Elektrodenkleben

Diskutiere Elektrodenkleben im Forum Schweißtechnik im Bereich Werkzeuge & Maschinen - Hallo Wollte mal fragen was man machen kann,damit beim zünden des Lichtbogens die Elektrode nicht kleben bleibt. Bin für jedenTipp dankbar...
B

Boschkenner

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Hallo

Wollte mal fragen was man machen kann,damit beim zünden des Lichtbogens die Elektrode nicht kleben bleibt.

Bin für jedenTipp dankbar.

Gruß: Boschkenner :P
 
P

Petro67

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das passiert auch schon mal den geübten, wenn die umhüllung abgebrochen ist oder so !!

ich würde dir raten versuchs doch mal mit der dick-rutil-umhüllten eletrode von der firma OERLIKON .
das wäre die FINCORD ( EN 499 E420RR12) oder die alte (DIN 1913 E5122 RR6) .

die elektrode ist so gutmütig und lässt sich auch problemlos von ungeübten verschweissen.

gruss
peter
 
B

Boschkenner

Threadstarter
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Vielen Dank Peter

Ich werde mir in der nächsten Zeit diese Elektroden von Oerlikon zulegen.

Vielen Dank für diesen tipp
 
R

Rußteufel

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Hallo,
ich klemme beim Anschließen der Masseklemme immer zusätzlich ein Stück Restmaterial (z.B. Winkel 40x40) ein. Bei Klebeproblemen die Elektrode mehrmals schräg darüber ziehen bis sie sicher zündet und dann kurz schweißen. Dann direkt mit der heissen Elektrode aufs Werkstück. Viel Erfolg beim Schweißen!
Schöne Grüße
Hartmut
 
Alfred

Alfred

Moderator
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Bei neuen Elektroden nennt man das "anreißen", bei bereits geschweißten Elektroden steht oft die Umhüllung über. Kleben bleiben ist oft bei etwas zu niedrigen Schweißstrom oder auch feuchte Elektroden.
 
J

Joschie

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Ich leg meine vor dem Schweißen für ca. 25min bei 150-200 Grad ins Backrohr damit sie trocken sind. Meine kleben meist da sie feucht sind.

Gruß

Josef
 
8

850

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hmmm...
Also, ne RR Type würde ich nun nicht unbedingt als gutmütige Elektrode bezeichnen, schlecht spaltfüllend und eigentlich nur als "Kosmetikelektrode" in der Wannenlage zu brauchen (gibt dann aber eine Naht wie gemalt, zumindest oberflächlich).
Eher als Konstruktionselektrode für alle Lagen (Steignaht sollte man aber nur Geübten empfehlen) würde ich eine R(C)11 empfehlen, sehr zündfreudig, hohe Festigkeit.

Und das kleben zu verhindern: Mein ehemaliger Lehrschweisser sagte mir mal: "Reiss das Ding an wie ein Streichholz, dann klebt die nie!"
Hat er recht gehabt...

btw: bei ner 3,2 mm Elektrode sollte man als Richtwert ca. 120 A wählen, bei Steignaht eher etwas drunter, bei 2,5 mm sollten 85 bis 90 A ausreichen.


Gruss, Micha

P.S.: Über die Nahtvorbereitung müssen wir ja doch nicht weiter schreiben; oder?! :wink:
 
chevyman

chevyman

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850 schrieb:
hmmm...
Also, ne RR Type würde ich nun nicht unbedingt als gutmütige Elektrode bezeichnen, schlecht spaltfüllend und eigentlich nur als "Kosmetikelektrode" in der Wannenlage zu brauchen

Da bin ich ja beruhigt. Ich dachte schon, ich würde mir nur einbilden (oder wäre einfach zu blöd dazu), daß man mit 'ner RC angenehmer schweißen kann, als mit den in vielen Druckschriften so gelobten RR.
 
J

jdcola

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Dann beunruhigt es Dich hoffentlich nicht allzusehr, daß man mit ein kleinwenig Übung außer Fallnaht mit RR-Elektroden alle Positionen gut bis hevorragend schweißen kann:lol:

RC nimmt man zum Heften, notfalls für Fallnähte, für Personal, das nur bedingt schweißen kann oder wenn man allgemein nicht viel Wert auf ein sauberes Nahtbild legt.

Wenns um die Überbrückung größerer Spalte und erst recht um hohe Festigkeit geht, geht sowieso kein Weg an basischen Elektroden vorbei.
 
chevyman

chevyman

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Nö, beunruhigt mich nicht sonderlich. Umgekehrt habe ich auch mit RC schon ein sauberes Nahtbild hinbekommen und mittlerweile klappt's auch mit RR. RC schweißt sich jedoch irgendwie "freundlicher". :oops:
Hängt aber wohl auch vom Gerät ab. An meinem großen Inverter schweißt sich alles schöner, als am kleinen. :roll:
 
8

850

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Wenn man sein Handwerk beherrscht, kann man auch mit einer RC Type einwandfreie Nähte abliefern, in der Festigkeit liegt eine R(C)11 nicht weit unter einer B12 bzw B(R)12, die ich natürlich vorziehe, wenn ich ne haltbare Sache abliefern will - wozu sollte ich mich mit einer RR plagen?! :D

Nebenbei - was nützt mir eine Elektrode, die nicht spaltfüllend wirkt?
Die Wurzellage ist und bleibt das wichtigste am Schweissen - ob die Oberfläche nun feinschuppig oder etwas grober ist, beeinträchtigt die Haltbarkeit nur marginal - solange ich nicht einen Einbrand bringe, dem die Kerbwirkung schon auf nen Meter anzusehen ist - und da liegt hier denk ich schon der erste Haken - zuviel Strom wird von ungelernten Personen gern verwendet...
" Da klebt nix und die läuft auch so schön" - nur halten wird das ganze nur mit einigem Glück.
Und von ungelernten Leuten reden wir ja hier, wem die Elektroden regelmässig kleben und in einem Forum nachfragt, wird mit Sicherheit NICHT imstande sein, eine RR oder B(R) verschweissen zu können und DIESEN Leuten sollte man die R(C) ans Herz legen, denn die werden sie wenigstens mit einigermassen Erfolg verarbeiten können...


Edit: Weiter oben hatte ich etwas zu Stromstärken geschrieben, diese Werte sind als Maximalwerte für ne R(C) Type zu lesen, meist wird der Einstellbereich auf der Verpackung angegeben, ebenso die Polung - die man natürlich unbedingt beachten sollte!
 
Thema: Elektrodenkleben

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