Wuchtige Fixierung von Rundlingen

Diskutiere Wuchtige Fixierung von Rundlingen im Forum Schweißtechnik im Bereich Werkzeuge & Maschinen - Hallo zusammen, diese Fragestellung kommt vom Akkuschrauberforum zu Euch rüber! Manchmal ist eine ziemlich lange Verlängerung des Bithalters...
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cades

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Hallo zusammen,

diese Fragestellung kommt vom Akkuschrauberforum zu Euch rüber!
Manchmal ist eine ziemlich lange Verlängerung des Bithalters angesagt. Die Drehmomente bei soetwas sind nicht sonderlich heftig, es werden damit Holzschrauben bewegt.

Nun kam die Idee auf, einen Bithalter am Schaft abzusägen und ein langes Rundeisen dazwischen zu schweißen.

Nur: Wie bekommt man soetwas rund bzw. einigermaßen wuchtig?

Der Normalfall für mich Laienschweißer ist ja fixieren, heften, schweißen. Klappt bei rechten Winkeln wunderbar...

Aber wie macht man das mit Rundlingen? Wie fixiert man soetwas, insbesondere wenn das Material unterschiedliche Durchmesser oder Formen hat? Beispiel: 6mm Sechskant mit 6mm Rundstange.

Macht ihr das mit Schablonen oder nach Gefühl?
Wenn mit Gefühl, wie fixiert ihr das?

Vom Anspruch her sollte es vielleicht 2-300 Umdrehungen pro Minute maximal aushalten, dies eigentlich nur als Puffer, denn 100 Umdrehungen wäre auch in Ordnung.

Guten Rutsch ins neue Jahr,

Gregor Reucher
 
chevyman

chevyman

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Mit ner 6er Stange würde ich nicht anfangen, die tordiert auf der Länge, daß es eine wahre Pracht ist. Nimm besser eine 10er, das hat mehrere Vorteile. Erstens ist sie erheblich steifer, zweitens kann das Bohrfutter das Drehmoment besser auf eine dickere Stange übertragen und drittens gibt Dir das eine einfache Möglichkeit für's Schweißen. In ein Ende ein passendes Loch bohren, Bitaufnahme reinstecken und am Übergang einmal rundschweißen.
 
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rt-andreas

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Hallo Gregor,

in dem Fall solltets du garnicht schweißen. Du kennst weder das Material vom Bithalter noch das der Verlängerung.
Günstigste Verbindungsmethohde ist hier hartlöten der Teile. Wie schon von chevyman geschrieben eine 10 Stange oder dickwndiges Rohr nehmen und den Halter vorne mit Silberhartlot einsetzen. das hält allemal, sogar bei den Widiabohrern oder Bohrkronen werden die Hartmetallsegmente so aufgelötet und halten bis sie abgenutzt sind. Vorteil, das Material ist nicht so wichtig und die Lötstelle selbst ist etwas elastisch.
Ganz die einfache Methode wäre sogar alles nur mit 2cm Übergang ineinander zu kleben. UHU plus oder anderer heißhärtender Epoxid /Metallkleber sollte dabei locker ausreichen um kleinere Holzschrauben zu bewegen. Bei 300 "kg/cm2" Belastungsgrenze ist da einiges zu bewegen. Zudem sehr billig, definierte Sollbruchstelle und man kann das da immer wieder kleben wenn mal der Bithalter hin ist oder die Verlängerungsstange verbogen.
Also hardcore=löten, weniger belastet =kleben

Gruß und guten Rutsch
Andi
 
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hano

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Hallo

beim Hartlöten besteht aber die Gefahr das die eingebrachte Wärme und das nicht gerade wenig den Bit anlässt ( Wird blau )
dann ist die Herstellervergütung im Eimer und der Spaß mit dem Bit hält sich auch in grenzen. :D
Mit der Zentrierung kann ich mir nur anschliesen einfach anbohren und dann sollte das gehen am genausten geht das auf einer Drehmaschine falls sowaß zur Verfügung steht kann man die Sache einschrumpfen machen wir oft um Gewindebohrer zu verlängern.
Genaueres zum Einschrumpfen bei bedarf.

Gutes Neues

Hano
 
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rt-andreas

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Hi Hano,

er will nicht den Bit direkt einsetzen sondern einen Bithalter! Selbst wenn du einen Bit schweißen wolltest würde er angelassen und weich, da geht nur kleben bei engem Passitz.

Gruß
Andi
 
chevyman

chevyman

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Wenn man da einen dieser absoluten Billig-Bithalter aus Nonamesets einsetzt (die ohne Magnet, nur mit so ner Klemmfeder für den Bit), würde ich das mit dem Schweißen nicht so eng sehen. Zum Einen sind die Teile sowieso nicht gerade hart, zum Anderen glaube ich, daß die Temperaturbelastung bei mehreren Schweißpunkten mit Abkühlung zwischendurch nicht unbedingt größer ist, als wenn ich das Teil erst mal gleichmäßig auf die nötige Temperatur zum Hartlöten bringen muß.

Noch ne Möglichkeit, falls die Länge ausreicht: Es gibt ja auch Bithalter in der Form eines Schraubendrehers. Griff abflexen, Rest ins Bohrfutter.
 
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cades

Threadstarter
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Hallo zusammen,

danke für Eure Antworten!

Die sympatischste Antwort scheint mir wirklich das Aufbohren einer 6mm Gewindehülse und Einführen der Schnittstellen des Sechskants des abgesägten Billighalters zu sein.
Die Gewindestange selbst würde dann nur mit Sekundenkleber fixiert werden, für den Fall dass die Lösekräfte ein wenig höher sind.
Dann kann man bei Bedarf auch mal eine "noch längere" Stange einsetzen.

Wie gesagt, aus Sicht der Metaller treten eigentlich gar keine Kräfte auf. Meist sind an den dämlichen Stellen nur so vier mm Holzschrauben...

Die Wuchtigkeit sehe ich wichtig, dass wenn man das Ganze eingespannt hat und mal versehendlich Gas gibt, es sich nicht sofort in einen einflügeligen Ventilator verwandelt.
10mm Stange kommt nicht in Frage, denn wenn man die Konstruktion einsetzt um eine direkt an der Wand liegende 4mm Schraube zu erwischen, kommt man durch die Dicke schon wieder zu weit von der Wand weg und erreicht die Schraube nicht mehr in einem vernünftigen Winkel.

Also vielen Dank noch einmal...

Gregor Reucher
 
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hs

Guest
Hi,

weitere Idee :
- Stück Rohr 10x1,5 (also Innendurchmesser 7mm)
- Rohr an den Enden quer durchbohren (5mm oder so)
- auf der einen Seite einen etwas längeren Bit (SW 1/4" = 6,35mm = Umkreis 7,33mm) einschlagen/einpressen
- auf der anderen Seite einen Bithalter
- durch die Querbohrungen das Rohr mit den eingeschlagenen Sechskanten verschweißen
(wenn die Sechskantstücke lang genug sind, sollten diese nach dem Einschlagen schön mittig zur Rohrachse laufen - die Kombination vor dem Schweißen in den Schrauber spannen und kontrollieren)

Gruß, hs
 
chevyman

chevyman

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cades schrieb:
10mm Stange kommt nicht in Frage, denn wenn man die Konstruktion einsetzt um eine direkt an der Wand liegende 4mm Schraube zu erwischen, kommt man durch die Dicke schon wieder zu weit von der Wand weg und erreicht die Schraube nicht mehr in einem vernünftigen Winkel.
Hast Du schon mal den Durchmesser des Bithalters gemessen? Ein 1/4" Bit hat diagonal gemessen schon über 7 mm, wie dünnwandig soll der Halter denn sein?
 
H

hs

Guest
Hi,

chevyman schrieb:
Hast Du schon mal den Durchmesser des Bithalters gemessen? Ein 1/4" Bit hat diagonal gemessen schon über 7 mm, wie dünnwandig soll der Halter denn sein?

exakt sind es 7,33mm, d.h. 10mm Rundmaterial wäre schlappe 1,34mm breiter als der Bit.
Notfalls könnte man nach dem Zusammenfügen die Sache noch abdrehen (oder falls keine Drehmaschine zur Hand, abschleifen). Falls aber am Ende der Verlängerung ein Bithalter verwendet werden soll, wird dieser sicher sowieso größer als 10mm im Durchmesser sein)
Sollte das mit den 10mm tatsächlich ein Problem sein, dann bleibt wohl nur noch die Möglichkeit den Bit an einem Ende rund zu schleifen und dann Technik s.o.

Gruß, hs
 
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Golem

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ich habe auch schon Metallbohrer in Rundmaterial weich eingelötet und das hat hervorragend gehalten!- könnte man in dem Fall evtl. auch so machen.
Ansonsten einen Handschraubenzieher absägen, wie oben schon beschrieben ist sicher das einfachste!
 
Thema: Wuchtige Fixierung von Rundlingen
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