Verdichterdrehzahl erhöhen Herkules 600/10/100

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Schorschlhuber
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Verdichterdrehzahl erhöhen Herkules 600/10/100

Beitrag von Schorschlhuber » Samstag 9. Oktober 2010, 12:35

Servus,

ich habe mir nun einen Herkules 600/10/100 zugelegt.

Das 600 L Ansaugleistung rein gar nichts mit eff. Fülleistung zu tun haben war ja klar.

Nun war ich aber etwas enttäuscht über die tatsächliche Leistung:

von 0 - 10 Bar vergingen 5.50 Minuten. Das macht im Schnitt unter 200 L die Minute.


Nun frage ich mich: Ist der Gute vielleicht im Eimer oder kommt das tatsächlich hin? Immerhin hat der Verdichter 3 Zylinder...

Er ist zwar sehr leise und wird vergleichsweise wenig warm, trotzdem finde ich die eff. Leistung eher mager.


Der Motor dreht mit seinen 2,2 KW 2480 U/min, der Verdichter 1200.


Lässt sich da nicht durch ne geänderte Übersetzung was machen oder läuft so ein Motor schon an der Leistungsgrenze?

Ich würde behaupten 200 U/min mehr machen den Verdichter nicht schneller kaputt oder täusch ich mich da?

Ich würde auch für zusätzliche Kühlung sorgen.



Gruß,

Thorsten

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chevyman
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Re: Verdichterdrehzahl erhöhen Herkules 600/10/100

Beitrag von chevyman » Samstag 9. Oktober 2010, 13:43

Ich behaupte mal, der Motor ist klar zu klein für das Aggregat und geht in die Knie. Mit einem 3 oder besser 4 kW 400V-Motor wäre die Bestückung sinnvoll, 2,2 kw 230V macht im Prinzip keinen Sinn. Ok, 200 oder 220 Liter sollten da auch rauskommen, doch das rettet nicht den Tag. Die Leistung bekommt man auch in handlicherem Gehäuse. Ich weiß ja nicht, was das Teil laut Anleitung liefern soll, aber wenn man den noch zurückgeben kann... :roll:

An einem neuen Kompressor gleich rumzutunen, damit er das bringt, was zu erwarten wäre, ist ja nicht wirklich der richtige Weg.
Gruß Steffen

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hs

Re: Verdichterdrehzahl erhöhen Herkules 600/10/100

Beitrag von hs » Samstag 9. Oktober 2010, 14:33

Hi,

die Dinger besitzen im Namen eine Zahl, die wenig mit den techn. Daten zu tun hat.

Aktuell z.B. im Bauhausprospekt 650/10/150 :
400V/3kW ... 560l/min Ansaugleistung - 430l/min Füll-Leistung.

Der '600er' Kompressor war wohl mit 420l/min Ansaugleistung angegeben. Na ja ... dazu dann weniger guter Wirkungsgrad = 200l/min eff. ;-)

Gruß, hs

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powersupply
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Re: Verdichterdrehzahl erhöhen Herkules 600/10/100

Beitrag von powersupply » Samstag 9. Oktober 2010, 17:11

Schorschlhuber hat geschrieben: Der Motor dreht mit seinen 2,2 KW 2480 U/min, der Verdichter 1200.
Hi

Wobei ich aber auch sagen muss, dass der Motor recht schlecht konstruiert sein muss. Denn bei einem Absinken auf unter 2500U/min halte ich entweder wie von Chevy schon erwähnt den Motor für überlastet oder für eine miese Konstruktion.
2700 - 2800U/min sollten schon sein.

PS

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Re: Verdichterdrehzahl erhöhen Herkules 600/10/100

Beitrag von H. Gürth » Samstag 9. Oktober 2010, 17:25

Denn bei einem Absinken auf unter 2500U/min halte ich entweder wie von Chevy schon erwähnt den Motor für überlastet oder für eine miese Konstruktion.
Warum sollte der in der Drehzahl so weit absinken, oder tut ers überhaupt ?
Schon mal die Drehzahl unter Last gemessen ?

Vielleicht ist auch nur das Aggregat eine miserable Konstruktion. Drei Zylinder für die genannte Ansaugleistung ist ja schon etwas befremdlich. Da werden mehr Reibungs- und Füllungsverluste produziert als technisch erforderlich.
Nichts wissen macht nichts.
..........und mich gar nicht erst fragen !

Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und verständlich formuliert wurde.

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chevyman
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Re: Verdichterdrehzahl erhöhen Herkules 600/10/100

Beitrag von chevyman » Samstag 9. Oktober 2010, 17:31

ich denke mal, daß so ein Aggregat verbaut ist:
eBay-Link
Naja, wie dort schon geschrieben steht: Benötigte Antriebsleistung min. 3,0 kW.
Womöglich brächte der Kompressor sogar mehr, wenn man die Untersetzung etwas stärker wählen würde.
Gruß Steffen

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Re: Verdichterdrehzahl erhöhen Herkules 600/10/100

Beitrag von Schorschlhuber » Sonntag 10. Oktober 2010, 00:14

Moin,

der im Link gepostete Verdichter ist es.


Ich dachte eigentlich auch dass der Motor etwas unterdimensioniert ist. Immerhin hat der direkt geflanschte 2 Zyl den gleichen Motor.


Bringt mir aber alles nix: Ich hab leider keinen 400V Anschluss in der Garage, sonst hätt ich klar nen 400 V Kompressor genommen.


Dafür hab ich jetzt schon gut Stress mit der Sicherung. Die ist heute schon ein paar mal geflogen, wenn noch ein größerer Verbraucher lief :roll:

Ob ein Einschaltstrombegrenzer brauchbar an nem Kompressor zu betreiben ist?


Ich schau mir den Antrieb die Tage mal an. Vielleicht bekomm ich ja ein passendes Antriebsrad für den Motor und kann so die Übersetzung ändern.


Gruß,

Thorsten

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Re: Verdichterdrehzahl erhöhen Herkules 600/10/100

Beitrag von Schorschlhuber » Sonntag 10. Oktober 2010, 13:39

powersupply hat geschrieben:
Schorschlhuber hat geschrieben: Der Motor dreht mit seinen 2,2 KW 2480 U/min, der Verdichter 1200.
Hi

Wobei ich aber auch sagen muss, dass der Motor recht schlecht konstruiert sein muss. Denn bei einem Absinken auf unter 2500U/min halte ich entweder wie von Chevy schon erwähnt den Motor für überlastet oder für eine miese Konstruktion.
2700 - 2800U/min sollten schon sein.

PS

Grade erst gesehen....

Die Drehzahl ist abgelesen laut Typenschild. Ich habe die Drehzahl nicht gemessen.



Gruß,

Thorsten

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Re: Verdichterdrehzahl erhöhen Herkules 600/10/100

Beitrag von jürgend » Dienstag 19. Oktober 2010, 07:44

Schorschlhuber hat geschrieben:Moin,



Bringt mir aber alles nix: Ich hab leider keinen 400V Anschluss in der Garage, sonst hätt ich klar nen 400 V Kompressor genommen.


Dafür hab ich jetzt schon gut Stress mit der Sicherung. Die ist heute schon ein paar mal geflogen, wenn noch ein größerer Verbraucher lief :roll:


Thorsten
Wo ist da dass Problem?! Da du ja schon sowieso Probleme mit der Absicherung hast, würde ich eine 400V Leitung legen. Das ist Finanziell und aufwandsmässig nicht so arg.

MfG Jürgen
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Re: Verdichterdrehzahl erhöhen Herkules 600/10/100

Beitrag von Schorschlhuber » Mittwoch 20. Oktober 2010, 12:37

jürgend hat geschrieben:
Schorschlhuber hat geschrieben:Moin,



Bringt mir aber alles nix: Ich hab leider keinen 400V Anschluss in der Garage, sonst hätt ich klar nen 400 V Kompressor genommen.


Dafür hab ich jetzt schon gut Stress mit der Sicherung. Die ist heute schon ein paar mal geflogen, wenn noch ein größerer Verbraucher lief :roll:


Thorsten
Wo ist da dass Problem?! Da du ja schon sowieso Probleme mit der Absicherung hast, würde ich eine 400V Leitung legen. Das ist Finanziell und aufwandsmässig nicht so arg.

MfG Jürgen

Moin,

das Problem ist Nachbars Garten, welchen ich aufreißen müsste.

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