LED Werkstattbeleuchtung

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-FX-
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LED Werkstattbeleuchtung

Beitrag von -FX- » Freitag 19. Februar 2021, 14:26

Hallo,
mich würde mal interessieren, wie ihr eure Werkstatt optimal ausleuchtet (zumindest die, die sich auch ernsthaft damit auseinendergesetzt haben).

Habe das Gefühl die Diskussion geht für Heimwerkstätten gerade in 2 Richtungen, die einen werben mit den Youtube-Influenzern gerne für ihre LED Panels (62x62cm, 120x30cm), andere schimpfen über den Preis und behaupten dass man mit LED-Röhren für viel weniger Geld gleich gute Ausleuchtung erreichen könne.

So wenig ich solche "Werbeaktionen" von Luks-Lite & Co ernst nehme so sehr sagt mir aber auch mein Fotografiewissen, dass Flächenleuchten gegenüber Röhren die bessere Wahl sein sollten.

Röhrenfassungen sind übrigens nicht vorhanden, die Deckenhöhe beträgt leider gerade mal ca. 220cm.

Wie seht ihr das?

Grüße
Chris

Ein_Gast
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Re: LED Werkstattbeleuchtung

Beitrag von Ein_Gast » Freitag 19. Februar 2021, 14:35

Meine Decke ist auch nicht höher, eher sogar niedriger. Ich habe doppelte 1,5 m Led-Röhren direkt über den Werkbänken, so dass man sich selbst nicht im Licht steht und die Arbeitsfläche hell ist. Für den restlichen Raum gibt es dann ein paar extra-Röhren.

Besonderen Wert auf Farbechtheit habe ich nicht gelegt, das sind "normale" kaltweiße Röhren. Ich mache nur wenig mit Farben und daher habe ich keinen Bedarf für einen CRI jenseits der 90.

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Dirk
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Re: LED Werkstattbeleuchtung

Beitrag von Dirk » Freitag 19. Februar 2021, 14:46

Ein_Gast hat geschrieben:
Freitag 19. Februar 2021, 14:35
"normale" kaltweiße Röhren
:brech:
Kaltweiß ist alles, nur nicht "normal".
Akkuschrauber Auswahlhilfe
Mein Freund der Baum braucht CO2, drum setz' ich's aus dem Auspuff frei :D

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Re: LED Werkstattbeleuchtung

Beitrag von Ein_Gast » Freitag 19. Februar 2021, 16:12

Dächte ich, dass es identisch sei, stünden dort nicht zwei Begriffe um die Lampe zu beschreiben...

Dev
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Re: LED Werkstattbeleuchtung

Beitrag von Dev » Freitag 19. Februar 2021, 23:56

Flächenleuchten haben tatsächlich eine super Ausleuchtung und keine harten Schattenwürfe. Sie haben aber auch drei Nachteile:
1) Sie sind im Vergleich zu einfachen Wannenleuchten teurer. Der faire Vergleich wäre also ein LED-Panel gegen zwei Wannenleuchten und dann ist die Lichtverteilung meines Erachtens gleichwertig.
2) Das Leuchtmittel ist nicht tauschbar. Wenn eine LED-Röhre kaputt ist, gibt es für 10 € eine neue. Beim LED-Panel fliegt meist das ganze Panel weg (wenn man nicht bereit ist, einzelne SMD-LEDs mit dem Lötkolben oder eher der Heißluftstation zu tauschen).
3) Die meisten LED-Panel sind sehr empfindlich was Schläge gegen die Front betrifft. Gerade in einer Werkstatt hantiert man gerne mal mit längeren Teilen wie z.B. einer Holzlatte und stößt auch mal unbeabsichtigt gegen die Decke (wenn man keine Halle mit >3m Raumhöhe hat). Eine Wannenleuchte verzeiht einen leichten Treffer meist. Bei den Panels, die ich bisher gesehen habe, war der Frontdiffusor so dünn, dass ich dort wesentlich mehr Bedenken hätte. Es mag auch robustere Panels geben, aber was kosten die?

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Re: LED Werkstattbeleuchtung

Beitrag von unicque » Samstag 20. Februar 2021, 00:47

Dirk hat geschrieben:
Freitag 19. Februar 2021, 14:46
Ein_Gast hat geschrieben:
Freitag 19. Februar 2021, 14:35
"normale" kaltweiße Röhren
:brech:
Kaltweiß ist alles, nur nicht "normal".
Da muss ich dir leider vollständig widersprechen. Für die korrekte Farbwiedergabe ist Tageslicht mit einem hohen CRI das einzig richtige und in Werkstätten und Industrie Standard, schon allein um Ermüdung vorzubeugen. 4500K-6000K sind da genau richtig.

Zum Thema:
Bei niedrigen Decken ist ein möglichst weiter Abstrahlwinkel wichtig, dazu eine hohe Leuchtstärke, damit durch den breiten Abstrahlwinkel auch noch überall Licht ankommt. auf der Werkbank solltest du mindestens 300 Lux erreichen, besser 400-500, außerdem über Maschinen wie Sägen, Fräse, etc. mit erhöhter Unfallgefahr, da sind in Werkstätten mit Beschäftigten sogar 500Lux Pflicht.

Je mehr Leuchten an der Decke desto besser da wenig Schatten. Da spielen also auch wieder die Flundern ihre Vorteile aus.
CRI mindestens 90 oder höher, den gibt es aber selten für 40€ in 60x60cm.

Mit freundlichen grüßen vom Lichtfachmann. Endlich bin ich auch mal Experte in etwas :crazy:
Zuletzt geändert von unicque am Samstag 20. Februar 2021, 00:58, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: LED Werkstattbeleuchtung

Beitrag von powersupply » Samstag 20. Februar 2021, 00:49

Zu Punkt 2 von Dev hätte ich noch anzumerken, dass bei den Flächenleuchten eher das Vorschaltgerät kaputt geht als eine einzelne LED. So zumindest meine Erfahrung wobei die sterbenden LEDs bei den kleinen Leuchtmitteln heute noch oft vorkommen.
Die Vorschaltgeräte der Flächenleuchten tauscht auch nur der Bastler selber aus oder repariert sie, sofern möglich.

Wegen Kaltweiß: Ich denke damit verbinden die Meisten die üblen blaustichigen kaltweißen LEDs der Anfangszeit. Daher :brech:
Tageslicht ist hier sicherlich der korrekte Begriff dafür. Vollspektrum eben. Ich meine das waren die 865 von Osram.

PS
Zuletzt geändert von powersupply am Samstag 20. Februar 2021, 00:53, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: LED Werkstattbeleuchtung

Beitrag von unicque » Samstag 20. Februar 2021, 00:51

Das Vorschaltgerät ist bei den Flundern meist extern, man kann es also jederzeit problemlos ersetzen, dann gegen eins von Osram.
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Re: LED Werkstattbeleuchtung

Beitrag von powersupply » Samstag 20. Februar 2021, 00:57

Das in meiner Küchenleuchte ist eines von Osram. Einstellbar und dalifähig.
Das aber auch nur deshalb weil wir die Leuchte gekauft hatten und alle gesagt haben: Die ist zu hell.
Also das originale VG raus und ein Osram rein. Zusätzlich gleich noch einen verdeckten Schalter angebracht um die Leuchte mit mehr Licht betreiben zu können. :crazy:
gegen eins von Osram.
Hast Du eine aktuelle Empfehlung?

PS

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Re: LED Werkstattbeleuchtung

Beitrag von unicque » Samstag 20. Februar 2021, 00:59

Das kommt drauf an ob CC oder CV also Konstantstrom oder Konstanspannung und dann natürlich die passenden Werte.
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