Und nochmal Tischbohrmaschine...

Diskutiere Und nochmal Tischbohrmaschine... im Forum Stationäre Maschinen im Bereich Werkzeuge & Maschinen - Tagchen... :mrgreen: Nachdem ich mir nun langsam aber sicher mal eine neue Tischbohrmaschine gönnen möchte, habe ich mich hier mal durch´s Forum...
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SchwarzeSonne

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  • Und nochmal Tischbohrmaschine...
  • #1
Tagchen... :mrgreen:

Nachdem ich mir nun langsam aber sicher mal eine neue Tischbohrmaschine gönnen möchte, habe ich mich hier mal durch´s Forum gewühlt. Viele Threads - und vor allem viele verschiendene Meinungen.

Die eine Fraktion sagt: Chinamaschinen wie Optimum oder Quantum reichen für den Hobby-/semiprofessionellen Einsatz vollkommen aus, wenn es nicht auf´s letzte Hundertstel ankommt, die Anderen sagen, daß das alles Schund ist und man lieber was Deutsches wie Flott etc. kaufen soll. Aus dem, was ich da gefunden habe, werde ich also nicht wirklich schlau.

Die Maschine würde bei mir ab und an Löcher bis max. 12 mm in NE-Metalle, mal Holz und Kunststoff bohren müssen und sicherlich nicht aufs letzte Hundertstel genau sein müssen und muss von der Motorleistung her wohl auch nicht umwerfend gut bestückt sein. Würde an manchen Tagen mal mehr laufen, dann wieder Wochen garnicht.

Habe mir beim Händler schon mal ein paar Quantum Maschinen angesehen, die wirkten in jedem Fall weitaus solider und besser als meine aktuelle Top-Craft Aldimaschine.

Sollte auch eine für Drehstrom sein, auf diese 230 Volt Kondensatorkonstruktion hab ich echt keine Lust.

Meine Frage ist jetzt die: Reicht da Quantum/Optimum oder besser doch eine aus deutschen Landen? Der Preisunterschied ist ja nun nicht unwesentlich. Und wenn Chinaware - halten die Teile oder sind die nach ein paar Jahren bei seltener Nutzung schon so ausgejackelt das ich sie wegschmeissen kann? Preislich sollten die 500 € nicht unbedingt überschritten werden.

Vielen Dank für Eure Antworten...
 
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  • #2
Zu Optimum kann ich dir sagen dass sie nicht die günstigsten am Markt sind aber die Qualität passt, meine Fräse hat einen Rundlauf von 0,01mm im Konus gemessen und das ist definitiv eine Ansage!

Grundsätzlich gibts zwei Arten von Maschinen, die kleineren (welche dir Leistungsmäßig reichen würden) mit Vario-Drehzahl oder was größeres und MK-Konus. Ich würde mich eher für letzteres entscheiden, das musst du aber selbst wissen. Für mich zählt z.B. auch ein großer Tisch mit guten Spannmöglichkeiten für einen ordentlichen Schraubstock.

Auf jeden Fall sind die Maschinen von Güde und Optimum/Quantum okay und das Budget von 500€ ist auch schon was.
 
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  • #3
Schau dir mal die Güde GTB an ... die gibts in verschiedenen Variationen. Für dich (Drehstrom) würden die Typen GTB 16/12RL od. GTB 20/12RL in Frage kommen (letztere habe ich und bin damit für den Preis mehr als zufrieden). Ich würde dir zur 20er raten, diese hat eine größere Ausladung und größeren Pinolenhub.
 
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  • #4
Hallo,

für 500€ bekommst Du nichts Neues aus deutschen Landen!

Gebraucht sieht es anders aus.
Von der genannten Anwendung her, würde auch eine Flott TB 13 (altes Modell) oder Metabo Magnum TBE 5014 oder eine Kräku in dieser Kategorie passen.
Allerdings ist hier bei etwa 15mm in Stahl schluß, mal geht auch 18mm aber das ist dauerhaft nicht machbar. Buntmetall sind aber 25mm kein Thema und hartes Holz locker bis 40mm.
Die Verarbeitung der Flott/Metabo Modelle ist sahnemäßig, extreme Laufruhe, nicht das kleinste Spiel, gleichmäßige Rückführung der Bohrspindel bis auf "0".
Welcher Hersteller sonst traut sich seine Maschine mit durchsichtiger Abdeckung an zu bieten?

Bei der gebraucht Maschinen Suche nicht die etwas exotischeren Anbieter vergessen:
Solid, Ixion, Genko/Metabo, Strands, Arboga, Böhrer, Flott und Alzmetall kennt ja jeder.
4+5 in der Aufzählung sind schwed. Hersteller.
 
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  • #5
Man könnte auch noch eine REMA ins Auge fassen.
Guter solider Maschinenbau.
Stehen einer GENKO/Metabo in Qualität und Verarbeitung nicht nach.
 
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  • #6
Nabend

Hatte vor 2 Jahren das bescheidene Glück, mal mit einer Optimum / Quantum zu arbeiten (von arbeiten kann da keine Rede sein).

http://www.werkzeug-news.de/forum/viewtopic.php?f=26&t=21711&hilit=optimum

Ohne diese Erfahrung, hätte ich mir wohl auch solch ein Dingens in die Werkstatt gepackt.

Letztes Jahr eine gebrauchte Ixion über Kleinanzeigen gekauft, und es kein bischen bereut.

Ok, die Optimum / Quantum aus der Werkstatt, war wohl schon recht abgerockt.

----------------------

Vorteil einer guten gebrauchen (Made in Germany), das man Sie jeder Zeit meist ohne Verlust, wieder verkaufen kann.

Aus dem Ostblock die Maschinen, sind ebenfalls Prima (günstig und robust), letztens eine Bulmak für den Nachbarn gekauft, die bekommt man nur aus seinen kalten Händen zurück :mrgreen:

Wenn Platz vorhanden, kann man sich auch ein großes gebrauchtes Eisenschwein besorgen, die sind zum Teil günstiger.

MFG Ronny
 
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  • #7
Also mal ehrlich: Wer kauft sich eine normale Standbohrmaschine und erwartet dann dass er damit tatsächlich 30mm in Stahl bohren kann? Nur weil der Motor das Drehmoment theoretisch bringt... wieso nicht gleich ne dicke Alzmetall?

Für den angedachten Zweck von Bohrungen zwischen 10-15mm reichen die bisher genannten Maschinen aber mehr als.
 
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  • #8
Hi,

@SchwarzeSonne
muß es zwingend eine Tischbohrmaschine sein ?
Für das Geld bekommst Du bereits eine Güde GSB32 an die Haustür geliefert.

Ansonsten würde ich danach gehen, was für Dich Sinn macht.
Meine vor >20 Jahren gekaufte Interkrenn (230V) ist zwar nicht mehr im Neuzustand, aber für 'normale' Ansprüche reicht sie noch (trotzdem ich sie schon über die angegebenen max. 20mm Bohrdurchmesser belastet habe)
D.h., sooo schnell schlägt da nichts aus.
Ein Bekannter besitzt eine Optimum, die m.M. nach auch brauchbar ausschaut - er ist zufrieden.

Die Frage ist auch, was braucht man - was ist praktisch und was ist nett zu haben.
- Praktisch ist z.B. ein nicht nur schwenkbarer, sondern auch drehbarer Tisch. Dadurch kann man das Werkstück auf dem Tisch festspannen und dennoch durch Schwenken und Drehen jeden Punkt erreichen. Gleiches geht nur durch einen zus. Kreuztisch.
- Praktisch ist eine Morsekegelaufnahme
- Praktisch ist eine möglichst niedrige Drehzahl (für Stufenbohrer, Kreisschneider, Lochsäge, ...) möglichst < 200/min
- Praktisch ist ein möglichst großer Pinolenhub (in einer Aufspannung vorbohren, aufbohren, senken) möglichst > 80mm
- Nett ist eine stufenlose Drehzahlregelung
- Nett ist ein Tisch mit Kühlmittelrille

Möchte man das alles bei einer gebrauchten hochwertigen Maschine haben, dann reichen die €500 nicht - außer man hat viel Glück oder es ist eine der Maschinen mit vielen Löchern im Tisch, usw. - d.h. eher 'mäßigem' Zustand, weil viel genutzt.
Neu brauchen wir nicht zu diskutieren : das bekommt man nicht für das Geld von Alzmetall, Flott & Co
Dafür sind diese Maschinen logischerweise im 'Finish' - und auch in den Details besser.

Je nach Anwendung kann aber auch eine große Ausladung wichtig sein - wenn Du z.B. öfter Platten mittig bohren möchtest.

Gruß, Glatisant
 
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  • #9
Bis hierhin erstmal vielen Dank für die Antworten - die dann auch so aussehen, wie ich mir das gedacht hatte.

Bei meinen handgeführten Werkzeugen hab ich nur Sachen von Fein, Festool und Duss, gebe gerne ein paar € mehr aus weil ich weiss, dass die Sachen einfach perfekt funktionieren und halten - da muss mir auch keiner irgendwelche Geschichten über Fernost oder sonstwas erzählen.

Bei stationären Bohrmaschinen kenne ich mich einfach nicht ausreichend gut aus - ich komme eher aus der Holz/Stein-Fraktion.
Werde mich jetzt einfach mal bei den Gebrauchtmaschinen der genannten "guten" Hersteller umsehen - vielleicht ist da was Nettes dabei.

Vielen Dank erstmal...
 
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  • #10
Sicherlich keine schlechte Idee, so manches Schnäppchen kann man machen. Allerdings solltest du auch nicht "blind" irgendwas kaufen nur weil Flott oÄ draufsteht.

Ich hab letztens eine kleinere Flott in der Bucht rausgehen sehen weil ich für einen Bekannten was passendes finden sollte - 460€ für eine 10 Jahre alte, kleine Maschine. Qualität und Zustand haben gepasst, ich für meinen Hobbykeller würde mir aber eher eine große Chinesin anschaffen und eventuell ein paar Euro in ein ordentliches Futter a la Röhm Supra investieren.

Hand aufs Herz, mehr als den Bohrer drehen kann die kleine Flott auch nicht.
Schließlich ist es eine Güde GSB 25 geworden. Auch wenn die 25mm Bohrleistung ins volle bei Stahl eher an den Haaren herbeigezogen sind passt die Präzision, außerdem ist der Tisch richtig schön groß. An einem Asynchronmotor mit Keilriementrieb kann kaum was kaputt gehen, höchstens nach ein paar Jahren mal ein Lager und wenn der Rest der Maschine sauber verarbeitet ist sehe ich keinen Grund als Hobbyist eine kleine deutsche einer großen Chinesin vorzuziehen.
 
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  • #11
Hallo,

mein Bruder und ich wollen für die Firma auch schon länger
eine Tischbohrmaschine anschaffen.
Verwendungszweck ist kleiner Reparaturen an LkW Aufbauten,(Bleche)
Bolzen ausbohren. Viel arbeiten muß die Maschine nicht, sie
soll lange halten und ich will nicht viel rumstellen.
In die engere Wahl kam dann die Obtimum B 23 Pro Vario,
Jetzt bin ich auf eine Knuth Getriebebohrmaschine gestoßen, für
ca 1250, Euro.
Ist Getriebe besser wie Riemen, oder soll ich lieber die Obtimum
bestellen.

Gruß Mathun
 
  • Und nochmal Tischbohrmaschine...
  • #12
Die Opti arbeitet mit FU, richtig? An sich nicht schlecht, aber naja, eine Getriebebohrmaschine hält bei richtigem Umgang viele Jahrzehnte was eine mit FU sicher nicht tut, da altert die Elektronik. Ich persönlich bin allem mit Schaltgetriebe immer offener als einer Maschine mit FU, leider passts dann doch selten ins Buget...
 
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