(Maler) Pinsel

Von der kaputten Dachrinne bis zum Loch im Zaun soll euch hier geholfen werden.

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henniee
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(Maler) Pinsel

Beitrag von henniee » 21. Jun 2008, 21:12

Servus liebe Leute,

heute den ganzen Tag abgeklebt und gestrichen *kotz* - die wohl bescheidenste Arbeit überhaupt.

Ich hatte zwar eine sehr gute Rolle, aber Pinsel: Schlimm.

Gibts da nicht was von Rolls Royce? Ich hab kein Bock mehr auf einen Pinsel der mehr Haare (also Borsten) verliert, als ich auf dem Haupt habe - um anschl. mit den Fingern da rumzupuhlen...

:twisted: :twisted: :twisted:


Da muss was ordentliches ran!

Ein Markenname als Tipp wäre ein Traum.
Maler haben ja auch 100 Jahre die gleichen Pinsel...

Vielen Dank.
Viele Grüße,
Henniee

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Alfred
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Beitrag von Alfred » 21. Jun 2008, 21:44

Hallo,
Mako, Schabert, Storch....
hier macht der Preis auch die Qualität, man muss trennen zwischen Einwegpinsel und welche die man auswäscht.
es gibt keine Probleme, nur versteckte Lösungen

sepp.
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Beitrag von sepp. » 21. Jun 2008, 21:53

Hallo!
Maler haben ja auch 100 Jahre die gleichen Pinsel
Schön wäre es :) aber stimmt mitunter halten sie einige Jahre.
Es kommt hier natürlich auf die Qualität an und dann wofür der Pinsel Verwendung findet, wenn ich mir im Baumarkt in der ersten Reihe den Geiz ist Geil Pinsel (einfache Schweineborste) kaufe, verliert der natürlich jede menge von seiner Borstenschönheit, für jetzt mal einen Keller zu streichen geht das ja noch aber für andere Tätigkeiten sollt man sich dann schon was besseres anschaffen und da ist man wenn man sich nicht etwas auskennt besser beraten und geht in den Fachhandel, viel teure sind da die Pinsel auch nicht und man kommt die richtige Beratung, für was für Arbeiten man am besten was für einen Pinsel verwendet, aber auch die etwas Teurer Pinsel können zu Anfang einpaar Borsten verlieren, für Acryllacke (Wasserbasis) braucht man einen anderen Pinsel als wie wenn ich z.b. Kunstharzlack streiche.
Chinaborsten (Schwarze) Borsten sind oft schon von der Qualität her besser als die normalen hellen Borsten. :wink:
Gruß sepp.

henniee
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Beitrag von henniee » 21. Jun 2008, 22:43

Prima! - da wander ich Montag erstmal in den Fachhandel.

Da hat man für 400 Euro Farbe da stehen aber kein gescheites Werkzeug :evil:

Vielen Dank für die Hinweise!

Gebraucht werden Pinsel für: Streichputz (Silikatbasis) und Latexfarbe - evtl. auch für Dispersionsfarbe.

Ich werde mich mal beraten lassen.

Storch sagt mir irgendwas, hatte ich glaube ich das Vlies her - Mako ... sind das so blaue Artikel?

Wegwerfpinsel hatte ich die letzten Jahre - jetzt gibts was Gescheites - so unangenehm das Auswaschen auch sein mag.
Viele Grüße,
Henniee

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BauerKarl
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Beitrag von BauerKarl » 22. Jun 2008, 10:03

Habe am Freitag bei Domäne 30 Pinsel gekauft. No 2, 3, 4 und Strichzieher.

Lt. Verpackung alles reine Chinaborste.

Einen Pinsel warm ausgewaschen, Farbe drauf und auf Papier gestrichen.

Pinselfront ist nicht gerade sondern verläuft unregelmässig, bei jedem Strick verlieren sich 1-2 Haare und dann beginnt das herausfieseln.

Morgen gebe ich 29 Stück zurück und lasse mir mein Geld geben.

Habe einen Fehler gemacht, der mich ärgert. Billiges Werkzeug naja selbst schuld dass ich es gekauft habe.

Wer ist der Fachhandel. Meinst Du den Malereinkauf ? Kann da jeder kaufen ?

Bin Gewerbe, aber kein Maler...
Grüße Karl
Weiss der Bauer keinen Rat, nimmt er Draht.

Thomas.B
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Beitrag von Thomas.B » 22. Jun 2008, 12:52

Hallo,
mal abgesehen davon, daß man für präzise Arbeiten und künstlerische Betätigung hochwertige Pinsel braucht - für doch eher diffuse Malerarbeiten tun es einfach Pinsel auch, solange es nur um den Haarverlust geht. Man muß die Pinsel eben vor den Arbeiten einweichen - wie teure Pinsel übrigens auch. Das bewirkt zweierlei: Die Borsten quellen etwas auf und der Haarverlust durch rausreißen fällt normalerweise ganz aus. Außerdem werden die Borsten geschmeidiger und brechen nicht so schnell durch das hin- und herbiegen beim Streichen. In Summe hat man kaum noch Ärger mit verlorenen Pinselhaaren und falls es doch mal passiert - dafür haben die meisten Pinsel einen spitzen Stiel...

Die Pinsel sollten einige Stunden vor den Arbeiten in Wasser gestellt werden. Wenn es keine Wasserfarbe ist, muß man sie kurz vor den Arbeiten natürlich trocknen. Das ist dann nur oberflächlich und hat wenig Einfluß. Das ausstreichen in einen trocken Lappen genügt normalerweise. Das ein neuer Pinsel dabei oder in der ersten Zeit ein paar Borsten verliert, ist mehr oder weniger normal. Das hört dann irgendwann auf und wird zum Ende der Gebrauchsdauer hin dann wieder schlechter. Letztendlich unterliegt jeder Pinsel einem Verschleiß durch Abrieb und Materialermüdung durch die ständigen Biegevorgänge. Man sagt ja auch, daß Pinsel ein "Gedächtnis" hätten.

Pinsel mit schlechter Bindung bekommt man auf die grobe Tour auch brauchbar: Längere Zeit in Latex-Bindemittel stellen (für Perfektionisten: hängen), nach Stunden nicht übermäßig genau auswaschen und mit dem Borsten nach oben stehend trocknen lassen. Dadurch verklebt die Bindung. Später (Tage später...) vor Gebrauch einweichen wie gehabt, weil damit nur die eine Hälfte des Problems gelöst wird.

Schlußendlich: Für durchgängige Arbeiten über Tage hinweg sollte man die Pinsel feucht halten und nicht immer wieder trocknen lassen. Langfristig muß man die Pinsel aber wieder trocknen, um sie zu lagern. Es ist eben ein Naturprodukt, soweit es die Borsten bzw. Haare betrifft. (Kunst-) Maler treiben in dieser Richtung allerlei Kult mit ihren teuren Marder- und sonstwas-Haar-Pinseln. Das beginnt bei spezieller Seife (rückfettend), Vaseline usw. und ein endet bei der Anwendung dekadent teuerer Kosmetikprodukte, von den man sie eine optimale Pflege der wertvollen Fellbüschel erhofft. Die Schweineborsten eines simplen Wandbeschmierers muß man aber m.E. nicht mit einem derartigen Wellnessprogramm verwöhnen.

Gruß
Thomas

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Beitrag von sepp. » 22. Jun 2008, 12:59

@BauerKarl!
Ja da kaufen auch die Malerbetriebe ein, bei uns kannst Du da auch als Privatman etwas kaufen, sind ja heute meistens Froh etwas zu verkaufen, sage nur Schwarza..... :wink:
Es ist aber nicht immer gesagt das Du z.B. im Baumarkt schlechtes Material bekommst, aber wie gesagt es fehlt wenn man sich nicht genau auskennt die Beratung. :)
Kann ja nicht sein wenn ich fürs selbe Geld 3 Pinsel bekomme und muß für einen das gleiche bezahlen, das es sich um die gleiche Qualität handelt.
Gruß sepp.

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Beitrag von BauerKarl » 22. Jun 2008, 14:38

@Thomas.B.
Schlußendlich: Für durchgängige Arbeiten über Tage hinweg sollte man die Pinsel feucht halten und nicht immer wieder trocknen lassen

Danke, ich hefte mir Deinen Beitrag ans Werkzeugfach "Malerarbeiten". Vermutlich wird dann einiges besser laufen.

Bei Arbeitspausen und über Nacht machen wir es immer so , dass wir den Pinsel bzw. den besatz in Frischhaltefolie wickeln, das geht gut.

Gruss Karl
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Alfred
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Beitrag von Alfred » 22. Jun 2008, 19:03

Hallo,
die Qualität liegt einfach in der Verarbeitung, insbesonders in der Leimbindung, ob die Borsten angeschliffen sind oder ob die Borsten alle gleichlang abgehackt sind :D und ob der Griff einigermaßen homogen oder kantig ist. auch ein guter Pinsel verliert mal ein Haar, darum für helle Farbe helle Borsten und für dunkle Farbe dunkle Borsten - oder habt ihr gerne in der hellen Wand ein schwarzes Haar?
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Beitrag von sepp. » 22. Jun 2008, 23:32

Hallo!
Da sehe ich einige Sachen etwas anders, z.b. in Thomas Beitrag
Die Pinsel sollten einige Stunden vor den Arbeiten in Wasser gestellt werden. Wenn es keine Wasserfarbe ist, muß man sie kurz vor den Arbeiten natürlich trocknen
Das man den Pinsel vorher in Wasser stellt, habt ihr schon mal mit einem Pinsel Dispersionsfarbe gestrichen der vorher in Wasser gestanden hat, der wird vor Freude beim Arbeiten einige Zeit Tropfen und beim Streichen von Decken (Ecken) läuft einem die Farbe am Still runter. :)
Borsten sind mir auch noch keine Abgebrochen, oder ich müsste es nicht bemerkt haben. :wink:
Pinsel immer Feucht halten über Tage :?: wie soll das den gehen, entweder der Pinsel ist in der Farbe oder er ist ausgewaschen und wird Trocken.
Das der Trockne Pinsel anfangs wenn er wieder in die Farbe kommt etwas Borstig ist ist doch normal, kommt aber auch etwas auf die Qualität an.
Naja einige Tipps kann ich auch unterschreiben.

Alfred hat geschrieben
darum für helle Farbe helle Borsten und für dunkle Farbe dunkle Borsten - oder habt ihr gerne in der hellen Wand ein schwarzes Haar?
Das würde ich jetzt aber nicht so für Ernst nehmen. :)
Gruß sepp.

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