Stihl 260 springt nicht mehr an, säuft immer wieder ab

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Moderator: dolmar-sammler

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max260
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Stihl 260 springt nicht mehr an, säuft immer wieder ab

Beitrag von max260 » 3. Dez 2006, 10:30

Ich habe gestern mit der 260 eine Buche zersägt. Sie lief auch anfangs sehr gut, wie immer. Die Säge ist 2,5 Jahre alt. Ich habe erst ca. 20 RM mit ihr gesägt. Bislang problemlos.

Als ich den Tank gestern nachgefüllt habe, wollte sie nicht mehr problemlos anspringen. Nach vielen Zügen (ca. 7-8 mit Benzinzufuhr und weiteren 10 Zügen ohne Benzinzufuhr) sprang sie an. Offensichtlich war zu viel Benzin in der Säge. Aus dem Schalldämpfer kamen für eine kurze Zeit "dunklere" Abgase raus. Nach einer halben Minute lief sie dann wieder wie immer für ca. 20 Minuten.

Dann hatte ich sie für einige Minuten ausgeschaltet und wollte sie wieder anwerfen.

Sie ließ sich jedoch nicht mehr starten und ist immer wieder abgesoffen (Zündkerze war naß, aus der Zündkerzenöffnung liefen einige Tropfen Benzin). Ich hatte 3 mal die Zündkerze rausgeschraubt (und trockengewischt) und ohne Zündung ca. 10 - 15 mal durchgezogen, um den überflüssigen Sprit aus dem Brennraum zu bekommen. Dann jedesmal die Kerze wieder rein. Ich dachte, daß sie wie gewohnt wieder anspringt.

Nach dem ersten Zug war ein gewohntes knallen zu hören (erste Zündung). Also ohne Benzinzufuhr weitergezogen. Schon nach dem 3. Zug lief Benzin aus dem reingedrückten Dekoventil heraus. Es waren 2 - 3 Tropfen Benzin. Das habe ich bislang noch nie gesehen. Da lief noch nie Benzin raus.

Ich habe die oben beschriebene Prozedur (Zündkerze raus, 10 - 15 Mal ohne Kerze und ohne Zündung trockengezogen) 3 Mal wiederholt.

Jedesmal säuft sie ab und es läuft Benzin aus dem runtergedrückten Dekoventil raus.

An der Zündkerze waren dunkle Ablagerungen zu sehen, die ich mit dem Fingernagel/Lappen entfernen konnte. Laut Bedienungsanleitung soll die Zündkerze erst nach ca. 100 Betriebsstunden gewechselt werden. Die habe ich noch lange nicht voll.

Ich weiß nicht mehr weiter. Woran kann es liegen? Offensichtlich gelangt immer wieder zu viel Benzin in den Zylinder.

Vergaser (Membranen) defekt :( ?
MfG Marc

amateursäger
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Beitrag von amateursäger » 4. Dez 2006, 11:02

Hallo!

ich hatte schonmal ein ähnliches Problem mit meiner 026. Säge läuft nicht, sporadisch mal eine Zündung, sonst nichts....

Hatte damals ebenfalls noch lange keine 100 Betriebsstunden zusammen und habe auch lange an der Säge rumprobiert, bis ich dann letztendlich doch eine neue Kerze geholt habe.
mit neuer Kerze sprang sie sofort wieder an und lief.

Ich würde es mal mit einer neuen Kerze probieren. Kostet ja auch nicht die Welt und früher oder später brauchst du sie sowieso.

Gruß
stefan
Stihl 026 & Stihl 017

Hellwig
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Beitrag von Hellwig » 5. Dez 2006, 06:22

Dem kann ich voll und ganz zustimmen. Neue Kerze rein. Hat bei mir schon oft geholfen. Experten säubern ihre Kerzen und stellen den korrekten Elektrodenabstand mittels Lehre ein...
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max260
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Beitrag von max260 » 5. Dez 2006, 23:11

Der Tip mit der Zündkerze kam leider zu spät.

Hatte den abgesoffenen Brennraum nochmals vom Sprit gesäubert. Nach der ersten Zündung kam leider nichts mehr. Wieder abgesoffen. Also bin ich zum Stihl Händler gegangen.

Mit einem freundlichen Mitarbeiter bin ich in die Werkstatt gegangen. Der hat sich die Säge sofort angeschaut (wenns nur eine Kleinigkeit ist). Er hat die Säge auch zum Laufen gebracht (hatte den Brennraum mit Druckluft gesäubert). Sie lief aber nicht richtig gut. Dann wollte der den Vergaser an den Einstellschrauben einstellen und konnte an den Schrauben rumdrehen, wie er wollte. Der Motolauf der Säge hat sich nicht verändert (ich stand daneben und habs gesehen).

Da es also keine Kleinigkeit ist, die sich in 5 Minuten beheben ließ, habe ich die Säge dagelassen und krieg sie hoffentlich Ende der Woche zurück.

Ich berichte dann nach, was es war.


Bis dann
MfG Marc

Hellwig
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Beitrag von Hellwig » 6. Dez 2006, 01:24

Da kommt mir ein Gedanke :
Kann man bei den neuen Sägen überhaupt einfach so von außen (durch die Abdeckung hindurch) den Vergaser einstellen ? Oder haben die nicht alle Plastikkappen auf den Einstellschrauben die erst entfernt werden müssen ?
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Beitrag von MS260Kat » 7. Dez 2006, 17:44

Nein da sind keine Plastikkappen drauf.

Zumindest bei meiner MS 260 Baujahr Ende 2005.

Frank-HH
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Beitrag von Frank-HH » 8. Dez 2006, 00:14

komischer Mechaniker, der am vergaser rumspielt, ohne erstmal eine neue kerze zu testen, auf die ich auch tippen würde. grade dann, wenn sie säge nach säubern der brennkammer immernoch nicht sauber läuft und der fehler plötzlich auftrat. hatte er keine da..? kerzen gehen schnell mal kaputt.. kennt ja jeder vom motorrad...

Faslchen oder alten Sprit kann man ausschließen?

amateursäger
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Beitrag von amateursäger » 8. Dez 2006, 12:06

...also ich finde es auch merkwürdig, dass der Mechaniker bei diesen Anzeichen nicht die Kerze wechselt, sondern den Vergaser verstellt. Sie lief doch die ganze Zeit einwandfrei oder?
Stihl 026 & Stihl 017

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Beitrag von max260 » 8. Dez 2006, 12:52

Habe die Säge gestern abgeholt - sie läuft wieder :D !

Ich hatte vergessen zu erwähnen, daß der Mechaniker die Zündkerze überprüft hat (als ich sie hingebracht hatte und er sofort nachgeschaut hat, woran es liegen kann). Er hat sie rausgedreht, an den Zylinder gehalten und gezogen. Zündfunken waren deutlich sichtbar vorhanden. Eine neue Zündkerze wurde nicht getestet, meine alte Kerze blieb drin.

Am Sprit kann es nicht gelegen haben, weil ich den am letzten Samstag (der Tag an dem die Säge mittags nicht mehr wollte) frisch gemicht hatte (1 : 50 mit Stihl-Mischöl und Normalbenzin wie ich es immer mache).

Der Fehler lag nach Angaben des Mechanikers bei einem nicht freigängigem Ventil des Vergasers. Das Ventil wurde freigeblasen - das war's.

Berechnet wurden 30 Minuten Arbeitszeit = ca. 27 Euro.

Habe die Säge zu Hause sofort angeworfen (war nach der Arbeit schon 21.00 Uhr, deshalb hab ich sie nicht lange laufen lassen wegen der Nachbarn).

Schon nach dem 2 Zug lief sie wieder.

Ich werde heute mal einen Probeschnitt machen und sie ein paar Minuten laufen lassen.
MfG Marc

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