Würth wechselt von Bosch zu TTI ...

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Brandmeister
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Re: Würth wechselt von Bosch zu TTI ...

Beitrag von Brandmeister » 16. Feb 2019, 19:10

Na ja, ganz so ist es doch nicht. Es wird das Reparaturzentrum kontaktiert und die schicken jemanden, der das defekte Gerät abholt und das Leihgerät mitbringt. Zumindest den Kunden des Flottenmangements.
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Re: Würth wechselt von Bosch zu TTI ...

Beitrag von GiovanniB » 16. Feb 2019, 20:57

Brandmeister hat geschrieben:
16. Feb 2019, 19:10
Na ja, ganz so ist es doch nicht. Es wird das Reparaturzentrum kontaktiert und die schicken jemanden, der das defekte Gerät abholt und das Leihgerät mitbringt. Zumindest den Kunden des Flottenmangements.
Ich hab ja keinen Handwerksbetrieb, aber eine Frage: Rechnet sich das wirklich? Man könnte doch stattdessen ganz normale Bosch, Metabo, Makita, DeWalt, Milwaukee oder was auch immer nehmen und ca. pro 10 Geräten einer Kategorie eines zusätzlich als Ausfallreserve vorhalten. Das wäre doch bestimmt nicht teurer und dann ist die Wartezeit bei einem Ausfall, je nachdem wo man die Ersatzgeräte vorhält, maximal so lange wie der Weg zum Transporter / zum Container / zur Firma und zurück. Sind diese Flottenmanagement-Services überhaupt interessant für Betriebe, die einen gleichbleibenden Bestand an Werkzeugen benötigen?

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Re: Würth wechselt von Bosch zu TTI ...

Beitrag von Dirk » 16. Feb 2019, 21:03

GiovanniB hat geschrieben:
16. Feb 2019, 20:57
Ich hab ja keinen Handwerksbetrieb, aber eine Frage: Rechnet sich das wirklich?
Das musst Du mal die ganzen Leute fragen, die als Privatmenschen für Heim & Hobby immer so geil auf Hilti oder Würth sind... :crazy: :rotfl:
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Re: Würth wechselt von Bosch zu TTI ...

Beitrag von norinofu » 16. Feb 2019, 21:30

Brandmeister hat geschrieben:
16. Feb 2019, 19:10
Es wird das Reparaturzentrum kontaktiert und die schicken jemanden, der das defekte Gerät abholt und das Leihgerät mitbringt. Zumindest den Kunden des Flottenmangements.
So wie ich es in Erinnerung hab, kostet Flottenmanagement auch bei Würth extra und wird in den genannten 249 EUR wohl nicht drin sein. Also ist die Serviceleistung wohl vergelichbar mit Standardgarantien anderer Herstellern.
Klar, als größerer Kunde hat man immer mal wieder Sonderleistungen, nicht nur bei Würth. Aber die können sich auch mal ändern, z.B. wenn der Ansprechpartner beim Lieferant wechselt.

Was das Flottenmanagemen betrifft, das kann sich schon rechnen, z.B. wenn man viel und an unterschiedlichsten Orten unterwegs ist, oder bei großen Betrieben.
Es kostet ja auch Geld, wenn ein Mitarbeiter das defekte Gerät irgendwo hinbringen und nach der Reparatur wieder holen muss. Die Abwicklung über ein Reparaturcenter ist auf einer Baustelle auch nicht unbedingt einfach. Da fehlen teilweise die Versandmaterialien und der Paketfahrer hat schon mal Probleme wenn die Anschrift noch ne Baugrube ist :) .
Ersatzteil und -maschinenhaltung kann in größeren Betrieben auch ein Thema sein (Anlagevermögen, Abschreibung), da ist so ein monatlicher Posten Flottenmanagement angenehmer.
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Re: Würth wechselt von Bosch zu TTI ...

Beitrag von Brandmeister » 16. Feb 2019, 22:12

GiovanniB hat geschrieben:
16. Feb 2019, 20:57
Ich hab ja keinen Handwerksbetrieb, aber eine Frage: Rechnet sich das wirklich?
norinofu hat geschrieben:
16. Feb 2019, 21:30
Es kostet ja auch Geld, wenn ein Mitarbeiter das defekte Gerät irgendwo hinbringen und nach der Reparatur wieder holen muss. Die Abwicklung über ein Reparaturcenter ist auf einer Baustelle auch nicht unbedingt einfach. Da fehlen teilweise die Versandmaterialien und der Paketfahrer hat schon mal Probleme wenn die Anschrift noch ne Baugrube ist .
Ersatzteil und -maschinenhaltung kann in größeren Betrieben auch ein Thema sein (Anlagevermögen, Abschreibung), da ist so ein monatlicher Posten Flottenmanagement angenehmer.
Es rechnet sich spätestens ab Projektgrößen an denen ein eigener Magaziner nur für die Baustelle gebraucht wird (oder zumindest würde). Also da, wo wirklich tausende Maschinenschrauben, Schlagdübel und was weiß ich noch alles verbraucht werden. Meistens ist die Personaldecke bei solchen Projekten auch eher auf Rille ausgelegt, selbst, wenn du Kompanieweise Leiharbeiter oder Subunternehmer zur Verfügung hast. Es ist einfach sehr oft so, dass kein Mitarbeiter halbtageweise mit Material/Ersatzgerätebeschaffung beauftragt sein kann und wenn es zu Arbeitsunterbrechungen kommt, weil gerade irgendwas nicht da ist, geht der Spaß erst richtig los. Da hast du sofort irgendwelche (Teil)projektleiter am Hacken, die ganz selig anfangen an ihrem Handy rumzufummeln um umgehend die Anwaltsbrigade in Marsch zu setzen um schon mal Regressansprüche an den Auftragnehmer zu prüfen. Ende vom Lied: Viel hin und her, noch ein bis zwei Leute, die nicht zum Arbeiten kommen, weil plötzlich ihr eigenes Telefon in einer Tour klingelt (Projektmanager, Planer etc, die wissen wollen, was eigentlich los ist) oder sich plötzlich in einem fruchtlosen Meeting zur Optimierung der Baustellenabläufe (und ich meine damit ausdrücklich nicht explizit Projekte im Baugewerbe). Im Endeffekt, ja, das Flottenmenagement kostet erst mal, kann aber helfen, zu vermeiden einen Haufen Geld zu verbrennen. Auch im Hinblick auf die von norinofu angesprochene Maschinenhaltung. Haste zehn Schrauber für sechs Leute, kannste auch davon ausgehen, dass je nach Konstellation der Arbeitskräfte bei Projektende maximal noch drei davon auffindbar sind.
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Re: Würth wechselt von Bosch zu TTI ...

Beitrag von Brandmeister » 16. Feb 2019, 22:18

Dirk hat geschrieben:
16. Feb 2019, 21:03
GiovanniB hat geschrieben:
16. Feb 2019, 20:57
Ich hab ja keinen Handwerksbetrieb, aber eine Frage: Rechnet sich das wirklich?
Das musst Du mal die ganzen Leute fragen, die als Privatmenschen für Heim & Hobby immer so geil auf Hilti oder Würth sind... :crazy: :rotfl:
Ich tippe mal auf nein... :ducken:
Ach komm schon...die kaufen das Zeug doch hauptsächlich wegen den geilen Werbegeschenken wie Kappen, T-Shirts und so...damit auch jeder sieht, was sich Geiles in ihren Kellern totliegt. Sonst würde es ja wirklich keinen Sinn ergeben. :crazy: :crazy:
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Re: Würth wechselt von Bosch zu TTI ...

Beitrag von norinofu » 16. Feb 2019, 22:28

Brandmeister hat geschrieben:
16. Feb 2019, 22:12
Es rechnet sich spätestens ab Projektgrößen an denen ein eigener Magaziner nur für die Baustelle gebraucht wird (oder zumindest würde). Also da, wo wirklich tausende Maschinenschrauben, Schlagdübel und was weiß ich noch alles verbraucht werden.
Du vermischt jetzt aber das Flottenmanagement für Maschinen (um das es bei dem Akkuschrauber ja geht) mit der Beschaffung für Verbrauchsmaterial.
Ich hab um die Ecke gerade eine Großbaustelle mit einem TGA Komplettanbieter. Der hat sich von Würth auf der Baustelle ORSY Container hinstellen lassen, die werden dann einmal die Woche kontrolliert und aufgefüllt. Die Maschinen hat er aber von Hilti.
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Re: Würth wechselt von Bosch zu TTI ...

Beitrag von Brandmeister » 16. Feb 2019, 22:59

Kommt halt drauf an, welche Komponenten des Flottenmanagements genutzt werden. Und ob Hilti ein defektes Hiltigerät oder Würth ein defektes Würthgerät ersetzt ändert am Kern der Sache nichts.
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Re: Würth wechselt von Bosch zu TTI ...

Beitrag von GiovanniB » 17. Feb 2019, 04:07

Brandmeister hat geschrieben:
16. Feb 2019, 22:59
Und ob Hilti ein defektes Hiltigerät oder Würth ein defektes Würthgerät ersetzt ändert am Kern der Sache nichts.
Man könnte sich durchaus auch vorstellen, dass so was durch Dienstleister ohne eigene Werkzeugmarke gemacht wird. Oder durch ein Netz von Fachhändlern und Vertragswerkstätten. Die Geräte haben doch alle eine Seriennummer und könnten nötigenfalls zusätzlich mit RFID getaggt werden. Bei den großen Herstellern könnten die Anwender aus einem wesentlich vielfältigeren Maschinensortiment wählen.

Brandmeister
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Re: Würth wechselt von Bosch zu TTI ...

Beitrag von Brandmeister » 17. Feb 2019, 04:21

GiovanniB hat geschrieben:
17. Feb 2019, 04:07
Man könnte sich durchaus auch vorstellen, dass so was durch Dienstleister ohne eigene Werkzeugmarke gemacht wird.
Ja...so einen haben wir inzwischen für unsere Werkzeugcontainer. Bestückt mit Hiltiwerkzeugen und den am meisten benötigten Verbrauchsmaterialien. Und Expresslieferung, wenn mal was fehlt. Aber nur EU-weit und wir haben sehr viele Baustellen in Ländern, in denen einem die schönen fremdverwalteten Werkzeugcontainer einen Dreck nützen.
GiovanniB hat geschrieben:
17. Feb 2019, 04:07
Oder durch ein Netz von Fachhändlern und Vertragswerkstätten. Die Geräte haben doch alle eine Seriennummer und könnten nötigenfalls zusätzlich mit RFID getaggt werden. Bei den großen Herstellern könnten die Anwender aus einem wesentlich vielfältigeren Maschinensortiment wählen.
RFID bzw Trackingsysteme für Werkzeuge gibt es ja schon seit einer Weile. Was den Rest angeht, müsste der Einzelhandel halt selber den Arsch hochkriegen. Könnte mir aber durchaus vorstellen, dass sich sowas zumindest innerhalb einer Händlervereinigung mit dichtem Niederlassungsnetz realisieren ließe. EDE oder EIS vielleicht. Aber wie gesagt, da müssten die schon selber den Arsch hochkriegen.
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