Über den Sinn und Unsinn präziser Maschinen und -werkzeuge im Hobbybereich...leider geil?!

Ob Kapp- und Gehrungssäge, Bandsäge, Formatkreissäge, Drehbank, Ständerbohrmaschine oder gar das Bearbeitungszentrum. Hier geht es um Fragen rund um alle stationären Maschinen.

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MrDitschy
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Re: Über den Sinn und Unsinn präziser Maschinen und -werkzeuge im Hobbybereich...leider geil?!

Beitrag von MrDitschy » 4. Apr 2020, 19:20

Sehe es auch ähnlich, dass egal ob vom Profi oder selbst als Heimwerker erstellt, man eigentlich den selben Qualitätsanspruch hat. Ob das dann an den genutzten Maschinen liegt, kommt meist auch auf die eigenen Fähigkeiten an … zum teil werkeln ja Heimwerker sogar genauer als so manche Profis.

Zu Heimwerkermaschinen, die kauft wohl auch jeder nur nach seinem Bedarf und Anspruch, also auch recht unterschiedlich. Doch teure Maschine und billiges Zubehör dann kaufen, das passt halt nicht so ganz.
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Brandmeister
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Re: Über den Sinn und Unsinn präziser Maschinen und -werkzeuge im Hobbybereich...leider geil?!

Beitrag von Brandmeister » 4. Apr 2020, 19:46

MrDitschy hat geschrieben:
4. Apr 2020, 19:20
Zu Heimwerkermaschinen, die kauft wohl auch jeder nur nach seinem Bedarf und Anspruch, also auch recht unterschiedlich. Doch teure Maschine und billiges Zubehör dann kaufen, das passt halt nicht so ganz.
Ich glaube, die meisten "Heimwerkermaschinen" werden nach dem Kostenfaktor gekauft. Anders lässt sich vieles, was in Heimwerkermärkten so verschachert wird, nicht erklären. Obwohl es auch den ein oder anderen Kantonisten geben soll, der nur nach dem Glamfaktor kauft.
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Dietrich
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Re: Über den Sinn und Unsinn präziser Maschinen und -werkzeuge im Hobbybereich...leider geil?!

Beitrag von Dietrich » 5. Apr 2020, 00:26

Hallo Brandmeister,

mit dem letzten Satz denkst Du an Festool? :D

Vieles kann der Hobbyist gegenüber dem gewerbl. Nutzer mit mehr Zeiteinsatz ausgleichen, d.h. man arbeitet ohne überragende Antriebsleistung, superlangen Anschlägen und el. Verstellungen eben etwas gemächlicher.
Fehlende Genauigkeit lässt sich nur schwer ersetzen oder ausgleichen.

Habe gerade dieser Tage etwas Metall verarbeitet, von einer gebrauchten, ehem. wohl recht preiswerten Tischbohrmaschine. Aus dem Schneckengetriebe zur Bohrtischverstellung, der Säule in Teilen und der Zahnstange einen positionierbaren und unnachgiebigen Bandsägenanschlag gebaut. Im Prinzip wie ein auf der Seite liegender Dickentisch mit Zentralsäule.
Hier hatte ich die Bilder eingestellt:
http://www.woodworking.de/cgi-bin/holzb ... ie-bilder/

Das Schneckengetriebe hat natürlich einen Haufen Nullhub, aber mit dem Hebor Fräshöhenmessgerät lässt sich der Anschlag 1/10 genau positionieren und hält dieses Maß nach dem Festklemmen auch.
Ein Thema das mir lange im Hinterkopf spukte...
Gruß Dietrich

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Brandmeister
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Re: Über den Sinn und Unsinn präziser Maschinen und -werkzeuge im Hobbybereich...leider geil?!

Beitrag von Brandmeister » 5. Apr 2020, 01:48

Dietrich hat geschrieben:
5. Apr 2020, 00:26
Hallo Brandmeister,

mit dem letzten Satz denkst Du an Festool?
Auch, aber bei weitem nicht ausschließlich.
Alter Thread dazu und übrigens einer der ersten, die ich in diesem Forum überhaupt gelesen habe.
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Brandmeister
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Re: Über den Sinn und Unsinn präziser Maschinen und -werkzeuge im Hobbybereich...leider geil?!

Beitrag von Brandmeister » 5. Apr 2020, 02:14

Dietrich hat geschrieben:
5. Apr 2020, 00:26
Vieles kann der Hobbyist gegenüber dem gewerbl. Nutzer mit mehr Zeiteinsatz ausgleichen, d.h. man arbeitet ohne überragende Antriebsleistung, superlangen Anschlägen und el. Verstellungen eben etwas gemächlicher.
Der Hobbyist hat vor allem weit weniger Zeit- und Kostendruck als der gewerbliche Werker. Denn da wo der Gewerbler Geld reinholen muss und dann eventuell gezwungen ist, nicht mit hundertprozentiger Akkuratesse an die Sache heranzugehen (Zeit- und Kostenersparnis), hat der Hobbywerker alle Zeit der Welt und steckt überdies sein bereits erwirtschaftetes Geld in sein Hobby ohne davon leben zu müssen. Außer natürlich, der Hobbyist gibt Geld aus, das er nicht hat. Wobei da aber andere Güter eher für prädestiniert sein dürften als Werkzeuge.

Bezüglich Metallverarbeitung:
Wirklich interessantes Projekt, wie immer mit Herz, Hand und Verstand umgesetzt.
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the_black_tie_diyer
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Re: Über den Sinn und Unsinn präziser Maschinen und -werkzeuge im Hobbybereich...leider geil?!

Beitrag von the_black_tie_diyer » 5. Apr 2020, 04:32

Ein_Gast hat geschrieben:
3. Apr 2020, 22:25
(...)

- Haben will - wie du schriebst, leider geil. Wer fingert nicht gerne ein schönes Stück Technik an?

- Man will die Gewissheit haben, dass der produzierte Ausschuss nicht an der Maschine lag. :mrgreen:

(...)

Wenn es zueinander passt, spricht ja auch nicht viel dagegen, sich gutes Zeug zu kaufen. Nur wenn das Albrecht-Bohrfutter für >300 € an der Schlagbohrmaschine im Wackel-Bohrständer sitzt, kommen mir Zweifel über die Sinnhaftigkeit.
Das kann ich so unterschreiben.

..

Vieles scheitert letzten Endes am schwächsten Glied in der Kette. Es ist also auch eine Frage ob man eine Qualitätsstufe durchgängig über alle notwendigen Schritte hinweg halten kann, oder zumindest größtenteils.

Viele Grüße,
Oliver
Viele Grüße,
Oliver aka @the_black_tie_diyer

Mark 303
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Re: Über den Sinn und Unsinn präziser Maschinen und -werkzeuge im Hobbybereich...leider geil?!

Beitrag von Mark 303 » 5. Apr 2020, 08:17

Nun, ich kann mir gut vorstellen, dass bei der Maschinen Auswahl / Kaufentscheidung im Hobby-Segment auch eher nach dem Gedanken gekauft wird, gemäß dem Motto " für die paar Anwendungen im Jahr" reicht es oder "für meine Bedürfnisse reicht es vollkommen aus". Sonst würde es Konsorten wie Einhell, Güde und den anderen Werkzeugrotz (Sorry) weniger geben, oder weniger Erfolgreich sein??!!

Mir kräuseln sich immer wieder die Haare, wenn ich manchmal sehe, was selbst im Werkzeug-Fachhandel für ein Müll zum verkauf darum liegt!
good tools, good Job!
.... :D :schlaubi: ....

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Alfred
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Re: Über den Sinn und Unsinn präziser Maschinen und -werkzeuge im Hobbybereich...leider geil?!

Beitrag von Alfred » 5. Apr 2020, 10:51

die Anzahl der Kominationen Spindel - MK - Futter - Bohrer erhöht die Ungenauigkeit.
Warum werden Fräser in Spannzangen betrieben und nicht im Futter?
kein Soja- Rindfleisch- und Holzimport zum Schutz der Regenwälder

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Re: Über den Sinn und Unsinn präziser Maschinen und -werkzeuge im Hobbybereich...leider geil?!

Beitrag von Mark 303 » 5. Apr 2020, 10:59

Naja, das kommt auch immer auf die Genauigkeit der MK, Futter und dergleichen an. Röhm, HWR und Konsorten bieten hier, je nach Geldbeutel schon sehr genaue Futter.

Übrigens werden Fräser, klar noch mit HB gespannt, mittlerweile oftmals aber auch im Hydrodehn oder geschrumpft (ist bei einer Säulenbohrmaschine leider nicht möglich).
good tools, good Job!
.... :D :schlaubi: ....

Benderman
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Re: Über den Sinn und Unsinn präziser Maschinen und -werkzeuge im Hobbybereich...leider geil?!

Beitrag von Benderman » 5. Apr 2020, 21:14

Die einen haben teure Kochmesser.
Ein ex Kollege, jährlich Urlaub in Dubai, für über 6000€. (Ehefrau ist Beamtin)
Andere ein Motorrad, bestenfalls sogar von HWC. (coole Kisten, sympathischer Erbauer)
Manche kaufen sich ne Formatkreissäge. (Vaters große Kreissäge, 55cm, hat nichtmal nen Spaltkeil)
Was manche für Fische ausgeben - Wahnsinn. (Aquarium oder Teich)
Meine Schwester hat Kochtöpfe vom AMC.
Hab, brauch und will ich alles nicht.
Das zweitteuerste was ich hab, ist ne Festool TS55 oder wie die heißt.
Das teuerste war die Drehbank, Sinnvoll? Wahrscheinlich nicht.
Das dritteuerste, ne Poliermaschine von Flex, allerdings nie wirklich benutzt.
Rundlauf der Standbohrmaschine? Nie gemessen.

Irgendwie hat halt jeder so seins...
Das einzige Flugzeug, in dem ich je war, steht im Junkers Museum in Dessau...

Freuen wir uns doch, das wir nicht auch noch die Möglichkeit haben,
unser Geld bei Heckler&Koch und ähnlichen Firmen auszugeben.
Ich erkläre das von mir gesetzte Links nur als Beispiel oder Hinweis dienen, es ist keine Werbung, auch keine Onlineshopempfehlung.

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