Stromkabel im Altbau - angebohrt?

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zubin

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Hallo miteinander,

ich bin kürzlich zur Miete in eine Altbauwohnung gezogen und habe zur Befestigung meines ISDN Adapters zwei Löcher in die Wand (neben der Telefondose) gebohrt. Das obere von beiden ging problemlos zu bohren, das untere bot mir stärkeren Widerstand so dass ich den Bohrer auf "Bohrhammer"-Funktion umgestellt habe. Als ich mit Nachdruck etwas tiefer zu bohren versuchte, war auf einmal der gesamte Strom weg - Hauptsicherung raus.

Es gab jedoch keinen Schlag oder Funken in dem Sinne. Auch ist der Bohrer noch völlig intakt. Das Loch befindet sich ca. 15 cm über dem Boden und ist nun ca. 5 cm tief.

Wie wahrscheinlich ist es eurer Meinung nach, dass ich eine Stromleitung getroffen habe, zumal man berücksichtigen muss, dass es keinerlei Funken oder Geräusche gab?

1. Was passiert im schlimmsten Fall nun?
2. Muss die Wand tatsächlich aufgeklopft und das Kabel repariert werden?
3. Kann ich diagnostisch irgendwie selbst feststellen, ob ich etwas getroffen habe?
4. Und ganz wichtig für mich: Muss ich das selbst zahlen?


Vielen Dank und Gruß,
Zubin
 
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Dominik Liesenfeld

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Hallo!


ich denke mal dass das ein Volltreffer war und die Sicherung einfach schnell genug gezogen hat, was ja auch deren Sinn ist.

Die Position die du beschreibst deutet auch auf eine Stromleitung hin.

Wenn es nicht dein Eigentum ist würde ich lieber nach Absprache mit dem Hauswirt einen Elektriker rufen, der das behebt. Ob der ohne etwas aufzuklopfen was dazusagen kann weiss ich nicht, hier wurde aber schonmal eine vom Handwerker angebohrte Leitung ohne aufstemmen repariert.

Falls du eine Privathaftpflicht hast, frage mal nach ob die das Abdecken würde.

Wenn du selbst fummelst und durch irgendwas flämmt auf einmal die Bude hast du das Problem.
 
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zubin

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Danke für die Info, ich werde heute trotzdem mit einem Leitungsprüfer rüber gehen. Eine private Haftpflicht? Ich weiß, dass meine Eltern so etwas abgeschlossen haben, bin mir aber nicht im Klaren darüber, ob das auch für mich gilt...

Problem ist jetzt nur: Ich habe ein wenig die Sorge, dass in meiner Abwesenheit ein "Schwelbrand" (?) entsteht und die Bude abfackelt. Das gesamte Zimmer vom Netz nehmen kann ich auch nicht, weil der Kühlschrank mit dran hängt - oder sollte ich das doch lieber tun, bis ein Elektriker sich das ansieht?

Was für Kosten könnten denn eurer Meinung nach entstehen?

Grüße, Zubin
 
Alfred

Alfred

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Hallo,
funktioniert denn die Elektrik wieder nachdem du wieder eingesichert hast oder ist ist sie weiterhin tot?
Gruß
Alfred
 
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zubin

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Nein, alles funktioniert wieder einwandfrei. Der Hausmeister war gerade hier und meinte, eigentlich dürfe da keine Leitung verlaufen, aber beim Fühlen mit dem Schraubenzieher meint er, etwas wie ein Kabel entdeckt zu haben.

Alles funktioniert wunderbar, auch die Bohrmaschine läuft weiter. Große Angst habe ich einzig vor einem Brand im Mauerwerk aber eben beruhigte mich der Hausmeister mit der These, da könne ja gar nichts brennen, weil alles Ziegel und Mauerwerk ist (beim Bohren ist auch rote Ziegelfarbe rausgekommen).

Was meint ihr? Ist das erstmal aufschiebbar auf ein paar Tage oder kann mir jede Nacht die Bude abbrennen?

Ich werde die Tage mal einen Leitungsprüfer holen, wenn ich da ne Leitung finde, ein Tassengroßes Loch aufklopfen und das Kabel isolieren, das wars... was denkt ihr?

gruß, Zubin
 
Alfred

Alfred

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Hallo,
Hauptsicherung raus- schreibst du, du hast also deine Zuleitung getroffen und entweder Phase gegen Schutzleiter oder Nullleiter oder anderen Erdschluss erzeugt. Die Leitungen müssen nicht immer ab sein, gerade wenn eine Zuleitung z.B. 4 oder 6 mm2 hat und im Blechrohr liegt, dann wird die Isolierung beschädigt und vielleicht etwas vom Leiter. Wenn du einen Phasenprüfer in das Loch hältst dann wird er dir Strom anzeigen- aber Achtung, es könnte auch wieder zu einem Schluss führen. Sollte die Leitung an dieser Stelle geschwächt worden sein, so kann sie bei hoher Last an dieser Stelle durchbrennen.
 
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Rainer4x4

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Mein Nachbar ist auch so ein Experte und hat nach dem Anbohren einer Leitung das Loch vorsichtig wieder zugegipst. Der Strom war wieder da, der Schutzschalter wieder eingeschaltet.
Ca. ein halbes Jahr später kam er bei mir an und fragte, ob ich Ihm eine Mehrfachsteckdose an der Stelle einer vorhandenen Einfachsteckdose installieren könnte.
Gesagt, getan! Nur bei der Prüfung der neuen Steckdose musste ich eine fehlerhafte Schutmaßnahme feststellen :shock: Nachdem ich Ihm gesagt habe, daß ich die Steckdose ums verrecken nicht in Betrieb nehmen werde und abklemmen werde hat er mir die Bohrstelle gezeigt. Er hatte genau den Schutzleiter durchbohrt! Und der hat seinen Namen nicht ohne Grund.....
Mit Strom ist nicht zu Spaßen, ich würde einen Fachmann zu Rate ziehen. Der kann Dir auch sicherlich ein Angebot erstellen.
 
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Herta

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Hallo zubin

das was Du da Schreibst das alles zusammen hängt ist ja normalerweise heute nichtmehr statthaft ,ich gehe einmal davon aus das in deiner gesamten wohnung die Elektrik machhode sind und alles neu gemacht werden muß, aber das ist eine angelegenheit des Hauseigentümers. Er ist dafür verantwortlich und nicht die Mieter. Was dein Schutz schalter anbelangt ist er normalerweise nur für Nassräume zuständig aber das ist auch wieder so eine sache. Genau so ist es nicht erlaubt eine E-Leitung 5 oder 10 cm über den Boden oder Decke zu verlegen,da gibt es din Vorschrieften 30cm nicht meh und nicht weniger.

Jetzt zu deinen Problem so wie du schreibst hast du eine Leitung
angebohrt.

Es gibt 2 Möglichkeiten es zubeheben wo du nicht unbedingt einen Elektriker brauchst besser ist es aber nicht notwendig,wenn du etwas von Elektrik verstehst!
was ich machen würde ist folgendes ich würde erst einmal
schauen wohin die Leitung geht und wo am anderen ende die Verteilerdose ist . wenn der Weg nicht zulang ist würde ich die alte Leitung rausschmeisen, würde eine neue einziehen und veputzen fertig das ist der Sicherste weg den du gehen kannst
wenn du das nicht selber anklemmen kannst,hol dir Privat einen Elektriker der dir das anschließen kann . wenn du das so machst mußt du aber gernau darauf achten das du immer vom Rand oder Ecke 30cm. weg bleibst das ist ganz wichtig. Das ist eine neue verlegung und die muß nach der Din norm verlegt werden
2.) Du kannst auch ein Loch machen und eine unterpuzdose einbringen und darin verbindest du ddas kaputte kabel mit einer Lüstern klemme und machst die Dose zu und fertig.Du kannst ja mal deinen Vermieter darauf ansprechen wann die Elektrick in der Wohnung erneuert worden ist. das ist auch sehr wichtig das zu wissen,denn dann kannst du ihm haftbar machen.
Mfg. Herta
 
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Oneil

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Hi

hab seit gestern das gleich prob! nur wollt ich das dsl modem, dran machen! ich schraub den splitter alles perfekt und dann in der gleichen höhe nur 2 cm rechts bum alles tod!



Ja hab ein kleine wennig ahnung auf dem gebiet und würde es so machen wie der herta es gesagt hatt ,nur da ich mir mit der Lüstern klemme nich sicher war ob das geht und so wollt ich mich mal etwas schlau machen (hab anhnung aber fach man bin ich noch lange nich)! na ja mal schaun wie es bei mir aussieht ,aber die chance stehn gut das ich nur etwa 2m austauschen muss!

mfg Andreas
 
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Dirk

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Lüsterklemmen nimmt man nicht.
 
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Herta

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Hallo Dirk
Es währe nett wenn du mir einmal veratenkannst womit die Verschiedenen Kabel in einer Verteilerdose zusammen kommen wenn keine Lüsterklemmen genommen werden ? Heute nimmt man nicht mehr die normalen Lüsterklemmen ,das ist zuviel arbeit heute gibt es die einfachen wo man nur reinsteckt und fertig
aber wenn man die nicht hat kann man die ganz normalen Lüsterklemmen benutzen.
Mfg. Herta
 
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Dirk

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Es wurden noch nie "Lüsterklemmen" genommen. Heutzutage nimmt man Federsteckklemmen ("WAGO-Klemmen"), die man natürlich genauso kaufen muß wie anderes Elektroinstallationsmaterial. Lüsterklemmen sind in Verteilerdosen nicht zulässig, dafür gibt es Dosenklemmen.

Dirk
 
Thema: Stromkabel im Altbau - angebohrt?

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