Beratung, Satz "große" Bohrer ab 13mm ...

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MrDitschy
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Beratung, Satz "große" Bohrer ab 13mm ...

Beitrag von MrDitschy » 20. Mär 2018, 17:34

Hallo,
brauche doch mal einen "großen" Satz Bohrer (weiß nicht, ob die nun einen speziellen Namen haben), aber sind meist mit 13mm Schaft-Aufnahme, also eher ab 13,5mm und bis ca. 30mm Durchmesser hab ich schon gesehen.

Nun, hochwertiges brauch ich nicht, dürfen gerne günstig sein, sollen aber auch nicht beim ersten Bohren gleich stumpf werden order zu sehr eiern (bohre beim Basteln eher meist Holz und Kunststoff, sehr selten Metall).

Tipp zum Kauf nehme ich gerne an.
Hier hab ich zwei günstige Beispiel-Angebote gefunden, wobei das erste recht komische Abstufungen der Bohrgrößen hat:
Das genannte Produkt bei Amazon > Größen: 14mm, 15mm, 16mm, 16,5mm, 19mm, 20,5mm, 22mm, 25,5mm
Das genannte Produkt bei Amazon Größen: 13mm, 14mm, 15mm, 16mm, 18mm, 20mm, 22mm, 25mm

Doch eine Frage dazu:
Zwar macht mich etwas Stutzig, dass man kein günstiges Set durchweg in 1,0mm Abstufungen findet, oder besser sogar in 0,5mm Abstufung (zumindest hab ich keins gefunden).
Denn ich kenne es schon bei den "kleinen" Bohren 1,0-13mm Durchmesser, wie schnell sich da ein Bohrer, wenn man beim stufenweise aufbohren einen zu großen Bohrer wählt, sich der doch recht schnell in's Holz oder Kunstsoff fressen kann (wisst sicher wie ich dies meine) ... oder ist um so größer der Bohrer ist, das ganze nicht mehr so relevant?

Gruß

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H. Gürth
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Re: Beratung, Satz "große" Bohrer ab 13mm ...

Beitrag von H. Gürth » 20. Mär 2018, 18:57

Wer soll solch ein Set kaufen ?
Der Handwerker hat dafür die passende Bohrmaschine mit MK Aufnahme. Da gibts dann auch Zwischengrößen.
Der "Edelbastler" benötigt in den seltensten Fällen alle Zwischenabmessungen. Zumal Bohrmaschinen mit reiner Futteraufnahme kaum auf 30mm Bohrleistung ausgelegt sind.
Nichts wissen macht nichts.
..........und mich gar nicht erst fragen !

Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und verständlich formuliert wurde.

powersupply
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Re: Beratung, Satz "große" Bohrer ab 13mm ...

Beitrag von powersupply » 20. Mär 2018, 19:13

H. Gürth hat Recht.
Bei den großen Bohrdurchmessern ist es in der Regel wurscht ob das Loch nun 21; 21,5 oder 22mm hat wenn eine 20er Schraube durch soll. Anders sieht es natürlich aus wenn man eine Passung benötigt. Da aber wird man eh mit Reiben eine Passung herbeiführen. Im Maschinenbau wird da heutzutage fast nur noch gefräst oder ausgespindelt, wie man das da nennt.

PS

MrDitschy
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Re: Beratung, Satz "große" Bohrer ab 13mm ...

Beitrag von MrDitschy » 20. Mär 2018, 20:15

Ja, welches Maß an Passung man je mal braucht, weiß man nur nie zuvor. Daher dachte ich halt lieber mal alle Größen haben, als nicht haben (also ähnlich wie bei den 1,0-13mm Bohrern, da hab ich auch mittlerweile alle Zwischengrößen).

Doch bei Löchern für Schrauben stimmt es, da wäre es egal ob die Größe genau passt.
Eine kräftige Maschine hab ich aber nicht, doch daher dachte ich an 1mm Abstufungen zum Stückweisen aufbohren .... bei Vollmaterial ginge es ja mit einem Forstnerbohrer.

Vielleicht mach ich mir auch wieder zu viele Gedanken und hol mir erstmals solch ein Set, wenn dann doch eine Zwischengröße benötigt wird, hole ich mir die seperat.

Danke.

Schlorg
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Re: Beratung, Satz "große" Bohrer ab 13mm ...

Beitrag von Schlorg » 20. Mär 2018, 20:32

PS redet von Passungen... für eine 23mm Passung würde man z.B. mit einem 22.75mm Bohrer vorbohren und dann den Rest auf 23mm aufreiben. So eine Passung muss vom Maß her sehr exakt sein, des lässt sich mit bloßem Bohren nicht bewerkstelligen.

Überleg mal was des für ein Eisenhaufen ist, wenn du Bohrer von 13 - 30mm in 0.5mm Schritten vorrätig hast und wie oft du in die Verlegenheit kommen wirst tatsächlich einen 23.5er Bohrer zu brauchen...

Wie oben schon geschrieben... es gäb die Bohrer ja tatsächlich sogar in 0.25mm Schritten... In den Größenklassen wirds auch nicht viele Unternehmen geben, die tatsächlich alle Bohrer in 0,5 oder gar 0,25mm Schritten vorrätig haben... vermutlich haben halt die meisten die benötigten Größen für Kernlöcher, Durchgangslöcher und für die Passungen die normalerweiße gefertigt werden... In der Regel kostet aber auch ein einzelner vernünftiger 30mm Bohrer mit MK Aufnahme bedeutend mehr als deine verlinkten Bohrersätze kosten... :crazy:

Für deine Basteleien wirds so ein Satz sicherlich tun... gerade für Holz und Kunststoff und Alu müsste es noch gehen... Da würde ich eher zu dem unteren Satz tendieren, da hast ne Abstufung mit der du von Hand noch passabel aufbohren kannst... und wenn dann wirklich wider erwarten mal Bedarf an einem 27.5er Bohrer bestehen sollte, kann man den mit abgesetzem Schaft auch einzeln noch irgendwo beziehen.

Für Metallarbeiten gibts nicht umsonst Bohrer mit MK Aufnahme in ordentlichen Bohrmaschinen... Da hat keiner Zeit in 1mm Schritten aufzubohren und die Gewalten die da auftreten verträgt ein normales Bohrfutter nicht lange... ich hab einmal notgedrungen mit einem abgedrehten Bohrer ein Loch auf 25mm aufgebohrt... da treten dann Kräfte auf, dass du den Bohrer nicht mehr so ohne weiteres aus nem Schnellspannfutter rausbekommst...

Bedenke auch, dass die Bohrer eher kurz sind... Balken usw. bohrst du mit sowas eh schon nicht mehr durch...

Nachdem du schreibst, dass du ohnehin keine gescheite Bohrmaschine hast... dann vielleicht lieber noch einen Satz Lochsägen in den benötigten Größen besorgen... da hat man, gerade von Hand, ein 30mm Loch bedeutend einfacher gebohrt, wenns eben kein Sackloch sein soll.

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Re: Beratung, Satz "große" Bohrer ab 13mm ...

Beitrag von ric » 20. Mär 2018, 20:42

Man sollte vielleicht doch noch einmal klar sagen, daß einfache Metallspiralbohrer für Holz und Kunststoff allenfalls bedingt geeignet sind, hast du denn schon geschaut, was an Holzbohrern angeboten wird (preisgünstig sind Flachfräsbohrer)?
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Re: Beratung, Satz "große" Bohrer ab 13mm ...

Beitrag von MrDitschy » 20. Mär 2018, 21:42

Bin da voll bei euch, danke. :bierchen:

Für Balken oder sonstiges Bohren in Vollmaterialen hab ich lange Bohrer, Lochsägen, Flachfräsbohrer, Forsterbohrer, Kreisschneider und Stufenbohrer da.
Doch zum ein vorhandenes Loch z.B. unter der Ständerbohrmaschine weiter aufzubohren, hab ich keinerlei Bohrer über 13mm da ... und dass nervt etwas.

Und Platz für einen Eisenhaufen hab ich genug. :mrgreen:

Eine Bohrmaschine für MK-Aufnahmen wäre sicher fein, aber auch sicher unbezahlbar.

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Re: Beratung, Satz "große" Bohrer ab 13mm ...

Beitrag von Dev » 20. Mär 2018, 21:45

weiß nicht, ob die nun einen speziellen Namen haben
Häufig werden sie als "Bohrer mit abgedrehtem/abgesetztem Schaft" bezeichnet.
MrDitschy hat geschrieben:Eine kräftige Maschine hab ich aber nicht, doch daher dachte ich an 1mm Abstufungen zum Stückweisen aufbohren
Bitte nicht. Falls es um Holz geht, sind Spiralbohrer wie schon geschrieben wurde alles andere als gut geeignet.
Falls es um Metall und Kunststoff geht, bohrt man nicht in Minischritten auf (bei Holz natürlich auch nicht).
Vorgebohrt wird mit einem Bohrer, der ungefähr den Durchmesser der Querschneide des folgenden Bohrers hat oder nur geringfügig größer ist. Bei einem 16 mm Bohrer wird also einmal mit vielleicht 5 mm vorgebohrt.
Dieser Quark mit 0,5 mm Schritten aufzubohren ist nicht nur ineffektiv, sondern auch gefährlich. Wie Du schon richtig erkannt hast, neigt der Bohrer dann gerne mal dazu, sich plötzlich ins Material reinzuziehen. Außerdem ist die Belastung der Schneide des Bohrers nur punktuell, aber dafür in dem schmalen Kontaktbereich außergewöhnlich hoch. Daher bricht sie dann gerne mal aus.
Eine Bohrmaschine für MK-Aufnahmen wäre sicher fein, aber auch sicher unbezahlbar.
Eigentlich ist eine MK-Aufnahme absoluter Standard bei Tischbohrmaschinen und bei den meisten Maschinen vorhanden.
Was für eine Bohrmaschine ist derzeit vorhanden?

Schlorg
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Re: Beratung, Satz "große" Bohrer ab 13mm ...

Beitrag von Schlorg » 20. Mär 2018, 22:06

Vorgebohrt wird mit einem Bohrer, der ungefähr den Durchmesser der Querschneide des folgenden Bohrers hat oder nur geringfügig größer ist. Bei einem 16 mm Bohrer wird also einmal mit vielleicht 5 mm vorgebohrt.
Eben das setzt aber natürlich eine vernünftiges Bohrgerät vorraus... Hab da mal einen netten Satz gehört.... "Es gibt Bohrmaschinen, die brauchen für ein 30mm Loch vorbohren... und es gibt Bohrmaschinen die bohren mit einem 30er Bohrer vor..." :D

Ich geh davon aus, dass Mr. Ditschy in Ermangelung eines passende Bohrgeräts gar nix anderes übrig bleibt als Stufenweise bis 25mm zu bohren... Auch wenn das, wie DEV bereits geschrieben hat, alles andere als optimal und mit Vorsicht zu bewerkstelligen ist. Wenn mans aber nicht häufig macht, kann mans so machen meine ich...

Bevor die erste Magnetbohrmaschine Einzug erhalten hat, haben wir auch im freien Feld z.B. 24mm Löcher in Gittermasten von Hand gebohrt... halt immer in ca. 3mm Schritten und n Schleifbock im Kofferrraum dabei... Macht überhaupt keinen Spaß, führt aber auf Umwegen zum Ziel...


BTW:

Tisch / Säulenbohrmaschinen mit MK2 oder MK3 Aufnahme gibts entweder neu aus Asiatischer Fertigung ab ca. 400€ aufwärts, oder aber man hält die Augen nach einer guten gebrauchten auf.

Was ist denn im Moment vorhanden?
Zuletzt geändert von Schlorg am 20. Mär 2018, 22:09, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Beratung, Satz "große" Bohrer ab 13mm ...

Beitrag von H. Gürth » 20. Mär 2018, 22:09

Eine Bohrmaschine für MK-Aufnahmen wäre sicher fein, aber auch sicher unbezahlbar.
Auf das eine oder andere Akku-Gimmick der letzten Monate verzichtet, hätte für eine mittelprächtige Ständermaschine mit MK sicherlich gereicht. :mrgreen:
Nichts wissen macht nichts.
..........und mich gar nicht erst fragen !

Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und verständlich formuliert wurde.

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