Elektra Beckum 160/35 T - kein Lüfter, FI fliegt.

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Blauer Horst
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Elektra Beckum 160/35 T - kein Lüfter, FI fliegt.

Beitrag von Blauer Horst » 1. Okt 2018, 19:27

Mein MIG/MAG Gerät macht Probleme. Es ist ein Elektra-Beckum CO2-160/35 T Combi.


Nach ca. 30 min fliegt bei mir der FI raus, auch wenn das Gerät nur im "Standby" ist, ich also nicht schweiße. Erst als ich das Gerät vom Netzt genommen habe ging der FI wieder rein. Am nächsten Tag war alles wieder ok - also es ließ sich einschalten, aber mir ist aufgefallen, dass keine Lüfter mehr laufen.

Ich habe gesehen, dass da zwei Axiallüfter anstelle nachgerüstet wurden anstelle des Radiallüfters. Bisher liefen die aber hörbar.eine Beschädigung konnte ich rein optisch nicht erkennen.

Hat jemand eine Idee was da los ist? Kann man irgendwo noch Unterlagen zu solch einem Gerät bekommen?

Jürgi
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Re: Elektra Beckum 160/35 T - kein Lüfter, FI fliegt.

Beitrag von Jürgi » 1. Okt 2018, 20:26

Hallo,

funktioniert das Gerät denn, wenn keine Lüfter laufen? Also schweißt es?

Wenn der FI fliegt, bedeutet es ja, dass Strom von einer Phase über das Gehäuse abgeleitet wird und über den Schutzleister fließt.
Hast Du das Gerät aufgeschraubt und reingeschaut? Nicht dass sich hier viele Metallspäne angesammelt haben und den Strom unkontrolliert über das Gehäuse abfließen lassen. Im Zweifelsfall das Gerät mit Druckluft sauber pusten.

Mach einfach ein paar Bilder vom Innenleben und stelle sie hier ein.

PS: Ich hatte einmal ein Schweißgerät als angeblich defekt gekauft. Laut Vorbesitzer ist immer der FI geflogen. Da war einfach der Neutralleiter am Gehäuse angeschlossen. Die klassische Nullung, wie es vor 50 Jahren gemacht wurde, als es keine FI-Schalter gab. Nachdem ich Neutral- und Schutzleiter richtig angeschlossen habe, hat das Ding prächtig funktioniert.

powersupply
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Re: Elektra Beckum 160/35 T - kein Lüfter, FI fliegt.

Beitrag von powersupply » 1. Okt 2018, 23:27

Hi

Benutzr mal ein wenig die Suche hier.
Zu dem Gerät sollte schon mal was da gewesen sein. Ansonsten kann ich morgen mal schauen ob ich noch was habe.

Ich würde als Erstes mal die zusätzlichen Lüfter entfernen.
Dann könnte das einzelne Abklemmen der verschiedenen Komponenten und erneut Einstecken ohne diese ein Weg zur Fehlersuche sein.

PS

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Blauer Horst
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Re: Elektra Beckum 160/35 T - kein Lüfter, FI fliegt.

Beitrag von Blauer Horst » 2. Okt 2018, 15:27

Vielen Dank für die Tipps.

Das mit dem Einfügen von Fotos hat gestern nicht richtig geklappt. Ich probiere das heute Abend noch einmal.
Das Gerät hat die letzten zehn Jahre eigentlich problemlos geschweißt. Jetzt schweißt es auch noch, eben bis dann der FI fliegt. Ich vermute mal, dass da jetzt irgendwo temperaturbedingt ein Kurzschluss entsteht.

Ich hoffe, dass ich hier im Forum einen Schaltplan finde. Dan prüfe ich ob die nachgerüsteten Lüfter mit externer Stromquelle laufen, eventuell ist das ja schon das Problem…

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Blauer Horst
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Re: Elektra Beckum 160/35 T - kein Lüfter, FI fliegt.

Beitrag von Blauer Horst » 2. Okt 2018, 20:43

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Jürgi
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Re: Elektra Beckum 160/35 T - kein Lüfter, FI fliegt.

Beitrag von Jürgi » 2. Okt 2018, 21:02

Erkennen kann ich auf den Bildern leider gar nichts.
Dass es ein Kombi Gerät ist hast du bisher auch verschwiegen.
Dafür findet man bei Google den Schaltplan.

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Re: Elektra Beckum 160/35 T - kein Lüfter, FI fliegt.

Beitrag von powersupply » 3. Okt 2018, 06:18

Was nur 10 Jahre? Und dann gleich kaputt :crazy:

Wenn der FI fliegt ist das eher kein Kurzschluß! :schlaubi:
Dann liegt ein Körperschluß vor welcher auch durch einen Kriechstrom verursacht werden kann!
Überprüfe daher ALLE Drähte die an das Gehäuse kommen können ob da vielleicht bei einem die Isolierung durchgerubbelt ist! Insbesondere die zum Schalter und vom Schalter zum Schweißtrafo.
Das Gerät aber bitte vorher ausstecken!

Die Anschlußsteckdose an der andere Geräte weiterhin zuverlässig funktionieren ist doch hoffentlich die Selbe geblieben?

PS

Edit: Hab dir ne PN geschickt.

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Re: Elektra Beckum 160/35 T - kein Lüfter, FI fliegt.

Beitrag von Blauer Horst » 9. Okt 2018, 19:22

Die PN habe ich leider nicht bekommen.

Ich habe mich mal weiter vor gewagt. Blanke Kabel habe ich nicht gefunden. Aber ich muss das Innere des Gerätes mal richtig ausblasen. Die Verkabelung der nachgerüsteten Axiallüfter sieht nicht unbedingt vertrauenserweckend aus,...

Ich habe die Lüftereinheit mal ausgebaut und einzeln an 230V angeschlossen, da passierte nichts. Also vermute ich mal da den Fehler. Was kühlen die Lüfter? Den Haupttrafo? Was passiert wenn der zu warm wird?
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Re: Elektra Beckum 160/35 T - kein Lüfter, FI fliegt.

Beitrag von powersupply » 9. Okt 2018, 19:46

So jetzt aber denke ich dass das mit der PN geklappt hat.
Manche müssen halt ein wenig länger üben :crazy: :mrgreen:

Der Radiallüfter soll den Trafo und den Gleichrichter kühlen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass der Vorbesitzer so eine längereEinschaltdauer erreichen wollte. Prüfe daher auch mal ob der Übertemperaturschutzschalter am Trafo noch korrekt montiert ist! :glaskugel:

PS

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Re: Elektra Beckum 160/35 T - kein Lüfter, FI fliegt.

Beitrag von DomiAleman » 30. Okt 2018, 20:01

Ich würde sagen, dass das TANGENTIALLÜFTER sind.
Das ist bei dem Gerät sicher keine schlechte Idee..aber:
Klemm die mal ab. Was passiert dann?

DoMi

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