Welcher Kompressor und welche Pistole zum Zaunstreichen?

Diskutiere Welcher Kompressor und welche Pistole zum Zaunstreichen? im Forum Druckluft-Technik im Bereich Werkzeuge & Maschinen - Hallo, ich habe in nächster Zeit einen Jägerzaun zu streichen. Da dieser Zaun eine Länege von ca. 100 m aufweist, überlege ich, ob man ihn nicht...
R

Rudi6975

Registriert
07.03.2005
Beiträge
2
Hallo,
ich habe in nächster Zeit einen Jägerzaun zu streichen.
Da dieser Zaun eine Länege von ca. 100 m aufweist, überlege ich, ob man ihn nicht mit Hilfe eines Kompressors und einer Farbspritzpistole lackieren/ansprühen könnte. Nun meine Frage:
Hat da jemand dies besüglich Erfahrungen und wenn; welches Arbeitsgerät empfielt sich da?
Ich bin für jeden Tip dankbar.
Gruß Rudi
 
H

hs

Guest
Rudi6975 schrieb:
Hallo,
ich habe in nächster Zeit einen Jägerzaun zu streichen.
Da dieser Zaun eine Länege von ca. 100 m aufweist, überlege ich, ob man ihn nicht mit Hilfe eines Kompressors und einer Farbspritzpistole lackieren/ansprühen könnte. Nun meine Frage:
Hat da jemand dies besüglich Erfahrungen und wenn; welches Arbeitsgerät empfielt sich da?
Ich bin für jeden Tip dankbar.
Gruß Rudi

Hi,

bei Werkstücken mit großen 'Löchern' (wie beim Jägerzaun) geht beim Lackieren mit einer Pistole verhältnismäßig viel daneben. Zudem kann man beim Pinseln an schwierigen Stellen besser 'nachstopfen' :wink:

Andererseits sind 100m Zaun eine ganze Menge ! - probieren könnte man es ja mal : Kompressor reicht ein kleines, billiges Aggregat - Pistole kann auch ruhig was günstiges sein (Baumarkt oder eBay).

Gruß, hs
 
H

hinack

Registriert
03.03.2005
Beiträge
387
Ort
Leipzig
Moin Rudi,

ich hab' das mal versucht mit der Farbspritzerei. Ich hatte kein Airless-Gerät, hab' also ganz normal mit Luft gespritzt. Es was völliger Unsinn. Der Wind treibt den Nebel überall hin und viel des Lösungsmittels gelangt in die Luft. Dadurch verliert das Holzschutzmittel die Tiefenwirkung. Wenige Tage nach dem Spritzversuch starb dann das Grünzeug im Umkreis von etwa 1,5m ab und wurde braun. Klassischer Fehlschlag und viel Sauerei.

Ich habe die Zaunstreicherei deshalb zur Zauntaucherei gemacht und mich gleich mit den Nachbarn zusammengetan. Ich habe einen Rahmen aus Brettern für hochkant gebaut und mit dicker Folie ausgeschlagen. Dann haben wir den Rahmen auf den Boden gelegt und mit Holzschutzmittel aus dem Faß gefüllt. Die Zaunelemente wurden abgeschraubt und in die so entstandene Wanne gelegt. (Achtung! Die schwimmen und wenn man die unter die Oberfläche drückt steigt der Flüssigkeitsstand) Während die Zaunelemente im Holzschutz lagen, wurden die Pfosten entrostet und gestrichen. Das geht sowieso nur gut, wenn die Zaunsfelder demontiert sind. Die Zaunsfelder haben wir einmal gewendet und dann senkrecht in der Wanne stehen lassen bis sie abgelaufen waren. Das dauert mindestens 10 Minuten. Dann haben wir die nochmal gedreht, damit auch die andere Stirnholzseite sich vollsaugen konnte und dann haben wir die über einem Folienstreifen wieder eingeschraubt.

Ein großer Vorteil der Taucherei war, daß es überhaupt keine beschmierte Hecke und keine Flecken im Gras oder in der Einfahrt gab. Nachteil ist eindeutig, daß man mindestens 200l Holzschutz braucht (wir haben 400l eingesetzt) und am Ende auch sehr viel Holzschutzmittel übrig behält und zurück in's Faß kriegen muß. (Mindestmenge kann man gut über die Zaunsfeldfläche mal Dicke ausrechnen)

Der Zaun trocknet relativ lange und ist satt behandelt. Graues Holz saugt wie Schwamm, aber eigentlich soll es das ja auch. Wir haben hier dunkle Zaunlasur genommen und der Zaun war schon dunkel, da sieht man keine Laufnasen, die aus den Kreuzungen kommen. Die Zaunlasur zieht aber auch wirklich gut weg, wenn es nicht zu warm ist, beim Tauchen.

Ich würde es wieder so machen. Bei uns waren es auch über 180m. Und es war an einem Wochenende zu viert und ohne sich tot zu machen erledigt.
 
R

Rudi6975

Threadstarter
Registriert
07.03.2005
Beiträge
2
Hallo,
danke für eure Infos bzgl. der Verwendung eines Kompressors zum Zasunstreichen. Da der Zaun genagelt ist, fällt die Variante des Tauchens leider weg. So wie es scheint, muß ich wohl doch wieder zum Pinsel greifen.
Vielleicht hat ja noch jemand eine Idee. Ich bin weiter für jeden Tip dankbar.
Rudi6975
 
Alfred

Alfred

Moderator
Registriert
13.01.2004
Beiträge
14.403
Ort
Gauting bei München
Hallo,
bau dir auch so ein Becken wo du ganze Felder eintauchen kannst. Am Ende dann mit Schwallbewegung arbeiten damit nicht so viel Farbe überbleibt. Die Felder werden ja an den Säulen angeschraubt sein und können demontiert werden.
 
H

hinack

Registriert
03.03.2005
Beiträge
387
Ort
Leipzig
Moin Rudi,

wenn Dein Zaun tatsächlich an Säulen genagelt ist, dann wäre das jetzt ein schöner Grund das zu ändern. Am Besten gleich mit Torx.

(Natürlich haben wir ganze Zaunfelder getaucht und keine Latten :roll: )
 
T

Tom66

Registriert
26.03.2011
Beiträge
1
Hallo,
ich will die Holzlatten von meinem Zaun auch tauchen. Aus Stahlrohr habe ich mir dafür ein senkrechtes Tauchbad gebaut, wo gerade so 3 Latten reinpassen.
Welche Farbe könnt ihr denn empfehlen für ca. 50 Meter Zaun?
Gruss
Tom
 
J

Joschie

Registriert
18.06.2005
Beiträge
523
Ort
in Schwaben
Hallo zusammen,

ich hab zum "streichen" eine Schalölspritze genommen. Damit war sowohl der Zaun als auch die Stadelrückwand sehr schnell und kräftig gestrichen.

Bei den ganzen Spritzaktionen bitte den Atemschutz nicht vergessen.

Gruß
Josef
 
G

ghostwriter

Registriert
02.05.2010
Beiträge
52
Wenn sich der Zaun nicht abmachen lässt würde ich auf die "altmodische Weise" den Zaun streichen. Folie drunter, einer rechts auf die Seite des Zauns und einer links, ein paar gescheite Pinsel oder Flächenstreicher gekauft und los gehts.
Sicherlich geht das nicht so schnell wie das Spritzen, aber wie schon geschrieben wurde, geht dabei auch einiges verloren und je nachdem wie der Wind kommt und wie nah die Nachbarschaft dran wohnt, hab die auch noch etwas davon.
Den Nachteil beim tauchen, auch wenn es eine super Idee ist, sehe ich einfach in der benötigten Menge des Materials. Auch wenn es nicht schlecht wird, aber was macht man z.b. mit der 150 ltr. übrig gebliebenen Lasur? Denn so schnell braucht man den Zaun ja nicht wieder tauchen und nicht zu vergessen einen genagelten Jägerzaun, der wahrscheinlich auch noch das Alter hat, abzumachen und später wieder zu befestigen nimmt auch seine Zeit in Anspruch.
 
G

ghostwriter

Registriert
02.05.2010
Beiträge
52
Oh, gerade erst gesehen das der Beitrag ja schon älter ist, sorry :oops:
 
Thema: Welcher Kompressor und welche Pistole zum Zaunstreichen?

Ähnliche Themen

Kompressor - Druckschalter schlatet nicht wieder ein

Mahle Kompressor

Rehm 170-2 für Anfänger

[Kaufberatung] Kompressor für Lackarbeiten an Metallen

Gummi - Schleifscheibe für Micromot oder

Oben