Schwermetallverbindungen ist es nicht.

Zu den PAK gehören einige 100 Verbindungen. Nicht alle sind potentiell gesundheitsschädlich - aber viele. Wie der Name sagt, sind es Aromate und bestehen in der Grundstruktur aus Kohlenstoff- und Wasserstoffatomen in ringförmiger Struktur mit zyklischen Doppelbindungen. Sie sind also mit dem Benzol verwandt (welches man riechen kann und das auch krebserregend sein kann).
PAK sind sehr stabil und reagieren so schnell mit nichts. Sie sind auch kaum wasserlöslich. Im Körper kann es aber durch Oxidation zur Bildung von Epoxiden kommen und die können dann auch mit der DNA reagieren. Polymerisierte Expoide (Epoidharz) sind zudem starke Allergene. Ausgehärtet sind diese Harze hingegen bei ausreichender Reinheit physiologisch unbedenklich. Man macht z.B. Zahnfüllungen und Prothesen daraus.

Zufall:
Wenn man mit entsprechenden Methoden danach sucht, findet man es auch. Der Zufall besteht dann allenfalls darin, ob sich irgendwer entschließt, die fraglichen Produkte zu untersuchen bzw. das in Auftrag zu geben.

Sagspänle schrieb:
Kann es sein, dass einige Unternehmen "Gewinnmaximierung" vor Gesundheit stellen?

Das dürfte eher die Regel als die Ausnahme sein. Zur Gewinnmaximierung gehört aber auch, sich nicht erwischen zu lassen, wenn man gegen die "Spielregeln" verstößt. Dabei dürfte es in der heutigen Zeit in den meisten Fällen am billigsten zu sein, sich einfach an die Grenzwerte zu halten. Auf Negativwerbung der Art "kerbserregende Stoffe enthalten" dürfte jedes Unternehmen gern verzichten wollen.

@ hs:
hs schrieb:
Da wird es schwer den Hersteller zu finden

Dank ISO9001 und ähnlicher QS-Papiertiger sollte das eigentlich kein Problem sein. Die "Wildfernost"-Zeiten sind diesbezüglich auch in China lange vorbei - zumindest soweit es um den Export in den Westen geht. Das mit der erwähnten Exportlizenz ist angeblich nicht so einfach.

@ Bastel-Ralle:
Das mit der absichtlichen Zudosierung von Quecksilber solltest Du mal belegen. Kann ich mir nicht vorstellen. Das Quecksilber ließe sich auch prima verkaufen, wenn man es in reiner Form hätte.

Bastel-Ralle schrieb:
radioaktiv belastetes Edelstahl aus China in Umlauf gekommen

Meinst Du die Kobalt 60 - Geschichte? Das Zeug kam aus Indien und ist wieder dorthin zurückgeschickt worden. In Umlauf ist nichts gekommen - sagen jedenfalls die deutschen Behörden. Es was auch nicht für Deutschland bestimmt (Russland?). Kobalt 60 - Kontaminationen müssen zudem nicht aus Kernkraftwerken stammen. Das wird auch in der Medizin (Bestrahlung, Kerbstherapie) und in der Lebensmitteltechnik (Bestrahlung zur Haltbarmachung) eingesetzt.
In Deutschland gibt es Strahlendetektoren an allen Häfen, Stahlwerken und vielen Schrottplätzen.
Die fraglichen Strahlungswerte waren übrigens nicht dramatisch - wurden aber trotzdem sicher "im Vorbeifahren" erkannt und die Ware konnte zurückverfolgt werden.

Die Amerikaner exportieren einen Teil ihres Atommülls in Form von abgereichertem Uran in panzerbrechender Munition systematisch in die Krisengebiete der Welt. Das ist hoch kriminell und definitiv vorsätzlich. Darüber regt sich kaum jemand auf - von den beiden größten Kriegsverbrechen der Menschheitsgeschichte mal abgesehen. Die Indien-Geschichte war wahrscheinlich ein Versehen. Es war zu 100% absehbar, daß es in einem technisch ausreichend ausgestattetem Land wie Deutschland nicht unbemerkt bleibt.

Bastel-Ralle schrieb:
Immer diese Beweihräucherung der ach so guten Chinesen von Dir.

Ist soviel Unverständnis möglich oder versuchst Du nur zu provozieren?

Bastel-Ralle schrieb:
Die Chinesen betreiben Kapitalismus im ganz großen Stil.

Ja selbstverständlich und sie stellen sich weitaus cleverer an, als die "Urkapitalisten". Inzwischen haben sie die westliche Welt prima im Griff. Vielleicht kaufen sie ja bald Opel auf. Das dringt dann möglicherweise in das eine oder andere von Bierdunst und Deutschtümelei vernebelte Hirn vor.

Bastel-Ralle schrieb:
Und im Kapitalismuß zählt nur ein Profit und ganz am Ende kommen die Menschen.

Ja, wie in Deutschland. Erkennt man z.Z. ganz besorders gut - natürlich nur, wenn man das auch will.

Gruß
Thomas
 
Hi,

Sagspänle schrieb:
kann man PAK eigentlich (immer) riechen?

Zitat StiftungWarentest :
---------------------
Schwarze, weiche Gummiteile, ein penetranter, stechender, an „verbranntes Gummi“ erinnernder Gestank, dazu ein sehr niedriger Preis – unsere Tests zeigen, dass gerade solche Produkte oft stark mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) belastet sind.

Ein penetranter Gestank ist aber nur ein Hinweis: Riechende Produkte können auch unbelastet sein. Ebenso können geruchsfreie Produkte PAK enthalten, da sich stark riechende PAK rascher verflüch­tigen als geruchsneutrale. Im Zweifelsfall – billiges Produkt, weicher Gummi – gilt: Finger weg oder Handschuhe tragen!
---------------------
URL

Gruß, hs
 
Thema: Gift im Billigwerkzeug

Ähnliche Themen

Kieseldumper
Antworten
102
Aufrufe
16.881
Hacki V
H
I
Antworten
3
Aufrufe
2.776
Ischmir
I
S
Antworten
2
Aufrufe
4.582
H
K
Antworten
15
Aufrufe
14.034
Thomas.B
T
C
Antworten
3
Aufrufe
37.336
Bastelkönig
B
Zurück
Oben