Welche Poliermaschine für's Auto?

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Rechtshänder

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Hallo,
würde mich über Rat aus der Praxis freuen. Will mir nämlich so ein Gerät zulegen. Und zwar ein richtiges und keines aus dem Billigheimer-Sortiment.
Nach meinen bisherigen Produktkenntnissen kommen wohl nur die Polierer von Makita (PV 7000 C) und Metabo (PE 7175) infrage. Flex und Fein sind zwar auch ok - drehen aber für Anfänger zu hoch. Überhaupt ist die Drehzahl wohl ein kritisches Parameter, sagtemir ein Lackierer, der generell für Selbermacher von solchen Maschinen abrät. Weil ruckizucki die Knaten un d im schlimmeren Fall sogar der Lack ganz weg ist.
Und das ist auch mein Problem. Wie weit hat der Mann Recht?
Evtl. weiß hier ja jemand aus eigenen Erfahrungen heraus Bescheid? Und wo könnte man so eine Gerät zu vernünftigen Kosten kaufen? Bislang hab' ich nur "Apothekenpreise" gesehen.

Danke und Grüße vom
Rechtshänder
 
H. Gürth

H. Gürth

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Hallo,
der Marktführer bei Poliermaschinen ist noch immer FLEX.
Zunächst sollte geklärt werden, welche Polierschwämme,
Durchmesser etc. zur Anwendung kommen.
Bei den gewerblichen Autoaufbereitern (Polytop, Porzelack) wird der Glanz ebenfalls mit dem Polierschwamm erzeugt und nicht mit der Lammfellhaube.
Die kommt erst ganz am Ende.
Und für Polierschwämme wird ordentlich Leistung gebraucht.
FLEX bietet folgende MAschinen an:
2-Hand Maschine = LK 602 VV in verschiedenen Ausstattungen. 1500 Watt. Drehzahl 0 - 2400-min. regelbar.
Polierkörper bis 220mm.
Kleinwinkelschleifer L 3410 FRG (Einhandform)
1300 Watt 1100 - 3300-min. regelbar.
Polierkörper bis 160mm.
Tja und Apothekerpreise ?
Wie hätten Sie es gerne ?
Qualtität oder Sperrmüll.
Geben Sie mal ein Auto zum Aufbereiter, dann wird die Relation zum Maschinenpreis sichtbar.

MfG
H. Gürth

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Rainer4x4

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Hallo,
ich hab mir vor Jahren auf dem Flohmarkt eine gebrauchte Maschine vom ital. Hersteller "RUPES" gekauft. Die hat 900W und 1500 - 4000 rpm. Kein Vergleich zu den Baumarkts-Schwabbelmaschinen :lol:
polier2.jpg


Ich bin mit der Maschine sehr gut zufrieden. Allerdings sollte man einiges beachten: bei hoher Drehzahl ist schnelles arbeiten angesagt, sonst wird die Arbeitsfläche zu heiss, gerät man mit dem Tellerrand auf den Lack, dann ist sprichwörtlich "der Lack ab"! Stumpf gewordene Lacke mit der Maschine aufzuarbeiten ist eine Freude.
Ich arbeite mit Lammfelltellern, nach etwa einem halben Fahrzeug ist ein Teller zu, es wird kein Glanz mehr erreicht. Vielleicht sollte ich mal, wie oben erwähnt, mit einem Polierschwamm vorarbeiten. Grundsätzlich geht (mir) die Arbeit gut von der Hand, angenehmer und sehrviel schneller als Handarbeit.

2bbd5e6213f7ea46f19c.jpg

Obwohl einen Landrover zu polieren ansich eigentlich Hohn ist :D

Vielleicht weiss jemand, ob man die Teller reinigen kann, oder muss man die jedesmal wegwerfen?
 
D

Dietrich

Moderator
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Hallo Reiner,

wenn der Lack vom Landy nix mehr ist, macht nichts, dann kannste das Alu polieren, glänzt dann wie ein Spülbecken:)

Gruß Dietrich
 
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Rainer4x4

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Das stimmt natürlich! Einzig die stählerne A-Säule wird rotbraun hervorstechen :lol:
 
H. Gürth

H. Gürth

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Hallo,
bei der Frage welches Einsatzwerkzeug sollte zunächst mal grundsätzlich zwischen "Polieren" und "Wachsen"
unterschieden werden.
"Wachsen" : Auf gutem Lack neuen Glanz und Schutz mit
Flüssigwachs herstellen.
Auftragen geht auch von Hand. Auspolieren mit Wollfell oder Lammfell (auch mit den "Waxmaster" Maschinen oder wie die Billigdinger alle heissen) da nur geringe Motorleistung erforderlich ist.

"Polieren" : Alten, verwitterten Lack bearbeiten.
Z. Bsp. Altautoaufbereitung.
Mit grobem bis mittlerem Polierschwamm (gibt es geriffelt, oder Waffelform, (die Politur spritzt nicht so) und niedriger Drehzahl den alten Lack bearbeiten.
Danach mit feinem Schwamm den Glanz auspolieren.
Der Schwamm sollte nicht zu dünn sein. Ca. 50mm Stärke oder mehr.
Als Endpolitur dann Klarwachs wie oben.
Die Schwämme können, müssen nach Benutzung ausgewaschen werden, da sich ja Farbreste vom Vorgänger im Schwamm ablagern.

MfG

H. Gürth
 
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