Vorderzange der Hobelbank fetten / ölen

Diskutiere Vorderzange der Hobelbank fetten / ölen im Forum Holzbearbeitung im Bereich Anwendungsforen - Hallo zusammen, ich habe letzte Woche endlich einen Tip aus dem Forum umgesetzt und meine alte Ulmia beim Zimmermann meines Vertrauens über die...
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cades

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Hallo zusammen,

ich habe letzte Woche endlich einen Tip aus dem Forum umgesetzt und meine alte Ulmia beim Zimmermann meines Vertrauens über die Abrichte geschoben.

Bis auf die zerdengelte Oberfläche ist die Bank auch wunderbar in Ordnung gewesen und die Zangen konnten problemlos auch von meinen Töchtern bedient werden.

Für die Aktion mußte der Anschlag der Abrichte ganz nach hinten geschoben werden, was bei Zimmermanns natürlich nicht so häufig vorkommt...

Ging nicht, klemmte irgendwie...

Also hat der Senior eine ominöse Pulle mit dem alten Wundergesöff aus Familienbesitz geholt, die Führung eingesprüht und mit viel Kloppen hatten wir den Anschlag endlich hinten.

Das Darüberschieben war dann kein Problem, aber aus Überzeugung wollte er auch gleich meiner Vorderzange etwas gutes Tun und hat die auch eingesprüht.

Zum Glück nur die, denn heute wollte ich die Bank benutzen und die Vorderzange rausdrehen: Festgebacken!

Mit viel Kraft habe ich sie raus gedreht. Dass sie keinen Schlag bekommen habe, konnte ich mit Ballistol feststellen. Die Führungsstange war staubtrocken und klemmte.

Nur, Ballistol ist ja noch nicht einmal die Lösung für eine ganze Nacht...

Wie fettet oder ölt man die Zangen einer Hobelbank?
(Was in seiner Pulle drin gewesen sein könnte, würde mich auch noch interessieren)

Ansonsten ist das mit der Abrichte eine sehr gute Idee: Sieht zwar ein bisschen merkwürzig aus, weil die Aufnahmelöcher von der Aktion nicht wieder eckig geworden sind.
Aber die Funktionalität, dass man auf der Bank auch mal wieder einen Kasten zusammenstellen kann ohne dass er schief wird, ist da.

Bei Bedarf kann ich auch gerne mal Bilder einstellen.

Schönen Tag noch...

Gregor
 
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cades

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Alfred schrieb:
meinst du jetzt die Holzführungen oder die Gewinde der Spindel?
Hallo,

die Vorderzange läuft in einer Spindel und parallel mit einer Metallstange in einer Buchse.

Die beiden müßte ich fetten oder ölen, wobei ich mir Fett als Riesensauerei vorstelle.

Schönen Tag noch...

Gregor
 
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Kalle-Ralle

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Die beweglichen Metallteile würde ich mit WD40 oder einem ähnlichen, leichten Maschinenöl einsprühen, oder vielleicht einen kleinen Strutz normales Motoröl aus meiner Ölkanne.

Auf jeden Fall nichts zäheres, was Staub und Späne nur unnötig hartnäckig festhält.
 
Alfred

Alfred

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würde ich auch so machen, zum Gängigmachen dünneres Öl, danach einfaches Motorenöl etc., ab und zu mal reinigen.
 
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lachendindiekreissäge

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Ich nehm immer "Silbergleit", glaub aber, das ist WD40 in teuer, hab halt mal was bei ner Betriebsauflösung gezogen...
 
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news64

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Auf keinen Fall WD-40 (S....ß Zeug, ich frage mich immer, wer diesen Quatsch immer so anpreist. Da wünscht man sich doch tausendmal sein Caramba wieder), alle Teile wie mein Vorredner schon sagte, höchstens mit Silbergleit (das ist kein WD-40 in teuer, sondern etwas ganz anderes) behandeln.

Schöne Grüße aus Berlin, Swen
 
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RRS

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Von WD-40 würde ich auch abreaten. Haushaltsqualtität. Wie Sven richtig schreibt ist ihm Caramba weit überlegen, riecht aber stärker. IMHO ist WD-40 nur deswegen derart populär, weil es in jedem Baumarkt-Supersonderangebotsständer steht. Aber gut!

Graphit und Silikon sind zum Schmieren weniger geeignet - erzeugen ggf. auf Holz üble Flecken. Manche reiben mit Stearin (Kerze weiss) ein, andere verwenden Schmierseife.

Aber warum nicht Ballistol? Verwende ich regelmässig für meine Hobeleisen und Stechbeitel. Oder ein lebensmittelzugelassenes Öl. Die haften auch gut ohne zu kleben. Centralin hat da was.

Gruss

Rolf
 
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cades

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Hallo und Danke für Eure Antworten,

ich hatte noch eine Pulle Centralin und die Zange läßt sich wieder bewegen. Mal schauen, wie lange es hält, nee: Läuft...

BTW: Nach meiner Denke fallen Caramba und Ballistol unter die Kriechöle, die doch für langfristige Schmierungen großer Flächen nicht geeignet sind. Oder liege ich da falsch?

Schönen Tag noch...

Gregor
 
Alfred

Alfred

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bei den alten Carambadosen steht noch "Rostlöser" drauf, bei den neueren Rostlöser und Schmiermittel, ich wäre noch nie auf die Idee gekommen, Caramba als Schmiermittel zu verwenden.
Sägegatter laufen zum Teil mit Holzblöcken auf Stahlführungen und werden mit Motorenöl geschmiert. Warum bei so einfachen Anwendungen wie bei der Hobelbank nicht auch einfaches Mineralöl verwenden, dass was beim Ölwechsel im Kanister als "Noargal" übrigbleibt.
 
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