Wieviel Leistung für Rasenmäher 3,5 PS oder doch mehr...

Rasenmäher und Rasentraktoren, Motorsensen und Heckenscheren, aber auch Einachser gehören zu den Themen in diesem Forum.

Moderator: Brandmeister

Morpheus76
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Beitrag von Morpheus76 » Mittwoch 16. Mai 2007, 14:50

Also, mir ist schon klar, dass man einen Mäher nur mit Mähern der gleichen Preisklasse vergleichen kann. Ich würde auch gern einen Toro, Klippo, Herkules oder wie sie alle heißen besitzen wollen. Da es bei mir nach einem gerade abgeschlossen Neubau nicht gerade rosig auf dem Konto aussieht muss halt erstmal ein "Billig-Mäher" ran!!!
Also, ich werde der Sache mit der evtl. Motordrosselung noch mal auf den Grund gehen und meine Ergebnisse hier beschreiben.
Also, vielen Dank schon mal an alle, die sich hier beteiligt haben :D

Gruß marcel

Keksfriedhof
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Beitrag von Keksfriedhof » Donnerstag 17. Mai 2007, 07:54

Hallo,
Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es für wenig Geld viel zu erhalten.
Eleganter und präziser hätte man es nicht sagen können.

@tommiausffb
"Ein Rasenmäher sollte auch leise und langlebig sein.
Mit Sicherheit ist ein in der Drehzahl abgeregelter Motor leiser und langlebiger als ein am Drehzahllimit arbeitender schwächerer Motor."
Im Grunde richtig, aber:
- Es ist die Rede von Leistungsdrosselung, und nicht die Rede von Drehzahldrosselung. Das eine muß nicht unbedingt aus dem anderen resultieren. Eine solche Drosselung von knapp 50% auf die Drehzahl würde nur dazu führen, dass der Mäher schlichtweg kaum noch anständig mähen würde.

-Die Geräte von Alko kann man meines Wissens nicht zu den Nobelmarken zählen, sprich das gesetzte Ziel ist wohl eher Masse (zu annehmbaren Preisen) statt Klasse (mit Extrabonus für den Markennamen, da passt es einfach nicht in's Bild teure gedrosselte Motoren zu verbauen nur damit das Produkt leiser wird, und noch viel weniger passt Langlebigkeit in dieses Schema unserer Wegwerfgesellschaft.

- Wenn diese Drosselung tatsächlich nur aus den von Dir genannten Gründen resultiren würde, hätte sich der Hersteller wohl kaum entgehen lassen damit Werbung zu machen.

Ich möchte hier der Fa. nichts unterstellen, somit sind das alles nur ungeprüfte Vermutungen die darauf basieren, dass weder Alko, Toro oder sonstwer etwas zu verschenken hat. Vielleicht musste das ganze auch nur geschehen um eine Norm zu erfüllen, ich weiss es nicht.... (Damals was meine GPZ1100 von 125 auf 100 PS für den Gesetzgeber beschnitten, mit einem Blechwinkelchen der das völlige Öffnen des Gasgriffes verhinderte :lol: :lol: )

@Morpheus76
3,5 PS für 40cm Schnittbreite und 400m^2 gepflegter Wiese sind definitiv ausreichend, zumal der Motor trotz drosselung keinen Hubraub einbüßt (Drehmoment)
Gruß M

Thomas.B
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Beitrag von Thomas.B » Donnerstag 17. Mai 2007, 10:30

Hallo,
interessantes Thema, welches mich auch gerade beschäftigt...

Ich denke es ist so: So ein Rasenmäher lebt von der Drehzahl bzw. besser gesagt von der Umfangsgeschwindigkeit. Bei E-Mähern, deren Drehzahl fast immer systembedingt bei knapp 3000 rpm liegt, merkt man das sehr genau. Jeder Zentimeter mehr Durchmesser bringt einen Fortschritt.

Grundsätzlich hätte man also ein Interesse daran, gerade bei problematischem Mähgut (hoch gewachsen, dicht, naß...) mit möglichst hoher Drehzahl bzw. relativ dazu mit großer Schnittbreite zu arbeiten. Plötzlich müssen die Messer nicht mehr wirklich scharf sein, der Abtransport in den Korb/Fangsack funktioniert auch bei hohem Aufkommen bestens usw.
Gleichzeitig nehmen aber auch die technischen Probleme rapide zu. Die Messer der Mäher haben oft eine ziemliche Unwucht: durch Verschleiß, ungenaues Nachschleifen, Ablagerungen oder einfach irgendwelche Grashalme, die für ein paar Umdrehungen mitgerissen werden. Wer schon mal eine im Gras versteckte Schnur etc. vom Messer aufgewickelt hatte, weiß was ich meine. Da stellt man den Motor ganz schnell ab und inspiziert besorgt die Unterseite des Mähers...

Schwingungen und Vibrationen setzen nicht nur der Motorlagern zu, sondern auch dem ganzen Gehäuse des Mähers. Außerdem verursachen sie Lärm. Ein paar 100 Umdrehungen mehr oder weniger machen da viel aus. Kunststoffgehäuse sind in der Herstellung billig, rosten nicht, sind leicht und haben gute Eigenschaften bzgl. der Körperschalldämpfung. Aber der (billige) Kunststoff versprödet mit der Zeit - besonders schnell durch UV-Einstrahlung, Wärme und auch verschüttetes Benzin. Dann gibt es Risse und bald kann man die Sache vergessen. Blech ist entweder schwer oder neigt zu lauten Vibrationen. Auch da können sich Risse bilden. Einfaches Blech rostet schnell. Edelstahl ist teurer und bei gleicher Stabilität schwerer. Aludecks gammeln bei mangelnder Pflege auch, wenn auch nicht so schnell. Hochwertige faserarmierte Kunststoffe wären wohl ideal - zu teuer und zu unökologisch.
Alles nicht so einfach...

Deshalb kann es zweckmäßig sein, die Drehzahl zu begrenzen, um Lärm und Lebensdauer in den Griff zu bekommen.

Wozu man bei 400m² Zierrasen und Stromanschluß in der Nähe einen Benzinmäher braucht, ist noch ein Thema für sich. Gerade wenn die Haushaltskasse stark angefressen ist, würde ich da zu einem E-Mäher raten. Wenn es fast nichts kosten soll: brauchbare Gebrauchtgeräte sind sicher für ein paar Euro zu erstehen. Wer ein wenig schrauben kann, braucht auch (fast) gar nichts zu investieren. Die Dinger sind viel wartungsfreundlicher bzw. brauchen fast keine Wartung. Zum reinigen kann man sie problemlos umdrehen. Selbst die Lagerung ist unproblematischer und z.B. hochkant platzsparend möglich, ohne sich Sorgen um auslaufendes Öl oder Benzin machen zu müssen. Keine Abgase, weniger Lärm...
Benzinmäher sind für mich eher eine Notlösung für Bereiche, wo ich keinen Strom habe bzw. die Kabelverlegung mühsam wäre. Bei wirklich großen Flächen oder professioneller Garten- oder Landschaftspflege sieht das anders aus. Da relativieren sich auch eher die Wartungskosten. Selbst wenn man sich alleine um alles kümmert und das Gerät wenig benutzt, dürften die Wartungs- und Betriebskosten eines Benzinrasenmähers kaum unter 50 Euro/a liegen: Öl, Luftfilter und Zündkerze sollte man einmal im Jahr wechseln - da sind schon mal ca. 20 Euro weg. Dazu kommt der Sprit und vielleicht ein Messer dann und wann (was der E-Mäher auch braucht). Wenn wirklich etwas kaputt geht, wird es schnell so teuer, daß ein neuer Mäher billiger ist. Dagegen sind die Stromkosten ein Witz.
Wenn das Haus neu ist, ist ggf. der Rasen auch gerade erst eingesäht. Dann ist ein möglichst leichter Mäher ohne Radantrieb von Vorteil.

Von der Mulcherei halte ich für meine Bedürfnisse nichts. Dafür müßte man wirklich oft mähen und dafür habe ich keinen Nerv - schon weil ich weit mehr als 400m² zu betüdeln habe. Fangbox, Komposthaufen, immer mal ein paar Schippen Pferdemist dazwischen und nach 2...3 Jahren freut man sich über den schönen Humus. Aber heutzutage ist es ja "in", den Rasenschnitt zur Deponie zu fahren und auf dem Rückweg Dünger und Blumenerde in der Tüte aus dem Baumarkt mitzubringen...

Gruß
Thomas

moto4631
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Beitrag von moto4631 » Donnerstag 17. Mai 2007, 11:11

Thomas.B hat geschrieben:Aber heutzutage ist es ja "in", den Rasenschnitt zur Deponie zu fahren und auf dem Rückweg Dünger und Blumenerde in der Tüte aus dem Baumarkt mitzubringen...
Gruß
Thomas
:D

hs

Beitrag von hs » Donnerstag 17. Mai 2007, 12:01

Hi,
Trabold hat geschrieben:am Thema sicher vorbei:
Zitat:
"Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften.
Es ist unklug zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.
Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es für wenig Geld viel zu erhalten.
Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen."
John Ruskin (englischer Sozialreformer 1819-1900)

.... der ideale Spruch um überteuerte Ware anzupreisen - wird daher wohl auch gerne auf Managerseminaren gepredigt ;-)
Die schöne Sache an philosophischen Texten ohne konkrete Aussage und Bezug - man kann sie herrlich universell einsetzen, da sie so schön nachvollziehbar und logisch klingen.
Auch der Teppich- oder Staubsaugerverkäufer der an der Tür klingelt ... oder der Mensch der auf Kaffeefahrten kleine heilende Decken und Plastikteller für hohe Beträge verkauft, kann diesen wunderbar zitieren und für seine 'hochwertige' Ware beanspruchen.
Jaaha - das Topfset muß schon einen ordentlichen Betrag kosten ... schlimmstenfalls verliert man ja nur, lt. Ruskin, etwas Geld ;-)

Das Geschreibsel von Ruskin ist letztendlich nur eine Binsenweisheit - also ... eine als interessant vorgetragene Erkenntnis die im Grunde keinen besonderen Wert hat(Definition Binsenw. lt. Wikip.)

Thomas.B. hat geschrieben: Blech ist entweder schwer oder neigt zu lauten Vibrationen. Auch da können sich Risse bilden. Einfaches Blech rostet schnell. Edelstahl ist teurer und bei gleicher Stabilität schwerer.
sorry, aber das mit der Stabilität ist falsch.
Eher das Gegenteil ist richtig : Die austenitischen nichtrostenden Stähle weisen im Vergleich zu unlegierten Stählen und ferritischen nichtrostenden Stählen eine wesentlich stärkere Kaltverfestigung auf. Dies hat einen deutlich höheren Kraftbedarf bei der Umformung zur Folge (Quelle : Infoschrift - PDF (3,8MB))

Das mit dem Kunststoff und Verwittern/Benzin ist auch wohl eher eine Sache der Materialwahl. Die Eltern eines Kumpels besaßen vor vielen Jahren bereits einen Mäher aus Kunststoff (wobei ich nicht sicher bin, ob komplett aus Kunststoff - Unterteil wohl Alu) - ich meine es war ein Zündapp (glaube der auf diesem Bild klick ganz links .... aha - man muß nur etwas suchen ;-) klick)



Gruß, hs

Thomas.B
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Beitrag von Thomas.B » Donnerstag 17. Mai 2007, 14:01

@ moto4631:
Wozu zu sagen ist: Wenn man in so einer Spießersiedlung mit winzigen Parzellen und partout nicht ausgelasteten streitsüchtigen Pendanten als Nachbarn wohnt, ist man u.U. zu solchen Wahnsinnstaten "gezwungen", wenn man nicht ständig anecken will. So ein Komposthaufen sieht ja nicht wirklich schön aus und stinken könnte es zeitweise auch, wenn man größere Mengen Rasenschnitt auf einmal nachlegt. Ein Schnellkomposter ist nach der 2. Fangbox voll und paßt vielleicht ästhetisch auch nicht ins Bild. Ja, ja - das sind schon Probleme...

@ hs:
zu Ruskin:
> .... der ideale Spruch um überteuerte Ware anzupreisen

Genau das - zumindest ist er heute dazu verkommen bzw. vereinnahmt worden. Und deshalb: " wird daher wohl auch gerne auf Managerseminaren gepredigt"

Edelstahl:
Da habe ich geschlampt. Mir sind die Zusammenhänge schon weitgehend klar, aber das hätte an dieser Stelle zu weit geführt. Edelstahlblech ist zumindest bei so kleinen Teilen nicht soviel teurer, daß es massiv ins Gewicht fallen würde. Der erhöhte Aufwand entsteht vor allem bei der Verarbeitung. Gerade bei solchen Tiefziehteilen ist der Werkzeugverschleiß ein Thema. Die Pressen können auch bei weitem nicht so schnell laufen und sollten auch nicht so hohe Umformgrade erreichen, wie bei normalem Tiefziehblech. Darunter würde die Rostfreiheit und ggf. die spätere Schweißbarkeit leiden. Ggf. muß man sogar zwischenglühen. An Stanzkanten werden höchste Ansprüche gestellt. Alles Aufwand...

Deshalb setzt sich Edelstahlblech auch in der Autoindustrie nicht durch - nicht einmal bei Auspuffanlagen, wo es wirklich wünschenswert wäre. Darüber hinaus ist Edelstahl ein sehr grober Überbegriff. Es geht schon vieles - muß aber immer irgendwie an anderer Stelle mit Nachteilen oder Kosten erkauft werden. Zu bedenken ist auch immer die Schweißbarkeit - der Aufwand dafür und die Korrosionsfestigkeit der Schweißstellen. Alles irgendwie lösbar - treibt aber den Aufwand in Gefilde, die für ein Rasenmäherdeck nicht mehr unbedingt vernünftig sind.

Die Zerspannung von Edelstahl ist ein Problem, welches sich nur mit erhöhtem Aufwand und/oder anderweitig unerwünschten Legierungsbestandteilen (S) lösen läßt. Schlußendlich muß das Teil im Interesse guten Aussehens und des Vermeidens von Angriffspunkten für Korrosion oberflächenbearbeitet werden - zumindest im Bereich der Schweißstellen.

Mit der Massensache hatte ich folgendes Vorgehen im Auge:
Aus Kostengründen wird das Deck aus möglichst dünnem Edelstahlblech tiefgezogen und dann werden Verstärkungen für Motoraufnahme, Radaufhängungen, Schubbügelbefestigung etc. eingepunktet, welche nur abgekantet bzw. mit geringer Streckung umgeformt sind. Je nach Blechstärke und vorgesehener Lebensdauer ist vielleicht noch eine Verstärkung im Bereich der Schleuderbahn des Messers wünschenswert. Oder man schweißt die Sache gleich aus Oberdeck und umlaufendem Rand zusammen. So etwas wird dann potentiell schwerer, kann aber durchaus ein guter Kompromiß sein. Probleme gibt es dabei auch: z.B. Verzug und Korrosionsneigung an den Schweißstellen.

Das von Dir verlinkte File ist sehr lesenswert - danke.

Zu DDR-Zeiten gab es Rasenmäher mit Decks aus GFK. Leider sind die inzwischen technisch veraltet. Aber die Decks waren für die "Ewigkeit". Die wären auch kraftstoffbeständig. Man stellt ja auch Tanks aus GFK (Polyester, Epoxid) her. Es geht immer alles irgendwie. Aber mit PE oder PP wird das eben nichts dauerhaftes, zumal viele Stabilisatoren inzwischen aus Umweltschutzgründen nicht mehr verwendet werden.

Gruß
Thomas

hs

Beitrag von hs » Donnerstag 17. Mai 2007, 20:48

Hi,

mit dem rostfreiem Edelstahl ist das alles absolut kein Problem.
Gäbe es da wirklich Probleme, könnten z.B. nicht so günstig Töpfe, Pfannen, usw. - häufig sogar noch poliert, auf den Markt geworfen werden.

Gruß, hs

Keksfriedhof
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Beitrag von Keksfriedhof » Freitag 18. Mai 2007, 09:29

Hallo,

Was möchtest Du mit Deinem vorletzten Beitrag übermitteln, dass Qualität zum gleichen Preis angeboten werden könnte wie Billg(st)ware die z.T. unter Menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt wird?
Eine Aufklärung wäre echt nett.
Ein kleines Beispiel:
Akkuschrauber aus'm Supermakt gekauft für 15 Euro, + 2Stk. 18 V Akkus + Ladegerät + div. Bohrer.
Das ganze kostet etwa die Hälfte von (m)einem Makita Akku.
Mit dem billigstteil kann man nicht mal 5 min arbeiten, da die 18 V aus 11 AA NiCd Akkus gesaugt werden (!!!)
Mit anderen Worten habe ich 15 Euro zum Fenster rausgeworfen. So einfach kann das sein mit der Philosophie, auch wenn mir durchaus bewußt ist, dass ein Preisanteil vom Makita Akku für den Namen Makita ausgegeben wird, nur ist dieser Anteil nicht im Ganzen zum Fenster rausgeworfen.
Gruß M

Thomas.B
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Beitrag von Thomas.B » Freitag 18. Mai 2007, 10:19

@ hs:
Ein Problem im Sinne von nicht oder nur aufwendigst lösbar ist das alles nicht. Es verteuert eben die Herstellung. Bezogen auf die HK kann das schon erheblich sein - statt 3 Euro fuffzig kostet das Deck dann vielleicht 15...20 Euro und das sind bei einem 0815-Rasenmäher, der für weit unter 100 Euro vom Band fallen muß, schon ein (erbsenzählerisches) Problem. Als Kunde muß man dann vielleicht 100 Euro mehr für das Edelstahldeck bezahlen und dann kommt man eben doch ins Grübeln: Hat zuerst der Motor eine Macke (erforderliche ET: ein paar lächerliche Kleinteile - kosten dann aber doch 30 Euro) oder fault eher das Deck durch?

@ Keksfriedhof:
Also AA-Zellen in einem Akkuschrauber habe ich noch nicht gesehen - das muß eine neue Masche sein. Die sind dafür auch kaum geeignet. Andererseits: für 15 Euro - was erwartest Du? Die HK müssen weit unter 10 Euro liegen.
Und richtig: Die Preise für die Ersatzakkus der Markenhersteller sind einfach nur eine Frechheit und stehen in keinem vernünftigem Verhältnis zu deren HK. Das Thema hatten wir schon öfters und gehört vielleicht auch nicht wirklich hierher.
Doch noch kurz ein Wort zu Ruskin: In seiner Zeit hatte er Recht, weil er davon ausgehen konnte, daß die Herstellungskosten weltweit ähnlich sind oder sich zumindest durch die Transportkosten weitgehend relativieren. Das ist heute nicht mehr so. Auch konnte Ruskin von einem halbwegs realistischem Verhältnis zwischen Herstellungskosten, Handelsspanne und staatlichen Belastungen ausgehen.

Gruß
Thomas

Keksfriedhof
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Beitrag von Keksfriedhof » Freitag 18. Mai 2007, 11:07

Also AA-Zellen in einem Akkuschrauber habe ich noch nicht gesehen - das muß eine neue Masche sein. Die sind dafür auch kaum geeignet. Andererseits: für 15 Euro - was erwartest Du? Die HK müssen weit unter 10 Euro liegen.
Hallo,

Erwartet hatte ich zwar nicht viel, aber dennoch ein bischen mehr als gar nichts......
Ich hatte das Akkupack aufgemacht, weil dieses mir sehr sehr leicht vorkam, es sind tatsächlich AA (Mignon) Akkus drin.
Zugegeben ich hatte auch gedacht, 15 Euro, was solls, als Zweitschrauber z.B. zum vorbohren wird er's schon tun, wobei ich ehrlich sagen muß, dass der Schrauber selbst gar nicht so lapperig ist.

Gibt aber auch erstaunlich positives. Meine Frau hat aus dem Gleichen Laden ein Paket NiMh für den Fotoapparat gekauft, 4 x AA 2100 mAh und 4 x AAA 900 mAh das ganze für 5 Euro. Ich dachte sofort an "Geld zum Fenster" aber siehe da, mit einem Satz Akkus habe ich noch nie so viele Fotos geschossen....
Auch deshalb bin ich vorsichtiger geworden alles preiswerte sofort als Müll zu verschreien, dennoch sind die Chancen dabei Schrott zu "erwischen" doch größer als bei Markenprodukten.
Beste Grüße

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