Gewicht Schweißumformer im Vergleich zu Schweißtrafos

Diskutiere Gewicht Schweißumformer im Vergleich zu Schweißtrafos im Forum Schweißtechnik im Bereich Werkzeuge & Maschinen - Servus Leute, was bringen denn alte Schweißumformer an Gewicht auf die Waage im Gegensatz zu von der Leistung her vergleichbaren Trafogeräten...
Schlorg

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  • Gewicht Schweißumformer im Vergleich zu Schweißtrafos
  • #1
Servus Leute,

was bringen denn alte Schweißumformer an Gewicht auf die Waage im Gegensatz zu von der Leistung her vergleichbaren Trafogeräten... und wie viel davon ist Kupfer und wie gut lässt sich das Kupfer entnehmen? Ist ja im Endeffekt ein großer Elektromotor und Generator.... Könnte mir vorstellen, dass es da ein ziemliches gefrickel ist, das Kupfer rauszubekommen, im Gegensatz zu einem dicken Trafo. Hat jemand so ein Teil schon mal geschlachtet?

Ich wüsste in einer alten Scheune 2 alte CLOOS Schweißumformer irgendwo im Leistungsbereich 300 bis 400A mit Wasserkühlung und jeweils aufgesetztem MIG/MAG Drahtvorschubkoffer stehen die da weg sollen und für kleines Geld hergehen würden... Würden vermutlich sogar noch funktionieren, sind aber selbst unter Schrottwert quasi unverkäuflich.
 
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  • #2
Ich wüsste in einer alten Scheune 2 alte CLOOS Schweißumformer irgendwo im Leistungsbereich 300 bis 400A mit Wasserkühlung und jeweils aufgesetztem MIG/MAG Drahtvorschubkoffer stehen
Du meinst solche Dinger im zylindrischen Kanonenofenformat?
Auch da können Transformatoren eingeschoben sein!

PS
 
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  • #3
Diese Abrissbirne von cloos, die einen Vorschubkoffer drauf haben, kenne ich nur als Trafo.
Umrichter kenne ich eher für Elektroden.
Korrigiert mich wenn ich irre...
 
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  • #4
Servus,

gab soweit ich weiß beides, Umformer und Trafo+Gleichrichter in der länglichen, liegenden Bauform.

Bsp.-Link Trafo+Gleichrichter
(ca. 70er Jahre)

Bsp.-Link dürfte ein Umformer sein
(1. Bild nach dem Text, 1956 auf der Tafel)

Die Umformer auch mit den typischen Cloos DV-Koffern, hab leider kein Bild zur Hand, aber vereinzelt schon bei Kleinanzeigen gesehen.
Meine Vorredner haben aber Recht, meistens sind es die Trafogeräte die man in der Form sieht.
 
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  • #5
Ja, richtig.... sind beide im Kanonenofenformat! Das hat mich automatisch zu der Annahme verleitet, dass das ja dann fast ein Umformer sein muss... Wurde ich eines besseren belehrt.... Wenn da natürlich Trafos drin wären, wäre mir das zum Schlachten bedeutend lieber.

Tendenziell ist wohl eines davon sogar so ein Cloos GLV 404 wie von Timo gepostet...

Ich denk ich hol die Kisten mal zum zerlegen her.

Trotzdem würde es mich interessieren... hat schon mal jemand einen Umformer geschlachtet? Wie ist da das Gewichtsverhältnis Kupfer / Stahl?
 
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  • #6
Geschlachtet noch nicht, noch läuft er ja :wink:. AEG-Museumsstück mit 300 A / gesamt ca. 500 kg.
Würde den Kupferanteil auf ca. 30%, bestenfalls 40% schätzen. Vom Anteil her jedenfalls weniger als bei einem Trafogerät, da mehr "Rahmen" da ist.
Wobei das "mehr Rahmen in Relation zum Kupfer", auch wenn es ein Trafogerät ist, bei dieser Art von Cloos-Geräten gegenüber eckigen Geräten auch der Fall sein dürfte.
 
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  • #7
Wenn ich mich recht entsinne sind auf den Trafos drei Flachbandwicklungen mit etwa 4 - 5kg und 6 Wicklungen aus Vierkantkupfer zu je 2 bis 2,5kg.
Mit einer 230mm Trennscheibe kommt man an einem 400A Trafo oben gerade so am Eisenkern durch um die Wicklungen herausnehmen zu können.
Dreimal darfst raten woher ich das weis...

PS
 
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  • #8
Oder mit einem Drucklufthammer mit Flachmeißel die Wicklungen durchtrennen und raus ziehen.
Dreimal darfst raten...
 
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  • #9
Ich hätte auch Hammer und Meißel genommen ... aus Erfahrung *duck* :wink:
 
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  • #10
30% halte ich schon für sehr viel. Ich rechne bei Trafos immer eher mit 15% bis max. 25% Kupferanteil

Man kann bei der Trafo Konstruktion Glück oder Pech haben... die meisten richtig Dicken Schweißgeräte die ich die letzten Jahre zerlegt habe, hatten alle verspannte Trafos. Da war der Eisenkern ringsrum nicht verschweißt und ließ sich mit etwas sanfter Gewalt dazu bewegen einfach auseinanderzufallen, woraufhin ich die Trafowicklungen im gesamten vom Kern abziehen konnte. Des ist natürlich des allerschönste! :wink:

Bei mir hat sich ansonsten auch die Säbelsäge bewährt um die Wicklung bündig am Kern aufzuschneiden und dann zur anderen Seite die Drähte Büschelweiße rauszuziehen.

Das auf dem Foto waren 2x Schweißtrafos, 1x Merkle 460A MIG/MAG und einmal Dalex 500A WIG Gerät + ein bisschen ansonsten noch gesammelte Werke... Insgesamt 176Kg Kupfer... Oben rechts sieht man die angesprochenen Wicklungspakete.

IMG_20231109_222923.jpg
 
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  • #11
Wo liegt denn der CU-Preis? Ist das eher Liebhaberei oder ist da Geld zu machen - zumindest in Maßen?
 
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  • #12
Kupferschrott bringt 5-7 Euro pro kg.
Bei mir hat es zumindest den Verlust gemildert, wenn ich ein Gerät gekauft habe, das nicht zu reparieren war.
Eine nennenswerte Menge Kupfer ist nur bei Geräten über 400A drin. Bei 200A Geräten kannst es vergessen, da lohnt sich der Aufwand erst Recht nicht.
Dreimal darfst du raten woher ich das weiss...
Außerdem will ich besser gar nicht wissen, was da an Schadstoffen früher mit eingebaut wurde.
 
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  • #13
Die 3 nennenswerten Kategorien sind bei meinem Schrotthändler Milberry, Leicht- und Schwerkupfer. Mitte des Jahres war dieser relativ hoch, geht jetzt etwas abwärts.

Milberry ist die ganz saubere, feindrähtige Ware aus Kupferkabeln. Bringt im letzten Jahr meist 6,80€ bis 7,20€
Schwerkupfer ist blankes, dickes Kupfer ohne Anhaftungen. Bringt so 6,50 bis 6,80€
Leichtkupfer ist Kupfer mit einem gewissen Teil Anhaftungen (Isolierlack, Schrauben, Klebern, usw.) bring irgendwas zwischen 6.00€ und 6.40€
Messing bringt meistens dann noch so 3,50€ bis 4,00€

Bei mir hat es zumindest den Verlust gemildert, wenn ich ein Gerät gekauft habe, das nicht zu reparieren war.
Eine nennenswerte Menge Kupfer ist nur bei Geräten über 400A drin. Bei 200A Geräten kannst es vergessen, da lohnt sich der Aufwand erst Recht nicht.
Dreimal darfst du raten woher ich das weiss...
Außerdem will ich besser gar nicht wissen, was da an Schadstoffen früher mit eingebaut wurde.

Ich habe schon öfters mal Geräte gekauft die als defekt oder mit unbekanntem Funktionszustand angeboten wurden aber zu einem sehr fairen Kurs hergingen. Einige davon konnte ich herrichten, mit ein paar bin ich nicht zurecht gekommen (Siehe diverse Threads hier im Forum :P). Die habe ich dann geschlachtet und mit dem Erlös vom Schrotthändler + dem was ich aus dem Verkauf diverser brauchbarer Ersatzteile gemacht habe bin ich immer mehr als gut gefahren. Die Rechnung ist schon immer aufgegangen, als der Kupferpreis vor ein paar Jahren bei ~4,50€ lag... jetzt mit den annähernd 7€ sowieso...

Bzgl. Schadstoffen: Ich trage beim zerlegen von Trafos und auch beim Auftrennen der dicken Kupferleitungen immer eine FFP3 Atemschutzmaske. Eben genau aus dem Grund, dass mir das was da in den 70er und 80er Jahren an Isolierlacken und Dämmstoffen verwendet wurde mehr als suspekt ist.. :P


Wo liegt denn der CU-Preis? Ist das eher Liebhaberei oder ist da Geld zu machen - zumindest in Maßen?

Siehe oben.... Es ist halt auch immer die Frage wie viel Zeit man dafür investiert... Aber mit Abholen, Überprüfen rumbasteln und zerlegen gehen idr. schon einige Stunden ins Land... da ist dann der Erlös was nach den Kosten für den Kauf und Sprit übrig bleibt auf die Stunden gerechnet idr. kein wahnsinniger Verdienst mehr.

Die beiden oben genannten Geräte würde ich jetzt allerdings tatsächlich nur zum ausschlachten holen... der Besitzer hat jetzt 6 Monate erfolglos versucht die Geräte an den Mann zu bringen, jetzt sollen die Teile nur noch weg...
 
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  • #15
So... beide Geräte sind nun meine... Beide Typenschilder besagen sogar "Schweißgleichrichter" ... Ich berichte beizeiten, was ich da erworben habe. :wink:

Braucht zufällig jemand ein etwas rustikaleres MIG/MAG Gerät? Günstig abzugeben! :P
 

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