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 Betreff des Beitrags: Was darf Mischwald pro qm kosten.
BeitragVerfasst: 24. Dez 2006, 15:57 
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Registriert: 24. Dez 2006, 15:45
Beiträge: 2
Wohnort: Eifel
Hallo
Ich will mir einen kleinen Mischwald kaufen 3000qm. 80% Buche 5%Eiche und 10%Tanne. Hab keine ahnung was man für einen Wald ausgeben darf oder was sowas Wert ist. Die Lage ist im Hang. Seit 40Jahren hat keiner mehr was in diesem Wald getan. Liegt einiges am Boden.Die meisten Stämme sind so ca. 25cm im durchmesser!!! Will nur ungefähr eine grobe Preisvorstellung bekommen was ich für sowas ausgeben darf. Wäre super wenn mir einige mal ihre Preisvorstellungen nennen.

Vielen Dank im Vorraus

Torben Kurth


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BeitragVerfasst: 24. Dez 2006, 16:51 
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Registriert: 25. Nov 2005, 14:06
Beiträge: 1910
Wohnort: Deutschland / Nordhessen / Kassel
Wenn seit 40 Jahren keiner mehr etwas in dem Mischwald getan hat, kann der Durchmesser mit durchschnittlich 25cm nicht stimmen... oder die 40 Jahre nicht :lol:

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BeitragVerfasst: 25. Dez 2006, 13:13 
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Registriert: 31. Okt 2006, 18:40
Beiträge: 840
@ Katjesfresse,
Deine Frage ist in etwa so wie die Frage "was kostet ein Auto?" anzusehen.
Die Bewertung eines Waldstückes erfolgt anhand von 4 Hauptkriterien:
1.) Substanzwert: Was steht an Holz drauf, und welchen Wert hat der Bestand? Abtriebsreife Furniereichen stellen den höchsten Substanzwert dar; abgeholzte Fläche mit Abraum darauf den geringsten.
2.) Ertragswert: Wird nach Standortverhältnissen (Boden, Untergrund; Bodenwasserverhältnisse, Gelände, Klimaverhältnisse) bewertet.
3.) Infrastruktur: Wie ist die Parzelle infrastrukturell eingebunden; Rückewege vorhanden? Durch Land- oder Bundesstraßen zerschnitten?
4.) Lasten und Auflagen: Eventuelle Zugehörigkeit zu einem Naturschutz- oder Landschaftsschutzgebiet, Naturschutzbestimmungen (nistet da etwa ein Seeadler?), Wasserschutzgebietauflagen.

Fur 1 ha Wald braucht man evtl. nur ein paar hundert Euro, oder man muß sogar 'zig tausende Euro bezahlen.
Mein Tip: Geh zu einem vereidigten Landwirtschaflichen Sachverständigen in Deiner Region. Der kann Dir ziemlich genaue Anhaltspunkte nennen, was der Wald wert ist, selbst wenn er ihn nicht begutachtet. Und sehr genau kann er es Dir sagen, wenn Du ein Gutachten in Auftrag gibst, aber das ist recht teuer. - Listen von Gutachtern hat z.B. jedes Amtsgericht, weil die in Immobilienstreitfällen auf solche zurückgreifen.

Gruß

Boesman


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BeitragVerfasst: 27. Dez 2006, 17:18 
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Registriert: 24. Dez 2006, 15:45
Beiträge: 2
Wohnort: Eifel
ICH heiße Katjesfresser und nicht Katjesfresse.

War mir gestern den Wald nochmal ansehen und festgestellt das es doch über die hälfte Eichen sind. Insgesamt ca 160 Bäume mit ca 25 -30 cm Stammdurchmesser(gemessen 1m über dem Boden). Hab auch nochmal mit dem Verkäufer gesprochen der will 4500Euro haben. Die Frage die ich mir stelle ist das überteiert oder nicht.

Gruß Katjesfresser

PS: Will nur nicht über den Tisch gezogen werden!!!


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BeitragVerfasst: 27. Dez 2006, 19:03 
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Registriert: 18. Sep 2006, 21:59
Beiträge: 78
Wohnort: Niederrhein
Hi

ich denke wenn der Bestand wirklich erst einen BHD von ~25cm hat, dann ist er recht jung...vielleicht vor 30Jahren sich selbst überlassen worden??
Wenn der Wald nicht zu weit von der nächsten Rückegasse/Waldweg/Straße entfernt ist sollte der Preis von 1,5€/m² wohl nicht zu teuer sein...wenn doch...kannst mir ja sagen wo es ist und wer verkauft...wohne zwar zu weit weg...aber das wären mir vielleicht die 3000m² noch wert.

PS: da kann man wohl die nächsten 100Jahre kein wertvolles Holz ernten. Das einzige dürfte ein wenig Brennholz für den Eigenbedarf sein das bei der Pflege anfällt.

Jörg


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BeitragVerfasst: 28. Dez 2006, 00:30 
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Registriert: 31. Okt 2006, 18:40
Beiträge: 840
Also, nun mal etwas substantieller:
Den "Ertragstafeln wichtiger Holzarten bei verschiedener Durchforstung" (Wiedemann u. Schober, 1957) zufolge erreichen Roteichen erst im Alter von 60 Jahren einen Brusthöhen-Durchmesser von 31 cm; Trauben- oder Stieleichen lediglich einen solchen von nur 20 cm (!!). Dies auch nur auf besten Standorten (I. Bonität). - Ich vermute mal, daß auf dem Standort keine Roteichen stehen, sondern Stieleichen, vielleicht auch Traubeneichen. Somit wird der Bestand deutlich über 60 Jahre alt sein.
Bei Abtrieb von Eichenbeständen 1. Ertragsklasse (d.h. nach 140 - 160 Jahren im Falle von Schnittholz) sollten ca. 70 Stämme/ha stehen, im Alter 50 Jahre ca. 1000 Stämme/ha. Bei Pflanzung sind es ja ca. 2700/ha.
Katjesfresser schreibt nun, daß "insgesamt ca. 160 Bäume" stünden - er meinte sicherlich 160 Bäume bezogen auf die 3000 m² Waldfläche, von denen die Rede ist. Auf einen ha hochgerechnet wären das 533 Bäume. Demzufolge ist die jetzige Bestandsdichte wohl nicht ganz verkehrt, wobei natürlich nichts darüber gesagt werden kann, ob die letzte Läuterung des Bestandes nicht vielleicht zu früh erfolgte (wenn diese tatsächlich vor 40 Jahren oder länger stattfand, ist das gut möglich). - Für die Praxis kann man aber folgern, daß Katjesfresser, selbst wenn er noch recht jung sein sollte, wohl nicht mehr in den Genuß des Abtriebserlöses kommen wird, sondern wohl lediglich eine vernünftige Vornutzung durchführen sollte. Dies auch erst in 20 - 30 Jahren. Soviel zum cash-flow Aspekt.
Nun zum Wertanlagen-Aspekt: @ Katjesfresser, nochmal zurück zu meinem obigen Beitrag: Mach' Dich bezüglich der 4 Hauptkriterien kundig. Bei den paar m² Waldfläche solltest Du auch darauf achten, daß Du die Bäume halbwegs problemlos einschlagen kannst (d.h., daß nicht jeder 2. Baum zwangsläufig auf 'ne Bundesstraße fällt, oder in Nachbars hoffnungsvolles Stangenholz schmettert). - Wenn das Stammholz gut gewachsen ist, dann ist der Preis nicht unbedingt verkehrt. Wobei ich persönlich nicht viel von so kleinen Zipfeln von z.B. 30 x 100 m halte.

Gruß

Boesman


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