Stanley ruft 2 Millionen Sägen (!) zurück

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Werkzeug-Django

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Stanley startet kommende Woche die größte Rückrufaktion, die es meines Wissens bisher im Bereich der Handwerkzeuge gegeben hat.
Betroffen sind etwa 2 Millionen Sägen der Serien Jet Cut und Fat Max, die in den letzten 18 Monaten verkauft wurden.

Zitat Stanley:
Das Leistungsprofil des neuen Bi-Material-Griffs, welcher an Jet Cut und Fat Max Sägen bei etwa 25 Produkttypen eingeführt wurde, ist nicht ausreichend. Seit Einführung der Neuerung vor etwa 18 Monaten wurden europaweit über 2 Millionen Sägen dieses Typs verkauft, wobei einige Unfälle infolge von Sicherheitsmängeln des Griffs aufgetreten sind. Da ein Verletzungsrisiko beim Benutzer real gegeben ist, haben wir beschlossen, das gesamte Sortiment zurück zu ziehen!

Der Handel ist heute aufgefordert worden, die Jet Cut und Fat Max Sägen sofort aus den Regalen zu nehmen. Der Endverbraucher wird in der kommenden Woche mittels Pressemitteilungen an nationale Medien und Handelsmedien über die Bitte in Kenntnis gesetzt, Stanley alle Produkte gebührenfrei auf dem Postwege zurückzusenden. Stanley wird Ersatz liefern. Außerdem kann die Ware beim Fachhandel retourniert werden.

Vorerst wird der Kunde den altbewährten Jet Cut-Griff erhalten. Stanley hofft, im letzten Quartal 2004 einen neuentwickelten Griff in verbesserter (und sicherer) Form zum Verkauf anbieten zu können.

Über die Kosten für Stanley wage ich erst gar keine Spekulationen. Aber solche Aktionen unterscheiden einen Markenhersteller vom Billigheimer aus dem Baumarkt!
 
H

hs

Guest
Hi,

jaja - was haben sich alle ins Fäustchen gelacht, als Aldi
neulich ein Bohrmaschine zurückorderte - wobei diese ver-
mutlich noch nichtmal eine tatsächliche Gefährdung darstellte :
Wir haben den Rückruf am vergangenen Freitag im Interesse
eines vorbeugenden Verbraucherschutzes vorgenommen,
nachdem wir eine Kundenreklamation erhalten hatten. Bislang
hat es keinerlei gesundheitliche Schäden bei Nutzern gegeben.


Jetzt kommt ein Markenhersteller mit einem vergleichsweise
simplen Werkzeug - und wobei einige Unfälle infolge von
Sicherheitsmängeln des Griffs aufgetreten sind. Da ein Ver-
letzungsrisiko beim Benutzer real gegeben ist


und ihm wird noch auf die Schulter geklopft :
Aber solche Aktionen unterscheiden einen Markenhersteller vom
Billigheimer aus dem Baumarkt!


-----

es geht ja nicht aus der Meldung hervor, was nun genau passieren
kann (z.B. Griff zerlegt sich beim Vorhub und scharfe Kante
stößt auf Hand = sehr schlimm !)
Man wird bei sooovielen verkauften Produkten eh' nur einen
Bruchteil zurückbekommen - möglicherweise liegt die Vorgehens-
weise des Rückrufs auch in den möglichen, sehr hohen
Schadenszahlungen in den USA begründet (Stanley ist ja ein
amerik. Hersteller).
Eigentlich gibt man ja mehr Geld für ein Markenwerkzeug aus,
damit man davon ausgehen kann, eben ein durchdachtes, hoch-
wertiges Produkt gekauft zu haben.

An so einer einfachen Säge sollte es doch von vornherein möglich
sein, einen absolut sicheren Griff zu konstruieren - gerade wenn
man weiß, daß man davon in recht kurzer Zeit sehr hohe Stück-
zahlen absetzen wird.

Gruß, hs
 
D

Dietrich

Moderator
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Hallo,

regt Euch nicht auf, bei uns gibts Kirschen, ECE, Stubai und Ulmia, bei denen bricht auch kein Griff ab:)

Gruß Dietrich
 
Thema: Stanley ruft 2 Millionen Sägen (!) zurück

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