Forstnerbohrer in der Oberfräse?

Diskutiere Forstnerbohrer in der Oberfräse? im Forum Holzbearbeitung im Bereich Anwendungsforen - Wird das gehen, oder ist der i.d.R zu wenig gewuchtet? Ich habe einige Macken und Äste im Holzboden auszubessern, und in Ermangelung eines...
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Leines

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Wird das gehen, oder ist der i.d.R zu wenig gewuchtet?

Ich habe einige Macken und Äste im Holzboden auszubessern, und in Ermangelung eines Bohrständers wäre das eine Lösung um rechtwinklige Löcher zu boren. (Die 40m² Boden sind doch etwas unhandlich an der Standbohrmaschine...)

Fragende Grüße Leines
 
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RRS

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Forstnerbohrer kann man in der Oberfräse nicht einsetzen da diese viel zu schnell dreht. Aber es gibt von Festool einen Scharnierfräser. Problem dürfte allerdings sein, einen dazu passenden Zapfenschneider aufzutreben, mit dem die Ausfräsungen wieder verschlossen werden könnten.

Den Scharnierfräser in einer frei geführten Fräse einzusatzen ist allerdings nicht ohne Risiko und wird im Allgemeinen nicht empfohlen.

Gruss

Rolf
 
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Kalle-Ralle

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Eine andere Möglichkeit wäre der Einsatz einer normalen Bohrmaschine in einem Bohrmobil, z. B. von Wolfkraft.

Das ist eine Mischung aus Fräskorb und Bohrständer, sowas wie ein Freihandbohrständer, wahrscheinlich nicht superpräzise in der Führung, mag aber klappen.
 
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RRS

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Ralle schrieb:
Eine andere Möglichkeit wäre der Einsatz einer normalen Bohrmaschine in einem Bohrmobil, z. B. von Wolfkraft.

Das ist eine Mischung aus Fräskorb und Bohrständer, sowas wie ein Freihandbohrständer, wahrscheinlich nicht superpräzise in der Führung, mag aber klappen.

So ein Teil habe ich!

Finger weg, das ist sein Geld nicht wert. Unpräzise und schlabberig, die Säulenführung kann man schmieren wie man will, die klemmt immer. Andererseits sind die Federn so schwach ausgelegt, dass sie noch nicht einmal das Gewicht einer mittelgrossen Bohrmaschine tragen. Die knallt erbarmungslos nach unten!

Die Bohrtiefeneinstellung ist ein ganz schlechter Witz.

Gruss

Rolf
 
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hs

Guest
Hi,

RRS schrieb:
Aber es gibt von Festool einen Scharnierfräser. Problem dürfte allerdings sein, einen dazu passenden Zapfenschneider aufzutreben, mit dem die Ausfräsungen wieder verschlossen werden könnten.

... gibt's auch von Metabo : 26mm und 35mm
Dürfte doch wohl aber auch mit anderen Fräsern funktionieren, mit denen man tauchen kann.

Stücke zum Verschließen sollte man von jemanden mit Drechsel- oder Drehmaschine anfertigen lassen können.

Bzgl. Fräse kann man notfalls sicher was basteln : Fräsenunterseite auf größerem Blech oder Holz verschrauben - und dann zweite Person während des Fräsens draufstellen (auch hier könnte man evtl. was mit Saugnäpfen improvisieren)

Gruß, hs
 
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Dietrich

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Hallo Rolf hallo Hs,

den 35mm Beschlagsfräser habe ich von Metabo, dürfte der gleiche sein wie bei Festo, Leitz fertigt die Dinger für viele Hersteller.

Mit dem Scharnierlochfräser in der Oberfräse (runtergeregelte Drehahl auf 5000U/min, soll ja nicht alles schwarz werden), kann man bedenkenlos frei tauchen!
Denn der Fräsbohrer fräst sich vorweg eine 3mm tiefe Führung und der er bleibt.
Die Zentrierspitze hilft auch noch etwas mit. Andere Fräser die zwar auch tauchen können, verlaufen ohne Anschlag ....grauenhaft.

Nimmt man den 35mm Fräser kann man sich auf der Drechselbank, oder wenn nicht vorhanden bei einem Drechsler oder Dreher ein 34,9mm Querhalzabschnitt drehen lassen und in Scheibchen schneiden, einleimen, mit der Ryoba absägen, verschleifen, fertig.
 
S

Steff

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Lieber Dietrich,

ich würde aber wirklich nicht mit der Ryoba den Holzflicken bündig absägen, sondern, wenn es nicht anders geht, mit der Kataba :wink:
Die Ryoba ist zweiseitig verzahnt, damit zerkratzt man sich die Oberfläche...... Optimal wäre eine Kugihiki :roll:

Gruß

Steff
 
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Dietrich

Moderator
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Hallo Steff,

wenn man keine Kataba hat, und einen Briefbogen unter die nicht benötigte Zahnung der Ryoba legt, könnte es gehen, lieber Steff :wink:
 
S

Steff

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Recht hast Du, Friedrich , oder wie mein English-Lehrer es zu sagen pflegte: Ehre, wem Ehre gebührt.

Gruß

Steff
 
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Leines

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Danke für eure Tipps!
Gerade mit dem Wolfcraft-Teil habe ich geliebäugelt. Der Ständer hat mir aber im Laden schon ziemlich windig ausgesehen. Der Tiefenanschlag schaut mit eher improvisiert aus. Vermutlich wird es doch auf einen ganz normalen, soliden Bohrständer rauslaufen.
Das mit dem Plättchen selber drehen ist eine gute Anregung, manchmal kommt man auf die naheliegendsten Sachen nicht selbst!
Grüße Leines
 
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ChristianA

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Servus, Leines!

Besitzt du bereits einen konventionellen Bohrständer?
Bei manchen Modellen lässt sich die Säule drehen. Dann ist man nicht gezwungen, das Werkstück bei der Bearbeitung auf die Grundplatte zu legen.

Christian
 
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RRS

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Säule drehen kann zu einer sehr kippeligen Angelegenheit ausarten. Die meisten Bohrständer haben in der Mitte der Auflagefläche eh eine Öffnung. Bei vielen sollte ein mittlerer Forstnerbohrer durchgehen. Allerdings ist das Ansetzen optisch erschwert.

Gruss

Rolf
 
C

ChristianA

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RRS schrieb:
Säule drehen kann zu einer sehr kippeligen Angelegenheit ausarten.

Stimmt, aber ein Gegenstand, mit dem man die Grundplatte beschwert, sollte sich auftreiben lassen.

Christian
 
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Dietrich

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Hallo,

man könnte sich auch auf die Grundplatte draufstellen und den Vorschub fein dosieren.
 
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Kalle-Ralle

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Je nach Statur sollte das klappen...

Evtl. Zwei-Mann-Aktion draus machen...
 
H. Gürth

H. Gürth

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Bei den üblichen Abmessungen der Ständer-Grundplatten sollten die "Draufsteher" aber über Kinderschuhgrösse verfügen.
Weil bei einbeinigem Draufstehen könnte es zum Wadenkrampf führen :lol:
 
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gundog

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Man kann alles auch mit der Oberfräse und normalen Nutfräsern machen.
1. Eine Schablone mit grösseren Bohrung machen, in der man die OF inkl. Kopierhülse führt. Wieviel grösser liegt an dem Durchmesser der Kopierhülse und dem Durchmesser des Fräsers. Ggf. kann man das Loch mit einer Drehbank oder einem entsprechenden Forstnerbohrer oder Kreisfräsvorrichtung etc. erzeugen.
2. Diese Schablone kann man mit doppels. Klebeband auch fest auf dem Fussboden anbringen und wieder entfernen (vorher in einer unwichtigen Stelle probieren:)
3. Nach dem Ausfräsen und einsetzen des Holzes, kann man dann mit der Oberfräse dieses wieder Bündig fräsen.

Es gibt auch die Möglichkeit das Gegenstück passgenau auszufräsen (mit einer einzigen Schablone die auch nicht rund sein muss), wenn man bestimmte Kombinationen von Kopierhülsen und Fräsern hat.

Richard
 
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l_andy

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:roll: :lol:

....meine herren, die ausgelatschten "sicherheitssandalen" sind aber echt mal sehenswert ...

ich sehe die notwendigkeit des absolut winkelig arbeitens auch nicht.
wenn ich doch hinterher einen stopfen reinhau, der noch beigeschliffen oder mit dem "japaner" bearbeitet wird.
 
Thema: Forstnerbohrer in der Oberfräse?
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