Stihl 024 AV: Kettenspannung nicht einstellbar: Kette fest

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Bubbel

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Bei meiner Stihl 024 AV lässt sich die Kettenspannung nicht richtig einstellen.

Ich habe heute bei einer geerbten Säge nach längerer Nichtnutzung die Abdeckungen der Säge rundum abgenommen und alles an Schmutz, und ölverklebten Spänestaubresten mechanisch und mit Druckluft entfernt. Danach neues Gemisch eingefüllt und die Drehzahlen L und H eingestellt.: Motor läuft in allen Drehzahlen super. Ist kalt und warm schnell zu starten, beschleunigt wie er soll.
Sowohl ohne angebaute Schiene und ohne Kette, wie auch nach ersten Probeläufen zunächst auch mit Schiene und mit Kette.
Kettenbremse funktioniert bei nicht laufendem Motor, wie auch unter Volldrehzall laufender Maschine einwandfrei.
Die Ölpumpe schmiert auch.

So weit scheint zunächst alles in Ordnung zu sein.

Allerdings: kurze Zeit später bei der Nachkontrolle und Nachjustierung von L und H mit angebauter Schiene und Kette, wurde die Kette beim Motorlauf plötzlich fest. Danach konnte ich die Spannung nicht mehr vernünftig einstellen.

Wenn ich die Kettenspannung für mich - wie bei meinen anderen Sägen auch- richtig eingestellt habe - (Die Säge liegt dabei auf der Werkbank beim Einstellen und Festdrehen der Mutter - wobei ich dabei gleichzeitig die Schwertspitze auf die Werkbank drücke und damit das Schwert anhebe) - und danach die Kette oben auf dem Schwert zwei- dreimal mit der Hand nach vorne ziehe, wird die Spannung immer strammer, bis die Kette unverrückbar festsitzt. (Die Kettenbremse ist dabei aber gelöst.)

Ich habe auch nach Einstellen und Festziehen der Mutter statt mit der Hand, den Motor gestartet und Gas gegeben. Sofort ist die Kette stramm und nichts bewegt sich mehr. Kette und Schiene unmittelbar danach nach Lösen der Mutter abgenommen: Kettenbremse ist auch danach völlig frei.

Ich habe auch einmal die Kette für mich etwas zu lose eingestellt und dann konnte ich diese mit der Hand bei frei durchziehen. Nach Motorstart und zwei drei Vollgasstößen war die Kette aber dann so lose, dass sie unten am Schwert gut einen cm durch hing.

Kann das Problem am falschen Schwert liegen? es ist eine nicht mehr ganz frisches 30cm OREGON Schiene auf der Säge, mit der die Säge vorher wohl gelaufen ist. Die Schiene hat zwar Farbe verloren, aber keinen Grat und der Stern an der Spitze ist auch frisch geschmiert und dreht frei. Die Schiene hat auch keine Anlaufspuren, die Kette wurde vorher also nicht zu stramm und dadurch ausgeglüht gefahren.
Oder ist es bei dieser Säge nicht angebracht, das Schwert bei der Montage und Festschrauben der Mutter nach oben in Arbeitsposition zu drücken?
Wie kann ein Schwert nach Festziehen der Mutter selbst bei manueller Kettenbewegung mit der Hand weiter nach vorne rauskommen, so dass die Kettenspannung unendlich zunimmt?

Ich finde meinen Fehler nicht.
Wer hat eine Idee, was ich noch unternehmen könnte?
 
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FastDriver

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Die Kettenspannung stellst du schon bei leicht angezogenem Schwert mit der Einstellschraube ein?
 
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Bubbel

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Nein, ich lege die Schiene mit der vorher darauf in die Schienennuten aufgefädelten Kette auf das Ritzel, achte darauf, dass ich die Schiene flach und korrekt über die beiden Bolzen positioniere und setze den Deckel auf. Danach die Mutter aufgeschraubt und bis an den Deckel mit zwei Fingern herangedreht. Dann stelle ich die Säge in aufrechter Position auf den Tisch und kippe die Maschine hinten an, bis durch aufsetzen der Spitze das Spiel aus dem Schwert kommt. Also, dass die Anschlagposition beim Festschrauben eingenommen ist, die später auch beim Sägen durch den natürlichen Druck nach oben entstehen wird. Nach dem Aufsetzen der Spitze stelle ich die Spannung der Kette so ein, dass ich diese nach abschließendem Festschrauben der Deckelmutter unten mittig an der Schiene mit zwei Fingern ohne besondere Kraft so weit aus der Nut herausziehen kann, dass die Spitzen des Förderzahnes gerade so bündig mit der Unterkante der Schiene sind. Also so 5 bis 6 mm. Danach ziehe ich die Kette oben einige Male nach vorne durch, um mich zu vergewissern, dass sie richtig auf dem Ritzel liegt und dass auch kein besonderer Kraftaufwand durch zu große Spannung vorhanden ist.
 
Herbert_S

Herbert_S

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wie sieht das Antriebsritzel aus - ist es vielleicht schon stark abgenutzt ?
Ich würde auch mal das Nadellager von der Antriebsglocke kontrollieren
Die Treibgliedstärke passt mit der Schiene zusammen

Lässt sich die Kette nach der Montage mit der Hand leicht ziehen und zwar mindestens eine ganz Runde ?
Falls das alles nicht zutrifft würde ich die Schiene einmal ohne Deckel mit ein paar Beilagscheiben montieren.
Dann sieht man mehr und du kannst die Kette besser beobachten.
 
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Bubbel

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Danke, das mit den Scheiben und Mutter werde ich mal probieren.
Beim Handzug oben auf der Schiene nach vorne in Laufrichtung nach der Montage der Schiene und Kette wird sie mit jedem Zug schwerer und nach 2 - 3 Zügen ist sie völlig fest.
Komisch, dass dieser Effekt erst bei der zweiten Montage der Schneidgarnitur während Wartung der Säge aufgetreten ist. Zuerst konnte ich die Kette sowohl mit der Hand frei durchziehen, als auch mit Llaufendem Motor auch im Vollgasbetrieb durchlaufen lassen.
 
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Bubbel

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Gelöscht, weil doppelt gepostet.
 
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Bubbel

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Das Antriebsritzel hat Laufspuren. Es dreht sich aber frei und läuft bei Vollgas ohne Schiene und Kette lange und leicht nach.
Könnte es nicht auch sein, dass der Vornutzer eine nicht passende Schiene-Kette- Antriebsritzelkombination zusammengebaut hat? Auch wenn es erst so scheint, die Teile könnten passen?
 
Dieter K

Dieter K

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Hallo,
mach bitte ein paar Bilder von deiner Kombination. Ich habe das Gefühl, dass das Schwert nicht zur Säge passt.

Grüße,
Dieter
 
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Bubbel

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Hallo,
mach bitte ein paar Bilder von deiner Kombination. Ich habe das Gefühl, dass das Schwert nicht zur Säge passt.

Grüße,
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mach ich.
 
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H. Gürth

H. Gürth

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Was hat die Maschine für in Kettenrad ? Feste Verzahnung 7 oder 8 Zähne oder Ringkettenrad(abnehmbar)
Standard ist 0.325" Kette. Ist die montierte Kette eine 0.325" Kette oder eine 3/8" Kette. Auf den Treibglieden sind Daten eingeprägt.
 
Herbert_S

Herbert_S

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Die Schiene ist für die Säge in Ordnung - zu der Kette kann ich nichts sagen.
Sie sollte eine 0.325 Teilung haben mit 1,6mm Treibgliedstärke und 56 Treibglieder.

Aber für dein Problem muß eigentlich nur die Treibgliedteilung passen - also 0,325.
Lt. dem Bild was ich angehängt habe kannst du nachmessen.
Ich hatte auch schon einmal so ein ähnliches Problem, da war vorne der Umlenkstern beleidigt.
Allerdings dauerte es eine weile bis sich die Kette spannte, einfach weil der Stern zu Heiß wurde
und dann natürlich auch die Kette.
Kettenteilung_2541_1.jpg
 
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Bubbel

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Ich messe und schaue morgen nach, was das für eine Kette ist.

Ich schrieb oben ja schon, dass dieses Phänomen erst bei der zweiten Montage der Schneidgarnitur während meiner Reinigungs- und Einstellarbeiten aufgetreten ist.
Beim ersten Probelauf lief es ja einwandfrei.

Es ist möglich, dass ich nacheinander zwei verschiedene Ketten montiert habe.
Der Verkäufer hat mir nämlich mehrere gebrauchte Ketten als zu dieser Säge passend dazugegeben - das habe ich da auch nicht überprüft - und die lagen gestern alle auf der Werkbank.
Es ist also durchaus möglich, dass er mir da eine nicht passende dazugepackt hatte.

Beim zweiten Probelauf wurde übrigens auch die Schiene auf ganzer Länge sofort sehr warm. Und nach drei Gasstößen war die Kette ja schon fest.

Morgen werde ich das also genau mit Lupe und Messschieber kontrollieren.
 
Herbert_S

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ja schau nach, vielleicht hast wirklich eine 3/8" Kette erwischt
 
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Bubbel

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Problem gefunden und beseitigt.
Man hatte mir ja mehrere "passende" aber gebrauchte Ketten mitgegeben.
Heute habe ich sie mal genauer angeschaut:
Eine Stihl, eine Oregon und zwei ohne jegliche Markenbeschriftung.
Alle sind .325" ketten mit 16,5 mm.

Eine von diesen NoName- Ketten hatte ich beim zweiten zusammenbauen aufgelegt, weil die Zähne da länger waren, als bei den anderen.

Ich vermute, diese Kette könnte sich möglicherweise gelängt haben.
Ich fand noch einen Unterschied bei den 4 Ketten: Bei der Oregon und den NoNames sehen die Förderzähne etwas anders aus als bei der Stihl-Kette. (Die Stihl ist die untere auf dem Foto, die mit der roten Markierung)
Vielleicht ist das auch ausschlaggebend.
Also habe ich die Stihl-Kette aufgelegt.
Nun mit der Stihl-Kette lässt sich die Kette von Hand ohne Beschränkung immer wieder durchziehen und auch in allen Motordrehzahlen rennt die Säge wieder.
Und die Spannung verändert sich auch nicht mehr.

Nun erschließt sich mir auch, warum die Noname noch weniger verschlissen war und längere Zähne hatte.
Man hat diese Kette nicht oder auf einer anderen Säge benutzt.

Das Ritzel hat ein wenig Verschleiß, aber ich denke, das sollte noch gehen.
Schnell noch das Nadellager neu gefettet, wo ich das Ritzel schon mal ab hatte.

Erfreut überrascht bin ich immer noch von der Startfreudigkeit und Laufkultur dieser alten Säge.

Eine Frage noch: Hat diese Säge gar keine Sommer-Winter Umstellung?
Ich kann im Bereich des Luftfilters nichts finden. Auch nicht die Umsteckabdeckung für den Ansaugkanal, den ich bei YT gesehen habe.

Danke euch allen für Eure Hilfe und Tipps hier
 
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Bubbel

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Hier im Video ab Minute 2, ist allerdings eine 026. An so etwas oder ähnliches dachte ich.
 
Kony

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Ok, hatte ich noch nicht gesehen...habe auch schon unter -10° im Wald gesägt, noch nie Probleme gehabt.
 
Kony

Kony

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Habe gerade mal bei meiner 028er geschaut, ja da ist was vorgesehen, aber mit dem Deckel vergossen und zu. Laut BD ist das eine Option.
 
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Bubbel

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Möglicherweise ist meine 024 AV zu alt und das gab es damals noch nicht - oder sie ist zu gut und braucht so wasgar nicht, weil der Motor bei allen Temperaturen gut läuft.
Im Winter werde ich das ja sicherlich feststellen können.
 
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