bohrmaschine mit guter kühlung?

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Alfred
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Beitrag von Alfred » Donnerstag 9. September 2004, 18:15

[/quote]es handelt sich bspw. um das eindrehen von 150 spax 8x400

Hallo, also Spax 8x400, da würde mich ein Foto interessieren, nicht von der Metabo. Wenn man 400er Spax verarbeitet dann stimmt am Produktionsprozess was nicht, da muss man hier mal überlegen was man ändern kann.
Gruß
Alfred

hs

Beitrag von hs » Donnerstag 9. September 2004, 23:57

Alfred hat geschrieben: Wenn man 400er Spax verarbeitet dann stimmt am Produktionsprozess was nicht, da muss man hier mal überlegen was man ändern kann.
Gruß
Alfred
Hi,

möglich - aber alleine, daß Spax Schrauben bis 12x600 im Angebot hat, beweist doch, daß es dafür auch Verwendung gibt.
Wir haben vor längerer Zeit mal eine Art Wintergarten bei einem Tischlereibetrieb anfertigen lassen, der auch komplette Holzhäuser baut. Den Aufbau haben wir selbst erledigt - ich denke im modernen Holzbau verbindet man ganz gerne Holz mit dieser Art schrauben. Zumindest lagen unserem 'Bausatz' auch ziemlich lange Spax-Schrauben bei. Ich habe diese mit einer 1/2"-Knarre eingeschraubt - bei einem Dutzend Schrauben geht das auch - aber bei größeren Projekten möchte ich das nicht per Hand machen wollen.
Da man nicht mit maschinenschonenden Vollgas arbeiten kann (-> Kühlung), werden dann die 'normalen' Maschinen ruckzuck warm. Da hift nur niedrige Drehzahl über ein Getriebe (oder pneumatisches Werkzeug, welches von hoher Belastung vollkommen unbeeindruckt bleibt). Von Einhell gibt es bei eBay auch solche Rührwerke : Link
Sicher, Einhell ist ja nun sicher nicht der Hit, aber wenn ein Baumarkt diese Maschinen möglicherweise vor Ort führt - warum nicht testen. 0-300 U/min hört sich doch schonmal nicht schlecht an.

Gruß, hs

markus
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Beitrag von markus » Freitag 10. September 2004, 11:12

hs hat geschrieben: ... mit maschinenschonenden Vollgas arbeiten ...
jo, ich denke, das ist der knackpunkt.
die vorne genannten schrauber (bosch, metabo) sind sicher vom feinsten - aber wenn beim einschrauben die lastdrehzahl in den keller geht, ist schluss mit kühlung.
mit ähnlichen geräten, damals noch von elu, hab ich gearbeitet, aktuelle dewalt´s in dieser klasse hab ich mir angeschaut, die machen mind. 2000 u/min - zu schnell. so ein motor mit 2 henkeln (wie von einhell) sollte auch für die längsten schrauben geeignet sein, für die sonst winkelschrauber von fein ( http://www.fein.de/germany/de/products/mammut.html verwendet werden - davon gibt´s auch noch abwandlungen, zu sehen auf den einschlägigen holzmessen)

zum einsatz von solchen "monster"schrauben:
http://www.sfsintec.biz/chsfsd01/web/sf ... enDocument
http://www.friedrich-will.de/kurzinfo/index.html

bei spax.de gibt´s sehr interessante beispiele für sehr lange schrauben - leider nicht direkt verlinkbar (registrierpflicht). lange vollgewindeschrauben sind mittlerweile leistungsfähige alternativen zu klassischen durchsteckmontagen - nein, ich arbeite nicht für spax :)

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Alfred
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Beitrag von Alfred » Freitag 10. September 2004, 12:30

Hallo,
das überzeugt mich nicht. Meine längsten Spax waren glaube ich 170er für Fenstermontage, da wird halt vorgebohrt und schon mal die halbe Schraube mit dem Dübel reingesteckt. Bei Vollholz wird die Schraube nach 250 mm wahrscheinlich von der Maschinenkraft abgerissen weil der Wiederstand zu hoch wird. Mir selber sind 5x80 abgerissen wenn das Holz hart war (Ast z.B.). Bei 400 mm müsste man dann 320 vorbohren, dann entfällt aber wieder das Argument mit der Kraft und dann würde ich hier eher Gewindestangen verwenden. Bei 400 mm Holz wirkt eine 8er Spax wie eine Stecknadel als Schalungsbefestigung.
Gruß
Alfred

hs

Beitrag von hs » Freitag 10. September 2004, 14:37

Hi,

@Alfred
log' Dich doch mal bei Spax ein - dort findet man tatsächlich interessante Infos (z.B. das bei Vollgewindeschrauben das Drehmoment nur bis ~ 2/3 der Schraubenlänge ansteigt - und dann eher linear verläuft).

@markus
... dort gibt es übrigens auch ein extra PDF 'Wissenswertes zu Schraubgeräten für selbstbohrende Holzschrauben ab 8mm'
sogar mit Marktübersicht einiger Maschinen.

Gruß, hs

markus
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Beitrag von markus » Sonntag 28. November 2004, 10:32

hi,
fazit - besser spät als nie (hatte den thread ganz aus den augen verloren):

die preisfrage ist: wieviel performance will ich.
nicht max. drehmomement, sondern drehmoment bei möglichst niedriger (!) umdrehungszahl ist massgebend, damit die maschine nicht überhitzt.

bei vielen langen schrauben (insbes. bei schrägverschraubung) lohnt es sich, mit 2 maschinen zu arbeiten: irgendein "normaler, guter" akkuschrauber zum fixieren der schraube (1-2 cm eindrehen - akkuschrauber zum kühlen laufen lassen), eine starke, niedertourige bohrmaschine (üblicherweise mit D-griff und langem zusatzhandgriff, oftmals auf´m bau für schalungsbohrer verwendet) zum gemächlichen, vollständigen eindrehen der schrauben - manchmal ist ein traktor schneller als ein ferrari ;)

grüsse, markus

Dietrich
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Beitrag von Dietrich » Sonntag 28. November 2004, 11:29

Hallo Markus,

aufgewärmt schmeckts am besten:-)

Zustimmung: außer den Netz-Kraftschraubern, wären noch die Spatengriff-Bohrmaschinen, die zweitstärksten handgeführten Bohrmaschinen, neben den Kreuzgriff-Maschinen, überhaupt!!!

2 Vertreter aus dieser Spatengriff-Kategorie:
Fein DSe 648
Metabo BDE 1100

Die nicht unerheblichen Anschaffungskosten für solch einen Klassiker, werden mit jahrzehntelangem Bohrspass belohnt.
Selbst arbeite ich mit einer fast 40 Jahre alten Spatengriff Fein meines Vaters!
Gruß Dietrich

www.holz-seite.de

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Alfred
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Beitrag von Alfred » Sonntag 28. November 2004, 13:20

Hallo Dietrich,
ist die Maschine von deinem Vater noch so eine Ganzmetallmaschine? Die "Contaktfunktion" sozusagen auf noch durch den eigenen Körper realisiert?
kein Soja- Rindfleisch- und Holzimport zum Schutz der Regenwälder

Dietrich
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Beitrag von Dietrich » Sonntag 28. November 2004, 15:04

Hallo Alfred,

leider weiß ich nicht was Du mit der Kontaktfunktion meinst?

Informationen zu der Maschine findest Du hier:
http://www.holz-seite.de/

klick einfach auf Maschinen dann klick auf das Bild der Bohrmaschine.
Gruß Dietrich

www.holz-seite.de

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Beitrag von Alfred » Sonntag 28. November 2004, 15:58

Hallo Dietrich,
ich meinte die neuen Metabo Contakt schalten ab wenn sie auf Strom kommen, bei deiner lässt du die Maschine fallen :D :D
kein Soja- Rindfleisch- und Holzimport zum Schutz der Regenwälder

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