(konstruktive) Kritik am Forum

Alles rund um Akkuschrauber und andere Akkuwerkzeuge

Moderatoren: Dirk, Dominik Liesenfeld

flat
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(konstruktive) Kritik am Forum

Beitrag von flat » Montag 8. November 2004, 02:01

Ich bin noch recht neu hier und habe erst 4 Beiträge geschrieben. Allerdings lese ich schon etwas länger (etwa 4 Monate) hier und habe auch meinen Akku-Schrauber-Kauf mit den Tips aus diesem Forum getätigt. Soweit war auch noch alles bestens. Leider wird aber seit einiger Zeit hier mehr um Formalien und Nebensächlichkeiten gestritten, sowie Verunglimpfungen und Beleidigungen gepflegt, statt zum tatsächlichen Sinn des Forums beigetragen. Weder ist Black&Decker eine Sexpraktik, noch ist es von Belang, ob Akkuschrauber von Häftlingen, US-amerikanischen Hausfrauen oder chinesischen Prostituierten zusammengebastelt werden. Das alles ist Bull-Shit und völlig uninteressant. Einzig wichtig ist nur, ob eine gute Qualität gehalten werden kann und vielleicht noch aus Lokalpatriotismus (oder zur Sicherung des eigenen Arbeitsplatzes), ob das rodukt in Deutschland entwickelt, gebaut oder wenigstens hier die Steuern dafür abgeführt werden. Ich würde es begrüßen, wenn man als neues Mitglied wenigstens begrüßt wird oder wenigstens auf Beiträge geantwortet würde. Andernfalls ist dieses Forum nämlich ein sterbendes. Da ich auch in anderen (und als Admin auch in einem äußerst aktiven) Foren teilnehme, weiß ich, wovon ich spreche. Also, auf ein Neues und diesmal hoffentlich mit mehr ehrlichen und sinnvolleren Antworten.
Mein Name ist Florian, ich wohne in Berlin und bin Architekt. Als Bauleiter habe ich beruflich mit Werkzeugen nur indirekt zu tun. Privat bin ich jedoch aktiver Schrauber, Säger und Bohrer. Und dafür benutze ich zunehmend Makita- und Bosch-Werkzeuge, da hier das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Hilti, Fein und Festo finde ich überteuert. So viel zu meinen Präferenzen.
MAKITA BDF440SFE, HR3000C, 5017RKB, 4341CT, 9564Z, BO3700, TD020DSE, BML145, BMR100

hs

Re: (konstruktive) Kritik am Forum

Beitrag von hs » Montag 8. November 2004, 03:44

Hi flat,
flat hat geschrieben:Ich würde es begrüßen, wenn man als neues Mitglied wenigstens begrüßt wird oder wenigstens auf Beiträge geantwortet würde.
Andernfalls ist dieses Forum nämlich ein sterbendes. Da ich auch in anderen (und als Admin auch in einem äußerst aktiven) Foren teilnehme, weiß ich, wovon ich spreche.
nun, - einige legen Wert auf eine Begrüßung ....... andere eben auf ein freundliches Hallo oder Hi am Anfang eines Beitrags ... bzw. auf ein abschließendes Gruß ... oder zumindest eine Unterschrift mit Namen oder Nickname.
Du legst auf eine Empfangsbegrüßung Wert - ich eher auf Anrede und 'vernünftigen' Abschluß des jew. Beitrags.
In diesem Sinne : Hallo flat, willkommen im Forum
(im Gegenzug kannst Du ja dazu übergehen, Deine Beiträge nicht ohne Anrede ins Forum zu 'klatschen' ;-) ... das ist nämlich auch eine Sache der Freundlichkeit gegenüber anderen)

Das manche Threads etwas abdriften, kann man nicht immer vermeiden - aber ist das wirklich soo schlimm (natürlich nur solange die Sache Stil hat und nicht in Richtung Gosse abdriftet - aber bis auf ein paar Ausreißer hält sich das hier m.M. noch gerade so im Rahmen)
Und dafür benutze ich zunehmend Makita- und Bosch-Werkzeuge, da hier das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Hilti, Fein und Festo finde ich überteuert. So viel zu meinen Präferenzen.
nun, - ich denke wenn Du bei Bosch oder Makita die hochwertigsten Maschinen der jew. Maschinenart heraussuchst, wird der Preis auch sehr schnell deutlich höher und Du würdest das Preis-/Leistungsverhältnis in Frage stellen. Klick mal hier - da findest Du einige Industrie-Werkzeuge von Bosch ... ich vermute die Preise dafür dürften auch keine Schnäppchen mehr sein ;-)
Fein stellt z.B. außer dem Multimaster eigentlich keine Maschinen, die für den Heimwerker gedacht sind, her - auch Hilti und Festool sind eher nicht Lieferanten für den klassischen Heimwerker der hin- und wieder mal was 'basteln' will, sondern sind auch auf Handwerk und Industrie ausgerichtet - und hier spielt der Kaufpreis keine sooo große Rolle. Man muß halt Unterscheiden ob man basteln und heimwerken ... - oder mit der Maschine Geld verdienen will (womit ich keinesfalls sagen möchte, daß Makita kein hochwertigen Geräte anbietet - aber wenn ich die Wahl hätte, würde ich auch auf etabliertes zurückgreifen, müßte ich mich auf das Gerät verlassen müssen).

Gruß, hs

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Beitrag von H.-A. Losch » Montag 8. November 2004, 08:49

Hallo flat,

erstmal herzlich willkommen in unserem Forum.
hs hat dir schon eine treffende Antwort gegeben. Bei über 8000 Beiträgen in acht Monaten gibt es sicher einige, die weniger sachlich sind. Insgesamt zeigen die Beiträge aber doch eine hohe Kompetenz der User und auch entsprechendes Engagement. Bei manchen gehen dann leider auch mal die persönlichen Gefühle durch. Solange es sich dabei nicht um Beleidigungen oder Beschimpfungen handelt, wollen wir solche Diskussionen nicht zensieren, auch wenn manche User schon mal vom Moderator einen freundlichen Hinweis mit der Bitte um einen angemessenen Tonfall bekommen.
Eine Diskussion im Forum lebt auch davon, dass mit persönlichem Engagement über ein Thema gestritten wird.
Wir können das aber auch gern mal hier zur Diskussion stellen, wie die Moderatoren mit solchen, eher emotionalen Beiträgen umgehen sollen.

Bei der Fülle der Beiträge hier, ist es kaum möglich, auf jeden einzelnen immer individuell einzugehen. Doch letztlich sind bisher nur wenige Fragen offengeblieben.

Mit einer Begrüßung erwartest sicher etwas anderes als eine billige Formmail. Nach mittlerweile mehr als 1200 angemeldeten Usern und täglich melden sich neue an, ist es auch kaum möglich, jeden mit "persönlichem Handschlag" zu begrüßen. Neue User, dich sich hier persönlich vorstellen, haben in der Vergangenheit aber auch meist ein persönliches Feedback erhalten.
H.-A. Losch
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Re: (konstruktive) Kritik am Forum

Beitrag von markus » Montag 8. November 2004, 09:10

hi flat,

ich hab´s ja geahnt: es gibt noch echte optimisten:
flat hat geschrieben:... Einzig wichtig ist nur, ob eine gute Qualität gehalten werden kann und vielleicht noch aus Lokalpatriotismus ... oder wenigstens hier die Steuern dafür abgeführt werden...
das die realität nicht nur bei werkzeugen überwiegend anders aussieht, hast du vermutlich schon mitbekommen - aber schön, wenn sich überhaupt noch jemand über solch "böse" sekundäreigenschaften gedanken macht.

die gelegentlichen "ausrutscher" wirst du in einem forum nie ganz abstellen können, nichtmal dann, wenn die immer in der gleichen ecke passieren.
an den reaktionen darauf merkst du doch, dass die überwiegende mehrzahl der leute hier echt gut gepolt ist :)

wenn du auch admin bist und im deinem forum alles eitel sonnenschein ist: gratulation.
in vergleich zu vielen anderen foren (auch bauforen, weils da oft um wirtschaftliche interessen
geht) in denen gefaked und geflamed wird, ist dieses werkzeugforum eine blümchenwiese - und ich hoffe, das bleibt so...

servus, markus (der´s mit´m grüssen auch ned immer so genau nimmt ;) )

ChristianA
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Beitrag von ChristianA » Montag 8. November 2004, 12:17

Hallo, Florian,

willkommen im Forum!

Keine Frage, gelegentlich driften manche Teilnehmer (auch ich) ein wenig ab, doch da du ja selbst als Admin in einem Forum tätig bist, weißt du sicher, welche schmaler Grat die Zensur meist ist.
Wo soll man anfangen? Bei etwas "rauer Wortwahl", bei Abschweifungen vom ursprünglichen Thema, bei harmlosen Blödeleien, die nichts mit der eigentlichen Debatte zu tun haben?
Man kann es eben nicht allen recht machen, der eine Teilnehmer schätzt, dass es hier ein bisschen lockerer zugeht und dass abschweifenden Diskussionen nicht sofort abgewürgt werden, ein anderer würde sich strikteres Durchgreifen wünschen.
Insgesamt, so meine ich, ist das Niveau des Forums bzw. der Teilnehmer durchaus akzeptabel.
Glücklicherweise musste ich seit Beginn meiner Tätigkeit noch nie im Holzbearbeitungsforum moderierend eingreifen. Von anderen Moderatoren weiß ich, dass "Ausrutscher" sehr wohl "geahndet" werden, allerdings geschieht das nicht immer öffentlich, sondern nicht selten per PM. Über die Vor- und Nachteile dieser Vorgehensweise kann man streiten, grundsätzlich bin ich davon überzeugt, dass die Moderatoren in der Lage sind, selbst zu entscheiden, ob ihr Eingreifen öffentlich oder privat erfolgen soll.

Niemand hier hat ein verbrieftes Recht auf die Beantwortung seiner Fragen. Sehr wohl kann aber jeder damit rechnen, dass einigermaßen vernünftig anmutende Fragen, sofern Teilnehmer in der Lage sind, etwas Konstruktives beizutragen, behandelt werden. Wenn auf ein Thema nicht reagiert wird, dann sehe ich dafür im Wesentlichen zwei Gründe:
Entweder niemand ist oder fühlt sich in der Lage, etwas Sinnvolles beizusteuern, oder es handelt sich um wenig "geistreiche" Fragen, blöde gibt es ja nicht. Mit "wenig geistreich" meine ich z. B.: "Meine Bohrmaschine X3100 funktioniert nicht mehr, wo bekomme ich Ersatzteile?".

Jeden neuen Teilnehmer zu begrüßen, ist in meinen Augen erstens praktisch kaum umsetzbar, zweitens schon gar nicht sinnvoll. Nicht jedes neue Mitglied legt darauf Wert, manche wollen sich doch überhaupt nicht länger hier aufhalten. Das soll nicht als Vorwurf verstanden werden, aber warum sollten "Eintagsfliegen", die ein- oder zweimal hier auftauchen, eine Frage stellen und dann nie wieder hier anzutreffen sind, mit großem Zeremoniell offiziell aufgenommen werden?
Nichts gegen diese Eintagsfliegen, ich (und zweifellos auch andere) helfe(n) jedem, wenn ich(sie) dazu in der Lage bin(sind).
Wer sich gerne vorstellen möchte, kann dies jederzeit tun, und wird im Regelfall auch von den Stammpostern willkommen geheißen.

Ich will niemandem zu nahe treten, aber grundsätzlich tue ich mir eher schwer mit Leuten, die unter tlw. eigenartig angehauchten Nicknamen schreiben. Klar könnte ich in Wirklichkeit "Petra Huber" heißen und diesen "Christian Aufreiter" bloß erfunden haben, aber selbst dann wäre es für mich einfacher die Petra als Christian anzureden, als irgendeinen Nicknamen zu gebrauchen.
Nichts für ungut, die Qualität der Beiträge eines Teilnehmers hat überhaupt nichts mit der Wahl seines Namens zu tun, ich wollte mit diesem Beispiel vor allem illustrieren, dass jeder bestimmte Präferenzen hat, denen nicht immer nachgekommen werden kann.

Ob Bosch und Makita ein besseres Preis-Leistungsverhältnis bieten als Festool, Fein und Hilti, wage ich nicht zu behaupten. Aber über dieses Thema können wir uns - am besten anhand konkreter Beispiele - in einem anderen Thread unterhalten.

Herzliche Grüße

Christian

flat
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Beitrag von flat » Montag 8. November 2004, 15:30

Hallo erst mal (ich weiß nicht, ob Sie's schon wußten ...),

da habe ich offensichtlich mehr Aufmerksamkeit auf mich gezogen, als ich eigentlich wollte. Aber schön, daß man doch auf offene Ohren trifft. Mein Posting war (im Nachhinein betrachtet) vielleicht auch etwas übertrieben. Mich hatte ben nur geärgert, daß ich auf meine ersten Beiträge keine direkte Antwort erhalten, sondern quasi nur als ignorierter Zwischenrufer danach gleich wieder ein beledigter Poster auf ein drei Postings zurückliegendes geantwortet hat. Da fühlte ich mich einfach übergangen und irgendwie wie im Kindergarten. Das mit der Begrüßung ist in meinem Forum so üblich, das mit der Anrede und dem Gruß als Abschluß nicht. Aber das hätte ich auch nicht schreiben sollen, weil es vielleicht auch übertrieben ist. Ich wollte einfach nur nicht übergangen werden.

Der schnale Grat zwischen Zensur und Freiheit ist in jedem Forum ein Problem. Mir schien es einfach nur so, als ob hier gar keine Hinweise erfolgen würden. Offenbar sind hier aber die grauen Eminenzen im Hintergrund, die zwar alles sehen aber nicht alles maßregeln. Auch gut.

Makita vs. Hilti habe ich erst mal so als Diskussionsgrundlage eingeworfen. Darüber kann man sicher sehr unterschiedlicher Auffassung sein. Ich kenne eine Trockenbaufirma, die verwenden ausschließlich Hilti, weil der Chef einfach Hilti-Fan ist. Allerdings werden ihm auch regelmäßig die teuren Maschinen geklaut, was die Kosten natürlich mächtig in die Höhe treibt. Insofern sind die Anschaffungskosten von Maschinen gerade im Baugewerbe doch erheblich bedeutsamer geworden, als das früher mal war. Wer jährlich 3 Stemmhämmer, 5 Bohrhämmer, 10 Akkuschrauber und 10 Trockenbauschrauber neu kaufen muß, schaut vielleicht doch mal bei der etwas billigeren Konkurrenz nach. Ich habe jedenfalls bei Makita für den 6317 DWDE deutlich weniger bezahlt, als der vergleichbare Hilti SF 121 gekostet hätte (und der hat nur 2,0Ah-Akkus und auch weniger Drehmoment). Daß Makita auch noch teurere Akkuschrauber im Programm hat, ist richtig. Man fragt sich nur, weshalb. Die Motoren sind die gleichen, das Drehmoment geringer und ein Metallgehäuse auch nicht haltbarer ist, als ein gutes robustes Kunststoffgehäuse.
Also dann, herzliche Grüße an alle
flat
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Beitrag von Dietrich » Montag 8. November 2004, 18:09

Hallo Flat,

wegen der Begrüßung, 1200 Teilnehmer in 10 Monaten, sind 4 Teilnehmer am Tag die es zu begrüssen gilt, wer soll das machen?

Dein Widerspruch, oben schreibst Du, einzig die Qualität eines Elektrowerkzeugs zählt, egal ob von irgendwelchen von Dir genannten Randgruppen, irgendwo auf der Welt zusammengebastelt.
Weiter unten schreibst Du, von Lokalpatriotismus, Steuern in Deutschland usw.
Was also ist Dir in diesem Fall wichtig?

Gestatten, mein Name ist Dietrich, finde lokale Hersteller, die hier Steuern zahlen, die den Bürgern ihrer Statt Arbeit geben, gut!!!
Deshalb ............., aber das wirst Du schon noch mitkriegen:-)

Achso, meine Leidenschaft ist die Holzbearbeitung, mit Maschinen und in langsam zunehmendem Maße auch mit Handwerkzeugen.
Gruß Dietrich

www.holz-seite.de

Werkzeug made in Germany, eine Klasse für sich

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Beitrag von Alfred » Montag 8. November 2004, 21:35

Hier fällt mir gerade ein chinesisches Sprichwort ein: wie man ins Feuer bläst, so schlagen einem die Funken zurück.
Ich hätte nicht gedacht dass in Berlin die Architekten den Polieren schon die Wurst vom Brot ziehen und als Bauleiter arbeiten. hier sieht man wieder wie schlecht die Zeiten in Berlin sind, armes Deutschland.
kein Soja- Rindfleisch- und Holzimport zum Schutz der Regenwälder

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Beitrag von J-S-C » Montag 8. November 2004, 21:40

Ich fühle mich übergangen.... so was hört man sonst immer nur von Frauen... :roll:

Du solltest das I-Net nicht so für voll nehmen... oder eher gesagt nimms nicht persönlich.

gruß,
j-s-c
...:::J-S-C:::...

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Beitrag von flat » Montag 8. November 2004, 23:57

Alfred hat geschrieben:Hier fällt mir gerade ein chinesisches Sprichwort ein: wie man ins Feuer bläst, so schlagen einem die Funken zurück.
Ich hätte nicht gedacht dass in Berlin die Architekten den Polieren schon die Wurst vom Brot ziehen und als Bauleiter arbeiten. hier sieht man wieder wie schlecht die Zeiten in Berlin sind, armes Deutschland.
In der Baubranche kennst Du Dich offenbar nicht sooo gut aus oder? Ein Polier arbeitet für eine Baufirma und leitet ca. 3 bis 10 Leute, ein Disponent (auch fälschlich Firmenbauleiter genannt) arbeitet ebenfalls bei der Baufirma und koordiniert firmenintern die Abläufe, bestellt Materialien und kümmert sich um die Subunternehmer. Einen Bauleiter nach Landesbauordnung gibt es pro Bauvorhaben nur einen einzigen und das ist der, der die Leistungsphase 8 nach HOAI ausübt. Fast ausschließlich ist das ein Architekt und er koordiniert alle am Bau beteiligten Firmen, überwacht die Ausführung, prüft die Rechnungen und nimmt am Ende die Leistung stellvertretend für den Bauherrn ab. Und bei mittleren bis großen Bauvorhaben sind das ein oder mehrere Architekten, die sich auf Bauleitung spezialisiert haben, weil die meisten Architekten damit fachlich überfordert sind. Ich stehle also keinem Polier die Arbeit, sondern beaufsichtige die Poliere und deren Vorgesetzte. Ganz so arm ist Deutschland also selbst in Berlin noch nicht, obwohl Schröder und Konsorten sehr zielstrebig darauf hin arbeiten.
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