Welcher Bohrhammer ist besser?

Diskutiere Welcher Bohrhammer ist besser? im Forum Elektrowerkzeuge im Bereich Werkzeuge & Maschinen - Zwecks großer Renovierung brauche ich eine gute Maschine. Wie Löcher durch die Decken und Wände schaffen für Kabel und auch Rohre . Auch...
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Zwecks großer Renovierung brauche ich eine gute Maschine. Wie Löcher durch die Decken und Wände schaffen für Kabel und auch Rohre . Auch vielleicht Abflußrohre Fliesen abstemmen oder auch Fenster und Türdurchbrüche schaffen. Was würdet Ihr empfelen. Nach dieser Tat sollte die Maschine noch leben :twisted: . Klar Hilti bekanntermaßen gut. Was würde noch durchhalten. Ein Vermögen wollte ich auch nicht ausgeben.
 
Matthias_T

Matthias_T

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Wird vermutlich schwierig, da EINE (noch dazu "günstige" :wink: ) Maschine für alles zu finden.

Für die Bohrungen sollte fast jeder 2(-3)kg SDS-Plus Bohrhammer der üblichen Verdächtigen (AEG, Bosch [blau], DeWalt, Makita, Metabo,...) gut geeignet sein.

Für Fenster- und Türdurchbrüche ist dagegen i.d.R. ein SDS-Max Hammer empfehlenswert, da wirst Du mit einem kompakten SDS-Plus Hammer je nach Material keine Freude dran haben!

Der SDS-Max Hammer (und selbst ein großer 4kg SDS-Plus Bohrhammer, der für die Durchbrüche evtl. noch brauchbar wäre) widerum ist für normale Bohrungen zu schwer und unhandlich, um dauerhaft "entspannt" zu arbeiten.

Also entweder z.B. einen guten, kompakten SDS-Bohrhammer kaufen und bei Bedarf einen SDS-Max Hammer ausleihen, oder -wenn es denn tatsächlich nur EIN "Allrounder" werden soll, dann einen starken SDS-Plus Hammer der (3-)4kg Klasse, wie z.B. Makita HR3000C, DeWalt D25404K, Metabo KHE 32 oder Bosch GBH 4 DFE, die aber alle schon Schmerzen im Geldbeutel bereiten werden. :wink:
 
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JudgeMan

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Hai,

also in der SDS+ Klasse um 4kg wäre der AEG PN3500X momentan ein Schnäppchen. Da er gerade abgelöst wird ist er in der Bucht meist um 250 Tacken zu haben, Was im SDS+ Bereich sinnvoll zu bohren ist, bohrt diese Maschine auch.
Gelegentliches Fliesen entfernen, ein paar wenige Schlitzchen klopfen oder schnell mal was wegspitzen geht auch gut. Stemmen oder gar Türdurchbrüche kannst mit SDS+ Maschinen vergessen, da wirst jede damit pulverisieren.
Mein Tip: Stemmhammer vom Chinamann für rund 120 € aus der Bucht.
Eventuell kaufst Dir dann noch einen SDS-Max Hammer, falls erforderlich (regelmäßig Löcher über ca. 25mm). Wenn es ein neuer sein soll, würde ich es mal mit einem Hitachi versuchen, die machen zur Zeit sehr attraktive Angebote. Gebrauchthämmer grundsätzlich nur aufgearbeitet und mit Garantie, min. 6 Monate. Alles andere kannste knicken. Allerdings sind die "gebrauchten" dann auch recht teuer.

Gruß,

Martin
 
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flat

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Da der Makita HR3000C hier gerade erwähnt wurde, den kann ich empfehlen. Ich hab' ihn selbst im Einsatz und er bewährt sich bei mir bestens. Bohrungen bis 30mm sind möglich und selbst bei 30mm "relativ" zügig zu bohren. Auch einfache Stemmarbeiten in überschaubarem Umfang sind auch möglich. Mit 5,3J ist das ein SDS plus Bohrhammer auf dem bisherigen Niveau der 6kg-Klasse im SDS max Bereich. Die ganz neuen 6kg-SDS max Bohrhämmer sind jetzt stärker, die älteren Maschinen kaum. Und er kann bohren, hämmern und hammerbohren, so daß man mit einem Schnellspannbohrfutter mit SDS-plus-Adapter auch große Holzbohrungen und sogar Beton rühren kann (hab' ich auch schon gemacht). Mit 600,-€ brutto Listenpreis und ca. 440,-€ brutto beim Fachhändler ist das Gerät nicht billig aber es ist sein Geld wert.
 
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M.vom.Fach

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Zum Bohren, Metabo UHE 28, zum stemmen von Kleinigkeiten zur Not akzeptabel, aber sonst Spielkram.
 
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JudgeMan

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Hai,

flat schrieb:
Mit 5,3J ist das ein SDS plus Bohrhammer auf dem bisherigen Niveau der 6kg-Klasse im SDS max Bereich. Die ganz neuen 6kg-SDS max Bohrhämmer sind jetzt stärker, die älteren Maschinen kaum.
Leider läßt Du hier außer acht, das die Max-Hämmer durch ihr niedrigeres Drehzahlniveau ein wesentlich bärigeres Drehmoment haben, was sie letztlich beim Bohren schneller macht. Zusätzlich sind sie auch robuster, sprich man kann deutlich besser meißeln damit. Stemmhämmer sind es trotzdem nicht, aber längst nicht so fragil wie die SDS+ Maschinchen.
Zum Beispiel Hilti TE 54:
  • 900Watt
  • 5,9kg
  • Bohrbereich Beton: 8 - 52mm
  • 1. Gang: 230 U/min
  • 2. Gang: 480 U/Min
evtl. kann noch jemand die Einzelschlagstärke ergänzen ...
30er Löcher bohrt diese Maschine garantiert schneller, und eine TE 54 ist nicht gerade auf der Höhe der Zeit.

sogar Beton rühren kann (hab' ich auch schon gemacht).
Mach das öfters und Du wirst lange Freude an Deiner Makita haben...
Mit 600,-€ brutto Listenpreis und ca. 440,-€ brutto beim Fachhändler ist das Gerät nicht billig aber es ist sein Geld wert.
Das ist zweifellos richtig.

Was mir noch etwas unangenehm bei den SDS+ Maschine der 4kg Klasse auffällt ist, daß Hammerbohrer darin teilweise sehr zum Aufpilzen neigen. Also Kauf im Obi - auch zur Not - ist ein absolutes No-Go. Schade, daß Makita die 3550C anscheinend nicht mehr produziert, wäre sonst eine echte Alternative gewesen.

Die Geschichte mit den Einsteckbohrfuttern ist ein primitiver Notbehelf, nicht mehr und nicht weniger. Außer Beton und Mauerwerk bohrt ein Bohrhammer eigentlich nichts wirklich gut.

Gruß,

Martin
 
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flat

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Ich hab' die 3000er jetzt auch nicht mit einer Hilti verglichen, sondern eher mit der 4000er von Makita. Ich hatte beide Maschinen schon im Einsatz und sie nehmen sich nicht viel, wenn's um das Bohren bis 30mm geht. Die von Dir angesprochene 3550C ist im Prinzip nur eine fast baugleiche 3000er mit SDS top-Aufnahme und bohrt bis dm 35mm. Das Drehmoment der Maschine selbst (also auch der 3000er) reicht offenbar dafür. Daß die SDS plus-Aufnahme der begrenzende Faktor ist, ist richtg. Da ich nur Heller-Bohrer verwende, habe ich auch noch keine aufgepilzten Schäfte gehabt. Ich würde aber auch bei SDS max keine Aldi-Bohrer verwenden. Bei OBI gibt's nur Hammerbohrer der Marke LUX. Ich hab' keine Ahnung, wie gut oder schlecht die sind. Den Kopf darüber zerbreche ich mir aber nicht, weil sie teurer sind, als die Markenbohrer von Bosch, Heller und Hawera beim Fachhändler.
Wenn es um den professionellen Dauereinsatz geht, ist SDS max ab ca. 18mm Bohrerdurchmesser sicher sinnvoll. Da hier im Forum aber die wenigsten ihre Geräte gewerblich einsetzen, dürfte SDS plus meist ausreichen (5 bis 12mm bohren, nur gelegentlich mal eine 25mm-Bohrung, dafür sollte SDS plus OK sein).

Ob und warum es die 3550C nicht mehr geben soll, weiß ich nicht. Allerdings sind SDS top-Bohrer schwer zu bekommen sind (führt nicht jeder Händler) und wenn, dann relativ teuer sind. Offenbar hat sich dieses System nicht durchsetzen können.

Warum sollte man mit einem Einsteckbohrfutter nicht vernünftig Holzbohrer einsetzen können? Weshalb ist das nur ein "primitiver Notbehelf"? Ich war ehrlich gesagt angenehm überrascht, wie gut das geht. Habe selbst Bohrungen dm 20 bis 30mm damit hergestellt. Hat weder gewackelt noch waren die Bohrungen eierförmig.

Wie gesagt, die SDS max-Aufnahme hat ihre Daseinsberechtigung, keine Frage. Aber für den Heimwerker reicht auch SDS plus, selbst wenn mal ein paar 30mm-Bohrungen herzustellen und 3 qm alter Estrich abzustemmen sind. Mehr wollte ich damit nicht sagen.
 
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JudgeMan

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Hai flat,

ich dachte immer, daß sich die Maschinchen von Makita und Hilti in derselben Klasse nicht viel nehmen. Leider habe ich noch nie eine Makita SDS-Max-Maschine getetstet.
Die 3550C ist baugleich mit der 3000, nur hat sie eine SDS-Top Aufnahme. Leider finde ich die 3550er nicht mehr auf Makitas HP, so daß davon auszugehen ist, daß die Produktion dieser Maschine eingestellt worden ist.
Also ich sehe keine schwierigkeiten SDS Top Werkzeuge zu bekommen, die von Dir genannten Hersteller gibt es meistens, sprich mit ihrem kompletten Programm, auch nur bei Fachhändlern. Die beschaffen ohne Probleme auch die SDS Top Versionen. Diese sind übrigens nur marginal teurer.

Eine preiswerte SBM, die leichter ist und dieselbe Kraft und womöglich noch zwei Gänge bietet eignet sich besser dafür (bohren). Wenn Du da auf ein Fernostprodukt zurückgreifst (die sind mittlerweile recht ordentlich) kostet das nicht mehr als ein Einsteckfutter für einen Bohrhammer.

Gerade was die Stemmerei angeht, auch wenn Du es nicht einsehen bzw. verstehen möchtest, das ist Gift für einen + Hammer. Einen habe ich damit schon umgebracht (danach kaum noch Schlagwirkung) weil diese Maschinen dafür gebaut sind, drehende Werkzeuge über einen eher kurzen Zeitraum anzutreiben und nicht, um als Hebel zu dienen und im Dauerbetrieb auf etwas einzuschlagen. Fliesen entfernen und gelegentlich einmal einen Schlitz stemmen wäre das äußerste, was ich diesen Maschinchen zumuten würde.

Gruß,

Martin
 
F

flat

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Gut, ich werde sicher keine größeren Stemmarbeiten mit meinem + Hammer mehr ausführen. Das war halt nur zum Testen, ob es ginge.

Bei einem 18x450mm Bohrer habe ich mal einen Preisunterschied von gut 20% gesehen, falls mich meine Erinnerung nicht trügt. Damit lag der SDS Top-Bohrer noch über dem SDS Max-Exemplar. Grundsätzlich wäre es aber eine Überlegung wert, meine 3000er mit ein paar preisgünstigen Teilen zu einer 3550 umzubauen. Kostet nicht die Welt (ca. 40,-). Und man hätte gleich noch eine Erweiterung des Arbeitsbereichs auf dm 35mm dazu. Fragt sich nur, ob man die teuer bezahlten SDS plus Bohrer noch einigermaßen gut verkauft bekommt.

Was ist bei Deiner Maschine eigentlich kaputt gegangen, als Du sie überfordert hast?
 
J

JudgeMan

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flat schrieb:
Bei einem 18x450mm Bohrer habe ich mal einen Preisunterschied von gut 20% gesehen, falls mich meine Erinnerung nicht trügt.
In meiner Liste habe ich gerade nur einen 20/600, aber der ginge für 34,10 über den Tresen. Damit wären es ca. drei Euro mehr, als die Max Version, aber jetzt auch nicht im Übermaß teuer. Die geringeren Stückzahlen machen eben doch etwas aus ....
Grundsätzlich wäre es aber eine Überlegung wert, meine 3000er mit ein paar preisgünstigen Teilen zu einer 3550 umzubauen. Kostet nicht die Welt (ca. 40,-). Und man hätte gleich noch eine Erweiterung des Arbeitsbereichs auf dm 35mm dazu. Fragt sich nur, ob man die teuer bezahlten SDS plus Bohrer noch einigermaßen gut verkauft bekommt.
Und wer denkst Du, kauft die Einsatzwerkzeuge zu einem guten Kurs ab? :wink:

Was ist bei Deiner Maschine eigentlich kaputt gegangen, als Du sie überfordert hast?
Läufer, Lager, Schlagwerk und zum Schluß dann die Kohlen. Alles zusammen ein irreparabler Schaden, weil eine fachgerechte Instandsetzung etwas teuer gekommen wäre. Gelaufen ist die Maschine zwar noch einige Jahre, hatte aber nur noch ca. 1/3-1/2 der Schlagleistung und der Läufer feuerte ohne Ende. Die Lager schlugen dann auch schon hörbar. Zum Greilen noch ok - sprich das war dann die Maschine zum Mörtelanrühren.

Gruß,

Martin
 
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