Spectra Precision (Trimble) LT56 360° 3D Kreuzlinienlaser Rot

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Dirk

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Spectra Precision (Trimble) LT56 360° 3D Kreuzlinienlaser Rot
– Wann angeschafft? circa 2017
– Wo gekauft? Privat
– Neu/gebraucht? Gebraucht
– bezahlter Preis 275 Euro
– Listenpreis des Herstellers für Neugerät damals >500 Euro

Ausstattung
Der Laser wird in einem HDPE-Koffer mit Metall-Schnallen geliefert. Neben dem Laser befindet sich ein Ladegerät, eine Halterung, eine rote Zielplatte, eine rote Lasersichtbrille und natürlich die Bedienungsanleitung im Lieferumfang. Die Halterung ist leider keine Universalhalterung, sondern nur zur Montage an einer Metall-Unterkonstruktion gedacht. Auch ist sie nicht zum Hinstellen auf den Boden geeignet. Es wird also noch ein Stativ benötigt.
Testergebnis: 5 Punkte

Handhabung
Der Laser der Klasse 2 ist "Made in China", wiegt knapp 775gr und ist im Grunde sofort betriebsbereit. Das Gehäuse ist rundum gummiert, dadurch ist es griffig, hat einen guten Stand, rutscht nicht und es wirkt auch robust (ich habe keinen Falltest gemacht...). Pendel-Lock und Laser sind separat zu bedienen. Das hat in gewissen Situationen Vorteile. Der Pendel-Lock-Schalter ist als Schieber vorne angebracht, gut ertastbar und rastet "satt" in seiner jeweiligen Position ein.
Die Laser-Strahlen können mit Hilfe von drei Tastern separat geschaltet werden:
Ein Taster schaltet den horizontalen Laser ein und aus, der zweite schaltet die beiden vertikalen Laser (einer / der nächste / beide / aus) und mit der dritten Taste wird Pulsbetrieb für externe Laser-Empfänger aktiviert. Alle erdenklichen Schaltpositionen sind sowohl mit gesperrtem als auch frei pendelndem Laser möglich. Im Pulsbetrieb ist keine Abdunklung des Laserstrahl erkennbar wie bei anderen Lasern. Die jeweiligen Betriebszustände werden zusätzlich mit kleinen, farbigen LED angezeigt.
Der Laser hat unten eine eingelassene kleine Platte, welche ein 1/4"- und ein 5/8"-Gewinde vorweist, wie es bei Bau-Lasern üblich ist. Somit kann man ihn auf allen erdenklichen Stativen montieren. Die Hauben auf den Laser-Fenstern bestehen aus Metall und sind verschraubt, somit austauschbar. Der Lithium-Ionen-Akku ist leider fest verbaut, allerdings unter einer verschraubten Klappe, so daß ein Austausch zumindest durch eine Service-Werkstatt möglich sein wird.
Das Ladegerät ist ein kleines Weitbereichs-Steckernetzteil mit 5V/1.0A, als Anschluß an den Laser dient ein handelsüblicher Hohlstecker 2.1/5.5mm (die Buchse am Laser ist mit einem Gummistopfen verschlossen). Eine Besonderheit des Netzteil ist noch, daß es mit diversen Steckdosen-Adaptern geliefert wird, welche man aufclipsen kann; somit kann ein Netzteil für viele Länder verwendet werden.
Das mitgelieferte Zubehör soll hier nicht intensiver betrachtet werden, nur so viel: Die Ständerwerk-Halterung wirkt im Vergleich zu anderen Halterungen eher billig; ich habe sie nicht benutzt. Die Zieltafel ist ein Cent-Artikel.
Die Laser-Abdeckungen sind viereckig. Dies führt aufgrund der Brechungskanten in den Laser-Fenstern zu kurzen "Geister-Linien". Diese sind zwar anfangs störend, aber bei unvergüteten Scheiben unvermeidlich. Sie sind dunkler, nicht so ausgeprägt und eindeutig schräg; hat man einmal mit so einem Gerät gearbeitet, gewöhnt man sich schnell daran.
Die mitgelieferte rote Brille ist keine Laserschutzbrille!!! Sie dient ausschließlich der Kontrastverstärkung, damit der Laser in einer hellen Umgebung besser sichtbar ist.
Testergebnis: 6 Punkte

Leistung
Der Laser wird mit +/-2mm/10m Genauigkeit und einem Selbstnivellierbereich von 4° +/-1 in alle Richtungen beworben, in neueren Publikationen sogar mit 5mm/30m, was 1,66mm/10m entspricht. Meinen eigenen bescheidenen Tests nach (wie das geht, kann man in diversen Anleitungen nachlesen) erreicht er die Nenn-Genauigkeit auch voll und ganz. Der Laser ist der genaueste 3D-Linienlaser, den ich in Händen hielt. Auch ist er für einen roten Laser erstaunlich hell.
Aktiviert man einen beliebigen Laserstrahl bei gesperrtem Pendel, so blinkt er nach ca. 20s kurz. Liegt man bei offenem Pendel außerhalb des Pendelbereiches, so blinkt der Laser dauerhaft. Ein "fremder" externer Laserempfänger Flex LR1 arbeitet problemlos mit dem LT56 zusammen.
Es gibt einen Wermutstropfen: der Laser lässt sich auch bei offenem Pendel abschalten. Das ist negativ, weil er dann während des Transport Schaden nehmen könnte. Man muss immer sorgfältig darauf achten, daß das Laserpendel gesperrt ist. Auch könnte die Schalter-Beschriftung des Pendellock besser sein, sie ist nur gleichfarben-erhaben im Gummi ausgeformt, in der Praxis also so gut wie unsichtbar.
Testergebnis: 6 Punkte

Umwelt
Das Gerät kam als Gebrauchtgerät in diesem Punkt unauffällig. Positiv anzumerken ist der Gebrauch eines Weitbereich-Netzteil für alle Länder.
Testergebnis: 7 Punkte

Preis und Preis/Leistungverhältnis
Aufgrund der Erfahrungen mit dem Gerät und der Tatsache, daß ich es gebraucht erworben habe, ist das ein wenig schwierig. Ich würde aber behaupten, daß das Preis/Leistungsverhältnis auch bei einem Neugerät akzeptabel ist.
Testergebnis: 5 Punkte


Ausgefallen?
Nein.

Besondere Kritikpunkte
Der HDPE-Koffer ist nicht mehr zeitgemäß. Er bietet dem Gerät zwar hinreichend Schutz, aber er ist unflexibel, in kein vorhandenes Konzept integrierbar und man kann so gut wie kein Zubehör beilegen.

Positiv aufgefallen
Sehr präzise und für einen roten Laser schön hell.

Verbesserungsvorschläge
Ein Wechsel-Akku wäre fein. Aber da das Gerät auch mit Netzteil betrieben werden kann, ist er zumindest technisch nicht notwendig, und wenn man einen Akku im Betrieb wechseln muss, muss man einen Laser sowieso komplett neu ausrichten, da schon die geringste Berührung zu einer Änderung führt.

Mein Testurteil
Ich war schon sehr lange "scharf" auf genau diesen Laser, weil Spectra Precision im Gegensatz zum verbreiteteren Bosch ein ausgewiesener Präzisionshersteller solcher Instrumente ist. In 2017 bekam ich dann endlich die Möglichkeit, mir einen zu einem akzeptablen Preis anzuschaffen. Ich habe den Kauf nicht bereut! Das Gerät ist hervorragend verarbeitet, sehr präzise und lässt sich gut bedienen. Ich würde ihn mir jederzeit wieder anschaffen, und obwohl ich mittlerweile aufgrund der besseren Sichtbarkeit auch grüne Laser mein Eigen nenne, nutze ich den LT56 immer noch gerne - vor allem auch aufgrund seiner Präzision.

Ein Gesamtergebnis lässt sich dann mit folgender Standardbewertung berechnen:

Mein Testergebnis
Ausstattung: 5 Punkte 25 %
Handhabung: 6 Punkte 30 %
Leistung: 6 Punkte 20 %
Umwelt: 7 Punkte 10 %
Preis und Preis⁄Leistungsverhältnis: 5 Punkte 15 %
Gesamtergebnis: 5,7 Punkte
Sehr gut ✱ ✱ ✱ ✱ ✱ ✱ ❍
 

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