Verblöden die Amerikaner?

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H.-A. Losch

H.-A. Losch

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Immer weniger Amerikaner gaben an die Evolutionstheorie von Darwin. Nur in der Türkei glauben noch weniger Menschen an Darwins Theorie.

Siehe: US-Bürger zweifeln Evolutionstheorie an
 
Alfred

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verkehrt :!:
Lediglich in der Türkei sei man für eine wissenschaftliche Erklärung der menschlichen Herkunft noch weniger aufgeschlossen als in den USA, berichten US-amerikanische und japanische Forscher im US-Fachblatt «Science».
 
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Dietrich

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Hallo Admin, hallo Alfred,

die Frage "verblöden die Amerikaner?" ist falsch, denn dies ist in weiten teilen auf dem dortigen Niveau nicht mehr möglich :D

Aber das ist nicht die Schuld der Bevölkerung sondern von gleichgeschalteten Medien.

Krieg gilt bei Denen wieder als legitimes Mittel zur Durchsetzung nationaler Interessen.
Und selbst die Genfer Vereinbahrungen zum Schutz vor Kriegsverbrechen wurden über Bord geworfen.
Guantanamo-Bay brandmarkt die USA als einen verbrecherischen Staat in dem Menschenrechte mit Füssen, oder besser mit Gewehrkolben getreten werden.
 
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Dirk

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Ich kann Dietrich nur zustimmen. BTW: der "Creationismus" ist doch schon ein alter Hut, der schon vor mindestens einem Jahr durch die Medien ging. Einige Wissenschaftler haben doch daraufhin den Glauben an das "grosse Spaghettimonster" etabliert, um den Rest-Amerikanern ihre eigene Blödheit vorzuführen.
Aber bei einem Volk, das George Dabbeljuh Bush wählt, ist das wohl nicht mehr erfolgreich...

Dirk
 
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Thomas.B

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Hallo,
ich komme schon ins Grübeln, wenn jemand Darwins Erkenntnisse "Theorie" nennt. Als ob das im Grundsatz auf wissenschaftlicher Basis noch irgendwie verhandelbar wäre.

> Deutschland liegt mit etwa 70 Prozent auf Platz zehn.

Das ist zunächst einmal eine Blamage für das deutsche Bildungssystem und ein erschreckender Beweis für den immer noch nachhaltigen Einfluß der Popen. Man hätte zudem besser die "Südstaaten" getrennt befragen sollen; das Ergebnis hätte mich interessiert - ebenso wie eine altersmäßige Aufschlüsselung.

Zu den USA:
Man muß sich mit den Leuten mal darüber unterhalten. Dann versteht man das eine oder andere ein wenig. Für mich frappierend ist die Diskrepanz zwischen guter fachlicher Bildung und praktisch kaum vorhandener geschichtlicher und gesellschaftswissenschaftlicher Bildung. Selbst Ingenieure und Wissenschaftler wissen verflucht wenig über wesentliche geschichtliche Ereignisse und aktuelle politische Vorgänge oder sind vollkommen falsch informiert. Selbst für Dabbeljuhs blamable Geografiekenntnisse bringt man weitreichendes Verständnis auf - wohl, weil man es selber auch nicht viel besser gewußt hätte.

Was Dietrich über die Medien schreibt, ist richtig. Die drehen sich zu 95% um die USA, sind maximal trivial und informieren kaum zu außenpolitischen Themen. Selbst renommierte und nicht triviale Medien sind besonders in (künstlich zu Manipulationszwecken generierten) Krisenzeiten keine verläßliche Informationsquelle. Während des letzten Golfkrieges hat mich ein Freund in den USA mit diversen Medienberichten z.B. aus dem Wall Street Journal versorgt. Die veröffentlichen u.a. viele Umfrageergebnisse bzw. geben auch selber Umfragen in Auftrag. Die Ergebnisse sind teilweise erschreckend und belegen die weitgehende Manipulierbarkeit der Menschen auch in der heutigen Zeit. Mit "Blödheit" hat das nur bedingt etwas zu tun.

Deutschland ist mit großen Schritten auf dem Weg zu amerikanischen Verhältnissen - allerdings mit weitaus geringeren bürgerlichen Rechten und Freiheiten. Wer das nicht glaubt, möge mal an die Vorgänge rund um die Fußball-WM denken, welche die Politiker wie die Zecken vor ihren Karren gespannt haben. Der Versuch ist in Ordnung - von diesen Leuten erwarte ich nichts anderes. Aber das es in diesem Umfang geklappt hat, ist mehr als bedenklich. Es wurde ja eine Menge beschlossen, als der deutsche Michel gerade komplett ballerballer war. Die Medien haben nur am Rande berichtet, keinen schien es zu kümmern und den Schaden werden wir nun sehr lange haben.

Deutschland hat jahrzehntelang bzgl. der politisch/geschichtlichen Bildung breiter Schichten vom kalten Krieg profitiert. Es gab eine kontroverse Konkurrenzsituation in der Berichterstattung. Trotz aller sonstigen Probleme hat es eben dazu geführt, daß ein breites Interesse an diesen Themen die Politik unter Druck gesetzt hat. Die Folge waren gewisse bürgerliche Rechte und Freiheiten im Westen und die Wende im Osten. Das ist nun in den Köpfen der Menschen lange her. Nun wird mit zwielichtigen Begründungen alles demontiert, was bei der Abzocke und Überwachung der Bürger im Wege steht.

Nicht vergessen sollte man dabei, daß die USA trotz aller bedenklichen Tendenzen immer noch weitaus mehr bürgerliche Rechte gewähren, als wir sie in Deutschland je hatten. Vielleicht sollte man die "Verblödung" des einen oder anderen Volkes mal unter diesem Blickwinkel sehen. Was sich die Deutschen zwar murrenderweise, aber letztendlich doch widerstandslos gefallen lassen, wäre in kaum einer anderen westlichen Pseudodemokratie durchsetzbar.

Wer sich richtig gruseln will, kann sich ja z.B. zum sogn. Antiterrorgesetz informieren, welches z.Z. in der Diskussion steht. In den USA gibt es hingegen weder Meldepflicht noch zwangsweise Personalausweise. Letzteres aber wohl nicht mehr lange.
Religion gehörte schon immer zum Ausbeutungs-, Unterdrückungs- und Manipulationskonzept. Zu allen Zeiten haben sich weltliche und kirchliche Herrscher gegenseitig in die Hände gespielt. Erstaunlich und widerlich ist, wie dieses Konzept in der heutigen doch sehr aufgeklärten Zeit zu einer Renaissance geführt wird.
Eine Gefahr durch (andersgläubige) Terroristen ist praktisch vernachlässigbar. Die Gefahr bzw. die bereits eingetretenen Folgen für Demokratie, Bürgerrechte und Freiheit sind hingegen verheerend. Genau jetzt werden extrem bösartige Hunde von der Kette gelassen, die man besser erschossen hätte. Ich rede von Geheimdiensten etc., welche nach Ende des Kalten Krieges weitgehend abgeschafft hätten werden müssen. Aber dafür ist ihre Macht zu groß. Die machen sowieso, was sie wollen und kümmern sich einen Schei... um Gesetze, wie man letztens mal wieder beim BND bzgl. Journalisten sehen konnte. Bestraft wurde dafür niemand - zumindest nicht adäquat. Vielleicht ein kleiner Rüffel: Das nächste Mal laßt ihr Euch aber nicht erwischen!
Nun bekommen solche zutiefst undemokratische Institutionen einen globalen Freifahrtsschein jenseits aller richterlichen Kontrolle. Das gibt es in den USA auch (vielleicht: noch) nicht - jedenfalls nicht legal.

Dieser hirnrissige Creationismus, welcher von den Konservativen in den USA wohl hauptsächlich aus wahltaktischen Gründen unterstützt wird, hat immerhin keinen Einfluß auf wissenschaftlich und wirtschaftlich wesentliche Forschungen in den USA. Dort wird biologische, genetische und medizinische Forschung und Vermarktung derselben betrieben, die beispielsweise in Deutschland verboten wäre - sehr zum wirtschaftlichen Schaden Deutschlands. Das US-Bildungssystem liefert offenbar nicht genug Nachwuchs - wahrscheinlich auch wegen des zunehmend kirchenideologisch geprägten Lehrplanes. Aber kein Problem: Die USA werben immer noch sehr erfolgreich und in großem Umfang gut ausgebildetes Personal aus allen Teilen der Welt an - auch aus Deutschland.

Zum anderen: US-Lehrer verklagen in diversen Sammelklagen ihren (Bundes-) Staat gerade wegen der politisch motivierten Umsetzung des Creationismus im Lehrplan und die Sache hat angeblich sogar gute Aussicht auf Erfolg. Daran wäre in Deutschland gar nicht zu denken bzw. wäre es vollkommen sinn- und wirkungslos - von einer Suspendierung vielleicht mal abgesehen.

Gruß
Thomas
 
Alfred

Alfred

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je nach dem welchen Gesichtspunkt man untersucht, wird man andere Ergebnisse bekommen. Diese Meldungen in der Presse sind meistens Lückenfüller. Wenn im Umbruch der Seite noch 1/8 spaltig 30 Zeilen frei sind, dann sucht der Computer einen Beitrag, je nach Gebiet wissenschaftlich, politisch, geschichtlich.... :roll:
 
Thema: Verblöden die Amerikaner?

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