Nachteile von Baumarktfenstern und wo sie akzeptabel sind

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powersupply
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Re: Nachteile von Baumarktfenstern und wo sie akzeptabel sin

Beitrag von powersupply » 9. Feb 2018, 20:56

Das Qualitätsproblem bei den Schäumen liegt mit Sicherheit auch daran, dass die chemischen Stoffe die einen "guten" Schaum ausgemacht haben nicht mehr erlaubt sind...
Ich kann mir beispielsweise auch nicht vorstellen, dass die ganzen, nach ein paar Jahren spröde werdenden Kunststoffe alle aus China kommen.

@D_Mon: Wie lange hat man denn mit dem Dichtband Zeit bis es aufquillt nachdem es appliziert wurde?

PS

moto4631
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Re: Nachteile von Baumarktfenstern und wo sie akzeptabel sin

Beitrag von moto4631 » 9. Feb 2018, 21:07

Ditschy meint mit nicht geschnittenem Schaum vielleicht den klassischen Brunnenschaum?
Denn der ist wasserdicht sofern er nicht geschnitten wurde.

Vom Montageschaum her kenne ich solche Eigenschaften nicht.

Bei unserer Haustüre (vor 14 Jahren erneuert) wurde unter der Schwelle auch ausgeschäumt "weil eh bald ein Bodenbelag auf die Stufen kommt".

Der Belag ist bis heute nicht da :roll: und der Schaum besteht nur noch aus rötlichen spröden Resten obwohl dieser Bereich niemals Sonne oder sonstige Bewitterung erfährt.

Wobei ich auch ein klassischer Ausspritzer bin bei den Fenstern, in meiner uralten Bude wäre es der absolute Luxus mit irgendwelchen RAL-Vorgaben anzufangen, das was ich mir beim Fenster "spare" ziehts sowieso wo anders wieder raus.

Die Baumarktfenster, so meine Erfahrung, sind gar nicht mal so schlecht solange man nicht den allerbilligsten Mist kauft.
Nüchtern betrachtet war es besoffen besser...

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D_Mon
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Re: Nachteile von Baumarktfenstern und wo sie akzeptabel sin

Beitrag von D_Mon » 9. Feb 2018, 21:12

powersupply hat geschrieben: @D_Mon: Wie lange hat man denn mit dem Dichtband Zeit bis es aufquillt nachdem es appliziert wurde?
Kann ich Dir so genau gar nicht sagen; hab schon länger keins mehr selbst benutzt.
Das ist auch temperaturabhängig.
Im Winter werden die Bänder im Warmen gelagert, weil es sonst viel zu lange dauert, bis sie aufgehen. Auch im Sommer hat man auf jeden Fall gut Zeit, ein Fenster einzubauen und auszurichten. Ich würde die Bänder aber nicht vor der Mittagspause aufkleben :D.

Gruß
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Re: Nachteile von Baumarktfenstern und wo sie akzeptabel sin

Beitrag von flat12 » 9. Feb 2018, 22:13

Im Internet gibt es auch günstige Markenfenster zumeist aus Polen - hab schon mehrfach solche Fenster gesehen, auch schon zweimal selber im Netz Fenster bestellt und war bisher positiv überrascht!

Wichtig ist beim Ausschäumen, dass der Abstand vom Fenster zum Mauerwerk passt. Also nicht zu viel oder gar kein Abstand - dann geht kein Schaum rein ... die Fenster ausm Baumarkt gibts halt nur in Standardgröße ...

Montage nach RAL oder Rosenheim ist Stand der Technik, wer's braucht kanns schon so machen. Ich bin nicht unbedingt der Meinung, dass alles was vor 10 Jahren eingebaut wurde Pfusch ist.

Vernünftig find ich die Siga Fentrim Bänder, die würde ich auf der Innenseite anbringen, damit ist sichergestellt, dass es innen dichter ist wie außen und gut ist.

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Re: Nachteile von Baumarktfenstern und wo sie akzeptabel sin

Beitrag von MrDitschy » 9. Feb 2018, 22:28

moto4631 hat geschrieben:Ditschy meint mit nicht geschnittenem Schaum vielleicht den klassischen Brunnenschaum?
Denn der ist wasserdicht sofern er nicht geschnitten wurde
Meine da schon den normalen 1K-Montageschaum. Hab da zumindest mal wo gelesen, dass seine trocknende Haut Luftdicht sei.

Bei unserer Haustüre (vor 14 Jahren erneuert) wurde unter der Schwelle auch ausgeschäumt "weil eh bald ein Bodenbelag auf die Stufen kommt".

Der Belag ist bis heute nicht da :roll: und der Schaum besteht nur noch aus rötlichen spröden Resten obwohl dieser Bereich niemals Sonne oder sonstige Bewitterung erfährt.
Das liegt daran, da UV in jeglichen Tagelicht vorhanden ist, also auch in den Innenräumen ... sieht man auch bei so manchen Holzverfärbungen.

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Re: Nachteile von Baumarktfenstern und wo sie akzeptabel sin

Beitrag von ksc4ever » 10. Feb 2018, 18:55

Die Baumarkt Fenster kann man auf jeden Fall kaufen. Größter Nachteil ist eben dass es die nicht auf maß gibt und man evtl das Loch anpassen muss. Teilweise sind die Scheiben auch nicht austauschbar. Da würde ich schauen dass ich welche bekomme bei denen das geht.

Im Altbau setze ich übrigens kein kompriband ein. Ist einfach zu aufwändig wenn dann evtl. erst noch die Leibungen verputzt werden müssen. Ich Schäume die Fenster aus und verfuge dann innen mit Ottoseal a710 und ausen mit p720 oder s730. In Kombination ist das geprüft und entspricht auch der RAL !

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Re: Nachteile von Baumarktfenstern und wo sie akzeptabel sin

Beitrag von flat12 » 11. Feb 2018, 03:34

Ich hab offen gesagt keine Ahnung wieviel Baumarkt Fenster kosten, aber ich vermute fast die sind preislich nicht viel günstiger als die Fenster ausm Internet.

Unter Umständen ist der Versand bei lediglich 2 Fenstern verhältnismäßig hoch ...

Klar ist es relativ aufwendig die Laibungen zu verputzen, aber mit Plastik-Leisten oder sehr dicken Acryl-Fugen schaut's auch ned gut aus.

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Re: Nachteile von Baumarktfenstern und wo sie akzeptabel sin

Beitrag von D_Mon » 11. Feb 2018, 11:16

In den Laibungen genügt grundsätzlich auch ein Glattstrich. Das ist eigentlich keine große Sache.

Wenn man ein sauberes Gesamtergebnis haben möchte, muss man bei allen Anschlussausführungen etwas Arbeit in die Laibungsvorbereitung stecken. Was im einzelnen gemacht werden muss, hängt davon ab, wie die Wandöffnung aussieht.

Nach meiner Erfahrung ist die Arbeit mit vorkomprimierten Dichtungsbändern weit weniger aufwändig als Anschlussbänder oder Fugenmassen. In einem Arbeitsschritt hat man den inneren und den äußeren Anschluss und die Fugendämmung perfekt erledigt und man benötigt außer dem Band keine weiteren Materialien. Man kann nur wenig falsch machen und wenn die Laibung einigermaßen passt, sind die Anschlüsse technisch perfekt.

Wichtig für ein gutes Gesamtergebnis ist bei allen Einbauarten, dass die Fenstergröße und die Öffnungsgröße gut zueinander passen.

Und was noch gar nicht angesprochen wurde: In welcher Position sitzt das Fenster im Wandquerschnitt? Wie soll die äußere Brüstung ausgeführt werden? Wie sind hier die seitlichen Anschlüsse geplant?
Da gibt es auch noch Fehlerpotential.

Gruß
D.Mon
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