Stahlwille Drehmomentschlüssel

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Fretthoelzer
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Re: Stahlwille Drehmomentschlüssel

Beitrag von Fretthoelzer » 6. Nov 2017, 22:10

Wir kalibrieren unsere Drehmomentschlüssel auf einem Prüfstand selbst.

Zu Fehlmessungen kommt es wenn:
1. Die Kraft nicht mittig am Handgriff aufgebracht wird.
2. Der Drehmomentschlüssel nicht waagerecht eingesetzt wird.
3. Die Kraft Erhöhung nicht gleichmäßig erfolgt.
4. Der Auslösepunkt "überzogen" wird.
Das kann man auf dem Prüfstand reproduzierbar simulieren.

Ein normaler Drehmomentschlüssel wird auf +- 4% geprüft.
Bei der Nutzug kommen dann noch die Fehler aus den oben genannten nicht vermeidbaren Fehlbedienung hinzu.
Da ist man schnell bei einer Abweichung von 10% im normalen Betrieb.
Wir haben das mal getestet indem verschiedene Personen versucht haben den Drehmomentschlüssel in einer kalibrierten Drehmomentmesswelle auszulösen.
Da war 10% Unterschied gar nichts.

Also am besten jemanden suchen der ordendlich kalibrieren kann, oder mit Stahlwille sprechen. Die kalibrieren kostenpflichtig.

Oder den Wassereimer gleich an das Radkreuz hängen. :ducken:

Gruß
Uwe

monax
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Re: Stahlwille Drehmomentschlüssel

Beitrag von monax » 7. Nov 2017, 06:11

Dankeschön - endlich mal jemand, der das bestätigt, was jenseits von "wünsch-dir-was" liegt. Da kann man nur sagen: SO ISSES.

powersupply
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Re: Stahlwille Drehmomentschlüssel

Beitrag von powersupply » 7. Nov 2017, 08:32

Moin
Dev hat geschrieben: Auslösemoment = (M_Schlüssel [kg] * Schwerpunkt [m] + M_Eimer [kg] * Entfernung_Eimer [m]) * 9,81 m/s^2
Warum taucht in der Formel die Zeit auf?
Du hast doch keine Beschleunigung beim Auslösen. Lediglich, wenn der Eimer wegen des begrenzten Drehwinkels der knackenden Drehmos wieder stopt.
Oder verstehe ich da mit meinem rudimentären Wissen etwas falsch? :kp:

PS

MSG
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Re: Stahlwille Drehmomentschlüssel

Beitrag von MSG » 7. Nov 2017, 08:53

powersupply hat geschrieben:Warum taucht in der Formel die Zeit auf?
Weil die Kraft (Newton) = Masse (kg) * Beschleunigung (m/s²) ist.

powersupply
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Re: Stahlwille Drehmomentschlüssel

Beitrag von powersupply » 7. Nov 2017, 09:40

Die Masse kommt doch nur zum Tragen wenn sich die Geschwindigkeit ändert mit der sich die Kraft(der Eimer bewegt. Und für mein befinden tut er das ja erst wenn der Knackpunkt überschritten wird. Bis dahin ist die Kraft doch erst mal statisch.

PS

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Hondo66
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Re: Stahlwille Drehmomentschlüssel

Beitrag von Hondo66 » 7. Nov 2017, 09:54

Hallo,
die Gewichtskraft ist nun mal Definiert über Masse (kg) * Erdbeschleunigung g. Und in g liegt eben die s-quadrat.

und KG * m / s^2 ist die Einheit für Kraft N(ewton)
Und um dich vollends zu verwirren, 1 Nm entspricht 1 Ws (Wattsekunde)

Aber das hat man doch alles früher mal in Physik in der Schule gelernt...

Gruß Andreas

powersupply
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Re: Stahlwille Drehmomentschlüssel

Beitrag von powersupply » 7. Nov 2017, 10:18

Nö, mit dem Joule kannst du mich nicht verwirren. Das ist mir bereits bekannt. Ich kann/konnte es nur nicht herleiten.
Und (Haupt)Schule ist schon soooo lange her.
Aber zum Glück war ich zwischenzeitlich weiterhin lernfähig. :allesgut:

PS

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Re: Stahlwille Drehmomentschlüssel

Beitrag von wmueller » 7. Nov 2017, 14:25

... Uwe hat es ja weiter oben schon gesagt : An den Hersteller wenden.

Ich habe zwei Schlüssel von Gedore/Rahsol. Der Große hatte letztes Jahr einen mechanischen Defekt. Ich habe ihn eingeschickt und den Schlüssel nach Reparatur und Neukalibrierung mit Zertifikat zurückbekommen. Den genauen Rechnungsbetrag weiß ich im Moment nicht. Es waren aber zwischen 50 und 55 € als Reparaturpauschale.
Ich vermute mal, daß Stahlwille das ähnlich handhabt.

Gruß,
Wolfgang

AlWa
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Re: Stahlwille Drehmomentschlüssel

Beitrag von AlWa » 8. Nov 2017, 20:45

Wie ist das zu erklären, dass ich bei drei neuen, frisch kalibrierten Schlüsseln (2x Norbar, 1x Beta, aber auch von Norbar) beim Messen mit einer digitalen Federwaage (keine Ahnung, wie die sich genau nennen) ziemlich genau auf die Werte komme, die im Zertifikat angegeben sind? Reproduzierbar. Die Abweichungen dieser Messung liegen unter 2%. Der Aufbau sollte allerdings so aussehen, dass das Eigengewicht der Schlüssel keine Rolle spielt. Die Schlüssel müssen also in der waagerechten gedreht werden. Ich habe gesehen, dass die das im Prüflabor ebenso machen. Und jetzt zerreisst mich nicht: die digitalen Adapter, die da aus China für wenig Geld zu uns kommen, sind extrem genau. Habe es selber ausprobieren können, da ein Arbeitskollege sich so ein Teil besorgt hat. Da sind die Abweichungen sogar noch etwas geringer. Konnte das jedoch nur im Bereich von 40- ca. 140Nm ausprobieren, da ich nichts da hatte, wo man mehr hätte einspannen können.

Mäherman
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Re: Stahlwille Drehmomentschlüssel

Beitrag von Mäherman » 10. Nov 2017, 12:13

AlWa hat geschrieben:Und jetzt zerreisst mich nicht: die digitalen Adapter, die da aus China für wenig Geld zu uns kommen, sind extrem genau. Habe es selber ausprobieren können, da ein Arbeitskollege sich so ein Teil besorgt hat. Da sind die Abweichungen sogar noch etwas geringer. Konnte das jedoch nur im Bereich von 40- ca. 140Nm ausprobieren, da ich nichts da hatte, wo man mehr hätte einspannen können.
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