Fernostwerkzeug - besser als sein Ruf ?

Diskutiere Fernostwerkzeug - besser als sein Ruf ? im Forum Handwerkzeuge im Bereich Werkzeuge & Maschinen - Hallo miteinander, gestern war ich bei "meinem" Lieblingswerkzeughändler, der in seinem Bus amerikanisches Werkzeug durch die Gegend fährt :D...
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Reiner

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Hallo miteinander,

gestern war ich bei "meinem" Lieblingswerkzeughändler, der in seinem Bus amerikanisches Werkzeug durch die Gegend fährt :D (Jaja, ich kaufe da ab und an was, vor allem wenn Aktionen sind.) Da ist mir aufgefallen, dass er neben Schnapp-Drauf und Beta vermehrt auch Fernost-Ware mit sich herumfährt. (Kraftwerk hat er schon sehr lange, seit einiger Zeit ist auch KS-Tools dazugekommen und andere.) So. Der gute Mann verkauft fast ausschließlich an Betriebe. Wenn das Fernost-Zeug so schlecht wäre, wie sein Ruf (zumindest hier im Forum), dann würde er das Sortiment an Fernost-Werkzeugen ja wohl nicht immer mehr ausweiten, oder ?
Klar gibt es Grenzfälle, wo man das mehr an Qualität von Schnapp-Drauf merkt und gerne hat, aber ansonsten habe ich auch selbst schon die Erfahrung gemacht, dass man mit einem Taiwan-Koffer auch ganz gut arbeiten kann. (Siehe dazu auch die beiden Threads im anderen Forum).
http://www.werkzeug-forum.de/index.asp?content=ViewThread&ViewThread=1126

http://www.werkzeug-forum.de/index.asp?content=ViewThread&ViewThread=1009


Das Problem – neben unseren Arbeitsplätzen – ist meiner Meinung nach eher, dass ich nicht im Voraus weiß, was mich für eine Qualität erwartet. Bei Hazet oder Schnapp-Drauf und wie sie alle heißen weiß ich halt dass es einfach gut ist. Wenn man sich die Fernost sätze ansieht, dann reduziert sich das von der Optikt auf ein paar Typen und jeder pappt seinen „Marken“-Namen drauf. Die Frage ist, ob diese Werkzeuge bei gleicher Optik (und damit wohl auch gleicher Herkunft) tatsächlich in unterschiedlichen Qualitätsstufen gefertigt werden, oder ob sie sich wirklich nur noch in der Aufschrift unterscheiden.

Aber eigentlich wollte ich zum Ausdruck bringen, dass es doch eigentlich schon aussagekräftig ist, wenn diese Werkzeuge auf der Profi-Schiene vertreiben werden.

Frohe Feiertage

Euer

Reiner
 
H.-A. Losch

H.-A. Losch

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Hallo Reiner,

so pauschal, dass Handwerkzeug aus Fernost schlecht ist, lässt sich dass sicher nicht sagen, wie zum Beispiel auch der Test von 1/4"-Steckschlüsselsätzen in Selbermachen (Heft 11/2004) zeigte. Eindeutiger Testsieger war zwar Hazet, aber in vielen Teildisziplinen waren Taiwan-Produkte besser. auch wenn sie im Gesamtergebnis schlechter abschnitten.
Praktisch als zweite Sieger wurden Steckschüsselsätze von Famex und Lux (****) mit Preistipp bewertet.
Allerdings darfst du nicht erwarten, dass das wirklich billige Zeug, was du bei Aldi. Lidl & Co. oder auch in den Schütten der Baumärkte findest, an diese Qualität herankommt.
Wenn dein Truckfahrer Ware aus Fernost verkauft, wird er wohl hoffentlich auch die bessere Fernostqualität wählen.

Schau dir halt die Werkzeuge vor dem Kauf genau an. Sind alle Einzelstücke mit dem Namen oder Kürzel des Herstellers gekennzeichnet, ist die Chance groß, auch gute Ware zu bekommen. Fehlt der Name auf einzelnen Teilen, lass die Finger davon. Wenn der Hersteller es nicht so genau mit den gesetzlichen Vorschriften nimmt, wird er wohl auch nicht so penibel auf die Qualität achten.
 
Alfred

Alfred

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Hallo Reiner,
das ist in erster Linie ein Vertriebsproblem und kein technisches. Vielleicht verdient der Vertreter an diesen Werkzeugen mehr? Er muss auch bedenken - der Kunde gibt nicht mehr Geld aus nur weil mehr Sorten angeboten werden. Wenn er bei snap-on 25% Spanne hat und bei den anderen 40% ist klar wraum er sie verkauft. Der Händler steht ja nicht im Altöl und schraubt, wenn einer feststellt dass es nicht taugt antwortet der Händler gekonnt "darum nehmen wir es jetzt wieder aus dem Programm".
 
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Reiner

Threadstarter
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Hallo Alfred,

warum er Fernost-Ware verkauft hat wohl zwei Gründe:

1.) ER ann Ware preislich unterhalb von Snap-On anbieten und überlässtdas Geschäft nicht anderen.
2.) vielleicht ist die Spanne da wie Du vermutet hast auch höher.

Klar wird bei dem Händler evtl. der Kunde testen müssen, ob das Produkt gut ist. Fairerweise muss ich aber sagen, dass der Händler von sich aus immer sehr kulant ist, wenn etwas kaputt geht. Und wenn sich Probleme häufen, wird er das eine oder andere wohl weder aus dem Sortiment nehmen. Meine Beobachtung ist aber, dass er nun schon eine ganze Weile (geschätzt 2-3 Jahre) auf dieser Schiene fährt und das wäre wohl im Profibereich nicht möglich, wenn das Zeugs nichts taugt.

Das soll einfach eine Ergänzung zu den hier oft geführten Diskussionen sein. Eine "Marktbeobachtung" kann ja durchaus auch ein "Qualitätsindikator" sein. Vielleicht nicht in dem Sinn nach absoluten Spitzenprodukten, sondern eben nach guten Preis-Leistungsverhältnissen. Die Qualität der Fernost-Produkte scheint demnach für den Preis für viele Anwendungen angemessen zu sein. Der Händler erzählt mir natürlich auch, dass er Kunden hat, die nichts anderes als Snap-On wollen. Z.B. ein LKW-Bergeunternehmen. Da treten dann wohl einfach extreme Belastungen auf. Allerdings hat er mir auch erzählt, dass er einige Kunden hat, die privat bei ihm einkaufen (so wie wir) und wohl Snap-On kaufen, um damit hin und wieder mal einen Ölwechsel damit zu machen (so wie sich andere halt einen Porsche kaufen und nur in der Stadt damit rumfahren).

Gruß

Reiner

Gruß

Reiner
 
H.-A. Losch

H.-A. Losch

Moderator
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Reiner schrieb:
warum er Fernost-Ware verkauft hat wohl zwei Gründe:

1.) ER ann Ware preislich unterhalb von Snap-On anbieten und überlässtdas Geschäft nicht anderen.
2.) vielleicht ist die Spanne da wie Du vermutet hast auch höher.

zu 1. gehört eigentlich nicht viel dazu. Das könnte er wahrscheinlich mit fast jeder deutschen Marke.

zu 2: Das muss nicht einmal sein. Dein fliegender Händler will halt seinen Kunden noch eine Alternative zu den hochwertigen Produkten bieten. Hier bieten sich Handwerkzeuge aus Fernost eher an, da die Kostenstruktur dort eine ganz andere ist und der Händler viel billiger sein kann.
Wenn die Qualität ok ist, mag es ja den Kunden für einfach Anwendungen genügen.

Die Taiwanesen können sehr gute Werkzeuge machen, die deutlich billiger sind als in Deutschland produzierte. Die führte ja auch schon dazu, dass einige deutsche Hersteller einzelne Produkte für ihr Sortiment in Taiwan kaufen, z B. Ratschen-Ringschlüssel.

Allerdings scheint die Bandbreite an Qualität in Fernost viel breiter und nach unten offen zu sein. Unter einem gewissen Preislevel bekommst du aus Fernost halt Schrott, der wie Werkzeug aussieht.
 
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MarkusS

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Auch wenn wir das hier im Forum gerne machen ist die Generalisierung China = schlecht so sicher nicht richtig.

Die chinesischen Arbeiter sind sicher nicht blöder als die Deutschen, letztere sind vielleicht nur etwas besser ausgebildet - wobei der daraus resultierende Unterschied bei fast ausschliesslich maschineller Produktion marginal ist - wenn überhaupt ein Unterschied feststellbar ist. Mit Qualitätsmaschinen und Qualitätswerkstoffen können die chinesischen genauso wie die deutschen Arbeiter Qualitätsprodukte herstellen. Zwei meiner Kunden haben in den letzten Jahren ihre Produktion ganz oder teilweise nach China verlagert - und das was da produziert wird ist nur anhand der Chargennummern von der deutschen Produktion unterscheidbar - kostet dafür aber nur die Hälfte weil ein chinesischer Arbeiter an einem Tag brutto das kostet was ein deutscher Arbeiter in einer Stunde netto hat.

80% aller Notebooks kommen aus China, bei Unterhaltungselektronik, Handys u.s.w. dürfte es ähnlich sein, diverse "Edelkonfektionäre" die ihre eigenen Shops in den A-Lagen der Grosstädte haben lassen ihre "Edelkleidung" zu 100% in China produzieren - beginnend beim Baumwollfeld. Da werden die sowas wie funktionierendes Handwerkzeug wohl auch noch auf die Reihe kriegen.

Als vor Jahren Makita auf den europäischen Markt kam - als "Billiganbieter" im Vergleich zu den etablierten Marken - haben viele noch über den "Japsenschrott" gelacht, einige von den Lachern sind heute froh dass sie heute wenigstens noch Billigmaschinen an die Flächenmärkte liefern dürfen, andere können nicht mehr lachen. Hitachi hat sich in den letzten Jahren still und leise auch am Markt etabliert - und ich kenne einige Handwerker die still und leise von blau, rot oder orange auf hellgrün umgestellt haben.

Da dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein bis ein chinesischer Hersteller mit wirklich brauchbarem Werkzeug in den Markt drängt - zumal ja einige namhafte Hersteller dem Vernehmen nach schon in China produzieren lassen und somit für den notwendigen KnowHow-Transfer sorgen - so wie in den 70er und 80er Jahren das KnowHow aus den USA und Europa nach Japan transferiert wurde, dort konnte man ja soooooo billig produzieren - und in den 90ern hatten die Japaner selber raus wies' geht und entwickelten sich in wenigen Jahren in vielen Bereichen zum Marktführer.

Vergleichsweise primitives Handwerkszeug ist da vom technologischen Anspruch her pillepalle wenn man z.B. liest dass die Chinesen mit dem bei Siemens abgeschauten Trans-Rapid-KnowHow demnächst selber diese Technologie am Weltmarkt anbieten wollen - zu einem Bruchteil der Kosten - und Deutschland hat ja auch noch ein paar 100 Millionen draufgelegt damit die Chinesen sich so einen Trans-Rapid zulegen.

Gruss
Markus
 
H

hs

Guest
Hi,

Reiner schrieb:
Bei Hazet oder Schnapp-Drauf und wie sie alle heißen weiß ich halt dass es einfach gut ist.

auch das kann man nicht so einfach sagen - Bsp. Knarren-Ringschlüssel von Hazet :
025732ba.jpg


solches Werkzeug gibt es von mehreren Herstellern in deutlich besserer Bauart.
23250.jpg


-----
wenn man zu 'Qualität' auch den Nutzwert durch Ideen hinzuzählt, dann findet man auch hier bei Hazet hin- und wieder fehlende Kleinigkeiten. Z.B. das der 1/4"-Steckgriff
056453ba.jpg

meines Wissens keinen Innenvierkant am Ende besitzt (und man somit den Griff auch als Verlängerung verwenden kann).
Stahlwille hatte das mal - doch inzwischen hat man sich dort für einen 'ergonomischen' Griff entschieden und lieber ein Querloch zum Aufhängen hinein'konstruiert' :
400_fot_011.jpg


--------
zu SnapOn kann ich nichts sagen, zumindest die Knarren mit dem Stahlgriff (besitze eine alte Elora mit sowas) sagt mir pers. überhaupt nicht zu.

Gruß, hs
 
C

chris11

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MarkusS schrieb:
so wie in den 70er und 80er Jahren das KnowHow aus den USA und Europa nach Japan transferiert wurde, dort konnte man ja soooooo billig produzieren - und in den 90ern hatten die Japaner selber raus wies' geht und entwickelten sich in wenigen Jahren in vielen Bereichen zum Marktführer.
Gruss
Markus

Mach mal halblang. Japan war schon im zweiten Weltkrieg eine führende Weltmacht im Maschinenbau. Im Flugzeug, Schiffbau etc. waren sie zu Anfang des Krieges den Amerikanern deutlich überlegen. Deine Überlegungen gelten eher für die anderen Asiatischen Staaten.

Mit freundlichem Gruß
Christian
 
T

Thorsten

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Wenn man die Produkte, die Aldi & Co. verkaufen als "Werkzeug" ansieht, dann sind die Sachen, die man beim Händler kaufen kann, sicherlich besser als "ihr Ruf".

Teilweise sind in den Ramschläden ja noch nicht einmal einheitliche Teile mit gleichem Namen, sondern nur die günstigsten Teilstücke aus mehreren Sätzen zusammengewürfelt.

Das Werkzeug, welches ich vertreibe, wird nun von zwei verschiedenen Autohäusern (mit angeschlossener Werkstatt) in unserem Ort verwendet. (das sind auch die einzigen zwei hier. :wink: ) Eine Schlosserei verwendet es ebenfalls und bisher gab es keinerlei Beschwerden.

Vielleicht ist der Zeitraum noch zu kurz, um sich zu beschweren, vielleicht ist die Qualität aber auch so, dass es zu keinerlei Beschwerden kommen wird. Ich tippe auch letzteres.
 
H

hs

Guest
Hi,

Thorsten schrieb:
Vielleicht ist der Zeitraum noch zu kurz, um sich zu beschweren, vielleicht ist die Qualität aber auch so, dass es zu keinerlei Beschwerden kommen wird. Ich tippe auch letzteres.

ohne Dir zu nahe treten ..... - und ohne die von Dir angebotenen Schlüssel schlecht machen zu wollen.
Online steht z.B. ein 13er Schlüssel bei Dir mit €7,- zzgl. Steuer, also €7,97 im Angebot. Für weniger gibt es bereits einen von Stahlwille.
Wenn ich dann zwischen einer unbekannten und einer bekannten Marke wählen müßte .... zumindest ich würde auf Stahlwille zurückgreifen.
Über den €136-1/2"-Steckschlüsselkasten finde ich keine Infos beim Hersteller - aber auch hier würde ich ganz klar den €105-Kasten (1/2"+1/4") von Proxxon vorziehen.
Und genauso beim 7tlg.-Ratschenset : solche Schlüssel kosten in der Zusammenstellung bei Proxxon (dort nennt sich die Sache gegen Durchrutschen 'Cap-Stop-System') gut €80 weniger (bzw. fast die Hälfte).
Wobei ich dieses 'Head-Stop'-System eh' nur recht eingeschränkt brauchbar finde - eben z.B. bei den Ratschenschlüsseln (z.B. bei Bowdenzügen) oder als Zweit-, bzw. Drittschlüsselsatz.

Gruß, hs
 
H. Gürth

H. Gürth

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Online steht z.B. ein 13er Schlüssel bei Dir mit €7,- zzgl. Steuer, also €7,97 i

Also irgendwie habe ich bei der Rechnung ein Problem. Bei mir kommt da € 8,12 raus. Aber manche Uhren gehen ja anders............
 
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Thorsten

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Online steht z.B. ein 13er Schlüssel bei Dir mit €7,- zzgl. Steuer, also €7,97 im Angebot.

Also irgendwie habe ich bei der Rechnung ein Problem. Bei mir kommt da € 8,12 raus. Aber manche Uhren gehen ja anders............


Also ich habe da bei Euch beiden ein "Problem". Ich weiss zwar, wie Ihr beide auf diese Zahlen kommt, aber bei mir bleibt das 7 Euro, da ich an Endverbraucher verkaufe und somit die USt. enthalten ist.

Warenkorb: 7 € (enthalten 0,97 Euro USt.) = 7,97 € (1.Rechnung)
2.Rechnung: 7€ + 16% = 8,12 €
 
Alfred

Alfred

Moderator
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Thorsten schrieb:
Warenkorb: 7 € (enthalten 0,97 Euro USt.) = 7,97 € (1.Rechnung)
2.Rechnung: 7€ + 16% = 8,12 €

du scheinst hier nicht der Verkäufer letzter Glanz zu sein,
entweder bietest du den Endverbraucherpreis an und wirfst die enthaltene Mehrwertsteuer aus oder du gibst gleich den Nettoverkaufspreis + MWST an. Dann muss für den Endverbraucher im Warenkorb 7,97 € stehen!
 
H. Gürth

H. Gürth

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Thorsten schrieb:
Warenkorb: 7 € (enthalten 0,97 Euro USt.) = 7,97 € (1.Rechnung)
2.Rechnung: 7€ + 16% = 8,12 €

Na , da kann er nur hoffen, dass sobald keine Steuerprüfung kommt.
Da kommt dann das grosse Erwachen.

Entweder verkauft er zum Endpreis von 7,00 Euro.
Dann sind darin die Mwst. von 0,97 Euro enthalten, oder zum Nettopreis von 7,00 Euro + Mwst. dann sinds halt 8,12 Euro Endpreis.
Was anderes geht nicht.
 
S

Schwaenzi

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Hallo Alfred und H. Gürth,

:shock: Jetzt scheint ihr beiden es aber nicht richtig verstanden zu haben: Der Brutto-Preis für den Schlüssel beträgt 7,00 Euro! Die im Warenkorb angezeigte Mehrwertsteuer ist bereits im Preis enthalten und wird nur noch einmal separat ausgewiesen. Nur in diesem Fall ist es auch rechnerisch richtig, das hat Thorsten ja so geschrieben: 6,03 + 16% = 7,00 Euro.

Alfred schrieb:
(...) entweder bietest du den Endverbraucherpreis an und wirfst die enthaltene Mehrwertsteuer aus oder (...)

So hat er es dort auch gemacht.

Man muss aber natürlich dazu sagen, dass es im Warenkorb missverständlich angegeben ist, weil der Steuer-Anteil dort wie in einer Summenrechnung ganz zu unterst steht. Ich bin der Meinung, dass das Warenkorb-System in dieser Hinsicht deutlich übersichtlicher gestaltet werden muss, um solchen Missverständnissen vorzubeugen.

Vielleicht noch einmal kurz aufmerksam lesen... :D

Viele Grüße - Chris
 
H. Gürth

H. Gürth

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Schwaenzi schrieb:
Jetzt scheint ihr beiden es aber nicht richtig verstanden zu haben: Der Brutto-Preis für den Schlüssel beträgt 7,00 Euro! Die im Warenkorb angezeigte Mehrwertsteuer ist bereits im Preis enthalten und wird nur noch einmal separat ausgewiesen. Nur in diesem Fall ist es auch rechnerisch richtig, das hat Thorsten ja so geschrieben: 6,03 + 16% = 7,00 Euro.[

Also ich hatte es schon verstanden. Ich führe in meinem Betrieb (bin bilanzierungspflichtig) meine Buchhaltung selbst.
Nach kaufmännischen Gepflogenheiten erfolgt normal die 5/4 Rundung. Da kann er aber nicht einfach aus 6,03 netto + 16% = 7,00 Euro Endpreis machen. Das sind dann nur 6,99 Euro.
Der Prüfer vom Finazamt sagt ihm dann ein paar freundliche Worte und schreitet zur Schätzung.
 
H

hs

Guest
Hi,

H. Gürth schrieb:
Online steht z.B. ein 13er Schlüssel bei Dir mit €7,- zzgl. Steuer, also €7,97 i

Also irgendwie habe ich bei der Rechnung ein Problem. Bei mir kommt da € 8,12 raus. Aber manche Uhren gehen ja anders............

oh - Du hast Recht, ich habe nur flugs in den Warenkorb geschaut - und den angezeigten Wert hinzu gerechnet !
Somit käme man auf :
13er Schlüssel : € 8,12
Kasten : €138,62
Ratschenschlüssel : € 185,54

... aber es sind ja doch die Endpreise inkl. Steuer.

Thorsten schrieb:
Also ich habe da bei Euch beiden ein "Problem". Ich weiss zwar, wie Ihr beide auf diese Zahlen kommt, aber bei mir bleibt das 7 Euro, da ich an Endverbraucher verkaufe und somit die USt. enthalten ist.

dann solltest Du das aber mal klarer in Deinem System darstellen - und nicht :

Ratschenset 7 teilig : 159.95 EUR
--------------------------------------------------------------------------------
Zwischensumme : 159.95 EUR
MwSt. (16%) : 22.06 EUR

'Zwischensumme' ist, wie der Name bereits sagt, eine Zwischensumme.
Somit besser schreiben 'enthaltene MwSt' - oder halt zuerst den Nettopreis, dann die Steuer ... und unterm Strich dann den Endpreis.
(und zu dem Die Liefermöglichkeit bleibt vorbehalten im Warenkorb schreibst Du zus. Alle Preise in Euro inkl. gesetzlicher Mehrwertsteuer)
Ich würde mir da einfach mal andere Warenkorbsysteme anschauen.

Auch wenn Du in den AGBs, habe nochmal nachgeschaut, auf die enthaltene MwSt. hinweist - ..... so wie Du es jetzt gemacht hast, ist es recht verwirrend und nicht wirklich eindeutig.

Gruß, hs
 
T

Thorsten

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Danke für die Hilfe - ich habe die Beschreibungen nun umgeändert und hoffe, das es nun nicht mehr missverstanden werden kann.
 
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