Winkelschleifer mit Drehzahleinstellung

Diskutiere Winkelschleifer mit Drehzahleinstellung im Forum Elektrowerkzeuge im Bereich Werkzeuge & Maschinen - Hi, ab wann lohnt ein Winkelschleifer mit Drehzahleinstellung? Ich kenne nur welche mit 10000 min/1, hab mit nix anderen gearbeitet. Drahtzöpfe...
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Black-Gripen

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Hi,

ab wann lohnt ein Winkelschleifer mit Drehzahleinstellung?
Ich kenne nur welche mit 10000 min/1, hab mit nix anderen gearbeitet.
Drahtzöpfe lässt man doch so schnell laufen oder?


Danke für Tips!
 
H

hs

Guest
Black-Gripen schrieb:
Hi,

ab wann lohnt ein Winkelschleifer mit Drehzahleinstellung?
Ich kenne nur welche mit 10000 min/1, hab mit nix anderen gearbeitet.
Drahtzöpfe lässt man doch so schnell laufen oder?


Danke für Tips!

Hi,

ob sich das für Dich lohnt, kommt darauf an was Du vorhast.
Es gibt div. Werkzeuge, die nur mit deutlich weniger als 10.000 U/min verwendet werden dürfen (z.B. die großen, schweren Zopfbürsten). Auch beim Entlacken mit Klett-Schleiftellern darf der Winkelschleifer oft nicht mit 'Vollgas' laufen.
Problem 1 : da ohne Tacho, weiß man nicht genau mit welcher Drehzahl die Maschine beim Herunterregeln tatsächlich läuft.
Problem 2 : weniger Drehzahl, weniger Kühlung = höhere Belastung für den Motor

Gruß, hs
 
W

Werkzeug-Django

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Hi,

ich persönlich halte Winkelschleifer mit elektronischer Drehzahlregelung für entbehrlich, auch wenn etliche Hersteller diese anbieten.
Die Winkelschleifer sind primär für grobe Schleifarbeiten (z.B. mit Drahtbürsten versch. Durchmesser) und zum Trennen konzipiert. Wer nun filigranere Schleifarbeiten zu erledigen hatte, sollte auf die entsprechenden Maschinen (Schwingschleifer, Excenterschleifer etc. pp) ausweichen. Man fährt ja auch nicht mit einem 38-Tonnen-Lastzug Autorennen.

Ich habe bisher erst einen einzigen Fall erlebt, wo ich einen drehzahlverstellbaren Winkelschleifer als wirklich sinnvoll erachtet habe. Ein Landwirt, der diese seltsamen schottischen Zottelkühe züchtet, braucht den Winkelschleifer für die Pediküre der Hufe seiner vierbeinigen Damen. Da er den Winkelschleifer dann nur mit einer Hand halten kann, arbeitet er mit recht niedrigen Drehzahlen.
Aber wer züchtet schon Zottelkühe.....?
 
H

hs

Guest
Hi,

... ich hoffe derjenige, der mich direkt angeschrieben hat, nimmt mir jetzt nicht übel das ich Teile seiner Frage an mich hier mitposte. Aber er hat sich nicht mehr gemeldet - und da ja nicht wenige bei solchen Threads still mitlesen - ohne sich aktiv zu beteiligen (um durch die eine oder andere Erfahrung anderer zu lernen), poste ich das hier jetzt auch mal :

------------

welche Drehzahlen muss ich mit den Klett-Schleifern und den Drahtzöpfen fahren?

kommt immer auf das Werkzeug an - ich habe hier z.B. eine
100er-Zopfbürste mit 0,5er VA-Draht, die max. 8500 U/min
drehen darf.
Auch bei den Klettscheiben sind oft nur noch niedrigere 40m/s erlaubt.

Das mit der Belastung des Motors ist richtig. Aber bei niedrigen Drehzahlen wird weniger Arbeit -> Leistung verrichtet und es muss mit weniger Frischluft gekühlt werden.

nein, das ist leider nicht so : Bsp. Drahtbürste -> der Widerstand während der Bearbeitung ist schon arg heftig.
Ich habe mal mit jemanden gesprochen, der Fein-Werkzeuge überholt (und Fein ist nun wirklich schon sehr gutes Qualitätswerkzeug) : die Maschinen mit den meisten Ausfällen sind die mit variabler Drehzahleinstellung.
Die Werkzeuge, welche nicht schnell drehen dürfen, 'arbeiten' ja bei der niedrigen Drehzahl unter voller Last. D.h. die Klettscheibe oder die fette Zopfbürste darf z.B. aus Gründen einer möglichen Unwucht oder Stabilität nicht so hoch drehen. Der Lack oder Unterbodenschutz bremst aber trotzdem das Werkzeug sehr heftig (eigentlich sogar stärker, da die Schneide oder der Draht ja pro Umdrehung bei gleichem Anpressdruck mehr 'zugestellt' wird). Die Maschine muß also das gleiche Drehmoment bei geringerer Drehzahl aufbringen. Weniger Drehzahl aber auch weniger Kühlung (einige Hersteller tricksen da wohl mit übersetzten Kühlventilatoren - aber alles hat irgendwo seine Grenzen).
Würde ich vor der Wahl stehen, so würde ich aber dennoch immer zur drehzahlgeregelten Variante greifen. Man ist ganz einfach variabler beim Arbeiten (neulich habe ich z.B. im Innenraum eines Fahrzeugs am Dach was heraustrennen müssen : sicher, eine 1mm-Scheibe langsamst laufen zu lassen gleicht eher einem 'herausgreilen' als einem vernünftigen arbeiten - aber bei > 10.000U/min fliegen so extrem die Funken, daß man überhaupt nicht in der Lage ist, diese komplett aufzufangen - und u.U. unnötigen Schaden an der Innenausstattung anrichtet)

Insofern trifft Werkzeug-Django's
ich persönlich halte Winkelschleifer mit elektronischer Drehzahlregelung für entbehrlich
auf mich schonmal nicht zu. Ich habe schon recht oft vor der Notwendigkeit gestanden eine Flex langsam laufen zu lassen : z.B. beim Entfernen von mehreren Schichten Autolack mit spez. Flies-Scheiben. Mit höherer Drehzahl bringt man nämlich auch schnell zu viel Wärme in das Blech ... welches dann wellig wird.

---
Nebenbei : ich muß sagen, daß mir die Schalteranordnung z.B. von Bosch (seitlich) immer noch am geeignetsten erscheint - die Bedienung mit einer Hand geht damit am besten.


Gruß, hs
P.S. auch Fächerschleifscheiben läßt man eigentlich etwas niedriger als 10.000U/min laufen
 
H. Gürth

H. Gürth

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Hallo,
mal ein kleiner Sicherheitshinweis.

Die eingesetzten Werkzeuge auf geregelten Winkelschleifern müssen in jedem Fall für die max. Höchstdrehzahl zugelassen sein ! Denn bei Ausfall der Regelung kann die Höchstdrehzahl erreicht werden.

Beispiel: Winkelschleifer mit Drehzahl 10.000 - 2.500
Natürlich kann ich Polierwerkzeuge mit Grenzdrehzahl
= 4000-min montieren.
Maschine poliert mit 2500-min unter kräftiger Belastung.
Die Regelelektronik geht defekt und schließt kurz.
Die Maschine dreht dann plötzlich auf 10.000 hoch was der Polierkörper absolut nicht mehr verträgt.
Der bekommt dann ganz plötzlich "dicke Backen"

Ich rate meinen Kunden von Maschinen mit Regelbereich
1 : 4 = 2.500 - 10.000 grundsätzlich ab. Thermische Probleme im unteren Drehzahlbereich.
Alternative:
Von FLEX gibt es einen Universal-Winkelschleifer mit
Drehzahl 2500 - 6500. Für Schleif- Polier-und Schmirgelarbeiten gut geeignet. Für Trennscheibe
nicht brauchbar.

MfG

H. Gürth
 
Alfred

Alfred

Moderator
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Hallo,
früher gab es zumindest auch noch langsamlaufende Tellerschleifmaschinen, die aussahen wie ein Trennschleifer aber keine waren und mit ca. 1000 Touren liefen. Diese wurden z. B. bei der Karosserieinstandsetzung zum Schleifen von verzinnten Übergängen und Fugen sowie verspachtelten Stellen eingesetzt.
Mit den Zopfbürsten habe ich nicht so gute Erfahrungen gemacht, wenn die Drähte aus Gußstahl sind brechen diese nach längeren Betrieb am Übergang von der Fassung ab. Der Draht wird ja bei jeder Umdrehung gebogen und bricht dann, wenn man stärker aufdrückt, ab. Diese gehen dann "salvenmäßig" ab. M:E. gehören sie Sicherheitstechnisch verboten.
Gruß
Alfred
 
H

hs

Guest
Hi,

H. Gürth schrieb:
Die eingesetzten Werkzeuge auf geregelten Winkelschleifern müssen in jedem Fall für die max. Höchstdrehzahl zugelassen sein ! Denn bei Ausfall der Regelung kann die Höchstdrehzahl erreicht werden.

Die Regelelektronik geht defekt und schließt kurz.
Die Maschine dreht dann plötzlich auf 10.000 hoch was der Polierkörper absolut nicht mehr verträgt.

steht das tatsächlich so in den UVV's geschrieben ?

Mir erscheint das Problem nur wegen mangelnder Drehzahlkontrolle gerechtfertigt. Meines Wissens besitzt nämlich kein Winkelschleifer einen optischen Tacho. Eigentlich seltsam, daß noch kein Hersteller sowas anbietet. Gerade elektronisch sollte es doch ein leichtes sein, sowas anzubieten (genau wie eine präzise Drehzahlanwahl).

Die Begründung mit der defekten Regelelektronik halte ich für unsinnig. Denn auch bei großen, stationären Maschinen (Bohr- oder Fräsmaschinen) werden inzwischen Regelungen ausschließlich elektronisch vorgenommen. Wenn man dann z.B. in der Drehzahl heruntergeregelt - mit einem eingespannten Zentriergerät oder einem Kreisschneider arbeitet ... und dann wegen eines Defekts die Maschine jenseits von 4000U/min hochdreht - so möchte ich auch nicht im Weg stehen.
Man muß sich manchmal eben auf die eingesetzte Technik verlassen : ein mit Vollgas auf das Ende der Rollbahn zurasender Pilot, wird auch nicht jedesmal schweißgebadet hoffen, daß die Elektronik das Flugzeug tatsächlich abheben läßt.

Gruß, hs
 
H. Gürth

H. Gürth

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Hallo HS,
da werden von Ihnen wieder mal Äpfel mit Birnen verglichen.
Die Regelungen bei Fräsmaschinen etc. sind frequenzgeregelte Bauteile.

Bei Elektrowerkzeugen kommen Spannungsregelungen zum Einsatz.
Wobei Maschinen mit diesen Regelungen, je nach Auslegung ohne Regelbaustein nichtbenutzt werden dürfen.
Diese Maschinen haben zur Leistungserhöhung, bezw. um den Motor kleiner zu halten, Motore die nicht mehrfür 230 V Netzspannung sonder nur auf ca. 150 V.
Der Regelbaustein lässt den Motor im Leerlauf mit ca.
80 - 100 V. laufen. Bei Belastung macht die Regelung auf und erhöht die Spannung, notfalls bis auf volle Netzspannung 230 V. Der Motor läuft dann mit Überspannung und bringt daher mehr Leistung als gleiche Baugrösse ohne Regelung.
Solange der Motor unter Last steht ist alles OK.
Schliesst die Elektronik kurz erhält der Motor immer die volle Netzspannung und überdreht in einen kritischen Drehzahlbereich.

Beispiel:
FLEX Winkelschleifer (andere Hersteller vergleichbar)
L 1109 = 710 Watt normale Auslegung.
L 1109 FE = 1010 Watt elektronisch geregelt.
Bei beiden Maschinen haben Anker + Feld die gleichen
Abmessungen. Die Wicklungsdaten sind jedoch unterschiedlich.

Die UVV gibt vor, daß aufgespannte Werkzeuge für die
max. erreichbare Drehzahl / Umfangsgeschwindigkeit
zugelassen sein müssen.

Maschinen mit digitaler Drehzahlanzeige gibt es ja schon. Nur haben sich diese Mäusekinos noch immer nicht durchgesetzt.
Hatte HITACHI als erster schon vor ca. 20 Jahren
bei Schlagbohrmaschinen. Und dann AEG und METABO
und jetzt BOSCH bei Akku - Maschinen.
Ja und im Winter, wenns auf dem Bau richtig kalt ist,
zeigt das LCD nix mehr an. Eingefroren
:evil:

MfG

H. Gürth
 
H

hs

Guest
Hi,

H. Gürth schrieb:
Hallo HS,
da werden von Ihnen wieder mal Äpfel mit Birnen verglichen.
Die Regelungen bei Fräsmaschinen etc. sind frequenzgeregelte Bauteile.

... wissen Sie, ... ich will mich hier mit Ihnen nicht übermäßig herumstreiten - wenn Sie meinen Frequenzumrichter sind 100%ig störungssicher - und ein elektronischer Baustein kann keine Ausfälle haben ... prima - schön das Sie für jeden persönlich garantieren können :wink:

Schliesst die Elektronik kurz

aha ... also ist nur die Elektronik von Winkelschleifern mit Fehlern behaftet (?) :wink:

Von FLEX gibt es einen Universal-Winkelschleifer mit
Drehzahl 2500 - 6500. Für Schleif- Polier-und Schmirgelarbeiten gut geeignet

sowas gibt es nicht nur von Flex, sondern auch anderen Herstellern.
Aber bei Flex habe ich nur den L 3406 VRG für den mittleren Tourenbereich gefunden : 2 100 - 7 500 /min
Und ob ich nun ein Werkzeug mit angegebenen max.8500 mit 10.000U/min laufen lasse - oder eines mit max. 6400 mit 7500 U/min - die prozentuale 'Überlastung' ist gleich (und die Klett-Teller sind oft mit max. 40m/s angegeben)
Sie werden doch hoffentlich nicht Ihren Kunden eine solche Maschine zum Arbeiten mit gekletteten Schleiftellern andrehen wollen ? :wink:

---------

aber wie dem auch sei - sofern man nicht ganz blind und/oder gefühllos ist, merkt man einen Defekt am Gerät und schaltet dieses dann ganz einfach ......... ab

Sicher ist eine Gefahr durch einen Defekt vorhanden - aber wo soll man denn bei einer solchen Argumentation aufhören ?

Ich denke der Grund für das Verbot wird die fehlende Kontrolle - nicht ein möglicher Defekt sein. Denn sonst müßte ich ja auch eine ganze Batterie von Druckminderern vor entsprechendes Werkzeug montieren - um zu gewährleisten das selbiges nicht durch den Defekt des einzig vorhandenen Überlastet wird.

----------

was ganz einfach angeboten werden müßte : ein ablesbarer Tacho oder einige fest eingebaute Stufen
Wenn sowas vorhanden wäre, dann ließe sich sicher damit arbeiten (vermutlich könnte man sogar recht leicht etwas gegen unkontrolliertes Hochdrehen tun - man bräuchte nur Soll und Ist permanent elektronisch abfragen).

Solange sowas aber nicht auf dem Markt ist, hat H. Gürth aber schon irgendwo recht : man sollte vorsichtig mit Werkzeugen, die für niedrigere Drehzahlen ausgelegt sind, sein !



Gruß, hs
 
B

Black-Gripen

Threadstarter
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Ich muss HS in einen Punkt recht geben, man muss sich auf die eingesetzte Technik verlassen können. Wenn man ein Schisser und ein Weichei ist, soll man es halt bleiben lassen. :lol:

Ich kann auch eine Fehlerhafte Trennscheibe haben, die mir plötzlich um die Ohren fliegt.

Was die ganze Elektronik angeht. Ich muss mich eh auf ELAN vorbereiten und mich mal Schlau machen.
 
S

solarh

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Eine Frage zum Thema ich möchte alu mit der Kappsäge schneiden. Gibt es eine Drehzahlverstellbare Kapp und Gehrungssäge?
mfg solarh
 
H

hainbuche

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hallo
arbeitet ihr alle nur mit 110 oder 125mm winkelschleifern ?
damit die umfangsgeschwindigkeit bei allen neuen
trenn- oder schruppscheiben gleich ist werden bei winkelschleifern
folgende drehzahlen verbaut :
1. 125mm etwa 10000U/min
2. 180mm etwa 8000U/min
3. 230mm etwa 6500U/min

und keinesfalls ein 8000er gerät mit einem 230er schutz
ausstatten obwohl die geräte gleich aussehen bis aufs typen-
schild. werkzeug das für niederige umfangsgeschwindigkeiten
ausgelegt ist, ist in der regel für diese großen leistungsfähigen
maschinen ausgelegt.

regelungen sind sinnvoll wenn das zu bearbeitende material
sonst zu heis wird.

wir haben einen fein winkelschleifer mit 2000W ohne anlauf
und sonstiger regelung schon 2 mal repariert. eine 1800W
schwarze AEG kann bei uns mehr vertragen und ist wesentlich
leichter.beides 230mm geräte. ein 650W grüne bosch mit 110mm
ist nach meiner auffassung nur fürs hobby geeigenet oder wenn
nur leichte arbeiten anliegen.

mfg hainbuche
 
F

flat

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Ich habe für solche Zwecke (geringere Drehzahl erforderlich) auch einen 180mm Winkelschleifer, auf den ich dann eine 115er Drahtbürste oder Klettscheiben aufsetze. Die laufen dann ausreichend langsam.
 
Alfred

Alfred

Moderator
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Hallo,
wenn du eine Maschine mit 2700/min hast ist das kein Problem (250er Blatt). Es kommt eher auf die Profilform und die Qualität des Alu's an. Ich habe mal Alu Riegel 40x50 mm geschnitten die sehr bauxithaltig waren (schlechteste Alu Qualität), das ist als wenn man Steine schneidet. Empfehlenswert ist dazu auch ein Blatt mit Trapez/Flachzahn 5° negativ.
 
H

hainbuche

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hallo

für die die sich nicht mit winkelschleifern auskennen :
geräte mit mehr als 2000W ohne anlaufelektronik und
standart 16A sicherungen vertragen sich oft nicht !
deshalb entweder träge sicherungen für die werkbank
oder anlaufstrombegrenzung. ich spreche hier von 230V-geräten.
ackermann (FLEX) hatte meines wissens mal ein teil
mit 380V drehstrom.

mfg hainbuche
 
C

ChristianA

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Hallo, zusammen,

da ich die Anschaffung eines 125 mm Winkelschleifers in Erwägung ziehe, möchte ich euch um eure Ratschläge und Tipps bitten.
Wie oft und wozu braucht ihr die Drehzahlregulierung an Winkelschleifern tatsächlich?
Beim Trennen von Metall und Fliesen ist sie wohl überflüssig, ebenfalls beim Schruppen.
Die Schleiflammenteller, Fächerschleifscheiben, Grobreinigungsscheiben, Zirkular-Drahtbürsten etc., die ich bis jetzt ausfindig machen konnte, lassen sich, was die zulässige Maximaldrehzahl angeht, auch mit Winkelschleifern betreiben, die keine Drehzahlregulierung besitzen.
In welchen Fällen habt ihr in der Praxis festgestellt, dass man ohne Drehzahlregulierung nicht auskommt?
Gibt es einen Winkelschleifer, bei dem man die Drehzahl so weit reduzieren kann, dass man ihn problemlos zum Polieren (z. B. von Autos) einsetzen kann?
Jene Fein Winkelschleifer, die mit dem Quick in Schnellspannsystem ausgestattet sind, haben keine Spindel mit M 14 Gewinde. Daher lassen sich diese Modelle wohl mit einigen Topf-Drahtbürsten nicht verwenden.
Weiß zufällig jemand, ob es Topf-Drahtbürsten gibt, die man trotzdem mit einem solchen Winkelschleifer betreiben kann?
Würdet ihr diese Einschränkung zugunsten des Schnellspannsystems in Kauf nehmen?

Vielen Dank für eure Antworten!

Christian
 
K

knut

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Fächerschleifscheiben sollen glaub ich mit 7000-8000 u/min betrieben werden, da wär die regulierung sinnvoll oder wenn du z.b. ein Bosch gerät hast welches 11.000 u/min macht du aber reinigungsscheiben benutzt die nur mit 10.000 laufen sollen etc.
In katalogen konnte ich keine drahtbürste für die Fein aufnahme ausfindig machen, die nachfrage beim Fein Vertreter brachte das Ergebnis das die WS mit Quick in nur zum schruppen und trennen sind...
 
H

hs

Guest
Hi,

Christian Aufreiter schrieb:
Die Schleiflammenteller, Fächerschleifscheiben, Grobreinigungsscheiben, Zirkular-Drahtbürsten etc., die ich bis jetzt ausfindig machen konnte, lassen sich, was die zulässige Maximaldrehzahl angeht, auch mit Winkelschleifern betreiben, die keine Drehzahlregulierung besitzen.
In welchen Fällen habt ihr in der Praxis festgestellt, dass man ohne Drehzahlregulierung nicht auskommt?

gerade bei den von Dir erwähnten Werkzeugen kommt es oft vor das man nicht mit 'Vollgas' arbeiten möchte, weil der Abtrag einfach zu heftig wäre.
Bei Blech(entlackungs)arbeiten bringt hohe Drehzahl auch mehr Wärme, was wiederum Verzug bedeuten kann.
Manchmal ist es auch ganz hilfreich eine niedrigere Drehzahl wählen zu können, damit die Funken/Späne nicht so stark umherfliegen.

Gruß, hs
 
Alfred

Alfred

Moderator
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Hallo Christian,
ich würde den Bedarf mit den Topfbürsten noch mal überdenken und evtl. mit Fächerschleifscheiben oder Fiberschleifscheiben arbeiten bzw. auf den Schnellflansch verzichten.
 
C

ChristianA

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Hallo, zusammen,

danke für eure Antworten.
Welches Drehzahlspektrum erscheint euch besonders sinnvoll?
Z. B.:
- Bosch GWS 10-125 CE: 2800 - 11000 1/min
- Fein WSG 12- 70 E: 2700 - 7000 1/min
- Kress 1400 WSE 125: 3000 - 10000 1/min
- Metabo WE 9-125: 3000 - 10000 1/min
- Metabo WE 14-123: 7000 - 10500 1/min
- Protool AGP 125-14 CEQ: 3500 - 11000 1/min

So wie ich es im Fein Katalog gelesen habe, ist die Drehzahl des 12-70 E für Trennarbeiten nicht unbedingt übermäßig hoch.
Hat schon jemand von euch mit einem WS poliert? Funktioniert das? "Echte" Poliermaschinen laufen meines Wissens noch deutlich langsamer als WS.

@ Alfred:
Genau deshalb habe ich die Frage hier gestellt :) .

@ Knut:
Wie aus älteren Nachrichten in diesem Thread hervorgeht, dürfte es prinzipiell nicht zulässig sein, an einem E-Werkzeug ein Einsatzwerkzeug zu betreiben, dessen erlaubte Maximaldrehzahl unter der Maximaldrehzahl des E-Werkzeugs liegt.
In meinem Fein Katalog finden sich sehr wohl Drahtbürsten für WS mit Quick in. Dabei handelt es sich allerdings um Zopf-, nicht um Topfbürsten.

Danke!

Christian
 
Thema: Winkelschleifer mit Drehzahleinstellung

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