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 Betreff des Beitrags: welcher stemmhammer ?
BeitragVerfasst: 7. Mai 2007, 16:28 
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Registriert: 7. Mai 2007, 08:36
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Hallo,

dies ist mein erster Post. ich bin auch einer der Baubegeisterten ;)
Demnächst sind einige Sanierungsarbeiten an einem Haus Bj. 1904 Stadthaus, meines Vaters notwendig.

1.Kellerabdichtung, Isolierung
2.Fußboden im Keller erneuern/isolieren, alter terrazzo, der sich in der Flur/Raummitte hochgebogen hat, weil sich die Mauern gesetzt haben in den 100 Jahren
3.Gartenmauer erneuern, ist aus rotklinker gemauert und verputzt, fällt fast von alleine auseinander
4.Garageneinfahrt erneuern, sind so 3x5m betonplatten

Ich besitzte einen leichten Boschhammer, mit dem ich sehr zufrieden bin, der aber sicherlich zum betonboden aufstemmen nicht geeignet ist. ich möchte nicht zuviel geld ausgeben, da ich das Ding ja nun auch nicht täglich brauche. Deutlich mehr als 200 eur wollte ich nicht ausgeben. Doch auch für max. 200 gibt es ja schon einiges an auswahl und ich bin unentschlossen?

Welche Schlagstärke würdet Ihr mir empfehlen? Gibt ja vieles von 10J bis 48J was in Frage kommen könnte?

Westfalia, Ferm, ... und die ganze eBay-Angebote natürlich, wer hat da Erfahrung?

Vielen Dank für Eure Mühe schonmal.


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BeitragVerfasst: 7. Mai 2007, 16:45 
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Nimm das Geld und miete Dir einen Presslufthammer mit passendem Kompressor.

Für 200 Euro wirst Du wahrscheinlich nichts kriegen was der Nr. 4 gewachsen ist.

Selbst die elektrischen NoName-Trümmer in Ebay kosten in der angesagten Leistungsklasse locker an die EUR 400,-- - und wiegen deutlich mehr als ein Presslufthammer.

Gruss
Markus


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BeitragVerfasst: 7. Mai 2007, 16:54 
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Registriert: 7. Mai 2007, 08:36
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und wenn man die nr.4 als das am wenigsten dringende ausklammert?

Es ist nämlich so, daß sich das Mieten für mich nicht so lohnt, weil ich nicht so viel Zeit am Stück habe und mich deshalb stückweise vorarbeite...

...außerdem würde mein Vater wahrscheinlich ausrasten, wenn ich erstmal alles kaputthaue und dann alles ein Trümmerfeld ist, er ist in schon etwas höherem Alter und deshalb natürlich auch etwas sensibler, was sowas betrifft....


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BeitragVerfasst: 7. Mai 2007, 17:20 
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Korrektur: Ein ordentlicher Presslufthammer bringt auch etliche Kilos auf die Waage.

In eBay vertickt jemand unter der Bezeichnung "Bodenstahl" irgendwelche Hitachi-Nachbauten, das geht so in die Richtung ... - wird wohl unter verschiedenen Labeln vertickt

Man kann einen kleineren 10 cm. Zementestrich auch mit einer Hilti TE-55 (nur als Leistungsäquivalent) rausmachen - so zumindest meine Erfahrung - der Traum ist das aber nicht. Da ist was grösseres, z.B. von Wacker mit der grossen 6-Kantaufnahme, sicher besser (so zumindest meine Erfahrung).

Für eine Markenmaschine (Bosch, DeWalt, Hitachi) in der Leistungsklasse Hilti TE-55 bzw. +- 10 Joule wirst Du neu ab EUR 800,-- los, eine brauchbare Gebrauchte ist ab EUR 300,-- zu kriegen. Mit so einer Maschine kann man - in Grenzen - meisseln i.S.v. abbrechen, um Boden- oder Wandfliesen runter zu klopfen ist die Maschine wiederum sehr gut geeignet. Der Vorteil ist dass man mit so einer Maschine auch in der Horizontalen und über Kopf arbeiten kann - mit einem ausgewachsenen elektrischen Abbruchhammer in der 25+ Kiloklasse muss man da schon gut frühstücken.

Was die 2. angeht wäre zu prüfen ob da nur der eigentliche Belag hochkommt oder der ganze Boden. Wenn es nur der Belag ist reicht eine mittlere Maschine wie oben beschrieben locker aus, wenn der ganze Boden hochkommt würde ich mir ernsthaft überlegen ob es sinnvoll ist, den rauszuhauen, zumindest würde ich vorher jemanden fragen der sich damit auskennt und sich das mal vor Ort ansieht. Ggf. ist es besser, einfach einen Estrich drüber zu legen und darauf dann zu fliesen. Ich würde keine grösseren Löcher in den Kellerboden machen ohne zu wissen wie die Konstruktion insgesamt aussieht, bei so alten Hütten findet man gelegentlich Konstruktionen bei denen sich ein Statiker fragt wieso das überhaupt so lange stehen geblieben ist.

Billigmaschinen sind nicht so sehr mein Fachgebiet. Hier im Forum sind die Meinungen dazu sehr konträr. Die einen wollen mit einer Billigmaschine nicht beerdigt werden, die anderen würden nichts anderes kaufen - auch unter dem Aspekt dass man eine runtergerosste Billigmaschine aus dem Baumarkt ohne Probleme innerhalb von X Jahren wieder gegen das Geld eintauschen kann.

Gruss
Markus


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BeitragVerfasst: 7. Mai 2007, 17:48 
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Registriert: 7. Mai 2007, 08:36
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das problem mit der nr. 2 ist, daß keiner weiß, was nun drunter ist. Mein Vater sagt, es würden nur die Wandmauern auf einem Fundament stehen, was ich mir eigentlich kaum vorstellen kann, was aber die starke Setzung erklären würde, sicher so 5-10cm, der alte terrazzo kommt in der mitte gewaltig hoch und ist an mehreren Stelle gesprungen....die ganze Sache ist schon zick mal mit fachleuten bekakelt worden, der setzungsprozeß ist mittlerweile zum stillstand gekommen, das Haus ist völlig intakt, wollen jetzt den Keller zu einem vollwertigen Büro / Wohnung ausbauen, deshalb auch die Abdichtung von Aussen und die Wärmedämmung seitlich von außen und durch einen neuen Estrich...

Ich denke, man müßte erstmal eine kleine Öffnung stemmen und schauen, was einen erwartet. Da sich der Boden gewölbt hat, vermute ich, daß es eine Verbindung zu den tragenden Wänden gibt, sonst wäre nach meinem logischen Verständnis der Bruch nicht in der Bodenmitte sondern jeweils außen an den Wänden ??

aber sorry, ich komme vom thema ab. Deinen Ausführungen entnehme ich, daß es wohl keinen Sinn macht, was richtig schweres zu kaufen, ich peil jetzt zwischen 10 und 25 Joule was an und wenn es ganz dicke kommt, dann eben der Kompressor und zwei Presslufthämmer. Generell soll das gerät dann nämlich auch für fliesen abstemmen geeignet sein.


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BeitragVerfasst: 7. Mai 2007, 18:38 
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Beiträge: 10973
Wohnort: Gauting bei München
zu Nr. 2
http://de.wikipedia.org/wiki/Terrazzo
ist es wirklich Terrazzo?
Haben sich die Fundamente gesetzt oder ist der Boden in der Mitte hochgekommen? Wenn die Fundamente 10 cm nachgegeben haben, dann ist das Haus kurz vor dem Einsturz :?:
Solche Boden und auch Estriche lassen sich manchmal mit einem schweren Vorschlaghammer leichter ausbauen, evtl. einen großen Keil daruntertreiben bis er hohl liegt und dann von oben draufhauen.

_________________
nichts ist praktischer als eine gute Theorie


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BeitragVerfasst: 7. Mai 2007, 19:47 
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Registriert: 7. Mai 2007, 08:36
Beiträge: 101
Es ist definitiv Terrazzo, der Boden ist gewölbt, liegt aber nicht hohl? Eigentlich schade sowas schönes rauszumachen, ist aber leider völlig hin?

Wieviel sich die Fundamente gesetzt haben weiß ich nicht genau, jedenfalls meinte mein Vater das immer, vielleicht hat ihm auch ein selbsternannter Experte das erzählt.

Wie kann dan der Fußboden von alleine hochkommen, wenn nicht die Wände runderherum eingesunken sind? Muß ehrlich zugeben, daß ich das nicht verstehe, klärt mich bitte auf.


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BeitragVerfasst: 7. Mai 2007, 21:14 
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Registriert: 17. Feb 2004, 15:07
Beiträge: 787
Wohnort: Südbaden
Offen gesagt: Keine Ahnung :roll:

Solche Kellersanierungen sind die hohe Kunst der Baumeister, die Leute die sich damit wirklich auskennen muss man mit der Lupe suchen.

Über die Prinzipien eines "modernen" EFH könnte ich hier noch was erzählen, was die Leute in der späten Gründerzeit üblicherweise gebaut haben entzieht sich meiner Kenntnis.

Was hilfreich wäre: Bilder machen, über den Boden mal eine Wasserwaage oder ein Richtscheit legen dass man ein Gefühl für den Buckel kriegt, auch mal ein oder zwei Bilder von Aussen, wenn es da wirklich Setzungen in der Grössenordnung von 10 cm gegeben hat sieht man da möglicherweise was an den Fassaden. Ein Grundriss des Kellers aus dem die Wandstärken ersichtlich sind wäre auch fein.

Die Bilder kannst Du der Einfachheit halber hier ins Forum stellen - ich gehe davon aus dass Du die "Upload Pic"-Funktion freigeschaltet hast. Dann gehst Du rüber ins Forum von www.bau.de und postest nochmal Dein Anliegen (ohne den werkzeugspezifischen Teil), bei Bau.de tummeln sich etliche Fachleute - bis hin zu vereidigten Sachverständigen - aus Architektur, Statik und Sanierung. In bau.de kannst Du keine Bilder einstellen, daher mein Vorschlag das mit den Bildern hier zu machen und dann im bau.de den Link nach hier zu posten.

Fragen kostet nichts, weniger als nichts kann auch nicht dabei rumkommen, wenn die Bude aber zusammenklappt sitzt Dir mindestens Dein Erzeuger im Genick - abgesehen davon dass die Versicherung bei der Schadensregulierung sehr zurückhaltend sein wird von wegen grober Fahrlässigkeit.

Über den Werkzeugpart können wir gerne hier weiter diskutieren, statische Details gehen aber über unsere Möglichkeiten, dafür gibt es bessere Foren.

Vielleicht trennt ein Mod den Sanierungsteil ab und verschiebt in ins Hausreparaturforum weiter unter, da würde das Thematisch besser passen.

Gruss
Markus


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