Wie genau senkrecht in massiv Holzstab bohren?

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mrt15

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Moin,

ich habe einen Rundholzstab massiv ca. 13-14 mmm Durchmesser. Ich möchte nun beispielsweise mit einem 7mm Holzbohrer genau senkrecht in die Mitte reinbohren (so dass daraus ein Rohr wird), um den Stab z.B. als Welle für einen Getriebemotor zu benutzen.

Bis jetzt habe ich es nicht hinbekommen und habe schepp reingebohrt, sodass die Welle leiert..

  1. Wie finde ich exakt die Mitte?
  2. Wie bohre ich dann in diese Mitte exakt senkrecht rein?
Vielen Dank schonmal für Hinweise und VG

Murat
 
Mitte Ausmessen (z.B. ein Kreuz markieren und dadurch die Mitte ausfindig machen). Exakt Bohren entweder mit Drehbank, wie schon beschrieben, alternativ Bohrständer bzw. Säulenbohrmaschine, wenn der Hub ausreicht. Wie tief musst du den durchbohren, bzw. wie lange ist dein Werkstück?
 
Wichtige Frage wäre: Welches Drehmoment wird hier Übertragen?
Holzstab 14 mm - Bohrung 7 mm = 3,5 mm Wandstärke in Holz:kp:
 
Ganz ehrlich: Das kannst du vergessen. Ich gehe mal davon aus, dass du eine Drehbank oder Säulenbohrmaschine benutzt hättest, wenn du eine zur Verfügung hättest. Was Bohrständer betrifft, so ist mir bisher noch keiner unter gekommen (nichtmal der so oft gelobte Fräsständer von Wabeco), der derart präzise ist.

Das einzige, was ich mir für den Heimbereich vorstellen könnte, wäre ein dickeres Stück zu bohren, rotierend einspannen und dann drechseln oder schleifen, bis es rund läuft. Ist aber eine Menge Arbeit und ich würde sehen, ob es da nicht irgendwas Fertiges - zur Not aus Metall - zu kaufen gäbe.
 
Wir müßten einfach mal wissen wie lang das Teil ist,eventuel kann er das ja in einem Päckchen verschicken.
Drehbank steht hier.:D
 
Die Frage ist natürlich völlig berechtigt. Bei "Stab" bin ich in meiner Antwort einfach mal davon ausgegangen, dass die Länge deutlich größer als der Durchmesser ist.
 
Bei Großer Länge brauchen wir von Drehmomentübertragung hier nicht mehr reden.
Das zerfetzt sofort.
 
Bzgl. Mitte finden habe ich hier eine pfiffige Idee gefunden - gleich das erste:

Hier mal der aktuelle Zustand; man kann einen knick erkennen.

Wickler.png

Drehbank oder Prismenspanner.
Für ne Drehbank hab ich kein Platz. Einen Bohrständer habe ich, der passende Maschinenschraubstock ist bestellt und unterwegs.

Wie tief musst du den durchbohren, bzw. wie lange ist dein Werkstück?
Ich bohre ca. 25mm rein. Das Werkstück ist ca. 80mm lang.

Wichtige Frage wäre: Welches Drehmoment wird hier Übertragen?
Holzstab 14 mm - Bohrung 7 mm = 3,5 mm Wandstärke in Holz:kp:
Der Synchronmotor ist etwa sowas: Amazon.de
Den Stab fixiere ich an der Welle mit einer M3 Schraube. Die Hoffnung war, dass im schlimmsten Fall ein nasser Wäschekorb abgewickelt und im Bestfall ein trockener Wäschekorb aufgewickelt werden könnte. Um die 8-10 Kg :crazy:

Das einzige, was ich mir für den Heimbereich vorstellen könnte, wäre ein dickeres Stück zu bohren, rotierend einspannen und dann drechseln oder schleifen, bis es rund läuft. Ist aber eine Menge Arbeit und ich würde sehen, ob es da nicht irgendwas Fertiges - zur Not aus Metall - zu kaufen gäbe.
Wenn der Plan B mit dem Schraubstock in die Hose geht, probiere ich das.

Wir müßten einfach mal wissen wie lang das Teil ist,eventuel kann er das ja in einem Päckchen verschicken.
Drehbank steht hier.:D
Wenn der Plan C mit dem Schleifen bis rund läuft in die Hose geht, komme ich gerne auf dich zurück :D
 
  1. Wie finde ich exakt die Mitte?
  2. Wie bohre ich dann in diese Mitte exakt senkrecht rein?
1. Nennt sich auch Mittelfinder
2. Wenn keine Ständerbohrmaschine, ist freihand zu bohren Übungssache, doch 25mm ist nicht viel ... ggf 6,5 mm vorbohren und Rest über Rundholz/Schleifpapier rund schleifen (eingespannt in Schrauber).
 
doch 25mm ist nicht viel
In einem 13mm Holzstab in dem das Loch nachher parallel zur Mittenachse laufen soll schon!
Hab erst am Wochenende "schnell mal" an einem ungefähr gleich dicken Kunststoffstab ein Loch gebohrt und ein M6-Gewinde eingeschnitten. Mittig ist es ungefähr geworden. Leider etwas schräg zur Mitte. Trotzdem ich den Stab im Prisma des Bohrschraubstocks gespannt hatte. Bei der Anwendung tut es mir nicht weh, ist aber dennoch eine schöne Erkenntnis nächstes Mal vor dem Bohren die Parallelität des Stabes zum Bohrer zu kontrollieren.

So gesehen hätte ich auch den Stab in ein 16er Bohrfutter spannen können und wie bei der Drehbank mit rotierendem Werkstück bohren können...

PS
 
Das muss hier ja nicht 100% werden, also soweit geht das schon um besser als auf dem Foto zu werden.
 
wie tief soll eigentlich gebohrt werden, oder habe ich das überlesen?
 
Wenn ich das Bild in dem Beitrag richtig deute sind mindestens ca 6 - 7cm angedacht.

PS
 
wie tief soll eigentlich gebohrt werden, oder habe ich das überlesen?
Wenn ich mal die Infos zusammenfasse:

Holzstab: Länge ca 70mm, Durchmesser ca 13,5mm
Bohrung einseitig: Durchmesser 7mm, Tiefe 25mm

@mrt15: Wo in Rhein/Main kommst du denn her?

Mit einer Bohrmaschine erscheint mir das ziemlich ambitioniert, die Mitte einigermaßen zu treffen. Egal wie man es macht.
Drehbank wäre kein Problem, das mit ein paar Zehntel Genauigkeit zu machen.
 
Die 25mm waren von @Mr.Ditschy beispielhaft genannt.
Im Startbeitrag wurde gesagt, dass aus dem von mir mit ca 70mm geschätzten Stab ein Rohr gemacht werden soll. Also auf der ganzen Länge durchbohrt. Da macht eine Drehmaschine schon Sinn. Alternativ bleibt der Versuch mit dem im Bohrfutter eingespannten Holz.
Vielleicht gibt es ja noch eine andere Lösung die wir bislang gar nicht auf dem Schirm haben. :glaskugel:


PS
 
Da mehrmals gefragt
... 14 mmm Durchmesser .... Ich bohre ca. 25mm rein. Das Werkstück ist ca. 80mm lang.

@mrt15: Wo in Rhein/Main kommst du denn her?
Ffm.

Das muss hier ja nicht 100% werden, also soweit geht das schon um besser als auf dem Foto zu werden.
Die andere Seite der Welle würde in einem Kugellager (sieht man auf dem Foto nicht so gut) stecken. So Schepp wie auf dem Foto gibt das Spannung zw. Motor und Kugellager. Soo genau wie Zehntel mm muss es nicht werden.

Mein Schraubstock kam heut an, ein schneller erster Versuch war vielversprechend, das senkrechte bohren reicht mir in diesem Fall. Ich habe nur die Mitte wieder leicht verfehlt, sodass der Stab zwar parallel läuft, aber parallel leicht "eiert".

Ich denke mit etwas Übung wird es passen. Ich wage morgen einen genaueren Versuch und schau mal wie sich die Welle im Kugellager verhält.

Im Startbeitrag wurde gesagt, dass ... auf der ganzen Länge durchbohrt...
Ne, mir geht es nur darum, die Welle vom Synchronmotor mit dem Stab zu kuppeln. Ca. 25mm reichen.
 
Ahh, jetzt erkenne ich das. Du benötigst eine (Wellen)Kupplung.
Muss das zwischen der Rolle und dem Motor so eng sein?
Wenn nicht könntest Du in das Holz ein Rundmaterial mit demselben Durchmesser wie am Motor einsetzen und beide Wellen mittels einem Schlauch verbinden. (Einfachste Lösung...)

PS
 
Muss das zwischen der Rolle und dem Motor so eng sein?
Ich habe aus Siebdruckplatten einen länglichen Kasten (eine Art schwenkbarer Ausleger) gebaut, um den Wäschekorb aus dem Balkon rausdrehen zu können. In diesen kommt nachher der Motor, daher möchte ich eher nicht weiter, sondern eher enger.. Sonst müsste auch der Kasten weiter und somit schwerer..

Wenn nicht könntest Du in das Holz ein Rundmaterial mit demselben Durchmesser wie am Motor einsetzen und beide Wellen mittels einem Schlauch verbinden. (Einfachste Lösung...)
Verstehe: Ich würde dann einfach ne dünne Scheibe vom Stab abschneiden und mittig anbohren , auf den Motor stülpen und dann beide mit Schlauch oder einem breiteren Metallring verschrauben..
 
Man kann sich das auch von 13 Jungfrauen bei Vollmond reinklöppeln lassen :wink:
Jetzt ernsthaft: Keinen mit ´ner Drehbank im Bekanntenkreis?
Ist ja fast ein Grund, sich eine zu kaufen! (Wenn ich nicht schon 3Stück hätte)
 
Thema: Wie genau senkrecht in massiv Holzstab bohren?
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