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 Betreff des Beitrags: Stichsäge oder Handkreissäge?
BeitragVerfasst: 12. Mär 2005, 22:24 
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Beiträge: 120
Hallo,

ich stelle für den Hausgebrauch häufiger kleine Spielzeugkisten, aber auch einfaches Spielzeug, wie "Tunnel" oder "Garagen" für Spielzeugautos selber her. Auch schon mal einen Tisch oder ähnliches.
Vorzugsweise mit 12mm Mulitplex.
Demnächst möchte ich auch ein Hochbett für meine Kleinen selber bauen.
Dazu brauche ich irgenwie eine bessere Säge. Meine alte sehr einfache Stichsäge schneidet sehr "wellig" und ich bekomme keine geraden "glatten" Schnitte hin. :(

Nun frage ich mich seit längerem soll ich mir eine einfache Handkreissäge z.B. Metabo HKS54 oder 5604 Makita anschaffen oder eine bessere Stichsäge.?
Würde da eine Metabo STE70 für meine Aufgaben reichen? Oder muß ich tiefer in die Tasche greifen z.B. für eine AEG 800 STEP 800X?
Oder hättet Ihr in der Preisklasse bis 150 Euro noch andere bessere Vorschläge?

Viele Grüße, Jürgen


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BeitragVerfasst: 13. Mär 2005, 10:28 
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Hallo

also statt einer *einfachen* Handkreissäge (HKS) würde ich lieber eine Stichsäge nehmen. Mit einer billig-HKS ohne gute Schienenführung werden die Schnitte nämlich auch nicht richtig gerade.
Die besten Bosch-Grün (aua Flak) Stichsägen sind meiner Ansicht nach Gut. Ich hab selbst so eine und der Umstieg von meiner alten Schrott-B&D auf diese war ein Aha-Erlebnis. Schneidet wie butter und viel gerader. Für die Stichsäge sind auch sehr gute Sägeblätter billig, da bist du für die HKS schnell nochmal 50€ los.
Kauf dir lieber ne gute Stichsäge und später für lange schnitte in Plattenmaterial eine HKS mit Schienensystem (Festo, Bosch-Blau, etc, ab ~300€).

Gruß
Timo


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BeitragVerfasst: 13. Mär 2005, 11:18 
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Hallo Timo,

erstmal vielen Dank für Deine Antwort. Genau so eine Schrott B & D habe ich nämlich auch.
Fürs Grobe ist die auch ok, aber wie geasgt für gerade feine Schitte kann man die vergessen.
Was meinst Du mit Bosch Grün (aua Flak)?
Etwa die PST 750 E


Viele Grüße, Jürgen


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BeitragVerfasst: 13. Mär 2005, 12:34 
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Hallo, zusammen,

Timos Ratschlag kann ich mich nicht unbedingt anschließen. Langfristig wirst du, Jürgen, vermutlich beide Werkzeuge benötigen.
Mit einer guten Stichsäge kann man sehr viele Arbeiten ganz gut ausführen, aber kaum welche perfekt. Eine solide Handkreissäge deckt nicht den Umfang des Anwendungsgebietes einer Stichsäge ab, jene Arbeiten, für die die HKS geeignet ist, werden aber in der Regel gemeistert.

Mit freundlichen Grüßen

Christian


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BeitragVerfasst: 13. Mär 2005, 13:17 
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Hallo Christian,

mir ist schon klar, daß ich auf Dauer beide Geräte brauchen kann.
Aber ich kann mir beide auf einmal nicht leisten. Auch Timo schrieb ja, daß ich mit später sicher noch eine Handkreissäge dazu kaufen werde.
Mir ist auch klar das man mit einer Stichsäge alleine keinen perfekten Möbelbau betreiben kann.
Wenn man aber die Wahl hat welches Gerät man sich zuerst anschafft ist Deine Aussage, das man mit einer Stichsäge viele Arbeiten ganz gut, aber keine richtig perfekt ausführen kann wohl auch ein Hinweis, daß es geschickt ist zunächst mit einer guten Stichsäge anzufangen.
Ich weiß schon, die besten sind von Festtol, Mafell oder eventuell Hitachi. Die sind aber leider zu teuer für mich.

Was hälst Du denn von dieser Metabo


oder dieser AEG

Wo liegen eigentlich die Vor/und Nachteile der unterschiedlichen Bauformen bei den Stichsägen? Kann man beide Formen auch mit einer Hand bedienen?

Viele Grüße, Jürgen


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BeitragVerfasst: 13. Mär 2005, 15:10 
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Hallo Jürgen,

natürlich kann man beide Stichsägen-Bauformen mit einer Hand bedienen!

Aber, die Stichsäge ist die Maschine für den Kurvenschnitt, nie für Gerad-Schnitt, der Stichsäge wird meiner Ansicht nach eine viel zu groiße Bedeutung zugemessen.
Deshalb mein Tip: eine HKS mit Führungsschiene, die gibt es in allen Preislagen ab 250€ in brauchbarer Qualität.

_________________
Gruß Dietrich

www.holz-seite.de

Werkzeug made in Germany, eine Klasse für sich


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BeitragVerfasst: 13. Mär 2005, 15:53 
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Registriert: 16. Mär 2004, 23:17
Beiträge: 120
Hallo Dietrich,

vielen Dank für Deinen Hinweis. Welche HKS mit Führuingschiene für 250 Euro würdest Du denn als akzeptabel empfehlen?

Wenn ich mir auf Deiner schönen Internetseite Deine Werkstatt so anschaue, weiß ich aber auch das Du natürlich völlig andere Ansprüche an Deine Holzbearbeitungsmaschinen stellst.
Finanziell bewegen die sich aber auch in einer völlig anderen Liga...

Viele Grüße, Jürgen


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BeitragVerfasst: 13. Mär 2005, 16:08 
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Moderator

Registriert: 26. Jan 2004, 18:24
Beiträge: 5899
Hallo Jürgen,

eine KS 54 (140€) plus Schiene (100€) wäre ein Anfang.
1991 habe ich mit einer KS 1155, FH, OF 1229 und Sauger ASA 9010 angefangen, damals 1500 DM zusammen.

_________________
Gruß Dietrich

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BeitragVerfasst: 13. Mär 2005, 16:38 
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Beiträge: 2486
Wohnort: Österreich
Hallo, zusammen,

zunächst einmal ein Hinweis zur Formatierung der Beiträge.
Bitte vermeidet das Posten von langen URLs, da ansonsten das Layout "zerstört" wird!
Also:
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Mit den von Jürgen genannten Stichsägen habe ich noch nicht gearbeitet, daher kann ich ihre Qualität kaum beurteilen. Auf jeden Fall würde ich empfehlen, die Werkzeuge vor dem Kauf in der Hand zu nehmen. Gerade die AEG hat einen relativ ungewöhnlich konstruierten Handgriff, der möglicherweise nicht jedem zusagt.
Die Hitachi CJ 120 V(A) kostet zwar etwas über EUR 150, wäre aber unter Umständen eine Überlegung wert.
Wie Dietrich schon erwähnt hat, man kann sowohl Bügel-, als auch Knaufgriffsägen mit einer Hand führen. Welche Bauform besser ist, lässt sich pauschal nicht sagen. Die Bügelgriffmodelle sind in der Regel ziemlich schlank und daher speziell für Leute mit kleinen Händen interessant. Außerdem haben manche diese Sägen eine Gasgebefunktion, was bei Knaufgriffsägen grundsätzlich nicht geboten wird.
Knaufgriffstichsägen hingegen lassen sich besonders gut von unten führen, außerdem liegt die Hand näher am Sägeblatt, sodass man meist mehr Gefühl beim Arbeiten hat.
Mit einer Führungsleiste (Selbstbau) und einer guten Stichsäge kann man schon ganz passabel werken, die Präzision und Geschwindigkeit einer "ordentlichen" Kreissäge spielt aber in einer anderen Liga. In meinen Augen ist die Stichsäge die Montagesäge schlechthin.

In der Kategorie der günstigen Handkreissägen fällt mir noch die Kress CHKS 6066 ein.

Herzliche Grüße

Christian


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BeitragVerfasst: 13. Mär 2005, 18:35 
Hi,

@Jürgen
ich würde Dir auch zu einer Handkreissäge raten:

Eigentlich benötigst Du für Deine Arbeiten beides, da man mit der Kreissäge ja keine Kurven sägen kann.
Auch ist die Säge besser für lange, gerade Schnitte geeignet - das dürfte ja z.Zt. Dein Hauptproblem sein.
Für die dann noch wenigen anfallenden kurvigen Arbeiten, dürfte die alte B&D möglicherweise erstmal noch reichen.

Je nachdem, würde ich aber nicht auf eine Stichsäge verzichten : man muß ja auch mal Kurven sägen, mal ein paar 'Ausbuchtungen' sägen - ... evtl. auch in Plexiglas oder Metall. Hier ist die Stichsäge wesentlich besser geeignet (auch weil die Sägeblätter günstig sind - und man so besser materialgerecht arbeiten kann).
Bei der Stichsäge würde ich dann auf Pendelhub verzichten (braucht man eh' nur selten - und für schnelle, lange gerade Schnitte besitzt Du ja die Kreissäge ;-) ) - aber Wert auf eine stufenlose Regelung am 'Gasgriff' legen (das ist besser beim Ansägen, bzw. bei anspruchsvollen Materialien/Konturen).
Da die Sägearbeiten für die Stichsäge deutlich weniger geworden sind (-> Kreissäge), benötigt man dann auch nicht mehr eine soo hochwertige Säge.
Ich komme mit einer grünen Bosch schon seit Jahren gut klar - für unter €70 gibt es sowas (Bauhaus-Baumarkt z.B. 5 Jahre Garantie). Ich habe mich seinerzeit für Bosch entschieden, weil die seinerzeit die beste Sägeblattklemmung hatte (von oben mit Schraube) - inzwischen besitzen die Bosch ja alle eine Schnellspann-Klemmung ... keine Ahnung wie gut deren System ist.

Gruß, hs


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