Welches Schweißgerät kaufen??

Diskutiere Welches Schweißgerät kaufen?? im Forum Schweißtechnik im Bereich Werkzeuge & Maschinen - Hallo, ich möchte abundzu mal was schweißen: Bleche bis max. 2mm, Sachen im Hobby und Gartenbereich. Ich denke an ein Schutzgas-Gerät. Liege ich...
O

Otto

Registriert
05.05.2004
Beiträge
34
Hallo,
ich möchte abundzu mal was schweißen: Bleche bis max. 2mm, Sachen im Hobby und Gartenbereich. Ich denke an ein Schutzgas-Gerät.
Liege ich da richtig?
Welche Marken reichen?
Grüße!
 
H

hs

Guest
Hi,

Otto schrieb:
Hallo,
ich möchte abundzu mal was schweißen: Bleche bis max. 2mm, Sachen im Hobby und Gartenbereich. Ich denke an ein Schutzgas-Gerät.
Liege ich da richtig?

ja - ein MIG/MAG dürfte wohl das Richtige für Dich sein.

Welche Marken reichen?

erstmal mußt Du den Leistungsbereich einordnen, den Du benötigst (so bis ~160A dürften für Dich prima ausreichen),

dann solltest Du Dir überlegen wieviel Geld Du anlegen möchtest, bzw. kannst.
Je mehr Geld Du ausgibst, desto bessere Qualität bekommst Du.
Generell : Euro-Anschluß für das Schlauchpaket sollte vorhanden sein (kein fester Anschluß); ein möglichst langes Schlauchpaket sollte dabei sein, 15kg-Drahtrollen sollte es aufnehmen können; je mehr Schaltstufen für die Schweißleistung, desto besser; ein vernünftiger Druckminderer sollte dabei sein; die Gehäusekonstruktion sollte stabil sein, damit man das Gerät auch mal hin- und herrollen kann; praktisch, wenn man das Gerät an 400V und 230V betreiben kann.
HighEnd-Geräte bieten dann noch nette Feature wie 4-Rollen-Antrieb, usw. - aber als Hobbyanwender braucht man das nicht wirklich.

Zum Schutzgasschweißen benötigst Du auch noch Gas. Sowas gibt es in kleinen Einwegflaschen (auf Dauer teuer und nervig) oder als Eigentumsflaschen.
Hier steht dazu was geschrieben : klick
Ich habe nicht die Preise im Kopf ob die dort angebotene Flasche günstig ist - oder nicht. Die Füllung dürfte im örtlichen Baumarkt oder Fachhändler weniger kosten als bei diesem Anbieter (Versand ist halt teuer).

.... wie bereits erwähnt - Du solltest Dir erstmal über das, was Du ausgeben willst/kannst, klar werden.

Gruß, hs
 
O

Otto

Threadstarter
Registriert
05.05.2004
Beiträge
34
Was hält man denn von einem Fülldrahtschweißgerät?
Macht das Sinn?
 
H

hs

Guest
Hi,

habe ich keine Erfahrungen mit - kenne auch niemanden der mit sowas arbeitet.
Ich weiß nicht ob das hier der typische Preis für solchen Draht ist : klick
allerdings zum Vergleich : die Gasfüllung einer 10l-Flasche liegt bei ~ €35 und eine 15kg-0,8mm-Rolle kostet hier im Fachhandel um die €30,- D.h. auf Dauer dürfte das Schweißen mit Fülldraht recht teuer werden .... und wenn man dann noch Schlacke auf der Naht hat, kann man sicher damit nicht so nett Löcher 'zubrutzeln' wie mit dem 'normalen' MIG/MAG-Gerät.


Gruß, hs
 
A

Amur

Registriert
15.01.2005
Beiträge
313
Ort
Im Süden
Wenn im Freien geschweißt werden soll, hat das Schutzgasschweißen den großen Nachteil, daß selbst bei leichtem Wind das Gas weggeblasen wird und es keine gute Schweißnaht gibt.

Ansonsten ist das Schutzgasschweißen sicher die beste Wahl. Wie der Fülldraht bei Dünnblech ist, weiß ich nicht. Falls der dort gut ist und nicht viel geschweißt wird, ist das sicher eine Alternative. Insbesondere, wenn die Gasflasche gemietet wäre.

Und einen kleinen Trafo zum Elektrodenschweissen kriegt man um ein paar Euro.

mfg
 
H

hs

Guest
Hi,

Amur schrieb:
Wenn im Freien geschweißt werden soll, hat das Schutzgasschweißen den großen Nachteil, daß selbst bei leichtem Wind das Gas weggeblasen wird und es keine gute Schweißnaht gibt.
Ansonsten ist das Schutzgasschweißen sicher die beste Wahl.

stimmt schon - aber sofern man nicht gerade an einem besonders windingen Ort wohnt (Küste), dürfte das Problem kaum ins Gewicht fallen.

Wie der Fülldraht bei Dünnblech ist, weiß ich nicht. Falls der dort gut ist und nicht viel geschweißt wird, ist das sicher eine Alternative. Insbesondere, wenn die Gasflasche gemietet wäre.

mieten rechnet sich nicht (oder nur, wenn man täglich viel schweißt).
Und wenn ich mir den Preis für o.a, Fülldraht so anschaue ... bei Westfalia sollen 3kg auch €70 kosten.
D.h. für 6kg Draht bekommt man bereits ~ eine gefüllte 10l-Eigentumflasche und 30kg (2Stk. 15kg-Rollen) 0,8ter Draht (wobei der Draht im Fachhandel oft noch günstiger ist)

Und einen kleinen Trafo zum Elektrodenschweissen kriegt man um ein paar Euro.
... und kann keinen dünnen Bleche schweißen - und darf sich mit vorgelaufener Schlacke herumärgern :wink:
Mit Elektroden zu schweißen lohnen sich eigentlich nur noch im Sonderfall.

Gruß, hs
 
A

Amur

Registriert
15.01.2005
Beiträge
313
Ort
Im Süden
hs schrieb:
Hi,

Amur schrieb:
Wenn im Freien geschweißt werden soll, hat das Schutzgasschweißen den großen Nachteil, daß selbst bei leichtem Wind das Gas weggeblasen wird und es keine gute Schweißnaht gibt.
Ansonsten ist das Schutzgasschweißen sicher die beste Wahl.

stimmt schon - aber sofern man nicht gerade an einem besonders windingen Ort wohnt (Küste), dürfte das Problem kaum ins Gewicht fallen.

...
Gruß, hs

Wie gesagt Schutzgas ist mit Sicherheit gerade für ungeübte die einfachste Art zu Schweißen. Die Schlacke ist kein Problem wegen des Vorlaufens, das ist nur Übungssache bzw. welche Elektrode man nimmt. Eher ist die ganze Verputzerei eine riesen Sauerei und wäre für mich das wichtigste Argument.

Aber das mit dem Wind ist nicht zu unterschätzen. Ich habe z. Bsp. keine große Werkstatt und hab mich schon öfter reichlich geärgert. Und ich bin weit weg von der Küste. Irgendwann kommt mir ein kleiner Trafo noch her.

mfg
 
H

hs

Guest
Hi,

Wie gesagt Schutzgas ist mit Sicherheit gerade für ungeübte die einfachste Art zu Schweißen.

sehe ich auch so (zumindest MIG/MAG)

Die Schlacke ist kein Problem wegen des Vorlaufens, das ist nur Übungssache bzw. welche Elektrode man nimmt. Eher ist die ganze Verputzerei eine riesen Sauerei und wäre für mich das wichtigste Argument.

*breitgrins* - eigentlich muß man nur putzen, wenn die Schweißnaht nicht korrekt war ... z.B. wenn man Probleme mit der Schlacke hatte :wink: :wink: . Denn ansonsten (gute Elektroden vorausgesetzt), muß man die Schlacke nur leicht mit dem Hammer abheben (man hört schon von weitem, ob eine Elektroden-Naht gut war oder nicht : je mehr gehämmert wird, desto schlechter war sie :wink: )
In jedem Fall aber ist es ein deutlich höherer Aufwand, bzw. es ist deutlich mehr Können erforderlich, wenn die Naht an komplizierten Formen entlanggeführt werden muß.

Gruß, hs
 
H

hainbuche

Registriert
12.12.2004
Beiträge
1.139
Ort
Sauerland
hallo otto

es gibt elektroden zum waagerechtschweißen wo sich die
schlacke ohne schlagen von selbst löst.
vor allem wenn dünne bleche geschweißt werden sollen,
sollte der schalter für die stromeinstellung möglichst feinstufig
sein.
idealerweise solltest du in deinem bekanntenkreis versuchen
praktische erfahrungen mit schweißgeräten zu gewinnen.
ich habe schon mit mehren schweißgeräten geschweißt
(schutzgas und elektrode). mit einige dieser geräte konnte
ich ohne eingewöhung gut schweißen und andere wiederum
brauchten eine eingewöhnungszeit. leider hab ich mir bei den
schutzgasgeräten nicht die hersteller gemerkt, die wenig
eingewöhung brauchten. bei den elektrodenschweißgeräten
ist je nach einsatzzweck mal das eine oder mal das andere
besser. auch die elektroden haben einen wesentlichen einfluss
auf das ergebnis. ich habe meist ein packet welches für waage-
rechtschweißen optimiert ist und sauberere nähte hinterläst und
ein packet gleichen drahtdurchmessers fürs senkrechtschweißen.
weiter hab ich mit spezialelektroden auch schon gußteile und
mit anderen spezialelektroden auftragsschweißen durchgeführt.
diese letzteren anwendungen erfordern ein wenig mehr erfahrung
als die zuvorgenannten.
faustformel bei elektroden : blechstärke gleich elektrodestärke
und schweißstrom pro mm elektrode gleich 40A. genaueres
ist auf der elektrodenpackung abgedruckt. diese faustformeln
gelten meist nicht für die oben genannten auftrags-
schweißungen.
zum wind kann ich beitragen, das dieser beim schutzgas- schweißen im freien wohl einen wesentlichen einfluss auf das
ergebnis hat.
noch wichtiger als beim elektrodenschweißen sind beim
schutzgasschweißen blanke oberflächen vor schweißbeginn.

ich hab mal mit "cloos" schutzgasgeräten ankerketten geschweißt.
aber ich weis nicht ob die was für den hobbyanwender im ange-
bot haben. jedenfalls waren das supergeräte, allerdings preis
damals einige 1000,-DM. leider nicht mein gerät.

mfg hainbuche
 
Thema: Welches Schweißgerät kaufen??

Ähnliche Themen

Kaufberatung

Schweißgerät umbauen auf 15 kg rollen

Samstagsprojekt: Stampfer für SDS Max Bohrhammer

IHS MIG-MAG Schutzgas Schweißgerät

Schweissgerät Röwac KGL300 kaputt ?? Hilfe !! :-)

Oben