Umbau Stall in nutzbaren Raum

Diskutiere Umbau Stall in nutzbaren Raum im Forum Reparaturen rund ums Haus im Bereich Anwendungsforen - Nabend Leute, ich hoffe Ihr habt ein paar Tipps für mich. Ich habe (erstmal rein gedanklich) vor, einen Stall, der momentan leer steht...
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schoki

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Nabend Leute,

ich hoffe Ihr habt ein paar Tipps für mich. Ich habe (erstmal rein gedanklich) vor, einen Stall, der momentan leer steht, anderweitig nutzbar zu machen.

Interessieren tut mich:
- die entstehenden Kosten für die jeweilige Arbeit
- das Vorgehen bei den entsprechenden Punkten
- evtl. Tipps für das Ausführen der Arbeiten

Der Stall ist nicht komplett eben, sondern "oben" ca. 1 m höher als "unten".
Des weiteren gibt es einige sehr massive (niedrige Stall-) Wände, Futtertische und Tröge, alles sehr massiv ausgeführt. Die Wände und Decken sind gekalkt (Desinfektion). Ein Schiebetor und einfache Holzfenster sind auch noch drin.

Jetzt die Fragen:

- Wie bekomme ich die Massiven Teile weg? Presslufthammer und viel Muskelschmalz?
- Wie bekomme ich die Bodenerhöhungen weg (Futtertische)? Auch Presslufthammer?
- Den Kalk an den Wänden möchte ich weg haben, da immer wieder Schmutz mit eingekalkt wurde. Zudem wirkt dieser Kalk in meinen Augen sehr korrosiv, so dass ich gerne neu Verputzen wollte
- Wie bekomme ich den Raum eben? Oben und unten ist eine ebene Fläche dazwischen sind Stufen (z.B. an den Futtertrögen) bzw. zum Teil schräge Flächen.
Die Decke ist waag. Optimal wäre der Raum, wenn er auf das Niveau des "unteren" Bodens erreichen würde, da dann der Raum schön hoch wäre.... (besser nutzbar)
Ausgraben des restlichen Raums bzw. "auskoffern des kompletten Raums (wieder mit dem Presslufthammer..... :roll: ) und eingießen eines einheitlichen Betonbodens?

Hoffe ihr könnt mir ein paar Tipps geben, wenn etwas schlecht vorstelltbar ist, fragt bitte.

Gruß
Schoki
 
Alfred

Alfred

Moderator
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Hallo,
prüfe vorerst mal die statischen Elemente von dem Stall, durch die Ausdünstung von u.A. Amoniak haben oft Tragwerkselemente so gelitten dass sie einsturzgefährdet sind (kommt auf das Alter an), ebenso kann der Putz und das Mauerwerk so angegriffen sein dass du alles entfernen musst.
Die Einbauten müssen alle raus, wie auch immer. Leih dir einen Bobcat (kleiner Radlader)aus, der kommt durch die Türen und erspart dir eine Menge Arbeit mit der Schubkarre.
 
S

schoki

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Hi,

gute Idee mit dem Bobcat, ein Nachbar hat einen Weidemann Hoftrac, den könnte man vielleicht für den Maschinenstundensatz mieten...
Die "Klopferei" mit den Massivbauteilen wird mir wohl nicht erspart bleiben.... der Stall wurde für die Ewigkeit gebaut....
Putz und Mauerwerk sehen gut aus.... (keine großen Ausbrüche), lediglich die 2 mittleren Stahlsäulen weisen (sicher auch durch den Desinfektions-Kalk) starke äußere Korrosion auf...

Mal noch die generelle (schwierige) Frage, wieviel das ganze kosten könnte, wenn man den Presslufthammer selber schwingt....?

Gruß
Schoki
 
S

schoki

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Ergänzung: (Morgen!)

Für die Entfernung des Putzes ist mir so einen sog. Putzfräse untergekommen.... könnte was sein, wäre aber trotzdem noch einen S**-Arbeit, da es laaaange und hohe Wände sind.....


Mal noch eine Frage an die Putzer im Forum: wie schwer isses (ich weiß ist Handwerk!!!) das Putzen (wenn schon ein Nutz- und kein Wohnraum werden soll) selbst zu machen? Wie funktioniert sowas?

Gruß
Schoki
*derwahrscheinlichfürGrößenwahnsinniggehaltenwird*
:wink:
 
Alfred

Alfred

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Hallo,
erstmal musst du prüfen ob der Putz noch tragfähig ist oder hohl klingt und runter muss, wenn er fest ist kannst du die Farbschichten mit einer Sanierfräse (ich habe eine von Festo) abfräsen (nur mit Absaugung). Dann die Oberfläche mit Kalkgipsputz (KG 0-3) verreiben. Wenn der Putz runter muss und die Mauer aus Ziegeln besteht die Fugen leicht auskratzen und einen "Spritzer" aufbringen (Sand mit Zement dünnflussig anmachen und so aufbringen dass die Oberfläche bedeckt ist. Dann im Abstand von ca. 1,20 m senkrechte Streifen aus Putz aufziehen (Kellenbreit) und mit der Alulatte lotrecht abziehen. Duz machst dir damit senkrechte Anschläge bzw. Felder die du dann mit Putz anwirfst und nun waagrecht mit der Latte über die senkrechten Streifen abziehst. Danach alles mit Feinputz (KG0-3 oder Fertigschweißputz) verreiben.
Es ist evtl. besser sich hier einen Könner zu holen der das relativ schnell fertig stellt als nach den ersten Versuchen entnervt aufzugeben, das kommt jetzt auf dein Geschick in der Mörtelgruppe an. :wink:
Wichtig ist auf alle Fälle mal das ganze Bauwerk zu sichten und mit dem Spitz des Zimmererhammers zu testen.
Welche Decke ist in dem Stall? T-Träger mit ausbetonierten Feldern oder Bogensegmente aus Ziegel?
Gibt es schon Fotos vom Objekt?
 
S

schoki

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Hi Alfred,

danke für die Tipps!

Die Decke ist nicht aus Bogensegmenten, Ich vermute ausbetonierte Hohlsteine, allerdings ist die Decke untern Verputzt und oben (na ja klar.... :roll: durch den Beton der (evlt.) in die Hohlsteine gekommen ist) sagen wir mal "verstrich-eben" (man sieht dass da Beton hingekippt wurde....
Ein T-Träger könnte drin sein, er lugt aus der Decke hervor, wo dann die zwei Rundstützen aus Stahl ihn tragen...


Das spanndende Detail am Umbau das mir statt Arbeit auch Kopfzerbrechen bereiten würde ist die evlt. Tieferlegung des Bodens auf ein einheitliches Niveau.
Hab gegoogelt und diverses gefunden. Es scheint von den Fundamenten abzuhängen obs geht....
Der Stall steht a bissle im Hang, sodass die obere Haupteinfahrt höher liegt als der untere Eingang.
Der Boden sollte etwas dicker sein, es sind ja noch kleine Jauche-Kanäle im Beton drin, da einzelne Stallungen im Stall waren, woraus Jauche dann in einen (inzwischen zubetonierten) ca. 20cm tiefen Hauptkanal geflossen ist.

Fotos hab ich noch keine, könnte ich aber machen...

Bitte erstmal nicht vergessen: "wo du nicht bist Herr Jesu Christ...." ich hab noch keine Mittel für den Umbau eingeplant, ist erstmal ein Gedankenspiel, obs möglich ist und wasses kosten könnte....

Zur Kostenreduktion: ich würde gerne viel selber machen, vorstellen könnt ich mir z.B. den Kalkspritzanstrich (so Zeug hass ich, so gut es für den Stall vielleicht auch war :evil: ) selbst mit der von dir erwähnten Fräse zu entfernen und das Verputzen dann dem Profi zu überlassen und da zur Hand zu gehen, damits schneller geht...

Gruß und Mahlzeit

Schoki
 
S

schoki

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Hallo zusammen,

habe am WE nochmal ein bisschen reingeschaut in den Stall :wink:

Folgendes:
Höhe 2,80 und 2,40 (besagter Höhenunterschied)

2 Stahlstützen in der Mitte des Raumes, tragen einen einbetonierten Träger aus Stahl
diverse "aufgegossene", aufgemauerte, eingemauerte "Tische", Mauern, Pfosten und Holzgatter.

Als praktisch Nutzbar empfinde ich die Höhe von 2,80, hier passt sogar ein halbwegs ordentlicher Schlepper rein :wink:

Noch eine Frage am Rande (also Werkzeug betreffend):
Ich hab bei Hilti und Bosch mal geschaut, bzw. beim örtlichen Maschinenverleih....
Ein ordentlicher (also von den beiden großen) Abbruchhammer (elektrisch) kostet bei Bosch zw. 1700 - 2000 ,- Euro....
Lohnt es sich bei einem so großen Projekt einen zu kaufen, ab ca. 20 Tagen (bei 80,- pro Tag) würde ein selbstgekaufter im Gegensatz zu einem geliehenen Gerät ja billiger.... Vorteil in meinen Augen wäre, man könnte sich etwas Zeit lassen mit der Arbeit, man müsste nicht drauf los knüppeln um schnellstmöglich fertig zu werden....

Eine ordentliche Hilti oder Bosch für die nötigen Putzabschlagarbeiten und kleinere Durchbrüche wäre dann zwar immer noch nötig, schlüge auch nochmal mit ~500,- zu buche....

mal schauen... meint ihr es lohnt sich, sich die Maschinen zu kaufen um "mehr Luft" beim Bau zu haben?

Gruß
Schoki
*der schon das ganze WE über dieser Stall-Idee grübelt......*
* und im Lotto gewinnen sollte um sie schnell umsetzten zu können :wink: :roll: :wink: :roll: *
 
Alfred

Alfred

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prüfe mal die Einbauten ob die aus massiven Beton sind oder nur gemauert und verputzt, oft hat man den Kern auch nur mit Dreck aufgefüllt und sozusagen eine Hülle aus Beton gegossen.
Wenn es schwierigere Kaliber sind dann ist es sinnvoll sich für einen Tag einen Presslufthammer zu leihen und alles umzulegen, also so ein Anhängeraggregat mit 4m³/min Lieferleistung. für die weiteren Arbeiten einen Hammer der leichteren (4 Kilo Klasse) da bei längeren Arbeiten wie am Putz sehr schnell der Ermüdungfaktor zuschlägt. Z. B. der Duss Hammer PK 35 deckt dann alle Bereiche für alle Stemmarbeiten ab und man kann mit dem 100 mm breiten Spatmeißel den Putz gut entfernen. Da hier kaum größere Bohrarbeiten anfallen, langt ein Multihammer für die restlichen Arbeiten (Bosch,Metabo) wenn er nicht schon vorhanden ist.
 
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