Was ist das für eine Wand (Aussenwand zum angrenzendem Haus) ?

Diskutiere Was ist das für eine Wand (Aussenwand zum angrenzendem Haus) ? im Forum Reparaturen rund ums Haus im Bereich Anwendungsforen - Ich kann mir nicht erklären was das für eine Wand ist. Die Bilder stammen aus einer Kernlochbohrung für eine Klimaananlage. Da es sehr staubig war...
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Berlingruss

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Ich kann mir nicht erklären was das für eine Wand ist.
Die Bilder stammen aus einer Kernlochbohrung für eine Klimaananlage.
Da es sehr staubig war hab ich mal mit einem feuchten Tuch gewischt.

Es handelt sich um einen 50er Jahre DDR Bau in Berlin.
Ein alter Mann der im Haus wohnt sagt - es ist Trümmerschrott + Zement.

Wie tragfähig ist so eine Wand ? Wie Beton oder eher wie Ziegel oder Sandstein ? Danke !

IMG_20221024_010307.jpg IMG_20221024_004601.jpg IMG_20221024_004544.jpg IMG_20221024_001525.jpg IMG_20221024_001607.jpg
 
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H. Gürth

H. Gürth

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Es handelt sich um einen 50er Jahre DDR Bau in Berlin.
Das sind dann Steine aus der Trümmerverwertung. Mein 1 HAus war Bj. 52. Das war kpl. aus so genannten TVG Steinen gebaut.
TVG = Trümmerverwertungsgesellschaft in Frankfurt. Ein riesen Gelände wo heute die Eissporthalle und die Metro sind.
Da fuhr eine eigene Feldbahn im Gelände umher. Dort wurde der gesamte Bauschutt aus den Trümmerhäusern in Frankfurt
zerkleinert und zu neuen Steinen verarbeitet.
Die Steine als Hohlblock oder auch im Ziegelformat. Sogar Deckenträger und Einlegesteine dafür. Ein ganz fieses Zeug.
Besonders bei Stemmarbeiten.
Trümmerverwertungsgesellschaft – Wikipedia
 
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Berlingruss

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Das sind dann Steine aus der Trümmerverwertung. Mein 1 HAus war Bj. 52. Das war kpl. aus so genannten TVG Steinen gebaut.
TVG = Trümmerverwertungsgesellschaft in Frankfurt. Ein riesen Gelände wo heute die Eissporthalle und die Metro sind.
Da fuhr eine eigene Feldbahn im Gelände umher. Dort wurde der gesamte Bauschutt aus den Trümmerhäusern in Frankfurt
zerkleinert und zu neuen Steinen verarbeitet.
Die Steine als Hohlblock oder auch im Ziegelformat. Sogar Deckenträger und Einlegesteine dafür. Ein ganz fieses Zeug.
Besonders bei Stemmarbeiten.
Trümmerverwertungsgesellschaft – Wikipedia
Ok Danke.

Kann man was über die Festigkeit dieser Wände sagen - womit sind die vergleichbar,also so fest wie eine Ziegelwand oder nur wie eine Kalksandsteinwand ?

Kann man an einer solchen Wand normale Kuststoffdübel verwenden,oder kracht das runter.
Wenn ich was schweres befestigen will zb.an Gewindestangen,muss ich dann Siebhülsen nehmen.
auf den Bilder schein ja das Gestein zumindest glatt und frei von Löchern zu sein.

Also sind meine Wände aus Vollblocksteinen der Trümmerverwertung...?
 
Dieter K

Dieter K

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Wenn ich mir die Ränder ansehe, vermute ich, dass H. Gürth mit
Ein ganz fieses Zeug.
Besonders bei Stemmarbeiten.
meint, dass das eine sehr feste Mauer ist. Dann noch die Putzschicht, die einen sehr guten Eindruck macht. Da wurde der Zement, wie in den 60ern und 70ern nicht versoffen, sondern ist da, wo er sein muss.

Ich sag mal, Startschuss :wink:

Grüße,
Dieter
 
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Berlingruss

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Wenn ich mir die Ränder ansehe, vermute ich, dass H. Gürth mit

meint, dass das eine sehr feste Mauer ist. Dann noch die Putzschicht, die einen sehr guten Eindruck macht. Da wurde der Zement, wie in den 60ern und 70ern nicht versoffen, sondern ist da, wo er sein muss.

Ich sag mal, Startschuss :wink:

Grüße,
Dieter
Vielen Dank.
Bei mir anhand der Fotos scheint ja Ziegelsplitterbeton als Vollstein verbaut zu sein.
Bedeutet das,das die Festigkeit so hoch ist wie eine Betonwand ?
Also deutlich höher als bei Vollziegel oder Kalksandstein ?
 
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Dieter K

Dieter K

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Das merkst du beim Bohren.
 
Dieter K

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Ich kann verstehen, dass du dir bei deinem Vorhaben Gedanken machst. Ist auch viel kaputt, wenn's runterfallt.

Wenn du genau wissen willst, aus was deine Wand besteht, sende den Bohrkern von der Bohrung für die Kabel von der Klimaanlage in ein Labor ein.

Du hast detaillierte Anleitungen erhalten, wie du vorgehen kannst. Geht es dir in erster Linie darum, zu wissen, aus was deine Mauer besteht oder darum, deinen Halter anzubringen? Was ist für dich der Unterschied für deinen Halter, ob die Wand wie Kalksandstein oder Vollziegel ist? Schau dir mal deine Bilder genauer an, ich möchte das nicht mit einem von den beiden vergleichen mögen.
 
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Ich kann verstehen, dass du dir bei deinem Vorhaben Gedanken machst. Ist auch viel kaputt, wenn's runterfallt.

Wenn du genau wissen willst, aus was deine Wand besteht, sende den Bohrkern von der Bohrung für die Kabel von der Klimaanlage in ein Labor ein.

Du hast detaillierte Anleitungen erhalten, wie du vorgehen kannst. Geht es dir in erster Linie darum, zu wissen, aus was deine Mauer besteht oder darum, deinen Halter anzubringen? Was ist für dich der Unterschied für deinen Halter, ob die Wand wie Kalksandstein oder Vollziegel ist? Schau dir mal deine Bilder genauer an, ich möchte das nicht mit einem von den beiden vergleichen mögen.

Ich möchte keine Fehler machen.
zb.ob man bei der Wand (Ziegelsplitter) dann doch Gewindestangen nehmen muss Anstelle Kunstoffdübel und ob wenn ich Gewindestangen nehme - und ob ich Siebhülsen brauche?

Hier mal ein Bild wie belastbar die jeweiligen Wände sind - wo könnte man eine Ziegelsplitterwand einordnen?
also evtl.Zwischen Vollstein und Lochstein ?

Screenshot (57).png
 
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Dieter K

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Mit was bohrst du?
 
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Mit was bohrst du?
Will eine Wandhalterung (15KG) + TV (35kg) an die Wand bringen - die Halterung ist Ausziehbar.
Würde entweder 4 M8 Gewindestangen 110mm nehmen oder Fischer Dübel Duopower 10 x 80 S + Schraube

IMG_20221021_141947.jpg
Screenshot (48).png
 
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Dieter K

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Das ist mir bekannt. In einem anderen Thread hat sich mach einer die Finger wund geschrieben, wie du vorgehen kannst, alle Eventualitäten mit einberechnet, da keiner wusste, was da für eine Mauer steht.

H. Gürth hat Licht ins Dunkle gebracht. Nimm bitte deine Bohrmaschine, von der du mir noch nicht verraten hast, was das für eine ist, bohre deine Löcher, steck die Dübel rein und schraube deinen Halter an.

Die "Fischer Duopower" halte ich in der Mauer nicht für geeignet, zu viel Material. Nimm einfach 10er Tox.
 
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Berlingruss

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Das ist mir bekannt. In einem anderen Thread hat sich mach einer die Finger wund geschrieben, wie du vorgehen kannst, alle Eventualitäten mit einberechnet, da keiner wusste, was da für eine Mauer steht.

H. Gürth hat Licht ins Dunkle gebracht. Nimm bitte deine Bohrmaschine, von der du mir noch nicht verraten hast, was das für eine ist, bohre deine Löcher, steck die Dübel rein und schraube deinen Halter an.

Die "Fischer Duopower" halte ich in der Mauer nicht für geeignet, zu viel Material. Nimm einfach 10er Tox.

Ich bin leider nicht im Besitz einer Bohrmaschine aber mein Nachbar würde für mich die Löcher bohren ist wahrscheinlich eine ganz normale Bohrmaschine.

Am besten ohne Schlag oder Fragezeichen Schlag soll nicht gut sein für Mauerwerk habe ich mir sagen lassen da wird viel zertrümmert.

Also ich würde dann einfach in der Mitte und unten einen Kunststoffdübel nehmen damit die Halteplatte fixieren und dann oben rechts oben links unten rechts unten links mit Gewindestangen arbeiten.

So hätte ich dann insgesamt vier Gewindestangen und zwei Dübel drin und dann sollte es wahrscheinlich wirklich egal sein was für eine Wand es ist.

Ist halt ein 77 Zoll Ole der nicht billig war und ich habe wirklich keinerlei Ahnung und möchte wirklich auf Nummer sicher gehen. Auch wenn wahrscheinlich wirklich normale Kunststoffdübel auch halten würden aber so kann ich die Halterung wirklich jahrzehntelang verwenden.
 
Dieter K

Dieter K

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Jetzt kann ich deine Bedenken vollends verstehen. Ohne Schlag kann es aber möglich sein, dass in deiner Wand der Bohrer glüht :wink: Vergesse das, was dir in Sachen Schlag in Mauerwerk zugetragen wurde. Es ist nicht gut, wenn in einen Altbau ein Boden mit Wasserleitungen mit schwerem Gerät aufgestemmt wird, da sind dann Folgeschäden vorprogrammiert. Bei deiner Mauer fällt mir nichts ein, was ein Bohrhammer an Schäden anrichten sollte.

Wenn du die Gewindestangen zur Sicherheit haben willst, ist das deine Entscheidung.
Dem 77-Zöller wird irgendwann der 120-zöller folgen, den wird dein Halter auch halten, die Geräte werden immer leichter. Auch wenn du jetzt "nur" ein paar Löcher bohrst und Dübel reinstecktst.
 
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Senkblei

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Die "Fischer Duopower" halte ich in der Mauer nicht für geeignet, zu viel Material. Nimm einfach 10er Tox.
Interessant, ich hatte mit den Tox eher Probleme, irgendwie finde ich das Material zu wenig weich und der Reibungskoeffizient schien mir stets was niedrig.
Zumindest in meinen Mauern hielten die Fischer DuoPower besser.

Bei untergeordneten Anwendungen setze ich Dübel und belaste sie was axial um zu sehen ob die halten. Bei heiklem Mauerwerk greife ich einfach zum einem Injektionssystem ggf. mit Siebhülse.
Bei kritischen Anwendungen schlage ich in den technischen Richtlinien nach, diverse Hersteller veröffentlichen dazu technische Referenzunterlagen (u.a. Hilti).
Zudem sind die nach EN vorgeschriebenen Produkteuterlagen zu beachten.

Hier findet man unzählige Videos u.a. über pragmatische Belastungstests von verschiedenen Ankersystemen, inkl. bei willentlich schlecht gesäubertem Bohrloch:
https://www.youtube.com/c/HowNOT2/videos
 
Langfelder

Langfelder

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Das ist hier ja spannender als im Fernsehen. Einer der keine Ahnung hat und weder eine Bohrmaschine noch Akkuschrauber hat, wird von den vielen "verschiedenen" Montagearten auch noch zusätzlich verunsichert. Da könnte man eine ganze Doku von drehen.
Vielleicht kommt ja Mal einer, der von den Zweifeln nichts wusste und die Halterung einfach anschraubt...
Mal Ehrlich! Du scheinst Fischer Duopower mit passenden Schrauben zu haben.
Ich sehe da keine Probleme (gar keine), besorge dir einen 10mm Multikonstruktion Bohrer und dann kannst Du ohne Schlag (egal, ob Bohrmaschine oder Akkuschrauber) einfach die Löcher bohren.
 
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