Werkzeugkofferbau vom Holzlaien

Diskutiere Werkzeugkofferbau vom Holzlaien im Forum Holzbearbeitung im Bereich Anwendungsforen - Da gute Werkzeugkästen meist doch sehr teuer sind und dann trotz allem nicht den eigenen Ansprüchen genügen überlege ich momentan ob ich mir denn...
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mystahr

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Da gute Werkzeugkästen meist doch sehr teuer sind und dann trotz allem nicht den eigenen Ansprüchen genügen überlege ich momentan ob ich mir denn nicht selbst einen Werkzeugkoffer bauen sollte. Das Ergebnis sollte recht massiv sein und dem Einsatz auf dem Bau auch vertragen, andererseits sollte er noch transportabel sein. Gefragt wäre viel Handarbeit ohne viel elektronische Unterstützung. Erste Ideen wäre ein Kasten mit Verzinkung (Stechbeitel & was für eine Säge?) in welchem mittels Nut & Feder eine Bodenplatte eingesetzt wird. Dort dann evt einen kleinen Einsatz rein und ein deckel obendrauf.
Wäre dies mit Multiplex umsetzbar oder kannn man dies mit dem Beitel garnicht verarbeiten?

Da ich nur wenig Erfahrungen mit Holz habe und alle meine bisherigen Verbindungen mit Spaxschrauben gemacht worden sind wäre ich über ein paar Kommentare erfreut. Zeit nehme ich mir dafür gerne und aufgrund der Jahreszeit habe ich auch den ein oder anderen Tag dafür :)

Eben über google gefunden:
So in etwa stelle ich mir das vor.
 
L

LarsAC

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Hallo,

die Kurswerkstatt (kurswerkstatt.de) hat in manchen Städten einen Spezialkurs "Werkzeugkiste". Habe das Ding mal in Natura gesehen, das ist echt super. Einen Bauplan habe ich leider nicht dazu.

Nette Lektüre mit vielen guten Anregungen (und unglaublichen Holzarbeiten) findest Du im "Toolbox book" von Tolpin.

Lars
 
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Patrik

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Zum Zinken würd ich eine Japansäge nehmen.
Die sägt am genausten und man erzielt damit mit etwas Übung sehr gute Ergebnisse.
Damit dem Mulitplex sollte kein Problem sein, hab damit zwar noch keine Zinken gemacht, aber denke das geht wohl.
Problematisch wäre auf jeden Fall Spanplatte oder MDF.
Kannst ja mal bei Multiplexreststücken ausprobieren, ob das gut geht.
 
D

Dietrich

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Hallo Patrik,

Multiplex gibt es in Birke ab 12mm und in Buche ab 15mm, das ist schon recht dick und wird schwer werden.

10mm Buchensperrholz, mehrfach lackiert würde ich nehmen!
 
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mystahr

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Gibt es eigentlich Zinkenschablonen womit ich eben diese anzeichnen kann. Welche Materialstärke sollte ich nehmen und als Säge etwas zweiseitig Verzahntes elastisches oder doch lieber eine mit Rückenverstärkung. Sind alle japanischen Sägen Zugsägen?
Dick hat ja einiges im Angebot jedoch brauch ich für meine Zwecke wohl keine mit 250mm Blatt. Wie schauts mit der Zahnteilung aus?

Edit: Letzte Antwort nicht gelesen

Edit: Da ich ja einen Koffer bauen möchte wird der Griff nicht auf dem Deckel sondern an die Seite geschraubt, nun die Frage: wieviel kg hält so eine verleimte Verzinkung? Weil da hängt dann ja das gesamte Gewicht dran. Rein soll in den Koffer schon so einiges und das Eigengewicht wird ja auch nicht so niedrig ausfallen. Eine schlichte Fingerzinkung (nennt man doch so) fällt alleine aus Stabilitätsgründen schon raus oder? Eine Keilform sollte das ja theoretisch sogar unverleimt halten können?

Einkaufszettel:
- Feine Japansäge
- Schmaler Stechbeitel
- Leim
- evt. Feile
 
D

Dietrich

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Hallo M. Lange,

hier gibt es Anreißhilfen und eine Sägehilfe zum Zinken.
Auch die passenden Sägen gibt es bei "feine Werkzeuge".

Selbt habe ich sehr gute Erfahrungen mit der ECE-Schmiege und der "Hedü" Zinkenschmiege gemacht.
 
R

ranger

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Hi,

Japanische-Sägen sind Zugsägen, weshalb die Blätter auch relativ dünn sind.

Es gibt verschiedene Arten, z.B. Kataba für den Queerschnitt oder Ryoba für Längs- und Queerschnitte. Dann gibts noch spezielle Versionen, mit denen man mitten ins Werkstück einstechen kann oder aber um Dübel sauber abzusägen.

Gruß
Ranger
 
M

mystahr

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Mini-Kataba für universelle Schnitte mit Bubinga-Griff
http://www.feinewerkzeuge.de/kataba.htm#zield186

Ich muss ja materialbedingt sowohl längst als auch quer sägen, für Verzinkungen brauch ich auch kein längeres Blatt und mit dem Preis ist sie als Einstieg doch optimal?
 
R

ranger

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Ich würde ne Nummer größer nehmen. Weil man ja auch mal etwas anderes damit sägen will. Außerdem habe ich persönlich lieber etwas größeres in der Hand.

Gruß
Ranger
 
C

ChristianA

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M. Lange schrieb:

Diese Kiste dürfte, soweit ich es erkennen kann, aus Leimholzplatten bestehen; Eckverbindungen mittels Fingerzinken. Ich habe zwar noch keine Fingerzinken von Hand gefertigt, stelle mir diese Arbeit jedoch mäßig spannend vor, es sei denn, man entscheidet sich für ziemlich große Zinken. Ob du dich tatsächlich an Schwalbenschwanzzinken wagen willst, musst du selbst entscheiden. Ich persönlich würde mir das - zumindest bei einer Werkzeugkiste aus Multiplex/Sperrholz - nicht antun. Meine Wahl würde - je nach zur Verfügung stehendem Werkzeug - auf Dübel, Flachdübel oder eine Verbindung mit fremder Feder fallen.

Christian
 
Thema: Werkzeugkofferbau vom Holzlaien

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