Wie Hilti TE72 öffnen / Luftkolben freilegen ???

Diskutiere Wie Hilti TE72 öffnen / Luftkolben freilegen ??? im Forum Elektrowerkzeuge im Bereich Werkzeuge & Maschinen - Meine alte TE72 hat Aussetzer beim Meiseln. Der Bohrer funktioniert problemlos. Den Motor/Antrieb konnte ich problemlos ab- und aufschrauben. Und...
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d003232

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Meine alte TE72 hat Aussetzer beim Meiseln. Der Bohrer funktioniert problemlos. Den Motor/Antrieb konnte ich problemlos ab- und aufschrauben. Und nun verzweifle ich daran, irgendwie an das Schlagwerk ranzukommen. Ich habe eine Explorationszeichnung, aber leiter keine Reparaturanleitung. Wie bekomme ich das Gerät auseinander um an die Kolben ran zu kommen???

Ich finde leider keine Schrauben oder ähnliches und möchte nicht mit blinder Gewalt rangehen. Wer hat so eine Maschine schon mal aufgemacht oder kann mir sonst irgendwie einen Tipp geben?

Wolfgang
 
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Ricardo

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d003232 schrieb:
Meine alte TE72 hat Aussetzer beim Meiseln. Der Bohrer funktioniert problemlos. Den Motor/Antrieb konnte ich problemlos ab- und aufschrauben. Und nun verzweifle ich daran, irgendwie an das Schlagwerk ranzukommen. Ich habe eine Explorationszeichnung, aber leiter keine Reparaturanleitung. Wie bekomme ich das Gerät auseinander um an die Kolben ran zu kommen???

Ich finde leider keine Schrauben oder ähnliches und möchte nicht mit blinder Gewalt rangehen. Wer hat so eine Maschine schon mal aufgemacht oder kann mir sonst irgendwie einen Tipp geben?

Wolfgang

Hallo Wolfgang,

Bei Hilti hast Du keine Chance mehr,aber setz Dich mal mit nir in Verbindung.

Gruß Ricardo
 
G

Guido

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Hallo Armin,

Ich habe auch bei meiner TE 72 Probleme mit dem Schlagwerk.

Die Anleitung 15897 ist sehr hilfreich. Nach dem Öffnen der Maschine habe ich einen zerstörten Pleuel gefunden. Den Schlagbolzen, die beiden Kolben und den Pleuel konnte ich entfernen. Den Zylinder bekomme ich aber nicht demontiert.

Jetzt bleiben erstmal einige Fragen:
1. Wie kann ich einen neuen Pleuel einsetzen?
2. Was ist beim Zusammenbauen zu beachten?
3. Kann ich normales Hydrauliköl verwenden?
4. Wieviel Öl benötigt die Maschinie?
5. Hat noch jemand eine Explosionszeichnung von der Maschine

Viele Dank im Voraus.
Grüß Guido
 
powersupply

powersupply

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Hallo Guido

Wollen wir mal:(Immerdavon ausgehend, dass die Handhabung wie bei der 60er ist)
1. Den Hebel mit dem das Drehen zu und Abgeschaltet wird entfernen. Den Seegerring darunter so hindrehen, dass Du den Rastbolzen herausnehmen kannst(halte die Hand darüber, die Feder dahinter ist recht kräftig...). Dann den Seegerring entfernen, den Schalthebel umgekehrt wieder anschrauben und das Ganze vorsichtig "herauswackeln". Nun müsstest Du den Bolzen sehen auf dem das Pleuel nachher aufgesteckt wird.

2. Das Pleuel (Ich hab Dir evtl noch eins) mit dem Kolben vorne dran von vorne in das Getriebegehäuse rutschen lassen und auf den Kurbelzapfen stecken. Anschliessend den Zylinder in das Gehäuse einführen und durch das Loch des Getriebeumschalters den Kolben bei hinterer Kolbenstellung so führen, dass er ohne verkanten in den Zylinder reinflutscht.

3. Wird zwar besser sein als Motorenöl fürs Auto ich würde aber schauen, dass ich vielleicht von einem der Ersatzteilhändler die bei ebay tätig sind welches zu bekommen.

4. 60 - 70ml

5. Ja ich. Müsste sie allerdings erst noch kopieren

Zum demontieren des Zylinders schaue ich mir die Zeichnung nochmal an ob es wie bei meinen 60igern ist.

Gern geschehen.
Gruß Armin
 
powersupply

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So hab mir die Explosionszeichnung mal genauer angesehen.
Das Zerlegen des Zylinders ist fast gleich wie bei der 60iger.
Ich werde am Wochenende mal ein paar Bilder machen wie ich beim Zerlegen vorgehe.

Aber mal vorab:
Hinten auf dem Kegelzahnrad "steht" eine Hülse.
Wenn man nun das Kegelzahnrad gegen die Feder runterdrückt und die Hülse mitbewegt kommt in der Hülse am Zylinder ein Sicherungsring zum Vorschein der die Hülse auf dem Zylinder hält.
Wenn Du nun den Sicherungsring entfernst lässt sich das Kegelzahnrad, die Hülse, entfernen. die Feder und die übrigen Bauteile am Zylinder entfernen.

Gruß Armin
 
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Guido

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Hallo Armin,

danke für deine schnelle Antwort. Ich habe meine Maschine bis auf das Getriebe und den Zylinder auseinander nehmen können.

Den Zylinder nehme ich mir dann am Wochenende vor.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Du mir eine Kopie oder einen Scan von der Zeichnung zusendest.
Hast Du mal nachgeschaut ob Du noch ein Pleuel hast?

Gruß Guido
 
powersupply

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Hab leider noch keine Zeit gehabt.
Heute Früh schwammen 2 drittel der Fische in meinem Teich kieloben....
Ich geb Dir aber morgen ganz sicher Bescheid.
Die Zeichnung scanne ichDir dann auch noch ein.

Gruß Armin
 
G

Guido

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Hallo Armin,

nochmals danke für deine Hilfe. Meine Maschine läuft wieder. Ich habe mir gestern einen neuen Kolben gefertigt und habe es auch geschafft den Zylinder zu entfernen. Hatte bis gestern mangels brachialer Gewalt noch nicht geklappt.

Nach dem Reinigen und Zusammenbauen läuft die Maschine wieder.

Ich würde mich trotzdem über die Explosionszeichnung freuen.

Sind deine Fische durch das Unwetter verendet?

Grüß Guido
 
powersupply

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Nö ich hab vor ein paar Tagen einen Algenvernichter reingeleert den ich schon mal verwandt habe und dabei diesmal wahrscheinlich etwas überdosiert. :? Aber wie sollen die Fische durch ein Unwetter draufgehen? So was ist doch wohl nur bei Blitzschlag zu erwarten.

Da ich die Fotos heute auch gemacht hab stelle ich sie einfach hier mit ein. Vielleicht benötigt sie ja noch jemand.

Der Zylinder ohne dass die Hülse runtergedrückt ist
400_3338366232626138.jpg


Und mit runtergedrückter Hülse. Da wo mein Finger hinzeigt ist noralerweise der Sicherungsring den man abpulen muß. In diesem Bild sieht man auch schön mein Hilfswerkzeug mit dem ich gefahrlos die Feder komprimieren kann
400_6661633734313931.jpg


Du hattest doch geschrieben, dass Du ein Pleuel benötigst. Jetz hast Du einen Kolben angefertigt? (kopfkratz) :?:

Hier ist ein Kolben MIT Pleuel
400_6234346638363534.jpg


Gruß Armin
 
A

auswanderer

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andalusien
:? hallo erstmal, bin ganz neu im forum.
habe dank deiner super anleitung meine te72 zerlegt und auch ein pleuel in einzelteilen gefunden. frage: muß ich den zylinder zerlegen um ein defektes pleuel zu ersetzen ???nö oder ???
und dann wäre ich dir sehr dankbar wenn du mir eine explo mailen könntest, da beim zerlegen der lose kolben (der ohne pleuel) im zylinder rausgefallen ist und ich nicht weiß ob die 3 nuten richtung bohrer oder andersrum reingehören und die 2 umschaltplatten (eine mit verzahnung, bohren oder meiseln) sich auch selbsständig gemacht haben.
für eine antwort wäre ich dir sehr, sehr dankbar
ciao der sven
 
W

woisiman

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Nadellager Hilti TE72.JPG TE72 Nadellager_2.JPG

Habe meine Hilti TE 72 für eine Generalsanierung zerlegt und dafür einen Original Reparatursatz via ebay gekauft. Soweit alles klar - leider hat das Nadellager (FAG 10-3654, Dm 58/44 mm, Breite 18 mm mit Schmiernaht+ -bohrung) ein erhöhtes Spiel.
Kann mir jemand sagen, ob man ein solches Spezial-Lager, von Hilti wohl von FAG ausserhalb der Norm bestellt und aufgekauft noch neu auftreiben kann.
Das Lager hat die Teile Nr. 112, und sitzt auf dem Zahnkranzteil, was ich aus einer schlechten Kopie der Explosionszeichnung entnehmen konnte.
Wer kann mir für die TE 72 eine datei zu einer guten Explosionszeichnung und einer Teileliste zukommen lassen.
:allesgut:

Beste Grüsse Manfred
 
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Alfred

Alfred

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Hallo,
es gibt lt. Katalog ein 58/43 mit der Bezeichnung NKS43 (Nadellager mit Bord ohne Innenring)
Es gibt aber so viele Typen dass es besser ist mal direkt an die Hersteller zu schreiben.
 
powersupply

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woisiman schrieb:
Das Lager hat die Teile Nr. 112, und sitzt auf dem Zahnkranzteil, was ich aus einer schlechten Kopie der Explosionszeichnung entnehmen konnte.
Wer kann mir für die TE 72 eine datei zu einer guten Explosionszeichnung und einer Teileliste zukommen lassen.
:allesgut:

Beste Grüsse Manfred

Hallo Manfred
Schön, dass Du diesen alten Thread ausgegraben hast :respekt:
Das Lager muss nix haben. Das geht immer sehr locker runter. Schliesslich muss es ja die leichte Axialbewegung des Ritzels ermöglichen. :schlaubi:
Im Gegensatz zu den heutigen Bronzelagern ist diese Konstruktion nahezu unzerstörbar!
Eine Zeichnung bekommt man ohne Probleme bei der US-Seite von Hilti.
Allerdings auch nirgendwo was besseres :crazy:

Gruß PS
 
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woisiman

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Hallo Armin :!:
Suppa Deine prompte Rückmeldung! Thanks für die Explo+Teileliste :thx:
Hab´gestern noch im einem anderen Thread Deinen link zu Hilti USA gefunden.
Laut den kontaktierten Spezialisten kann das Nadellager 112 ca. 0,4 mm Luft haben, mein´s hat aber leider a bissal mehr, so ca. 0,7 :kp:
Bis zu welchem Spielbereich ist Deiner Meinung nach der Wiedereinbau des Lagers vertretbar und auf welche Bauteile wirkt sich ein erhöhtes Lagerspiel voraussichtlich negativ aus.
Es ist eine "Generalsanierung" meiner TE72 + ich will danach das Gerät nur mehr sorgsam + selber zum Einsatz bringen.
Bei der heutigen Anfrage bei der Fa. Schaeffer Gruppe (FAG+INA) kam heraus, das die Dimension 44/58/18 mm nicht mehr erhältlich ist.
Alternatives Nadellager von INA - NKS43, schwere Reihe 43/58/22 mm. (.... wie Alfred´s Nachricht - :thx: )
Ist Deiner Meinung nach eine Adaptierung als weitere Lösung möglich? (abdrehen auf 43? + ist die 4mm größere Breite ein Problem?) oder hab´ich hier was falsches angedacht? :kp:

LG, Manfred
 
Alfred

Alfred

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Hallo,
dann stimmt immer noch nicht die Breite 22 zu 18 mm.
Als Ersatz sehe ich hier nur noch die Möglichkeit ein Bronzelager zu drehen.
Duss liefert jetzt für seine Nadellager an der Kurbelwelle auch nur noch Rotgusslager, ich drehe mir die jetzt selber.
 
powersupply

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woisiman schrieb:
Ist Deiner Meinung nach eine Adaptierung als weitere Lösung möglich? (abdrehen auf 43? + ist die 4mm größere Breite ein Problem?) oder hab´ich hier was falsches angedacht? :kp:

LG, Manfred
Ich hab vor Jahren mal für einen Kollegen ein Lager mit 22mm breite eingesetzt weil ihm beim Zerlegen das Originale auseinander gefallen war und er nicht mehr alle Nadelrollen gefunden hat.
Damit alles wieder passte hab ich eben die Alublechhülse die zwischen den Lagern liegt um 4mm gekürzt.
Allerdings war das eine TE60. Ob das auch bei einer 72er funktioniert kann ich nicht hundertprozentig sagen.
Ich habe noch einige gebrauchte Lager hier, die ich sicherlich nicht mehr alle brauchen werde, und kann, wenn Du magst mal schauen gehen wieviel Spiel die haben.

Von Bronze oder anderen Gleitlagerbuchsen an der Stelle halte ich nix. Ich bekam mal eine TE52 zum Resaturieren. Deren Bronzelager war so was von ausgerieben, dass ich die MAschine gar nicht erst repariert habe :brech:

PS
 
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