Tarus T4500 - Kettensäge

Diskutiere Tarus T4500 - Kettensäge im Forum Ketten- + Motorsägen im Bereich Werkzeuge & Maschinen - Hallo, in der Bucht ist mir eine neue Benzinkettensäge der Billigfraktion aufgefallen. TAURUS T4500 heißt das Teil (Suchfunktion: Taurus...
T

Thomas.B

Registriert
19.01.2006
Beiträge
2.562
Hallo,
in der Bucht ist mir eine neue Benzinkettensäge der Billigfraktion aufgefallen. TAURUS T4500 heißt das Teil (Suchfunktion: Taurus, Kettensäge). Es gibt sie von verschiedenen Händlern - vermutlich ist da mal wieder ein Container angeschwemmt worden...

Hat jemand damit schon Erfahrung gesammelt oder hat nützliche Informationen? Z.B. welcher Hersteller sich dahinter verbirgt?

Die wichtigsten Daten lt. einer Artikelbeschreibung:
Schnittlänge: 450mm
Hubraum: 45ccm
Leistung 1,7kW; 2,4PS
Kraftstoff: 1:25
Tankvolumen: 550ml
Gewicht: 6,5kg
Garantie: 2 Jahre

Interessieren würden mich technische Details wie verbauter Vergaser (Walbro?), elektronische Zündung, verchromter Zylinder usw.
Das 45er Schwert ist vielleicht etwas reichlich. Ein 40er würde es auch tun. Ansonsten klingt das aber alles ganz vernünftig. Die Teile gehen so um die 100 Euro weg. Die Alternative wäre eine KS400B (Güde) für ca. 160 Euro. Etwas mehr Leistung als die ganz billigen Baumarktsägen sollte die Säge schon haben.

Also bitte keine Markendiskussion a la kauf Dir doch eine Stihl. Allein der Preisunterschied zur Güde deckt die Verbrauchs- und Verschleißkosten für Jahre ab. Es ist nur sporadischer und privater Gebrauch vorgesehen.
Kritisch sehe ich das 1:25 Mischungsverhältnis. Das ist bei der KS400B leider auch so. Bei der ist allerdings gesichert, daß sich der Auspuff gut zerlegen und reinigen läßt. Bei der Taurus weiß ich es nicht.

Gruß
Thomas
 
B

Boesman

Registriert
31.10.2006
Beiträge
856
Ich finde lediglich eine "Tarus", keine Taurus. - Wer das Ding fertigt, kann ich auch nichjt sagen, aber sicherlich läßt China grüßen.
Die Schwertlänge ist allerdings übertrieben; ein 35er Schwert wäre wohl das Optimum. Mir fällt auf, daß die Säge mit maximal 10.000 U/min. nicht hoch dreht. Andere Sägen dieser Kategorie gehen auf über 13.000 U/min.

Mit einem Gewicht von 6,5 kg liegt die Säge weit über den Werten anderer Marken vergleichbarer Leistung. Ein Gewicht bis 5 kg wäre angemessen. Die 6,5 kg sind meiner Meinung nach nicht akzeptabel.
Mischung 1 : 25 ist ebenfalls nicht akzeptabel. Allerdings legen sich manche Billigsägenhersteller mit ihren Vorgaben auf die sichere Seite. Und vermutlich würde die Säge auch mit 1 : 40 gut bedient sein; vor allem bei Verwendung von guten Zweitaktölen. Aber Du als Nutzer bekommst den Dreck in die Lungen. Andere günstige Baumarktsägen (BKS; Poulan; Mc Culloch) fahren mit 1 : 40 oder anstandslos (mit Motomix oder Aspen 2T) im Verhältnis 1 : 50.

Mein Tip wäre: Wenn eine günstige Säge, dann besser eine der eben genannten Modelle (gehören alle zu Eelctrolux). Diese haben Husqvarna-Komponenten wie Walbro-Vergaser und Zündungen verbaut. Und Du bekommst Ersatz- und Verschleißteile bei OBI oder in Dresden, wenn Du Dir nicht sogar ein ebay-Exemplar als Ersatzteilspender für wenige Euros zulegst.

Gruß

Boesman
 
T

Thomas.B

Threadstarter
Registriert
19.01.2006
Beiträge
2.562
@ Boesman:
Vielen Dank für Deine Hinweise. TARUS ist richtig. Tut mir leid - Schreibfehler. Vielleicht kann ein Mod das wenigstens im Topic korrigieren.

Grundsätzlich stimme ich Dir zu. Es lockt eben der Preis. Ein kg mehr oder weniger ist für mich kein Thema. Wenn dafür eine solidere Bauweise erfolgt, ist mir das sogar sehr Recht. Die schreiben etwas von Alugehäuse...
Das mit den 1:25 ist auch richtig - aber mit vernünftigem Zweitaktöl genügt auch 1:40, zumindest was die KS400B betrifft. Es gibt sogar Händler, die empfehlen die Verwendung von einfachem Viertaktöl als Mischöl für diese Säge. Dabei ist mir auch nicht wohl - soll aber gehen und nicht mit der Garantie in Konflikt kommen. Aber wie gesagt bei der KS400B, von der ich auch weiß, daß der Kolbenbolzen nadelgelagert ist.
Ein niedrigeres Drehzahlniveau ist eigentlich auch eine erfreuliche Sache - 45ccm ist ja recht viel Hubraum für die angegebene Leistung. Rekorde sollen damit nicht aufgestellt werden. Etwas weniger Kettengeschwindigkeit - nuja, wenn sie durchzieht...

Im Moment sehe ich keine Alternative in dieser Leistungs- und Preisklasse. Die kleine OBI-Poulan kenne ich. Ein Freund hat diese und ich habe sie schon mal repariert. Gerade liegt sie wieder in meiner Werkstatt - Kleinigkeiten. Nicht schlecht, aber scheinbar doch etwas anfällig und eben eher was zu Ausästen etc. Diese Säge hat ca. 80 Euro gekostet - ist aber bei OBI nicht mehr lieferbar. Original hat sie m.W. ein 30er Schwert und mehr wäre auch zuviel. Interessant ist die 5-jährige Garantie, die OBI zumindest mal gegeben hat - aber wenn man den Kassenzettel versiebt...

Ich werde einfach mal einen der Händler anmailen und fragen, ob sie mir ein Servicemanual mailen können. Dann sieht man ja einiges.

Gruß
Thomas
 
T

thd

Registriert
19.05.2004
Beiträge
868
Ort
Ortenau
Hallo,

Güde, Tarus oder Oberst wenn Du noch eine Weile suchst findest Du diese Säge unter diversen Markenbezeichnungen in allen Farben, sogar ein im Tigerlook ist manchmal drin. Ist immer die gleiche Säge, ein Chinanachbau einer Zenoah Säge.
Eines muß man ihr unbestritten lassen, sie dürfte die Säge sein mit dem schlechtesten Leistungsgewicht, 6,6kg bei 2,8 Ps ist schon einmalig.

Gruß

Thomas
 
T

Thomas.B

Threadstarter
Registriert
19.01.2006
Beiträge
2.562
@ thd:
Mit ist schon klar, daß die Sägen KS400B und Tarus T4500 auf die gleiche Zenoah G500AVS zurückgehen. Die Bilder sprechen ja eine deutliche Sprache. Die KS400B (Güde) hat einen guten Ruf bzgl. der Robustheit, so daß ich da von einer ordentlichen Umsetzung des Nachbaus ausgehe. So etwas wird ja auch kundenspezifisch gefertigt. Die Tarus könnte eine Sparausgabe sein, bei der man einige wesentliche Dinge auf Kundenwunsch billiger ausgeführt hat. Oder sie kommt aus einem anderen Werk, in dem sie die Sache nicht so im Griff haben etc. - das sind so die Unsicherheitsfaktoren, auf die ich gern eine Antwort hätte.
Bei der Tarus ist im Gegensatz zur Güde zumindest die Schiene kein Markenprodukt - die Kette aber schon. Mehr weiß ich noch nicht. Wenn sich nicht noch mehr herausstellt, werde ich es wohl mit der Tarus versuchen.
Die Sache mit der erhöhten Maschinenmasse regt mich nicht auf. Viel größere Probleme hätte ich instinktiv, mich mit einem Kubelgehäuse aus Kunststoff anzufreunden. Die Markenhersteller mögen das vielleicht im Griff haben, aber bei einem Nachbau aus China... - also die 1...2kg Mehrgewicht sind in diesem Zusammenhang für mich in Ordnung. Z.B. irgendein no name-Vergaser würde mich stören. Die Walbro-Vergaser sind zwar auch nicht so genial, aber man bekommt überall Teile und mit der Zeit kenne ich mich mit den Dingern einigermaßen aus.

Gruß
Thomas
 
B

Bowhunter

Registriert
07.02.2007
Beiträge
259
Ort
24220 Schönhorst
Habe selber solch eine Säge u. sie verträgt auch Sonderkraftstoff
oder1:50 Benzin. Gut mit dem 45er u. Vollmeissel etwas langsamer als mit Halbmeissel aber mit Micro-Lite 325" u. 38cm Schwert echt Super.
Gewicht :Vollgetankt m. Schneidgarnitur 6,5Kg wiegen andere in der Klasse auch in etwa.
Ist ein Zenoah nachbau u. mit der GÜDE ausser der roten Farbe identisch. Es fehlt alerdigs meist die Warmluft abdeckung,muß man ein Moosgummi stopfen basteln.
 
M

Mac624

Registriert
24.05.2005
Beiträge
2.472
Wenn man die einschlägigen Seiten der chinesischen Firmen verfolgt, läßt sich für all diese Sägen kein Hersteller ausmachen.

Ich würde eher zur Güde tendieren. Was man so im allgemeinen hört, soll das Preis/Leistungsverhältnis für den Gelegenheitsanwender ganz akzeptabel sein. Für diese Gruppe spielt das Gewicht nicht wirklich die entscheidende Rolle.

Ich gehe auch davon aus, das die Versorgung mit Ersatzteilen bei Güde besser funktioniert, als bei einem anderen Anbieter.

Bei Ebay ist eine Firma aktiv, die sich gffsdh nennt, die auch chinesische Maschinen importiert und vertreibt. Bei denen hat sich ein Bekannter von mir eine Säge gekauft (auch Zenoah Nachbau). Ihm ist bei anfänglichen Problemen nach seinen Aussagen, sehr kompetent geholfen worden.

Hier ein Angebot:

http://cgi.ebay.de/Kettensaege-2-0P...3QQihZ001QQcategoryZ56559QQrdZ1QQcmdZViewItem

Nach meinen Erfahrungen ist die Güde nach Kundenwunsch mit höherwertigen Komponenten gefertigt, so wie´s aussieht die Säge von gffsdh auch (der war mal Husqvarna Händler). Alles was sonst so im Netz verscheuert wird ist original made in PRC, die Komponenten sind einfach nur miserabel!

Das stellst Du fest, wenn Du in der Bucht auf "andere Artikel des Verkäufers" klickst, die meisten verkaufen Sägen nur, weil der Markt sie aufnimmt.

Glaub´mir, ich weiß wovon ich rede.
 
R

raga

Registriert
16.01.2007
Beiträge
23
ich habe eine Motorsense der Marke Tarus

zuerst zum Guten - der Motor von dem Ding zieht durch wie nix .. echt genial

dann zum nicht so Guten -
- gekauft hab ich Ende September, leider war eine Kunststoffabdeckung als Transportschaden zu beklagen und echt nach 3 maligen Nachfragen hab ich das Teil schon Ende Jänner bekommen
- Schrauben und sonstiges sind echt miese Qualität
- nächste Ersatzteillieferung dauerte nur einen Monat (gut dass jetzt Winter ist und ich des Ding nicht brauche)
- Gesamt vermittelt das Ding nicht wirklich das Gefühl guter Verarbeitung, Fadenschneider ging gleich beim ersten Einsatz drauf, aufgrund der miesen Schrauben hängt auch der SChutz meistens schief, Lenker ist nicht wirklich fest und ergonomisch - habs mal zur Sicherheit mit Klemmen verstärkt

nur mal zusätzlich zur Info .. bei mir ist das Gerät einmal 3 Std. am Stück und einmal 2 Std. gelaufen .. also nicht die Mörderleistung.

wie geschrieben, die Ersatzteillieferung läuft etwas schleppend daher vielleicht doch zu einem Markengerät greifen. (Zenoah z.B. hab ich mir grad gekauft, aber auch alles andere .. Stihl, Husky, Solo, Dolmar und all die anderen .. )

lg raga
 
T

Thomas.B

Threadstarter
Registriert
19.01.2006
Beiträge
2.562
@ Bowhunter und Mac624:
Vielen Dank für Eure Hinweise. Nun ist es aber schon passiert. Ich habe so eine Säge recht günstig ersteigert. Noch ist sie nicht da - ich werde dann berichten. Bei der Auktion bzw. mit dem Verkäufer hakelt es aber etwas - dazu weiter unten mehr.

Zuvor habe ich versucht, die Unterschiede zur Güde zu ergründen.
Was ich bislang so herausgefunden habe, bestätigt auch, daß die Sägen weitgehend baugleich sind und mit hoher Wahrscheinlichkeit aus der gleichen Fabrik kommen. Unterschiedliche Ausstattungen sind zwar denkbar, aber im Ernstfall sollten auch bei Güde beschaffte Teile in der TARUS-gelabelten Säge passen.
Zunächst gibt es aber 2 Jahre Garantie. Wenn die Säge diese Zeit problemlos übersteht, kann sie nicht wirklich schlecht oder anfällig sein. Die allermeisten Meinungsäußerungen im Web zu diesen Sägen sind auch positiv. Also so ganz große Sorgen mache ich mir da nicht.

Das mit den 1:25 meint auch Güde toternst. Angeblich ist das Kolbenbolzenlager abweichend vom Original ein Gleitlager (Zenoah und in so ziemlich jeder anderen aktuellen Säge: Nadellager). Es fällt mir immer noch schwer, das zu glauben.
Mir geht es ja auch nicht um's Öl sparen (wie Werner schon sagte: mit'nm Öl darf man nich sparsam sein...), sondern um qualmen, stinken und schnellem zukoken des Auspuffs. Innerhalb der Garantie werde ich mich erst einmal an die Herstellervorgaben halten. Die Güde-Bedienungsanleitung habe ich da: 1:25 UND Zweitaktöl vom Feinsten. Hm...

@ Mac624:
Grundsätzlich habe ich auch zur Güde tendiert. Aber der Preis hat entscheiden. Mit der Differenz kann ich Ketten, Öl und Benzin für etliche Jahre finanzieren und ein greifbarer Qualitätsunterschied war zunächst nicht auszumachen. Der Service von Güde scheint übrigens wirklich in Ordnung zu sein. Ich habe da mit einem Techniker telefoniert. Ob einige Teile tatsächlich hochwertiger sind, wollte er auch auf direkte Nachfrage hin nicht bestätigen. Wenn es so wäre, hätte er es sicher gesagt.

Zur verlinkten Säge:
Das ist die kleinere Ausführung. Bei Güde heißt sie KS350B und ist in der Bucht fast immer für 119 Euro im Sofortkauf zu haben. Aber ich wollte ja etwas kräftigeres. Davon abgesehen ist sie bestimmt nicht schlecht. Der Link war trotzdem sehr hilfreich: wunderbar detaillierte Bilder und Beschreibungen die sicher weitgehend mit der "Großen" übereinstimmen - danke.

@ raga:
Wenn ich das richtig verstanden habe, ist TARUS eine Handelsmarke und deren Produkte kommen von den verschiedensten chinesischen Herstellern. Somit kann man sich bzgl. der Qualität produktgruppenübergreifend schwer ein Bild machen. Aber es sagt auf jeden Fall etwas über die "Firmenphilosophie" aus. Schlampiger Service ist natürlich ein Problem.

Mit der Auktion gibt es gewisse "Verstimmungen":
Der Verkäufer erweckt in der Artikelbeschreibung den Eindruck einer deutschen Firma: Artikelstandort Deutschland, Ersatzteile am Lager, deutsche Rechnung mit 19% MWSt., 2 Jahre Garantie, 14 Tage Rücktrittsrecht usw. - dann kommt man gar nicht erst auf dumme Gedanken.
Nach Erhalt der e.Bay-Auktionsende-Mail habe ich nun festgestellt, das der Verkäufer eine niederländische Fa. ist. Nur durch herunterscrollen und genaues Lesen der AGB's hätte ich das vorher herausfinden können. Aber wer macht das schon... Ich habe denen eine e.mail geschickt und um Klärung bzgl. der Folgen bei Garantiefällen gebeten. Antwort: Service wie in Deutschland. Im Garantiefall wird die Säge kostenlos abgeholt und wieder geliefert. Auch eine deutsche Bankverbindung habe ich bekommen. Wenn Sie sich daran halten, wäre ja alles in Ordnung. Nur mit der Rechtssicherheit sähe es im Streitfall düster aus. Bei einem 100 Euro-Teil ist aber dieses Risiko erträglich.

Wenn jetzt nicht jemand bitterböse Erfahrungen mit der Fa. TRP International BV gemacht haben sollte...

Noch eine Frage:
Eine Ersatzkette (Qualität momentan unklar, aber wohl irgendwie "Oregon"...) könnte ich für 12,50 Euro mitbestellen. Ist das preislich in Ordnung? Ich spiele auch mit dem Gedanken, statt einer 45er Ersatzkette lieber eine komplette 35...40er Schneidgarnitur zu kaufen. Die würde dann voraussichtlich auch die meiste Zeit montiert sein wird und das 45er Schwert käme nur für besondere "Events" zum Einsatz.

Gruß
Thomas
 
B

Bowhunter

Registriert
07.02.2007
Beiträge
259
Ort
24220 Schönhorst
Das mit der Schneidgarnitur ist keine schlechte Idee.Obwohl sie Kraftmässig mit einer Halbmeissel damit klar kommt (Eiche 60cm
im Längsschnitt u. abgelängt). :twisted:
Von Husquarna müssten die meisten Garnituren passen.Ich habe ein Dolmar Schwert einer Ps 410 (13€ bei ebay) musste ich aber die Löcher für das Öl erst Bohren u. für den Kettenspanner die Löcher aufbohren. Ist ein 38er 0.325 Micro-Lite ,damit geht sie wie Teufel. :idea:
Ich habe die Säge von Wiltec f.106,90€ incl. Versand bekommen.
Der Vergaser machte Probleme(Schmutz) die Säge wurde kostenlos abgeholt und jetzt läuft sie wieder.Das mit dem Gleitlager im Pleuel glaube ich auch nicht, ist bei meiner anderen baugleichen Säge von GFFH ist ein Nadellager verbaut.Übrigens die Ölpumpen sind in beiden aus Alu, wo sie bei vielen Markensägen aus Plaste ist.Und beide laufen mit Motomix u. ähnl. :lol:
 
M

Mac624

Registriert
24.05.2005
Beiträge
2.472
Ich würde auch an Deiner Stelle zu den kleineren Garnituren tendieren. Die chinesischen Sägen scheinen wohl mehr auf den amerikanischen Markt ausgreichtet zu sein, die mitgelieferten Schwerter sind meiner Meinung nach überdimensioniert.

Ich habe mit eigenimportierten chinesichen Sägen sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Ein vernünftiges Einstellen der Vergaser ist so gut wie unmöglich. Auf einem Kolben klebten Ablagerungen von Papier.

Nach Reklamation wurden mir zwar 2 Vergaser überlassen, aber ein Wechsel brachte nicht wirklich was Neues, jetzt läßt sich bei einer der Leerlauf nicht mehr regeln.

Eine dieser Sägen arbeitet in einem Forstbetrieb, der Stihl, Husky und Dolmar einsetzt, im Probebetrieb. Auch hier gab es Vergaserprobleme, die mittlerweile durch Einbau eines Walbro Vergasers behoben sind. Im harten Dauerbetrieb spielen sich mehrmals am Tag die Schrauben für´s Gehäuse los und müssen wieder angezogen werden.
 
T

Thomas.B

Threadstarter
Registriert
19.01.2006
Beiträge
2.562
@ Bowhunter:
Danke für die Hinweise - insbes. auf Wiltec. Kannst Du den Laden empfehlen? Falls ich mit dem Holländer wirklich nicht einig werden sollte, wäre das ja eine Alternative. Preislich nimmt es sich nicht viel. Bei Wiltec ist der Versand günstiger.
Interessant ist auch, daß Wiltec die gleiche Säge alternativ für 129 Euro statt für 99 Euro anbietet - dann mit Walbro-Vergaser. Der hat eingebaute Benzinfilter - was da durchgeht, fliegt auch durch den Vergaser. Die Reinigung wäre nicht weiter schlimm.
Auf jeden Fall impliziert das, daß die normale Säge keinen Walbro-Vergaser hat. Wenn sie damit aber gut anspringt und läuft, muß das kein Nachteil sein. Gegen Dreck kann man ggf. einen Schlauchfilter einschleifen. Ich gehe auch mal davon aus, daß der originale Vergaser dem Walbro der Zeonah gut "nachempfunden" ist.
Beruhigend ist auch der explizite Hinweis auf CDI bzgl. der Zündung.

Eine hochwertige 38er Schneidgarnitur für 13 Euro - Glückwunsch; würde ich auch nehmen. Ein paar Löcher bohren würde mich nicht aufregen. Ich werde da in der Bucht mal die Augen offenhalten.

Pleuel, Gleitlager:
Ich glaube das ja auch nicht. Es spart nicht wirklich etwas ein und damit wäre sie bei 1:50 und Vollast sicher nach wenigen Stunden am Ende. Zwar dreht die Säge nicht ganz so hoch wie viele Markensägen, aber 10.000 rpm sind bei 45ccm auch schon was. Komisch ist, daß das keiner der Händler zu wissen scheint. Offenbar gibt es keinen Ärger damit.

@ Mac624:
Also das mit der zusätzlichen kleineren Schneidgarnitur ist so gut wie beschlossen. Trotzdem überlege ich, ob ich mir die 18"-Ersatzkette (also 45cm) nicht doch hinlegen soll. Es sollte eine Carlton K2L sein - also eine Marken-Vollmeißelkette - kompatibel zur Oregon 34LG. Wenn dem so ist, wäre 12,50 Euro eigentlich ein guter Preis zumal keine weiteren Versandkosten dazu kämen.

Bei dem Vergaser bin auch mal gespannt. Mit Walbro-Vergasern komme ich ganz gut klar. Vor daher wäre mir so einer auch ganz lieb.

> Auf einem Kolben klebten Ablagerungen von Papier.

Brennt das nicht weg?

> Im harten Dauerbetrieb spielen sich mehrmals am Tag die Schrauben für´s Gehäuse los

Dagegen gibt es nette Sachen von Loctite. Z.B. das blaue - auf die Nummer komme ich jetzt nicht - welches sich auch leicht wieder lösen läßt. Bei Vibrationen verhindert es aber das selbständige lösen. Ansonsten Federringe, wenn man anknallen kann oder Zahnscheiben, wenn nicht.

Hast Du Erfahrungen bzgl. Gemisch und zukoken des Auspuffs? Das würde mich sehr interessieren.


Hat noch jemand eine Meinung zu dem Holländer? Irgendwie finde ich das ziemlich dreist und frage besorgt, wie sein Geschäftsgebahren z.B. bei einem Garantiefall wäre. Ich tendiere dazu, ihn damit nicht durchkommen zu lassen.

Gruß
Thomas
 
M

Mac624

Registriert
24.05.2005
Beiträge
2.472
Na ja Thomas,

ganz blöde sind die Jungs auch nicht :lol: aber die (Blech)schrauben sind in den Kunststoff eingedreht, wenn da einmal was los ist muß man schon zu anderen Mitteln greifen.

Ich hätte erstmal keine Bedenken gehabt, so eine Maschine in Holland zu kaufen, dort sind sehr viele Händler die auch chinesische Maschinen vertreiben und auch Erfahrungen mit diesen Geräten haben.

Wahrscheinlich ist der Händler, an den Du geraten bist die Ausnahme.

Wir fahren in all unserer Maschinen (Sägen, Freischneider, Heckenscheren) 1/25 und haben das auch mit den Chinesen so gehalten, obwohl 1/40 vorgegeben war. Bei nur einer Maschine wäre es kein Problem nur Sprit 1/40 vorzuhalten.

Ein Zukoken des des Auspuffs haben wir bisher nur einmal gehabt, beim Funkensieb einer neuen HS 75. Das wurde entfernt, dann war ruhe.
 
T

Thomas.B

Threadstarter
Registriert
19.01.2006
Beiträge
2.562
@ Mac624:
> ganz blöde sind die Jungs auch nicht

Meinte ich ja auch nicht. Aber es gibt auch Schraubensicherungslack, der auf Kunststoffen hält. Oder man überlegt sich etwas anderes. Ich müßte es sehen - dann würde mir wahrs. auch etwas einfallen. Das ständige Nachziehen geht jedenfalls kaum lange gut. Wenn die selbstgeschnittenen Gewinde im Kunststoff erst einmal richtig ausgeleiert sind und auch etwas dickere und/oder längere Schrauben nicht mehr helfen, wird es problematisch.
Wichtigste Runkelregel bei solchen Kunststoff-Selbstschneidgewinden: Schrauben nach einer Demontage nicht durcheinander bringen, sondern genau wieder an der gleichen Stelle eindrehen, wo sie waren. Die selbstschneidenden Schrauben haben nämlich oft ziemliche Toleranzen und das leiert die Gewinde im Kunststoff aus. Ich nehme in solchen Fällen immer ein Stück Pappe und steche die Schrauben in der gleichen Anordnung wie am Gerät durch. So kommt auch nichts weg, wenn es wegen einer ET-Bestellung etc. eine Weile zerlegt liegen bleiben muß.

Schön, daß die Maschinen bei 1:25 nicht zukoken. Dann sehe ich darin auch kein Problem.

Zum Händler:
Bis jetzt kann ich nichts negatives sagen - eben abgesehen vom Versteckspiel mit dem Firmensitz.

Ich habe mal in den e.Bay-Foren geschmökert: Das scheint ein allgemeines Ärgernis zu sein. Artikelstandort Deutschland und der Versand erfolgt dann aus Hongkong oder so. Das Hauptproblem in so einem Fall ist (wie meistens) der deutsche Abzockstaat. Der Zoll beschlagnahmt inzwischen wohl pauschal alles, was im entferntesten eine sogn. Raubkopie sein könnte. Wochen oder Monate später wird es dann vielleicht freigegeben - reine Schikane, um Direktimporte zu erschweren.
Das hat ein Freund von mir mit einem MP3-Player durch. Der sollte angeblich einem Eppel-Eipott ähneln. Das war aber nicht im entferntesten der Fall. Gut, das Gehäuse war teilweise weiß. Ansonsten ein LCD und ein Cursorkreuz (wie soll man es auch sonst machen) - aber damit erschöpften sich die Gemeinsamkeiten schon. Keinerlei Ähnlichkeiten bei der Software usw. und vor allem kein austauschgesicherter Akku, sondern handelsübliche AAA-NiMH-Akkus. Inzwischen hat er das Ding, aber Weihnachten ist lange vorbei. Tut den Beamten, die nur zwei Rechenarten beherrschen, auch überhaupt nicht leid - Banditen...

Na ja, so ein Drama kann mir mit der Lieferung aus Holland ja hoffentlich nicht passieren. Schlimmstenfalls kommt die Lieferung im Müllsack, weil sie das Paket auf der Suche nach "Kräutern" aufgefetzt haben...

Gruß
Thomas
 
M

Mac624

Registriert
24.05.2005
Beiträge
2.472
Loctite ist mir natürlich bekannt, aber die Maschine läuft nicht in Deutschland.

Über die Sache mit den Plagiaten sind wir nicht einer Meinung, aber das ist nicht schlimm.
Ich habe nichts gegen freien Handel und in Bezug der überschäumenden Regulierungswut in unserer Republik muß ich Dir zustimmen. Was mich aber stört ist, das meistens gnadenlos kopiert wird, man versucht die Lorbeeren der Anderen zu ernten.

In Bezug auf den "Landwind" ist das wohl mächtig in die Hose gegangen.

Ich hatte keinerlei Probleme mit dem Zoll, obwohl eine dieser Sägen die genaue Kopie einer MS 230 ist, lediglich in einer anderen Farbe, bei der zweiten handelt es sich um eine "Poulan", allerdings mit gelbem Startergehäuse.
 
T

Thomas.B

Threadstarter
Registriert
19.01.2006
Beiträge
2.562
@ Mac624:
Die "endgültigen" Loctite-Versionen sind im wesentlichen Sekundenkeber mit verschieden Eindickern und Weichmachern. Bei den "weichen" Versionen bin im Moment auch überfragt. Ich würde ersatzweise einen normalen Adhäsion-Kontaktkleber wie z.B. in der Lederverarbeitung üblich probieren. Hat jede Autowerkstatt und jeder Schuster. Damit kann man m.E. zumindest nichts kaputt machen. Schlimmstenfalls hält es nicht.

Plagiate:
Da muß ich wohl doch etwas präziser werden. Direkter 1:1-Nachbau zur Täuschung des Endkunden ist illegal und es ist somit auch in Ordnung, die Hersteller und ggf. die Händler angemessen zur Verantwortung zu ziehen. Allerdings sollen die Firmen, die vornehmlich auf Grund überteuerter Preise massive Probleme mit Plagiaten haben, die Kosten für die Bekämpfung dieser Wirtschaftskriminalität gefälligst zum größten Teil selbst tragen und zudem dafür sorgen, daß Kopien nicht so einfach möglich sind; z.B. durch angemessene Preise, gute Qualität und ggf. Kopierschutzmaßnahmen, wo es anders nicht geht, wie z.B. bei Softwareprodukten.

Es kann nicht sein, daß der deutsche Steuerzahler dafür aufkommt, daß vornehmlich US-Firmen ihre "Kultprodukte" zu Irrsinnspreisen nicht mehr verkauft bekommen, weil ÄHNLICHE Artikel in Fernost produziert werden.

Genauso halte ich es für inakzeptabel, daß man in unverhältnismäßiger Weise die Kunden schädigt, weil man den Herstellern und (Groß-) Händlern nicht habhaft werden kann. Was der Staat in diesem Zusammenhang "Beschlagnahme von Raubkopien nennt" ist doch meistens real nichts anderes als Diebstahl zur Stützung von Wirtschaftsmonopolen.
Wenn ich nur daran denke, wie die Abmahnanwaltmafia über e.Bay-er herfällt, weil sie irgendwelche Teenager-Lumpen verkaufen, die möglicherweise nicht original sind oder weil sie irgendeine dubiose Markenrechtsverletzung gegangen haben sollen. Das Gegenstück dazu ist dann räuberische Erpressung.

Insbesondere die US-Wirtschaft führt mit Hilfe von Patenten, Designschutz usw. einen regelrechten Wirtschaftskrieg. Daß sich Länder wie China darum nicht mehr viel scheren, ist nur zu verständlich. Die können an diesem System nur verlieren und es hat lange seinen eigentlichen Zweck hinter sich gelassen. Beispiele dafür gibt es unendlich viele - besonders im Bereich der Forschung, Medizin, Pharma und Biotechnologie. Einige US-Firmen sind tatsächlich der Ansicht, sich das menschliche Genom patentieren zu lassen - nur weil sie zuerst die Technologie und Wirtschaftskraft haben, es auszulesen.

Das System wird m.E. in absehbarer Zeit in riesigen Wirtschaftszonen kollabieren - einfach weil es überstrapaziert wird und nur den etablierten Industriemächten dient. Oder man einigt sich rechtzeitig auf vernünftige Regelungen, was eher unwahrscheinlich ist.

Um zum Kettensägenthema zurückzukehren:
An so einem Ding ist nichts patentwürdiges. Ein kleiner Zweitaktmotor, eine Fliehkraftkupplung, Schwert mit Sägekette - das war's im wesentlichen. Absolute Highlights: Ein Pümpchen, welches die Kette mit Öl beschlabbert und ein selbstaufwickelnder Seilstarter... Solange nichts 1:1 nachgebaut wird, um es als Original zu verkaufen, sehe ich keinen Grund, da irgend etwas zu reglementieren. Wenn eine Firma der Meinung ist, daß sie sich bestimmte farbliche Zusammenstellungen aus orange und beige reservieren muß - sehe ich das nicht ein. Man stelle sich das mal bei Autos etc. vor. Interessant wird es erst beim Aufdruck des (Original-) Firmennamens oder -emblems. Da ist dann auch nach meinem liberalen Rechtsverständnis Schluß.

Mit den andersfarbigen KS-Kopien hast Du Glück gehabt. Das hätte in einer Beschlagnahme bei der Einfuhr nach D enden können. Noch können sie aber nicht jedes Paket filzen - aber sie arbeiten daran. Personalkosten und Technikeinsatz spielen da offenbar keine Rolle.

Gruß
Thomas
 
M

Mac624

Registriert
24.05.2005
Beiträge
2.472
Ich möchte jetzt hier keine politische Diskussion vom Zaun brechen, aber ich finde die deutschen Produkte in unserem Bereich garnicht so überteuert.

Ich war gestern bei einem Händler, der Oloe-Mac vertreibt, weil wir einen Hochentaster anschaffen wollen. Husqvarna kommt nicht in Frage, weil der Inhaber des Husqvarna Dienstes ein naja...ich denke, Du weißt was ich meine...ist

Normalerweise nutzen wir nur Stihl, nachdem Solo sein Händlernetz (leider) hier sehr ausgedünnt hat. Der Stihl schien mir auch zu teuer, aber ich habe dann festgestellt, das sich die beiden Geräte im Preis nix nehmen.

Was uns den Hals bricht sind diese total verblödeteten €kraten mit Ihren, zum Teil, hirnrissigen Gesetzen.

Das Problem unseres Parlaments, wir haben im Freundeskreis schon öfters darüber diskutiert, liegt unserer Meinung nach darin, das die meisten Parlamentarier den bezug zur Basis verloren haben. Gute Gesetzesansätze werden gekippt, für die Basis tut keiner was.

Wenn wir uns mit unseren Betrieben verkalkulieren, interessiert das keine Sau. Ist es aber ein Konzern (ich erinnere an Holzmann) kriegen die die Kohle vorne und hinten reingeblasen.

Wir, mein Vetter und ich, können keine Kohle zwischen unseren Betrieben hin- und herschieben, das würde sofort auffallen.

Ein Konzern kann das, der kann sogar seinen Gewinn soweit mindern, das er gar keine Steuern bezahlt.

BenQ hat die Werke in Deutschland zugemacht und versucht nun, die Produktion in Polen, natürlich mit EU-Mitteln, fortzuführen.
Allerdings versuchen die Manager die Leute zu verarschen, klappt aber nicht so richtig.

Das Problem in Deutschland ist: Jeder hat Angst, aber niemand weiß wovor.
 
H

Hellwig

Registriert
25.11.2005
Beiträge
1.910
Ort
Deutschland / Nordhessen / Kassel
Interessante Diskussion hier. Ich bin auch gegen den Kontrollirrsinn. Leider gibt es kaum kaum Leute die ähnlich denken oder gar solche Gedanken frei äußern. Also werden wir in naher Zukunft eben doch den Orwellstaat George Orwell, 1984 haben , wenn auch in abgemilderter Form.
Zum Thema China , sage ich an dieser Stelle, das die Politiker durch die Unterstützung der chinesischen Wirtschaft (Ankurbelung) eine Lawine losgetreten haben , die sie sich noch zurück wünschen werden. Im Falle Japans war es mal ähnlich , aber das ist längst vorbei, denn die Japaner lassen auch überwiegend im Ausland (zb. in China) produzieren.
China ist allerdings um Dimensionen größer, sowohl von der Fläche her, als auch von den verfügbaren Ressourcen , hier vor allem die Menschenmassen. Es ist noch nicht völlig abzusehen welche Probleme hierdurch entstehen , aber eines ist sicher , die chinesische Wirtschaft wächst schneller als jede andere und breitet sich aus wie ein alles verschlingender , gefräßiger Moloch.
Die zu Billigpreisen bei ebay angebotenen Tarus-Sägen und andere Kopien westlicher Markenprodukte sind nur ein Teil des Problems.
 
T

Thomas.B

Threadstarter
Registriert
19.01.2006
Beiträge
2.562
@ Mac624:
Tja, bzgl. politischer Diskussionen gehen mir zuweilen mal die Gäule durch. Ich versuche es kurz zu machen:

Bei den Eurokraten rächt sich insbesondere für Deutschland, daß jahrelang die 2. und 3. Garnitur nach Brüssel aufs Abstellgleis verschoben wurde. Inzwischen haben die durch die kalte Küche wahrsinnig viel Macht.
Manches bzgl. der EU ist nicht ganz schlecht - vor allem, was den angesprochenen Abbau der Restdemokratie betrifft. Andere Völker lassen sich nicht so an der Nase herumführen, wie die obrigkeitshörigen Deutschen. So kommen wir Deutsche hin und wieder in den Genuß gewisser "Liberalisierungen", welche uns "unsere" Bonzen nie zugestanden hätten. Ansonsten fällt mir aber auch nicht viel Positives zur EU ein. Wie so oft ist die Idee vielleicht ganz gut gemeint, aber bei der Umsetzung hapert es gewaltig.

> Das Problem unseres Parlaments...

Da wäre erst einmal zu klären, ob Deutschland über eine funktionierende parlamentarische Demokratie verfügt, wie uns gern glauben gemacht werden soll. Ich meine nicht und zudem wird es schnell schlimmer. Selbst wenn die Politiker wollten und etwas taugen würden (was freilich nicht der Fall ist - nur mal angenommen), könnten sie kaum etwas bewirken. Das Zauberwort heißt Gewaltenteilung. Einstmals gut gemeint bzw. angstgesteuert, hat sie sich in der deutschen Version lange verselbständigt und demokratisch jeglicher Kontrolle entzogen.

Ansonsten voller Zustimmung. Besonder der letzte Satz gefällt mir.

@ Hellwig:
Wir haben in Deutschland inzwischen Zustände bzw. das Potential dazu (man müßte es nur noch "freischalten"...) vor denen sich selbst Orwell gegruselt hätte. Ich frage mich, was passiert, wenn diese Maschinerie in Hände fällt, die noch falscher sind, als die jetzigen oder dieser unkontrollierbare Riesenapparat meint, sich bzw. seine Pfründe selbst gegen "sein" Volk verteidigen zu müssen.

China ist durch verschiedene ungünstige äußere und innere Umstände viele Jahrzehnte an einer adäquaten Entwicklung gehindert worden. Daß der Westen in seiner Profitgier den Aufstieg zur wirtschaftlichen Supermacht beschleunigt hat (und das natürlich immer noch tut), würde ich nicht als entscheidend ansehen. Andernfalls hätte es eben etwas länger gedauert. Chinessen sind seit langer Zeit weltweit - z.B. in besonderem Maße in den USA - wirtschaftlich sehr erfolgreich. Ich glaube nicht, daß die viel Hilfe brauchen bzw. gebraucht hätten.

> wie ein alles verschlingender , gefräßiger Moloch

Nun in Sachen Ressourcenverbrauch sind immer noch die Abendländer ganz weit vorn. Schau Dir mal die pro-Kopf-Verbräuche von Energie usw. an - wobei sich ja gerade der Konsum in China einstweilen noch ziemlich in Grenzen hält. Sie sind eben auf dem (erklärten) Weg, die Fabrik der Welt zu werden.

> Tarus-Sägen und andere Kopien westlicher Markenprodukte sind nur ein Teil des Problems.

Nun, die Tarus-Sägen gehen m.W. auf ein japanisches Design zurück und ich weiß nicht, ob es wirklich Raubkopien sind und nicht doch Lizenzrechte bestehen. Immerhin werden die Dingen in wirklich großem Umfang produziert und weltweit verkauft. Hätte man nicht diese Lizenz bekommen, dann eben eine andere oder man hätte sich eben selbst versucht. So eine große Sache ist da ja nun wirklich nicht.
Ob es nun ein Problem oder die Lösung ist, liegt im Auge des Betrachters. Was würden wohl z.B. die Markenwerkzeuge kosten, wenn es keinen Preisdruck aus FO gäbe. Ähnlich ist es beim technischem Fortschritt bzw. insbesondere der schnellen Überführung neuer technischer Möglichkeiten in die Produktion.

Gruß
Thomas
 
M

Mac624

Registriert
24.05.2005
Beiträge
2.472
Was mich wundert das sich gerade im Bereich Motorgeräte über die Chinesen aufgeregt wird.
Wir sitzen alle vor einem Computer, dessen Komponenten in China zusammengebaut werden, Digitalcamera? Made in PRC, ich denke mal die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen.
Ich sehe der ganzen Sache mit China ziemlich gelassen, die Blase wird irgendwann platzen.
Auch vor den Japanern hat man vor über 30 Jahren Angst gehabt,
das normalisiert sich auch wieder.
Ich mache mir weniger Gedanken um die Asiaten, bei mir ist es die Globalisierung, die mir zu denken gibt. Hier sehe ich die Hauptgefahr für die Welt im Allgemeinen.
 
Thema: Tarus T4500 - Kettensäge
Oben