Hämmer, Stechbeitel, Schleifmittel verschiedenes...

Diskutiere Hämmer, Stechbeitel, Schleifmittel verschiedenes... im Forum Handwerkzeuge im Bereich Werkzeuge & Maschinen - So, bald möchte ich mir einige Stechbeitel und neue Hämmer zulegen. Welche Hämmer kann man denn am besten für die Holzbearbeitung nehmen...
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h-e-r-o

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So,
bald möchte ich mir einige Stechbeitel und neue Hämmer zulegen. Welche Hämmer kann man denn am besten für die Holzbearbeitung nehmen? Schreinerhämmer von Peddinghaus? Im Schlossereibereich haben die ja die Serie mit dem Glasfaserstiel und im Holzbereich halt mit normalem Holz Stiel...Gibt es andere gute Marken?
Die Stechbeitel werde ich mir von Feinewerkzeuge bestellen und den geschliffenen 6 tlg. Satz von Kirschen nehmen. Aber was kommt alles an Schleif und Schärfemittel dazu? Welchen Klöpfel nimmt man am besten? Tut es der normale Buche Hammer für ca. 16 Euro oder ist ein Klüpfel mit Messingkopf von Vorteil? Den Hammer könnt ich mir unhandlich vorstellen...

Nun zum Schärfen der Eisen...was wird da alles benötigt?
Ich hatte an folgendes Gedacht:
Diamantplatte 180er Körnung 45x115mm
MISSARKA-Ultra-Feinabziehstein rosa (800er Körnung)
Belgischer Brocken (6000-7000er Körnung) für "den letzten Schliff"

Wie sieht es mit Handhobeln aus? Ich hatte noch drei hier, die jedoch schon sehr alt waren und durch die starke Benutzung meines Opas auch schon zu abgenutzt und verbraucht waren. Welche Hobel sind für eine erste Grundausstattung von nöten? Sind hier die Marken E.C.E. empfehlenswert?

Ich hoffe, dass ihr mir bei meiner Fragenansammlung mal wieder helfen könnt :)
 
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MarkusS

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Ich würde den belgischen Brocken erstmal nicht kaufen. Für einen blutigen Anfänger ist mit absoluter Sicherheit ein synthetischer Stein besser zu handeln als ein Naturstein. Der Brocken hat ein sehr weiches Gefüge, wenn Du da nicht wirklich weisst was Du tust wirst Du den Stein krummschleifen - und hast dann neben dem Materialverlust noch das Problem, dass Du den Stein wieder abrichten musst.

Einen wirklich groben Stein brauchst Du nur wenn Du eine neue Schneide aufbringen musst, z.B. weil Du die Winkel komplett umschleifen willst oder wenn die vorhandene Schneide total vermackt ist. Ersteres sollte für den Anfang nicht der Fall sein, letzteres kann man mit entsprechender Sorgfalt beim Arbeiten vermeiden.

Ich würde initial zu einem synthetischen 1000/6000 Kombistein raten. Ggf. noch ein 180 oder 240 dazu, das wäre aber schon Luxus.

Kauf Dir zum Üben ein paar billige Stechbeitel, wenn Du die im Griff hast kannst Du an die Kirschen gehen.

E.C.E.-Hobel kannst Du normalerweise ohne Bedenken kaufen, dito die Ulmia. Wenn Du Hobel mit Eisenfeineinstellung kaufst sparst Du Dir ev. einiges an grauen Haaren. "Haben" sollte man eine Rauhbank, einen Putzhobel und ggf. noch einen Schlichhobel. Hängt aber davon ab was man machen will. Wenn man vom sägerauen Brett weg arbeitet braucht man noch einen Schrupphobel, dann gäbe es noch Simshobel, Zahnhobel, Nuthobel, ....

Ein einfacher Schreinerklüpfel aus Holz (in Hammerform) sollte reichen.

Gruss
Markus
 
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Kalle-Ralle

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Kann mich dem Vorredner nur anschließen, nimm für den Anfang einen synthetischen Kombistein und ein paar billige Eisen (einmal klein und einmal groß, die kann man auch gut für üble Arbeiten gebrauchen und die 'guten' Eisen bleiben verschont) und dann üben, üben, üben...

Schaue dich im Netz auch mal nach Tipps und Tricks und Anleitungen zum Schärfen um, probiere verschiedenes aus, dann wirst du die für dich beste Methode irgendwie daraus entwickeln...

Zum Draufwemsen nehm ich einen Holzhammer, Klüpfel hab ich noch nicht ausprobiert...

Ansonsten benutze ich noch ganz normale Schlosserhammer mit Holzstiel, teilweise mit Stielschutzhülse, bin nicht immer treffsicher... :roll:
 
N

news64

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Hi,

meiner Meinung nach sind die Eisen von Kirschen schon die erste Wahl bei Stecheisen für den allgemeinen Gebrauch (ich würde auch mit Diesen üben, warum schonen? Die sind zum Arbeiten gemacht).
Zum Stemmen reichte bei mir als Schlaginstrument ein Schreinerklüpfel, so ein Normaler, aus Holz ganz ohne Firlefanz. Ich glaube so um die 800g - 900g. "Draufwemsen" sollte man bei Stechbeitel eigentlich nicht, sondern nur gezielt Schläge führen. Zum Wemsen gibt es bei mir immer noch eine kleine Auswahl Zimmermannseisen oder eben die Stoßaxt. Ich glaube das 6er-Set ist bestimmt eine gute Wahl. Kauf Dir dann die Eisen nach, die Du mit der Zeit noch benötigst.
Bei den Hobeln gibt es, was ich bis jetzt feststellen konnte, zwei Haupt-Fraktionen ECE und Ott/Ulmia. Ich vermute mal, ohne jetzt genaue Kenntnis der anderen Marke zu haben, dass die sich qualitativ nichts schenken. Ich würde mir hier erst einmal einen Schlichthobel (als Doppelhobel) anschaffen. Die Putzhobel, womöglich noch ein Reformputzhobel mit Eisenfeinseinstellung werden heute hauptsächlich aus Ergeiz noch eingesetzt (jetzt bekomme ich bestimmt Prügel).

Auszug aus FeineWerkzeuge: "Putzhobel werden für die Feinstbearbeitung der Flächen verwendet. Früher, als Schleifpapier unüblich war, wurden z. B. furnierte Platten nicht geschliffen, sondern mit dem Putzhobel "geputzt". Eine präzise Einstellung des Eisens und hohes handwerkliches Geschick waren dafür erforderlich."

Ich konnte mich jedenfalls an die Schrauberei nicht gewöhnen. Ein paar gezielte Schläge und schon ist der Hobel eingestellt. Das ist aber vielleicht auch doch nur Gewöhnung.
Zum Abziehen würde ich Dir auch einen synthetischen Stein empfehlen. Man ist ja kein Oberammergauer-Holzschnitzer, wie mein Alt-Meister immer zu sagen pflegte.
Gute Hämmer kommen übrigens auch aus dem Hause Picard (man kenn Ihn, den Zimmermannshammer- schönes Wort, oder? Den Latthammer von Picard mit oder ohne magnetischem Nagelhalter, mit glatter oder rauher Bahn).

Schöne Grüße aus dem kalten Berlin, Swen
 
G

Guest

Guest
Hallo h-e-r-o,

mit den Stemmeisen von Kirschen machst du eigentlch nichts falsch. Zum Draufschlagen ist ein normaler Holzhammer vollkommen ausreichend. Bei den Normalen Schreinerhämmern bin ich mittlerweile bei den Stanley mit Graphitstiel angekommen. Wirklich angenehm im Handling und unkapputbar.

Bei den Hobeln scheiden sich die Geister. Die einen bevorzugen die Hobel aus Metall, andere welche aus Holz, die einen möchten Steilwinkel, die anderen Flachwinkel. Das ist eine Wissenschaft für sich. Es kommt halt darauf an, was du machen möchtest. Wenn du hier und da mal etwas beiputzen möchtest, oder Nachhobeln oder Anpassen, mach dir das Leben einfach und greif zum RALI Hobel. Prima einzustellen, kein Nachschärfen und eine verzugsfreie Stahlsohle. Den Rali gibt es in verschiedenen Ausführungen und auch als Simshobel mit Falzanschlag. Gerade für den Anfang finde ich den Rali optimal, da du wenig Probleme mit Schärfen und Einstellen hat und dic zunächst einmal auf das eigentliche Hobeln konzentrieren kannst. Später kannst du dir ja immer noch andere Hobel nach Bedarf zulegen.

Zum Schärfen wurde ja schon einiges gesagt. Der belgische Brocken (habe ich auch) ist ein super Stein, ist aber auch teuer und schnell ruiniert. Diamantsteine sind noch teurer und meiner Meinung nach für Stecheisen und Hobelmesser ungeeignet. Das Problem ist halt, dass du eine richtig scharfe Schneide mit einem billigen Stein nicht hinbekommst. Ein Stecheisen, das mit einem belgischen Brocken abgezogen wurde ist einfach schärfer, als eines, das auf einem (billigen) Kunststein abgezogen wurde.

Aber was du auf Dauer auch brauchst, ist etwas zum groben Schleifen. Ich selbst mache das mit einem Doppelschleifer, an dem eine Schleifvorrichtung montiert ist und eine Edelkorrund Schleifscheibe. Frei Hand am Doppelschleifer geht zwar auch, aber durch mehrmaliges Nachkorrigieren beim Schleifen geht oft viel Material verloren und der (teure) Stein leidet mit der Zeit auch.. Der Nachteil beim Doppelschleifer ist die Hitze, hier muss man sehr aufpassen, damit das Eisen nicht ausglüht. Solche Maschinen mit Schleifvorrichtung hat Dewalt im Programm. Eine Naßschleifmaschine wie die Tormek hat diesen Nachteil mit der entstehenden Hitze nicht, aber auch einen viel geringeren Abtrag.

Gruß

Heiko
 
R

RRS

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Hallo!

- Hämmer: Schlosserhämmer nur in leichter Ausführung zum Stifte treiben. Stifttreiber nicht vergessen!

- Klüpfel: eine mittlere Ausführung ohne Schnickschnack genügt.

Gelegentlich ist ein heller Gummihammer gut.

- Stechbeitel: Kirschen ist erstklassig. Kein Hersteller liefert gebrauchsfertige Eisen. Alle Eisenmüssen zuvor abgerichtet und geschärft werden. Das "geschliffen" bezieht sich auch bei Kirschen nicht auf die Schneide.

- Die Auswahl der Schleifmittel in Deiner Liste ist nicht sinnvoll, deutet darauf hin, dass Du dir noch keine Methode ausgesucht hast, die zu Dir passt. Also erst mal Literatur wälzen - z.B. hier!

- Hobel: die alten begutachten lassen, ggf. restaurieren! Alte Hobel sind oft von sehr guter Qualität.

- Neue Hobel: Fragen.....
1) Kannst Du hobeln? (Lernt man nicht in kurzer Zeit)
2) Hast Du eine Hobelbank? It´s hard to cut a moving target!
3) Was willst Du gestalten?

Auch beim Hobel gilt - es werden keine gebrauchsfertigen Werkzeuge geliefert! Was ja auch nicht wirklich ginge, weil der Hersteller Deine spezielle Einsatzart (arbeitsweise, Holzart(en)) nicht kennt. Schärfen ist auch hier das Minimum der Vorarbeiten, meist kommt noch Hobeltuning in irgendeiner Form hinzu.

Anfangen würde ich mit einem eisernen - wegen der viel leichteren Einstellung! - Putzhobel. Nachdem Du dann mal hoblen kannst, wird die sammlung schnell grösser. Bei mir waren es mal in 15 Monaten 12 verschiedene Hobel mit noch mehr Eisen.

Gruss und gutes Gelingen!

Rolf
 
E

Erzi

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Ich wuerde dir als Schleifsteine fuer deine Zwecke einen Cerax 700 empfehlen den du auch bei deiner Quelle bekommst und dazu den groesseren 1000/6000 Kombistein.

Schleifsteine koennen nie gross genug sein.

Beide auf der gleichen Seite als Japanische Wassersteine zu finden.

Ich benutze diese Steine selbst sehr gern zum schaerfen meiner Kuechenmesser und auch zum schaerfen eines Hobelmessers.

Dabei solltest du vorallen mit dem 6000er sehr vorsichtig sein da die Oberflaeche ziemlich weich ist. Wenn du zuviel Druck ausuebst und zu ruckartig drueber gehst dann kann es ganz schnell passieren das du haengen bleibst und quasi in den Stein schneidest.


Am besten beide Steine vor der Verwendung 10 min ins Kalte Wasser legen und "einweichen". Dann sollten kaum oder keine Blasen mehr aus den Steinen entweichen und du kannst loslegen.
Je nachdem wie die Eisen/Messer aussehen musst du mit dem groben beginnen. Bei den nagelneuen Kirschen brauchst du wahrscheinlich nicht schon mit dem 700er ran. Bei deinen gebrauchten und wahrscheinlich auch bei den neuen Hobeleisen schon eher. Bei den Stechbeiteln duerftest du mit dem 1000er schon grob genug sein.

Ich wuerde zuerst mal schauen was passiert wenn du die Spiegelseite plan auflegst und schleifst. Wie sieht der Materialabtrag aus. Beim 1000er duerftest du ein paar Kratzer hinterlassen und siehts auch ob diese gleichmaessig ueber die gesamte Schnittbreite gehen.
Wenn ja wuerde ich da nicht weiter dran rum schleifen, nun gehst drehst du das eisen um und legst es erstmal flach auf. Die Schneidkante liegt dann praktisch in der Luft. Nun hebst du das Eisen hinten ab bis der die Schneidkante ordentlich aufliegt, nicht zu steil und nicht zu flach. Du kannst dich dabei an dem vorgegebenen Winkel grob orientieren. Nun schoen auf dem 1000er Stein schleifen. Immer schoen in beide richtungen. Nicht zuviel aufdruecken und leicht feucht halten (nicht ersaeufen und nicht zu trocken, du solltest merken ob der Stein Material abtraegt oder nur unter dem Eisen durchlaeuft).
Wenn du das Eisen einige Male ueber den Stein bewegt hast pruefe das Ergebnis. Die Phase sollte schoen plan und gleichmaessig geschliffen sein und an der Schneide sollte sich ein fuehlbarer Grad gebildet haben. Den Grad fuehlst du wenn du auf der Spiegelseite die Fingerkuppe Richtung Schneide bewegst. Solltest du keinen Grad fuehlen dann hast du noch nicht ausreichend geschliffen oder der Winkel war zu flach. Dann eben weiter schleifen oder das Eisen ein wenig steiler halten. Wenn der Stein schoen feucht ist siehst du auch schon am Wasserfilm ob er richtig aufliegt.
Wenn der Grad da ist dann legst du auf der Spiegelseite auf und ziehst ganz vorsichtig ab. Diesmal zwar auch in beide Richtungen aber mit nur sehr wenig Druck und eher "ziehend" also in Schnittrichtung nur noch ganz sanft.

Dann machst du das Gleiche mit der 6000er Seite des Wassersteins. Auch dort spuerst du eine Gradbildung, allerdings nicht mehr so stark wie auf dem 1000er. Und wie gesagt ganz vorsichtig weil der 6000er bedeutend weicher als der 1000er ist und du dort schnell einhakst.
Anstatt dem 6000er koenntest du auch mit einem billigen Arkansas weiss probieren, der ist auch sehr fein dafuer aber extrem hart. An den 6000er Wasserstein kommt er nicht ran aber fuer den Anfang ... (soll nur ein Vorschlag sein) Ich wuerde es mit dem 6000er probieren und halt daran denken das er sehr empfindlich ist.

Wenn du damit fertig bist solltest du ein wirklich scharfes Hobelmesser bzw. scharfe Stechbeitel haben.
Noch ein Hinweis, beginne mit dem breitesten Stechbeitel, da er sich wohl am einfachsten schleifen laesst.

Achso, bei den aelteren Hobeleisen faengst du mit dem 700er an. Der ist relativ unempfindlich. Sollten die Eisen angerostet sein oder irgendwie anders stark angegriffen oder verdreckt sein dann kaufe dir im Baumarkt erstmal ein paar Boegen 800er oder 1000er Nasschleifpapier und mach die Eisen damit erstmal blank. Das Papier kannst du danach einfach entsorgen was beim Stein etwas anders aussieht. Der setzt sich naemlich durch so etwas recht schnell zu und du muesst ihn dann erst wieder oeffnen. Ansonsten wird der ziemlich unbrauchbar.

gruss Erzi
 
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RRS

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Hallo Erzi!

dass der 6000er Cerax sehr weich sein soll und die Eisen zum Eintauchen neigen habe ich jetzt innerhalb weniger Tage zum 2. Mal gehört. Habe selbst keine Erfahrung mit diesem Stein, werde mich nun vor weiteren Empfehlungen hüten.

Aber ich bin seit einiger Zeit "stolzer Besitzer" eines 8000er Cerax. Da gibt es keine Probleme mit Eintauchen der Eisen. Allerdings gehen die Eisen auch nur mit einer genauen Schleifführung drauf und wenn ich die Microfase anschleife geht der erste Zug immer rückwärts.

Der Stein schleift ausgesprochen schnell, poliert auf Hochglanz. Die Eisen gelangen zu einer bisher nicht gekannten Schärfe.

Allerdings hat das gute Stück auch seinen Preis.

Gruss

Rolf
 
E

Erzi

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Hallo Rolf,

es handelt sich um ein Missverstaendnis.
Der 1000/6000 ist kein Cerax. Ich habe auch diesen Stein von feinewerkzeuge und es handelt sich um einen KING. Dieser ist auf der 6000er Seite extrem weich aber mit sehr guter Schleif- Polierwirkung. Bin sehr zufrieden bis auf die Eigenschaft das man sehr schnell rein schneidet wenn man nicht vorsichtig genug ist.
Der 700er den ich empfohlen habe ist ein Cerax und der ist um Welten haerter (natuerlich rein subjektiv betrachtet).
Die 1000er Seite vom King ist auch sehr gut was die Schleifwirkung angeht ist haerter als die 6000er Seite aber ingesammt auch eher weich. Ich habe keine Ahnung warum der Cerax soviel haerter ist und wie das bei Cerax aussieht wenn sie feiner werden.
Wenn die wirklich alle etwas gleich hart sind dann wuerde ich evtl. auf 3 Steine ausweichen. Also den 700 fuer den Grundschliff, leider gibts auf der Seite keinen 600er oder 500er Cerax, dann einen 1000 oder 1200er Cerax und dann zum polieren einen 6000er Cerax.

Ich selbst kenne nur den 700er der eine sehr gute Performance hat und fuer meinen Geschmack nicht zu hart aber auch nicht zu weich ist.

Du schreibst das der 8000er wohl die gleichen Eigenschaften hat. Damit scheint Cerax wohl ideal zu sein.

Auf jeden Fall gehoert die Marke nicht zu den Billigheimern und ist auch nicht ueberteuert. Darum meine Empfehlung.

gruss Erzi
 
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Erzi

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RRS schrieb:
(...) Allerdings gehen die Eisen auch nur mit einer genauen Schleifführung drauf und wenn ich die Microfase anschleife geht der erste Zug immer rückwärts.
(...)


Benutzt du eine Schleiffuehrung die mit einer Rolle auf dem Stein gleitet?
Wenn ja solltest du darauf achten das sie keine Delle in den Stein arbeitet. Ich benutze nur meine Hand als Schleiffuehrung. :wink:
Schleife allerdings auch nur sehr selten Hobeleisen, meisstens die Werkzeuge meiner Frau (Kuechenmesser).
Und wenn ich das Eisen meines Hobels schleife dann habe ich genuegend Zeit und mache das in Ruhe ohne Fuehrung. Mit etwas Geduld und einer ruhigen Hand geht das locker ohne. Wenn ich mehrere Eisen in Serie schleifen muesste oder da Zeitdruck haette dann wuerde ich vielleicht auch eine Schleiffuehrung nehmen. Aber eigentlich braucht man zum Abziehen sowas nicht. Wenn so ein Eisen einmal richtig scharf ist und man nicht zu lange wartet mit einem erneuten Abzug dann braucht man eigentlich keine und es geht trotzdem ruckzuck.

gruss Erzi
 
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RRS

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Erzi schrieb:
Benutzt du eine Schleiffuehrung die mit einer Rolle auf dem Stein gleitet?
Wenn ja solltest du darauf achten das sie keine Delle in den Stein arbeitet. Ich benutze nur meine Hand als Schleiffuehrung. :wink:

Hallo Erzi,

ja ich habe eine Veritas Mk. II Schleifführung mit verstellbarer Rolle. Dass sich die irgenwie/wo einarbeiten würde, kann ich nicht bestätigen.

Viel wichtiger ist die absolut präzise und reproduzierbare Winkeleinstellung. Bei meinen Eisen (Hobel und Beitel) wird nach dem Schleifen der Fase eine Microfase von - je nach Anwendungsgebiet - 1° oder 2° angezogen, die max. 1 mm breit ist. Diese Präzision mit der freien Hand hinzubekommen ist mir nicht gegeben.

Gruss

Rolf
 
R

rediman

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Heiko schrieb:
Aber was du auf Dauer auch brauchst, ist etwas zum groben Schleifen. Ich selbst mache das mit einem Doppelschleifer, an dem eine Schleifvorrichtung montiert ist und eine Edelkorrund Schleifscheibe. Frei Hand am Doppelschleifer geht zwar auch, aber durch mehrmaliges Nachkorrigieren beim Schleifen geht oft viel Material verloren und der (teure) Stein leidet mit der Zeit auch.. Der Nachteil beim Doppelschleifer ist die Hitze, hier muss man sehr aufpassen, damit das Eisen nicht ausglüht. Solche Maschinen mit Schleifvorrichtung hat Dewalt im Programm.

Hallo,

ich würde gerne nochmal auf die Doppelschleifer näher eingehen.
Welche adäquaten alternativen gibt es denn noch zu Dewalt ?

Suche hierzu dringend alternativen, da Dewalt teils schwer erhältlich

Neu oder auch ggf. gebraucht.

Wäre für sachdienliche Hilfe sehr dankbar

Besten Dank vorab,
rediman
 
G

Guest

Guest
Hallo,

was möchtest du denn alles schleifen?Gebrauchte Geräte gibt es im Netz oft von Elu, das sind dann die Originale, die Dewalt heute unter neuem Namen verkauft.

Alternativ kannst du dir auch einen guten Doppelschleifer kaufen und die Schleifvorrichtung von Dewalt dranbauen. Habe ich bei meinem Scheppach gemacht. Da muss man halt ein wenig basteln.

@Moderator
Vielleicht sollte man den Tread hier abtrennen und ins Elektrowerkzeugforum verschieben

Gruß

Heiko
 
H

h-e-r-o

Threadstarter
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Hallo zusammen,

da ich keinen neuen Thread aufmachen wollte und mein alter perfekt zum Thema passt habe ich ihn nochmal hochgeholt...

Bei meinen Handwerkzeug kauf kam noch die ein oder andere Maschine dazwischen (Hobel, Dekupiersäge etc), sodass die Stechbeitel erstmal warten mussten...

Nun ist es geschehen und ich habe mir den 6 tlg Kirschen Stechbeitelsatz gekauft...Nun steht auch das Thema schärfen an und hier wollte ich nochmal anknüpfen. Ich dachte nun an folgende Schleifmittel und Schleifhilfen:

1. Veritas MK.II Schleifführung
2. Schleifstein CERAXKörnung: 700
3. Kleiner Kombistein CERAX Körnung: 1000/6000

Eine Schleifführung möchte ich verwenden um wirklich exakt schleifen zu können. Ich habe nicht das Händchen dafür ein Eisen in genau dem richtigen Winkel freihändig zu führen...Und wenn es schon so praktische Hilfen gibt dann wird das Ergebnis damit bestimmt um einiges besser :)...Die Körnungen habe ich mir aus den vorhergegangen Beiträgen ausgesucht. Bei der Steinwahl bin ich jedoch bei Cerax steinen geblieben, da diese anscheinen von guter Qualität sind...Macht es evntl. Sinn den 1000/6000er Cerax gegen den grossen 1000/6000er von King zu tauschen, damit der Stein grösser ist? Von der Grösse her müsste doch auch der Cerax reichen, oder?

Bin ich mit den oben aufgeführten Sachen gut gerüstet um meine Eisen scharf zu bekommen?

Vielen Dank schon mal...
 
G

Guest

Guest
h-e-r-o schrieb:
Bin ich mit den oben aufgeführten Sachen gut gerüstet um meine Eisen scharf zu bekommen?

Du brauchst du den Winkel nicht ganz exakt einzuhalten. Ca. 25-30 Grad sind in Ordnung.

Ich benutze einen 800er King und einen 6000er. Die Steine sind günstig und gut. Dafür habe ich mir aber die breiten Steine geholt, die sind für Hobeleisen besser geeignet. Ich habe zwei hobel mit jeweils 60mm breiten eisen, da macht das Sinn.

Von Schleifführungen halte ich recht wenig, ich habe noch einen einfache Führung hier rumliegen, die ich nie benutze.

Freihand ist ein wenig Übungssache, aber es zahlt sich aus. Man ist viel schneller und kann die Steine besser ausnutzen.

Hier habe ich meine Art des Schärfens vorgestellt:
http://heiko-rech.de/werkstatt/schaerfen.php

Gruß

Heiko
 
U

Uwe_1968

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Hallo Zusammen,

wollte kein neues Thema aufmachen und glaube ich bin hier ganz gut aufgehoben zu sein.

Ich benutze zum schärfen meiner Stechbeitel unter anderem einen Kirschen Universal-Abziehstein (Art. Nr. 3707, hier auf Seite 51). Weiß jemand zufällig was der für eine Körnung hat? Bin soweit ganz zufrieden, aber da er abgenutzt ist wollte mir evtl. einen neuen zulegen und hätte gerne den 'Zahlenvergleich'.

Danke schonmal!

Gruß

Uwe
 
U

Uwe_1968

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:thx:
 
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emil17

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Ich habe aus einem Nachlass eine Drechselbank gekauft, wo auch noch eine Tormek Nassschleife mit dabei war (stand nicht in der Anzeige) und diese Schleifmaschine ist ein tolles Teil.
Man kann sich damit sehr rasch beliebt machen, wenn man anderswo eingeladen ist und der dortigen Hausfrau ihre Küchenmesser mal wieder hernimmt.
Auch für Stecheisen ist das Ding brauchbar. Der Vorteil ist, dass sie recht langsam ist - wenn man ungeduldig ist, blockiert man den Stein.
Wenn man das Stecheisen auf die Wekzeugführung klemmt und am Ende noch eine kleine Schraubzwinge (80 x 300 oder so) sinnig anbringt, wird das Werkzeug von selbst mit der richtigen Kraft an den Stein gedrückt und man kann die Sache einige Minuten sich selbst überlassen.
Wenn man häufig nachschleift (nicht erst, wenn man das Eisen kaum mehr ins Holz bekommt) und beim Arbeiten etwas acht gibt (das Eisen nicht in alte Nägel oder den Bankhaken schlagen ... ), dann halten die Eisen lange. Vor allem soll man die guten Stecheisen nicht zum Zerlegen von Holzkisten verwenden und auch nicht ausleihen.
Der Hinweis hier, zum üben erstmal billige Eisen zu verwenden, taugt nichts; die Schneide bricht schon bei einem Schwarzast aus oder hält die Schärfe nicht.
Lieber auf den Flohmarkt, wo sich in manch einer Grabbelkiste das eine oder andere Eisen aus gutem Stahl findet, das man wieder hinbekommt.
 
Thema: Hämmer, Stechbeitel, Schleifmittel verschiedenes...

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