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 Betreff des Beitrags: Hitachi Koki Bohr - und Meißelhammer DH28PMY
BeitragVerfasst: 31. Dez 2015, 15:44 
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Registriert: 31. Dez 2015, 14:12
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– Hitachi Koki DH28PMY Bohr - und Meißelhammer
– Wann angeschafft? 9/2015
– Wo gekauft? Süddeutsche Baumaschinen (online)
– Neu/gebraucht? Neu
– bezahlter Preis 290,00 Euro
– Listenpreis des Herstellers für Neugerät 315,00 Euro

Ausstattung
Geboten wird ein kleiner Kombihammer mit Drehstop und Schlagstop (seitlicher Drehschalter zur Wahl der Betriebsart) sowie Rechts-/Linkslauf (Umschalter über dem "Abzug", wie bei Schraubern auch üblich), 3,4J Einzelschlagenergie und 850W Leistung. Die Maschine hat ein wechselbares Futter.
Maschine kommt im Koffer, SDS-plus Futter und Seitengriff mit einfachem Tiefenanschlag sind montiert, Schnellspannfutter (Jacobs 500er) beiliegend, zusätzlich ein Tuch
Testergebnis: 5 Punkte

Handhabung
Maschine liegt gut in der Hand und hat ein angemessenes Gewicht (2,9kg), nicht zu leicht, aber auch nicht unangenehm schwer. Seitengriff ist angenehm, alles am rechten Platz. Die Umschaltung der Betriebsarten gibt keine Rätsel auf. Bohrfutterwechsel gestaltet sich etwas fummelig und möglicherweise ist der Mechanismus zu "fein" für rauhe Baustellenumgebungen.
Macht insgesamt einen wertigen und gut brauchbaren Eindruck.
Testergebnis: 5 Punkte

Leistung
Hatte bisher erst einen ernsthaften Einsatz, kleinere Montagebaustelle. Wir bohrten ca 300 Löcher ø10mm mit ca 100mm Tiefe in unbewehrten Betonboden, der Kollege am einen Ende mit einer TE30, ich am anderen Ende mit der Hitachi, beide mit nagelneuen TE-CX10.
Der Bohrer schlabbert etwas im Futter. Anfangs Begeisterung, schneller Bohrfortschritt, sauberer Schlageinsatz, passables Geräuschniveau, trotz etwas wackeligem Bohrer punktgenaues Bohren problemlos möglich. Die ersten ca 80 Löcher schenkte die Hitachi der Hilti nix, wir lagen gleichauf. Dann setzte ein anfangs schleichender Verlust der Schlagenergie ein, beim jedem neuen Loch setzte der Schlag mit wachsender Verzögerung ein, fiel dann auch mitten im Bohrvorgang kurzzeitig aus, die Arbeitsgeschwindigkeit litt deutlich. Nach "meinen" 150 war das Getriebe bis über die Schmerzgrenze erhitzt, der Motorbereich jedoch kühl. Erst jetzt fiel mir auf, daß es mit dem UVP (user vibration protection) ebenfalls nicht weit her ist, ich hatte Ameisen in den Fingern wie schon lange nicht mehr. Ich möchte nochmal erwähnen, daß kein einziges Stück Stahl im Beton (Estrich) war, der Bohrer war auch nachher noch nicht verschlissen und alle Schneiden noch voll da.
Die TE30 war etwa handwarm und immer noch bestens in Funktion. Ich muß dazu sagen, daß unsere Montagen schon Maschinenmord (O-Ton eines Hilti-Außendienstlers) sind, wir zeichnen an und dann wird abgebohrt, nach jedem Loch max. 5-10s Pause zum neu ansetzen, ansonsten muß die Maschine "liefern". DAS kann die Hitachi leider so nicht! Für Arbeiten mit größeren Pausen (zB Deckenmontagen mit zwischenzeitlichem Standortwechsel) sollte sie aber gut gehen.
Als Anmerkung: Ich hatte die einbrechende Leistung reklamiert, die Maschine wurde durch Hitachi geprüft und dann zurückgeschickt - kein Fehler feststellbar!
Testergebnis: 3 Punkte

Umwelt
Geliefert in einem Umkarton, ansonsten nur brauchbares (Koffer und Inhalt), von dieser Seite aus sehr gut. Allerdings sondert das Ding einen stechenden, fiesen Chemiegeruch ab (Weichmacher), welcher sich auch hatnäckig hält, das kann nicht gesund sein!
Testergebnis: 3,5 Punkte

Preis und Preis/Leistungverhältnis
Für die moderate Benutzung, also alles unterhalb "Dauerlauf", ist der Bohrhammer gut brauchbar und bietet hohe Leistung, auf dem Niveau einer TE35 - unterhalb des halben Einstandpreises. Wer kein Problem mit der fehlenden "Vollgasfestigkeit" hat, kann mit der Maschine glücklich werden. Angesichts des Gesamtpaketes durchschnittliches bis gutes P/L.
Testergebnis: 4,5 Punkte


Ausgefallen?
Teilausfall (Schlag), da Schlagwerk überhitzt

Besondere Kritikpunkte
Temperaturstabilität muß verbessert werden.

Positiv aufgefallen
Schönes Handling, große Kraft bei verhältnismäßig kleinen Abmessungen.

Verbesserungsvorschläge
Thermische Stabilität

Mein Testurteil
Kraftzwerg, allerdings keine große Ausdauer, für Dauervollast ungeeignet.

Mein Testergebnis
Ausstattung: 5 Punkte 25 %
Handhabung: 5 Punkte 25 %
Leistung: 3 Punkte 25 %
Umwelt: 3,5 Punkte 10 %
Preis und Preis⁄Leistungsverhältnis: 4,5 Punkte 15 %
Gesamtergebnis: 4,3 Punkte
Befriedigend ✱ ✱ ✱ ✱ ❍ ❍ ❍

Irgentwie hat die Rechnungsautomatik nicht getan, habs dann zu Fuß selbst gerechnet.

[Dirk: der Rechner funktioniert ganz normal, man darf ihn halt nicht mit { } füttern.... Habs mal für dich editiert.]


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 Betreff des Beitrags: Re: Hitachi Koki Bohr - und Meißelhammer DH28PMY
BeitragVerfasst: 31. Dez 2015, 18:09 
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Registriert: 31. Dez 2015, 14:12
Beiträge: 4
Wohnort/Region: GI
Ok, verstanden - Danke!


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 Betreff des Beitrags: Re: Hitachi Koki Bohr - und Meißelhammer DH28PMY
BeitragVerfasst: 20. Jan 2016, 23:04 
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Registriert: 31. Dez 2015, 14:12
Beiträge: 4
Wohnort/Region: GI
Als Nachtrag:
Hatte nun die erste ernsthafte Montage nach dem Hitachi-Service.
Waren geringfügig mehr Löcher, ähnlicher Boden.
Diesmal hat die Maschine kurz vor Ende den Schlag völlig eingestellt, nach einer Pause schlug sie dann wieder, aber eher widerwillig.
Geht nun wieder zum Service, mal schauen!
Getriebe knalleheiß, leider war kein Thermometer vorhanden (nächstes Mal nehm ich eins mit!).


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 Betreff des Beitrags: Re: Hitachi Koki Bohr - und Meißelhammer DH28PMY
BeitragVerfasst: 18. Okt 2016, 01:07 
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Registriert: 19. Apr 2014, 11:35
Beiträge: 493
Wohnort/Region: Muc
Das Getriebe / Schlagwerk scheint eine der Schwachstellen an manchem Bohrhammer zu sein.

Das geschilderte Problem tritt nicht nur beim Bohren mit Schlag sondern auch beim Meiseln z.b. Entfernen von Fliesen auf.

Hab mir erst vor kurzem den Bosch GBH 2-28 gekauft. Ob der Bohrhammer nun 800 Watt oder 750 Watt an Strom verbraucht ist mit egal, aber bei Bosch hat man dem Top Modell der Bohrhämmer mit Pistolengriff eine in meinen Augen bessere Kühlung des Getriebes verpasst. Die Kühlluft wird zum Teil am Getriebe vorbeigeführt und die Oberseite des Getriebe ist bewusst nicht mit Kunststoff ummantelt, so dass die Wärme besser abgeleitet werden kann.

Wenn ich den Bosch die nächsten male etwas härter in Gebrauch hab und bisschen Zeit hab werd ich berichten wie er sich macht.


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