Teichpumpe

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Moderator: Matthias_T

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henniee
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Teichpumpe

Beitrag von henniee » 13. Okt 2009, 09:30

Servus liebe Leute,

habe folgende Frage... Eine Bekannte hat eine Gardena Tauchpumpe in ihrem Gartenteich gehabt, damit der nicht umkippt.
So weit ich weiß, lief das Teil den lieben langen Tag. Es war eine 6000S, die aber nun undicht ist (ich vermute es drückt sich Wasser an der Welle durch).
Das alte Gerät hatte glaub ich 400W.
Ist das üblich dafür eine solche Pumpe zu nehmen? Gibt es da Alternativen? Evtl. weniger Stromverbrauch...
Ich hab von Teichen echt keine Ahnung und wäre für jeden Tipp dankbar.
Vielen Dank im Voraus,
Henniee
Viele Grüße,
Henniee

enememistewasrappeltinderkiste

f_hobby
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neue Pumpe

Beitrag von f_hobby » 13. Okt 2009, 12:36

[center]Hallo Henniee,

also, ich habe meinen Teich eingegraben damit er nicht umkippt, das war eine klasse Idee erfahrener Teichbauer, die sich auch bei mir bis heute bestens bewährt hat.. :)

Aber Spaß beiseite, ich verwende in meinem Teich ca. 5qm eine solche baugleiche Pumpe von Messner:
Bild

Messner Teichpumpen

Ich bin mit der Pumpe ausgesprochen zufrieden und vor allem: der Service stimmt. :!:

Gruß, Frank [/center]

tobi84
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Beitrag von tobi84 » 13. Okt 2009, 17:46

Ich kann Oase Pumpen empfehlen!

Mein Vater hat einen kleinen und einen größeren Teich. Die Oase Pumpe mit offenem Flügelrad verrichtet im großen Teich jetzt schon ~ 8 Jahre ihren Dienst. Die Pumpe läuft von April bis Oktober im Dauerbetrieb.

Wenn du keine großen Höhen zu bewätigen hast würde ich dir zu einer Pumpe mit offenem Flügelrad raten. Diese Pumpen haben eine hohe Förderleistung und haben auch kein Problem mit etwas groberen Schmutz.

Die Tauchpumpen sind ja eher auf größeren Druck bei geringer Förderleistung ausgelegt.
Bei 400W kommt im Dauerbetrieb schon eine Ecke zusammen!

powersupply
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Beitrag von powersupply » 13. Okt 2009, 19:40

Oha, 400W :shock:

War das eine Bachlaufpumpe?
Hab grad mal überschlägig mit 20ct/KWh gerechnet. Die Pumpe braucht ja im Jahr(360Tage) für 690€ Strom :? :shock:

Was ich an Deiner Beschreibung nicht verstehe ist das "undicht" denn bei den kleineren Teichpumpen die ich bislang gesehen habe lief der Rotor, wie auch bei den Heizungspumpen, im Wasser und die Wicklung war vergossen.

PS

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Beitrag von f_hobby » 14. Okt 2009, 08:08

...also die Messner nimmt sich mit ca. 100W da doch eher bescheiden aus.
Im übrigen, um das "umkippen" des Wassers zu vermeiden, sollten für einen Gartenteich ca. 3-4 h Pumpenbetrieb täglich ausreichen, außer sie hat einen Koi-Teich. Es geht doch dabei eher darum, Sauerstoff in das sonst stehende Wasser zu bekommen, den Algen rückt man dabei praktischer Weise mit einem UV-Filter zu Leibe, wenn man schon viel Wasser durcheinander pumpt, ist das ja kein Problem.

übrigens
mit den Pumpen bei denen der ganze Rotor im Wasser läuft habe ich eher schlechte Erfahrungen gamacht:
[*]bei einer Pumpe hatte sich mal die den Rotor umschließende Plastik aufgelöst - vielleicht hatte ich zu viel Chemie im Wasser, wobei die Fische davon nichts gemerkt hatten... :wink:
[*] bei einer anderen Pumpe gleicher Bauart hatten sich, wodurch auch immer , Schwebeteilchen aus dem Wasser in den Luftspalt gespült, der Rotor lief nicht mehr rund und vibrierte sich kaputt...
Seit dem laufen bei mir zwei Messner Pumpen, problemlos...

Gruß, Frank

p.s. welche Steuerzeichen sind denn noch zugelassen?

henniee
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Beitrag von henniee » 15. Okt 2009, 18:36

schon mal vielen Dank.

Die gute Frau scheint noch weitere Sachen gerade in Angriff zu nehmen (Wasserverlust) und überlegt z.B. an einem Springbrunnen.

Wie auch immer, ich werde ihr dann mal zu einer ordentlichen (Stromspar-)Pumpe raten.

:thx:
Viele Grüße,
Henniee

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xt-schrauber
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Beitrag von xt-schrauber » 15. Okt 2009, 19:59

Hallo,

ich habe eine Heissner Pumpe in meinem kleinen Teich (3000L) Die läuft problemlos, pumpt 2000L/h und zieht 75 Watt. Diese Pumpe pumpt in meinen selbstgebauten Filter, dann in einen kleinen Filterteich, von wo aus das Wasser in den Teich läuft. Das Ganze läuft natürlich 24 Stunden durch, sonst würden die Bakterien im Filter absterben.

Die Beste Sauerstoffversorgung ergibt sich übrigens durch eine nur leichte Wellenbewegung des Wassers, nicht durch starkes Geplätscher, welches noch dazu das CO2 austreibt, welches die Pflanzen brauchen.

Es kommt halt darauf an, was das für ein Teich ist. Sind keine Fische drin braucht man auch keine Pumpe. Ist der Teich groß und wenig Fische, kann es ohne Pumpe und Filter funktionieren. Ist der Teich recht gut besetzt, sollte unbedingt Pumpe und Filter drin sein und diese auch 24/7 betrieben werden.

Ein Pumoe allein macht in den meisten Fällen keinen wirklichen Sinn, es sei denn es wird ein Bachauf betrieben. Eine Pumpe in einem Teich, die das Wasser einfach nur rundpumpt macht keinen Sinn.

Springbrunnen sind so eine Sache. Seerosen mögen das garnicht in der Nähe, CO2 geht verloren, die Sauerstoffanreicherung ist nicht so hoch wie man meint. Ist halt nur was für die Optik.

Also normale Tauchpumpen im Teich sind reine Geldverschwendung. Dafür gibt es Teichpumpen. Aber darauf achten, dass auch grobschmutz gefördert wird. Die Baumarktpumpen mit einem Schamstoff vor dem Pumpengehäuse verstopfen bereits nach einigen Tagen. 3-4mm Korngröße sollten schon gefördert werden können.
f_hobby hat geschrieben:.
Im übrigen, um das "umkippen" des Wassers zu vermeiden, sollten für einen Gartenteich ca. 3-4 h Pumpenbetrieb täglich ausreichen, außer sie hat einen Koi-Teich. Es geht doch dabei eher darum, Sauerstoff in das sonst stehende Wasser zu bekommen, den Algen rückt man dabei praktischer Weise mit einem UV-Filter zu Leibe, wenn man schon viel Wasser durcheinander pumpt, ist das ja kein Problem.
Wenn die Pumpe einen Filter bediet, muss dies alles durchlaufen, da sonst die Bakterien im Filter absterben. Das wiederum führt dann zu erhöhten Schadstoffwerten im Wasser.

Sauerstoff kommt bei ordentlich angelegten Teichen durch die Pflanzen ins Wasser. Ansonsten, leichte Wellenbewegung reicht aus. Was du mit UV Filter meinst, ist ein UV Brenner, eine UVC. Diese hilft gegen Schwebalgen, weil sie diese abtötet und verklumpt. Hast du keinen Filter dahinter, kommt dies alles wieder in den Teich. Was die Nahrungsgrundlage für die nächste Algengeneration ist. UVC tötet aber ALLE Einzeller im Wasser ab, auch die guten, welche die Schadstoffe (Fischkot) abbauen. Fadenalgen werden dadurch nicht wirklich dezimiert. Da helfen nur höhere Pflanzen als Nahrungskonkurrenten.
f_hobby hat geschrieben:.
[*]bei einer Pumpe hatte sich mal die den Rotor umschließende Plastik aufgelöst - vielleicht hatte ich zu viel Chemie im Wasser, wobei die Fische davon nichts gemerkt hatten... :wink:
Wenn dein Teich Chemie braucht ist er falsch angelegt oer dein Filter, falls vorhanden, ist nicht geeignet.

Ich komme ohne Chemie im Teich aus (Na gut, im Frühjahr ein wenig Eisendünger)

Gruß

xt-schrauber

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Beitrag von f_hobby » 28. Okt 2009, 11:35

Hallo xt-Schrauber,
das war ja echt ein guter fachlicher Beitrag - Danke.

...also, ich betreibe sogar zwei Pumpen in meinem kleinen Teich:
  • eine Tauchpumpe, die besagte von Messner, an einem Süßwasserabscheider
    und eine kleine, die über einen Oberflächenskimmer den schwebenden und aufgewühlten Dreck in einen Oase-Unterflur-Filter pumpt
Aber um ehrlich zu sein, alles mit sehr mäßigem Erfolg, ich lebe mit dem Kompromiss, ab und zu händisch in das "System" einzugreifen, ein wirkliches biologisches Gleichgewicht habe ich noch nie erzielen können.
Manchmal tat es dabei schon weh, wegzusehen, wenn die Algen wucherten und auf den Moment der inneren Harmonie des Teiches zu warten...
Immer wenn ich Angst habe, dass die Fische sich nicht mehr bewegen können vor lauter Algen, dann kommt das Wasser komplett raus, der Kärcher wird zur Reinigung zum Einsatz gebracht und dann wird neues Wasser wieder aufgefüllt...

Vielleicht sollten wir ein neues Thema aufmachen, :shock:
der Erahrungsschatz Einzelner ist bei diesem bestimmt fast unerschöpflich...

p.s.
der Hinweis auf die Filterschwämme vor den Tauchpumpen ist übrigens absolut korrekt und sollte von jedem berücksichtigt werden.
Ich muss den Filter der Messner auch alle paar Tage reinigen, furchtbarer Mist, aber ohne den Schwamm hat das Pumpenrad keine Chance, wenn Algenfäden sich darum wickeln

Gruß, Frank

xt-schrauber
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Beitrag von xt-schrauber » 31. Okt 2009, 00:06

Hallo Frank,

mein Teich wurde dieses Jahr erst neu angelegt, alos so viel Erfahrung habe ich noch nicht. Aber ich hatte zuvor einen Minteich und betriebe zwei Aquarien. Vielleicht zählt das auch als Erfahrung.


Algen wirst du in einem Teich immer haben. Du solltest sie zu schätzen lernen, denn sie sind wichtig. Gerade die Fadenalgen liefern jede Menge Sauerstoff und entziehen den Schwebalgen, welche für die Wassertrübung verantwortlich sind die Nahrung. Die Fadenalgeb kannst du auch ohne das Wasser abzulassen reusfischen, was du nicht rausbekommst, lass einfach drin, die schaden nicht.

Ich denke so ein Gartenteich braucht einfach seine Zeit. Die beste Waffe gegen Algen sind Pflanzen und diese brauchen einge Jahre, bis sie richtig wachsen. Nicht jede Pflanze gedeiht in jedem Teich, an jedem, Standort. Daher kann ein Teich auch nicht schon nach einer Saison optimal eingewachsen sein.

Was die Pumpe betrifft:
Meine fördert alles bis 4mm in den Grobfilter,auch Algen, die sich ins Pumpengehäuse verirren landen darin. Ich habe die Pumpe nun seit dem Sommer nicht mehr gereinigt. Nur den Filter reinige ich jede Woche (dauert 2 Minuten)

Über Winter wird ein anderer Filter gebaut, der dann weniger Wartung braucht und besser mit dem Grobschmutz klarkommt.

Zum Thema Teich kannich dir dieses Forum ans Herz legen:
http://www.hobby-gartenteich.de

Gruß

xt-schrauber

Gast

Re: Teichpumpe

Beitrag von Gast » 31. Okt 2009, 16:27

henniee hat geschrieben:
habe folgende Frage... Eine Bekannte hat eine Gardena Tauchpumpe in ihrem Gartenteich gehabt, damit der nicht umkippt.
Hallo Henniee,

eine Teichpumpe kann kaum verhindern, dass ein Teich umkippt. Es ist auch ein Irrglaube, dass Wasserspiele oder Wasserfälle tatsächlich Sauerstoff ins Wasser bringen; sehr oft entziehen sie sogar den Sauerstoff. Besser als eine noch so gute Pumpe ist ein gut angelegter Teich, d.h. mit genügend Pflanzen, die mit ihren Wurzeln die Nährstoffe aus dem Wasser ziehen und im Gegenzug Sauerstoff hinein bringen. Das Problem stellt sich sehr häufig bei den Gartenteichen, deren Hauptbestandteil die wunderbar zierenden Kieselsteine sind, darin eine einsame Seerose und einige Goldfische. Da kann man darauf warten, dass der Teich tot ist.
Die Leistung der Pumpe deiner Bekannten ist für eine Gartenteichpumpe viel zu hoch. Es gibt dafür Spezialpumpen, wie schon einige in ihren Beiträgen geschrieben haben, sie sind vor allem Dauerläufer und die angeführten Firmen bekannt für gute Pumpen.
Gartenteiche vernüftig anlegen ist eine Wissenschaft für sich; es ist recht schwierig, einen Teich gut anzulegen.
Als ausgesprochen kompetente Lektüre kann ich dafür ans Herz legen: "Beispielhafte Gartenteiche" von Norbert Jurek.


Gruss

Iru

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