Wasserfilter für Eisen

Diskutiere Wasserfilter für Eisen im Forum Reparaturen rund ums Haus im Bereich Anwendungsforen - Hallo, ich suche eine Selberbau-Möglichkeit Eisen aus Brunnenwasser zu filtern. Das Brunnenwasser soll für WC-Spülung verwendet werden, ohne...
T

Toni

Guest
Hallo,

ich suche eine Selberbau-Möglichkeit Eisen aus Brunnenwasser zu filtern. Das Brunnenwasser soll für WC-Spülung verwendet werden, ohne Verfärbungen an der Keramik hervorzurufen.

Aktuelle Situation:
Wenn das Wasser direkt aus dem Brunnen kommt, ist es klar und riecht etwas schwefelig. Wenn das Wasser längere Zeit in einem Eimer steht, setzt sich ein bräunlicher Schleier am Rand des Eimers ab, und das Wasser ist geruchlos.

Idee:
diesen Effekt beschleunigen, und mit 2. Pumpe gereinigtes Wasser abpumpen.

Habe gehört, dass Wasserwerke das Brunnenwasser über Sprudler mit Sauerstoff / Luft anreichern, und über Kies leiten, an dem sich der Schlamm absetzt. Kies wird regelmäßig rückgespült, um den Schlamm zu entfernen.

Vielleicht lässt es sich im kleinen nachbauen. Der Aufwand sollte sich natürlich in Grenzen halten.
Beispiel: ich dachte an drei übereinanderliegende Behälter.
In den obersten Behälter wird über Magnetventil Wasser eingefüllt und mit Aquariumpumpe belüftet. Wasser fließt langsam in 2. Behälter mit Kies, und langsam weiter in 3. (Sammel- ) behälter für "fertiges" Wasser. Der könnte einen Schwimmerschalter für Steuerung Wasserzufuhr in ersten Behälter haben.
Mir fehlen allerdings Details, z.B. in welche Richtung das Wasser am Besten durch die Behälter geleitet wird, usw.

Kennt jemand den detaillierten Aufbau einer "Profi"- Anlage?

Danke und Gruß
Toni
 
Moin Toni,

ich habe ganz genau das gleiche Problem. Braune Ränder überall und wenn das Brunnenwasser gekocht wird macht es rotbraune Töpfe. Dagegen gibt es keine ungefährlichen Lösungen. Wasser unter Luft und bei höheren Temperaturen irgendwie zu lagern gibt immer ein ordentliches Keimwachstum. Gerade auch bei Brunnenwasser, das Schwebstoffe enthält, die ja irgendwann als poriger Film in Deinen Behältern liegen bleiben. Das Problem mit dem eisenhaltigen Brunnenwasser läßt sich nicht ohne weiteres beheben. Lebe damit! Wasserfiltration wird unheimlich teuer, wenn das Wasser schon sichtbar mit Eisen belastet ist. Die üblichen Filter verbrauchen sich schon innerhalb weniger Monate bei glasklarem städtischen Leitungswasser. Mit Brunnewaser sind sie innerhalb von Tagen zu.

Und an alle die da widersprechen wollen: Wenn es denn eine Lösung gibt, dann her damit!
 
Hallo Hinack,

danke für deine Infos, aber ganz so schnell will ich mich damit nicht abfinden. Die Wasserwerke reinigen wohl auch mit Luft-Kies Behältern.
Keime wären natürlich nicht so schön, aber ich sehe kein größeres Problem als bei einer Regenwasserzisterne. Im Gegenteil: Wasser wird schneller ausgetauscht.

Vielleich hat noch jemand eine Idee.

Gruß
Toni
 
Moin Toni,
Toni schrieb:
...ganz so schnell will ich mich damit nicht abfinden.
Na dann dauert's halt noch Bißchen. :lol:

Regenwasser ist ein ganz anderes Thema. Ich habe auch eine Zisterne dafür. Die liegt im Boden unter 1,00m Erdreich und empfängt das ganze Wasser unserer Dächer. Das Wasser muß vorher durch einen Kiestopf in dem die Dachstäube abgesetzt werden. Anschließend kommt praktisch UV-Sterilisiertes destiliertes Wasser dort an und wird bei Bodentemperatur gelagert. Der dennoch entstehende Bodensatz wird hingenommen und die Zisterne wird auch hin und wieder komplett entleert. In der Zisterne herrschen ähnliche Bedingungen wie im Trinkwasserbunker. Vor allem ist es kalt und dunkel.

Deine Umpump- und Filteranlage wird pulsierend oder kontinuierlich betrieben und das Wasser darin wird Umgebungstemperatur annehmen. Im Moment also weit über 20°C. Im Winter friert sie ein. Wenn Du also wirklich Dein Brunnenwasser aufbereiten willst wie Trinkwasser, dann überlege mal, ob eine Regenwassernutzung nicht preiswerter wäre oder ob es nicht sogar biller wäre mit Apolinaris, San Pellegrino oder Perrie zu spülen. Bei den Mengen liefern die an und geben Rabatt. :D
 
Was versteht ihr eigentlich unter Brunnenwasser?
Quellwasser, Grundwasser?
 
bei uns in der Arbeit haben wir an den Brunnen zuerst Grobfilter für Sand dann nochmal Filter dann geht es durch eine Aktivkohleanlage wo das Wasser nochmal gefiltert wird und dann noch durch eine UV-Anlage um evtl. Keime Abzutöten Sammelbehälter haben wir keine das sind allerdings Tiefbrunnen
 
war ein paar Tage unterwegs...
Alle: Danke für die Anmerkungen.

Alfred: Mit Brunnenwasser ist Grundwasser gemeint.

Arbeitet keiner in einem Wasserwerk mit Enteisenung? :?:

Gruß
Toni
 
hallo Toni,

oxidieren der Eisen-Mangansalze und ausfällen der dann unlöslichen Hydroxode ist wohl der einzig gangbare Weg. Alles Richtung "Ionentauscher" ist viel zu teuer und zu schnell erschöpft.
Was man machen kann ? Auf Anhieb fallen mir nur 3 gangbare Wege ein. Bei allen muß man dann das Hydroxid noch ausfiltern was für einen Filter man nimmt ... Testsache, Sandfilter bauen aber immer recht groß
So Methode 1 wenn Pumpe läuft minimale Mengen Wasserstoffperoxid ins Wasser dosieren (gibt solche Dosieranlagen auch gegen Kalkverkrustungen eventuell mal nach alten Teilen bein Wasserfuzzi fragen) Das H2O2 gibts im Baumarkt für Fischteichbelüftung. Dosieren eben so hoch dass keinen braunen Ränder mehr entstehen.
Methode 2 Elektrolyse im Wasser drin Graphit oder Platinelektrode für den Sauerstoff, dieser fällt dann wieder die Salze aus. Vorteil kein Chemikalienzukauf nötig aber aufwendiger zu machen.
Methode 3 Sauerstoffbuddel und zudosieren wie bei 1
Alle methoden können "im Rohr" eingesetzt werden ohne große Lagermengen an Wasser zu benötigen. Für ne Klospülung sollte es dann allemal reichen
Gruß
Andi
 
Hallo zusammen,

endlich hab ich mal jemanden gefunden, der auch solch eine Anlage selbst bauen möchte.

Also ich habe mir das Prinzip von Fermanox angeschaut, es sieht wirklich simple aus !! Das Wasser wird einfach per Pumpe aus dem Brunnen gezogen, belüftet,d.h. mit Sauerstoff aus der Luft angereichert, und dann wieder in den Brunnen zurückgeleitet.
Nun soll das Ausfällen des Eisens im Boden stattfinden, und eine Mehrfache Wassermenge kann gereeinigt entnommen werden.

Hört sich doch super einfach an, oder ?

Hat jemand schon mal versucht, solch eine Anlage (übrigens: ich kann gar nicht verstehen, warum so was gekauft 2000-3000 EUR kosten soll) selbst zu bauen ?

Gruss
ThommyTheKid
 
Thema: Wasserfilter für Eisen

Ähnliche Themen

A
Antworten
6
Aufrufe
3.434
MSG
D
Antworten
3
Aufrufe
4.781
chevyman
chevyman
G
Antworten
32
Aufrufe
45.375
goran-gogi
G
Zurück
Oben