alte Bandsäge restaurieren

Ob Kapp- und Gehrungssäge, Bandsäge, Formatkreissäge, Drehbank, Ständerbohrmaschine oder gar das Bearbeitungszentrum. Hier geht es um Fragen rund um alle stationären Maschinen.

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RRS
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Re: Und jetzt???

Beitrag von RRS » Donnerstag 25. Oktober 2007, 15:00

Jochen1 hat geschrieben:Meine Frage nun: Was müsste ich an der Bandsäge ändern bzw. welche Teile müsste ich nachrüsten um eine einigermaßen nach heutigen Maßstäben sichere Maschine zu haben und woher bekomme ich diese Teile?
Über eine Restaurierungs-Seite für Bandsägen ist mir nichts bekannt. Google gibt auch nicht viel her.

Generell würde ich die Maschine zuerst mal vollständig zerlegen. dabei kann man auch besser prüfen, ob nicht z.b. das Gestell einen Bruch/Riss hat. Wäre das der Fall, ist die Maschine wirklich nur noch Altmetall, weil dir niemand garantieren könnte, dass die beiden Räder noch wirklich fluchten. Auch nicht nach z.b. Schweissen. Zumindenstens der Aufwand dafür wäre unproportional gross. Nach dem Zerlegen alles reinigen, ggf. fetten wo richtig und nötig. Wichtig wäre auch, zu prüfen, ob der Tisch rechtwinklig zum Sägeblatt steht oder in diese Lage gebracht werden kann. Sonst sägt die Maschine nur schief.

Änderungen:
- Abdeckungen für den oberen/unteren Radkasten anbringen. Evtl. welche aus Blech anfertigen lassen. (Unfallschutz) Kaum serienmässig zu bekommen.

- auch über der Rollenführung sollte das Band verdeckt sein. Dieser Schutz muss an der Führung befestigt sein, damit er in der Höhe mitwandert. Aus Blech anfertigen (lassen). (Unfallschutz) Kaum serienmässig zu bekommen.

- Knackpunkt Neigungsregulierung des oberen Rades. Auch sowas wird nicht als Standardbauteil zu erhalten sein, da die Maschine sehr eigen zu sein scheint. Die Regulierung ist wichtig, weil sonst die Sägebänder abspringen.

- Radbeläge, Führungen, Sägeblätter bekommst Du wie schon gesagt z.B. bei Hema. Zum Aufziehen von Radbelägen kannst Du dir Korkbandagen selbst kaufen und aufkleben oder die Räder zu Hema schicken und neue Beläge aufvulkanisieren lassen. Katalog gibts als Download. schau Dir zuvor die Preise an.

- die Höhenverstellung der oberen Führung ist zwar nicht Stand der Technik, aber daran würde ich nichts ändern, höchstens eine Feststellschraube, die man von Hand anziehen kann, montieren.

- Klar kann man auch ohne untere Führung arbeiten, aber die Ergebnisse werden nicht sonderlich gut sein.

- Noch ein Punkt: Staubabsaugung! Aufgrund der offenen Konstruktion wird die Maschine Sägestaub in alle Richtungen verteilen, was nicht gut für Deine Lungen ist. Besonders nicht, wenn Du Harthölzer wie Buche und Eiche zu sägen gedenkst. Hier müsste man eine Staubasaugung am besten direkt unter der Tischplatte neben dem Sägeblatt anbauen. Und da kommt dann ein neues Hindernis! Die Bandeinlage - das Plättchen im Sägetisch rund ums Sägeblatt - ist offenbar noch nicht für so etwas vorgesehen, hat keinen Platz für Absaugkanäle.

Tut mir leid, dass ich Dir nichts Optimistischeres berichten kann.

Gruss

Rolf

Kalle-Ralle
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Beitrag von Kalle-Ralle » Freitag 26. Oktober 2007, 11:05

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